In zivil und alkoholisiert - Polizeibeamte sollen Männer in Berlin mit Waffen bedroht haben

Sa 09.04.22 | 17:49 Uhr
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Symbolbild: Ein Polizeiauto im Einsatz. (Quelle: dpa/Geisler)
Bild: dpa/Geisler

Schwere Vorwürfe gegen zwei Polizeibeamte: Die Männer sollen zwei Passanten in Tempelhof-Schöneberg beleidigt und mit Waffen bedroht haben. Nun ermittelt die Polizei in den eigenen Reihen.

Weil sie zwei Männer mit Waffen bedroht und beleidigt haben sollen, wird gegen zwei Beamte der Polizei Berlin ermittelt. Das teilte die Polizei am Samstagnachmittag in einer Pressemitteilung mit. Auf welche Art und Weise die Männer beleidigt wurden, wollte die Polizei auf Nachfrage von rbb|24 nicht weiter erklären.

Laut Mitteilung der Polizei hätten zwei 20 und 23 Jahre alte Männer in der Nacht zu Samstag Anzeige erstattet. Sie seien zuvor in Tempelhof-Schöneberg von zwei Männern beleidigt und unter "Vorhalt von Waffen kontrolliert worden". Die Männer hätten angegeben Polizeibeamte zu sein und waren mit einem Zivilfahrzeug unterwegs. Die kontrollierenden Männer sollen laut Aussage alkoholisiert gewirkt haben, heißt es in der Polizeimeldung.

Alkoholtest fällt positiv aus

Ermittlungen hätten dann zur Identifizierung von zwei zivilen Einsatzkräften geführt. Diese seien auf ihrer Dienststelle angetroffen worden, zu den Tatvorwürfen hätten sie sich nicht geäußert, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Eine Atemalkoholmessung habe den Verdacht bestätigt, dass die Polizeikräfte betrunken waren. Bei beiden seien Blutentnahmen durchgeführt worden, außerdem seien ihnen die Dienstwaffen abgenommen worden. Nun ermittelt das zuständige Fachkommissariat.

Sendung: Abendschau, 09.04.2022, 19:30 Uhr

33 Kommentare

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  1. 33.

    Herr Neuert,
    Sie wollen mir doch nicht erzählen, die Beamten wüssten nicht wie jemand reagiert der viel zu tief ins Glas geschaut hat. Dann nehmen die trotzdem Waffen mit? Was wäre wenn einer von denen eine Person getroffen, wenn nicht getötet hätte? Hätten Sie dann nicht gefragt warum er überhaupt eine Waffe mithatte? Man braucht sich nur die Polizeibeamten anschauen. Wie Mr. Apollo. Hier eine kurze Textzeile mit der Vorraussetzung Sie sind der englischen Sprache mächtig:
    Follow Mr. Apollo, everybody knows he's the greatest benefactor of mankind.
    Follow Mr. Apollo, everybody knows that a healthy body makes a healthy mind.
    Nach dem Motto gehen die doch immer.
    Mit freundl. Grüßen

    @rbb: Bitte NICHT zensieren

  2. 32.

    Warum sollten Polizeibeamte, welche augenscheinlich IM Dienst waren, nicht ihre Dienstwaffen sondern ihre privaten Schusswaffen dabei gehabt haben?

  3. 30.

    Leider geht aus dem Bericht nicht hervor, ob sich die beiden als Zivilstreife nicht im Dienst befanden.
    Wìe der etwas verschwurbelten Mitteilung zu entnehmen war, wurden"Dienstkräfte" in ihrer Dienststelle angetroffen. Das klingt nach Trunkenheit im Dienst. Na, dann prost!

  4. 29.

    Zitat: "Denn Menschen, die Ihren Ansprüchen genügen, werden in der „freien Wirtschaft“ mit Kusshand und ganz viel Geld und Vergünstigungen gesucht und genommen.
    Wer schlecht bezahlt, bekommt auch nur geringere Qualität bei den Einstellungen. Klingt komisch, ist aber so!"

    Bei den beiden Beamten handelt es sich doch offenbar nicht um irgendwelche Spezialkräfte, sondern um normale "Streifenhörnchen", welche in der freien Wirtschaft sicher nicht deutlich mehr als deren Beamtenbesoldung verdienen würden. Und ihre Aussage, dass bei der Polizei aufgrund der Besoldung "geringere Qualität" als anderswo zu verzeichnen wäre, finde ich nun wiederum "komisch".

  5. 28.

    Sehr geehrter Herr Neuert,
    wenn die auch privat eine Waffe haben, dann braucht man als Polizeibeamter auch eine Waffenbesitzberechtigungskarte. Ist genau wie beim Jäger. Außerdem, haben Sie sich nicht gefragt wie die, im alkoholisierten Zustand, eine Waffe mittragen konnten? Fragen über Fragen. Aber ich hoffe das Sie mir mit einem übereinstimmen werden, daß das alles lückenlkos aufgeklärt wird.
    Mit freundl. Grüßen

  6. 27.

    Hallo „Asylberliner“, nebenbei, der Name „Rucksackberliner“ als Nickname wäre besser.
    Jetzt zu deinem Kommentar. Was die Frage in ihm betrifft, wünschenswert wäre es. Wie es bei dem Beamten im Fall Grunerstraße war, da kam nix an die Öffentlichkeit. Die haben ja sogar Tricks angewandt damit es unter den Tisch gekehrt wird.
    Mit freundl. Grüßen und noch einen schönen Restsonntag

  7. 26.

    Außerdem, wenn die mal vor Gericht stehen, dann haben die ein „Muffensausen“, so eine Angst, das die in der Öffentlichkeit ihre Gesichter verbergen. Das sollte mal verboten werden. Bei der Begehung der Straftaten hatten die ja auch keine verpixelten Gesichter oder eine Zeitung (bzw. Aktendeckel) vor deren Gesicht. Das sollte im übrigen für alle Straftäter gelten. Die sollen sich AUCH ÖFFENTLICH zu erkennen geben. Aber leider gilt da der Persönlichkeitsschutz. Hatte dieser Schutz denen gegenüber den anderen interessiert?

  8. 25.

    Berlin stellt ja auch eher das "Spiegelbild der Gesellschaft" ein, charakterliche Eignung stört da eher! POLIZEI ist in Berlin auch nur ein "Job", kann jeder, macht auch jeder ... So werben die auch. "Good Job"!

  9. 24.

    Was nicht passt wird passend gemacht, und schon ist Berlin fein raus.

  10. 23.

    Wenn der Polizeisprecher "heutzutage" Cablitz heißt, wie hieß er denn in früheren, Ihrer Ansicht nach offenbar besseren Zeiten? Oder wie sollte er Ihrer Meinung nach heißen und welche Kriterien erfüllen (außer einen Namen zu tragen, der Ihnen gefällt)?

  11. 22.

    Also in München würde ich unterstellen, dass besser unter den Teppich gekehrt und Druck auf die Opfer ausgeübt wird, keine Anzeige aufzugeben und auch sonst mal ganz leise zu sein.

  12. 21.

    Und was sagen die Herren Cablitz (so heißt der Pressesprecher heutzutage) und Jendro (GdP) dazu? Die melden sich doch sonst bei jeder Kleinigkeit zu Wort und weinen, dass alle so böse zur Polizei seien. Aber bei eigenem Fehlverhalten verstummen sie.

  13. 20.

    Schätze mal es handelt sich um homophobe Anmache,und ich hoffe dass nichts unter dem Deckel gehalten wird.Die Polizei hat Nachwuchssorgen,zumindest was junge Menschen mit gutem Schulabschluss und Integrität anbetrifft.Ich habe trotzdem grossen Respekt für die Arbeit die geleistet wird und vor all den Polizisten die sich ihrer Aufgabe bewusst sind.Den freiheitlich- demokratischen Rechtsstaat zu schützen und selbst geachtet und geschützt zu werden und die kompromisslos aussortieren die sich dessen nicht bewusst sind.

  14. 19.

    Polizeibeamte sind Dauerwaffenträger und benötigen keine Berechtigungskarte oder ähnliches ...

  15. 18.

    Wann hören diese Meldungen über die Berliner Polizei endlich auf? Ernsthaft? Aus München oder Stuttgart hört man so etwas eher selten ... Woran liegt das?

  16. 17.

    Also, sollte der Bericht den Tatsachen entsprechen, werden die Beamten drastische Maßnahmen erfahren müssen. Gerichtlich wie auch disziplinarisch. Alle Kommentare die sich hier in der Weise äußern, dass hier auch nur unter den Tisch gekehrt wird, sorry, zeugt von sehr wenig Wissen und Polemik.
    Sollte die Darstellung der meldenden Betroffenen nicht den Tatsachen entsprechen, würde ich mir wünschen, dass mit gleichem Maß bestraft wird .

  17. 16.

    Ich glaube Alkohol ist nicht das einzige Problem bei der Polizei , als ich die Polizei gerufen hatte sprach die Beamtin plötzlich mit einer Stimme zu mir (67) die man bei einem Kleinkind verwendet , wenn man etwas erklärt . Für eine Personenbeschreibung oder was die Leute im Flur gemacht haben hat sich niemand interessiert obwohl es 2 Tage vorher zu einer Brandstiftung gekommen ist . Bei einer Frage meinerseits wurde ich jedes mal unterbrochen und plötzlich lief die Beamtin einfach los , da hat selbst der Kollege komisch geschaut . Mich wundert es gar nicht das Brandstiftungen nicht aufgeklärt werden wenn Beamte so reagieren oder etwas im Blut haben was dort nicht hingehört .

  18. 14.

    Wieso denn zwei? Das ist doch ein Einzelfall und noch ein Einzelfall. Unsre Polizei halt.....

  19. 13.

    Diese hohen Ansprüche kann man gerne an die Polizei stellen. Dann muss man aber auch entsprechend bezahlen, um diese Qualität bei der Polizei einzustellen.
    Denn Menschen, die Ihren Ansprüchen genügen, werden in der „freien Wirtschaft“ mit Kusshand und ganz viel Geld und Vergünstigungen gesucht und genommen.
    Wer schlecht bezahlt, bekommt auch nur geringere Qualität bei den Einstellungen. Klingt komisch, ist aber so!

  20. 12.

    Seit wann hat man denn als Polizist eine Waffenbrechtigungskarte? Eine Entlassung gäbe es bei einer Verurteilung von mindestens einem Jahr! Gehe aber in diesem Fall nicht davon aus.

  21. 11.

    Ich kann mich den Kommentaren nur anschließen: ohne WENN und ABER aus dem Polizeidienst entlassen! Solche Beamte schädigen nur noch mehr das Ansehen der Polizei. Alkoholisiert mit der Dienstwaffe spazieren gehen? ich glaub´s ja nicht! Die Polizei, dein Freund und Helfer. Mit Vorbildwirkung hat das nichts mehr zu tun. Ich frage mich immer öfter, wie die Auswahl von Anwärtern aussieht, welche Kriterien für eine Aufnahme in den Polizeidienst gelten. Es sollte dazu übergegangen werden, auch die Einstellung/Persönlichkeit des Anwärters zu prüfen, damit nicht jeder Vollhorn für eine Ausbildung zugelassen wird.

  22. 10.

    Üblicherweise droht ja ab einem bestimmten Promillegehalt an Alkohol im Blut Führerscheinentzug und MPU. Gilt das auch für Polizisten im Dienst?

  23. 9.

    Polizeibeamten dürfte bei Verfehlungen keine Sonderrechte eingeräumt werden. Sanktionen hierfür sollten eher strenger gehandhabt werden als bei Normalbürgern. Polizeibeamte dürfen gerade nicht den gesellschaftlichen Durchschnitt abbilden; sie haben sich aufgrund ihres Status immer vorbildlich zu verhalten. Auf der anderen Seite hat der Staat aber die Verpflichtung Polizeibeamte mit allen Mitteln gegen ungerechtfertigte Angriffe zu schützen. Ein demokratischer Staat braucht für sein Bestehen eine "demokratische" Polizei.

  24. 8.

    Glaubt doch niemand ernsthaft, dass die Polizisten verurteilt werden? Am Ende werden die Ermittlungen aus warum-auch-immer-Gründen eingestellt und symbolische dienstrechtliche Konsequenzen ausgesprochen, die niemand von Außen kontrollieren kann. Fall erledigt.

  25. 7.

    Hallo „Luka“,
    leider nicht, sondern traurige Realität.
    Mit freundl. Grüßen und ein schönes Wochenende

  26. 6.

    Da sind wieder welche die ihren Job so richtig ausnutzen. Und außerdem: waren die unter Alkoholeinfluß stehenden Beamten auch im Besitz einer Waffe? Dann SOFORT die Berechtigungskarte entziehen und OHNE WENN UND ABER entlassen. Beamtenpension und Zulagen entsagen. Desweiteren wundert mich eines noch. Wo sind hier die Kommentatoren und Kommentatorinnen die bei den Coronathemen so zahlreich vertreten sind?

  27. 5.

    Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, sind diese Polizisten sofort zu entlassen. Natürlich ohne Pensionsansprüche und bei Arbeitslosigkeit ohne Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe. Sollten die Betroffenen gelogen haben, sind diese drastisch zu bestrafen.

  28. 4.

    Aburteilen ohne Bewährung und aus dem Beamtenverhältnis entlassen.
    Und eine Entschuldigung vom Pol Präsidenten bei den Opfern.
    Alles andere würde das eh schon ramponierte Image der Berliner Pol noch weiter schaden.

  29. 3.

    Zwei Einzelfälle

  30. 2.

    Eine sehr üble Geschichte wäre das. Mal sehen was daraus noch werden wird.

  31. 1.

    Ist das ein verspäteter schlechter Aprilscherz?

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