Komplizierter Löscheinsatz in Spandau - Elektroauto brennt vier Stunden lang

Fr 22.04.22 | 10:14 Uhr
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E-Auto Batterie gerät in Brand, 4 Stunden Löscharbeiten (Quelle: Morris Pudwell)
Audio: rbb24 Inforadio | 22.04.2022 | Natascha Gutschmidt | Bild: Morris Pudwell

In Berlin-Spandau ist in der vergangenen Nacht ein Elektroauto in Brand geraten.

Die Feuerwehr brauchte nach eigenen Angaben rund vier Stunden, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, weil auch die Batterie betroffen war.

Brandherd im Auto nur schwer zu erreichen

Laut Feuerwehr mussten die Einsatzkräfte den Elektro-Mini Cooper auf die Seite kippen, um an die im Auto brennenden Batterien zu kommen. Sie ließen demnach die Batterie dann kontrolliert ausbrennen.

Die Ursache für den Brand an einer Ladestation an der Charlottenburger Chaussee ist noch unklar. Es wird aber ein technischer Defekt vermutet.

Sendung: rbb88,8, 22.04.2022, 09:00 Uhr

 

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24 Kommentare

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  1. 24.

    Es ist nicht ganz korrekt, dass die in diesem Fahrzeug verbaute Chemie die einzige ist, die man in einem E-Auto verbauen koennte. Sie ist nur die kleinste und leichteste. Die Tesla Model 3 SR und SR+ haben einen etwas kleineren Akku, der dafuer auf Lithium-Eisenphosphat (LFP) basiert, statt mit der sonst ueblichen NMC-Technik zu arbeiten.

    Ein LFP-Akku soll wohl deutlich robuster sein, dafuer ist die Energiedichte ca. 30% kleiner (54 kWh statt 77-82 kWh).

  2. 23.

    Vielleicht sollte man auch den Britzer Tunnel für brandgefährliche Fahrzeige sperren:
    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2022/04/unfaelle-a100-fahrzeugbrand-britz-tunnel.html

    Fahren Sie manchmal mit dem Bus?
    https://www.tagesspiegel.de/images/doppeldeckerbus-in-berlin-ausgebrannt/12782868/3-format1007.jpg

  3. 22.

    BZ und RBB 24 verkürzen die dpa-Meldung: Der Karren war relativ schnell ausgebrannt, wurde danach aber noch längere Zeit gekühlt.

    Im Januar konnte man z.B. Beim ADAC lesen:
    "Wenn ein E-Auto-Akku brennt, ist mit enormer Brandleistung zu rechnen – denn die ist bei einem Akku nicht geringer als bei einem aufgerissenen Tank", sagt Karl-Heinz-Knorr, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbands. Ausschlaggebend dafür, dass brennende Autos heutzutage generell eine größere Hitze und mehr Flammen als noch vor einigen Jahrzehnten entwickeln, sei die deutliche Zunahme verbauter brennbarer Stoffe: Mehr Dämmung, mehr Kunststoffe, breitere Reifen. Auch die andere Beschaffenheit der Polster sei ein Grund dafür. Und das gilt eben für Autos aller Antriebsarten."

  4. 21.

    In Kulmbach hatte man in der Tat ein Parkhaus nach einem Brand zunächst für E-Autos gesperrt. Gebrannt hatte dort allerdings ein Verbrenner ohne Hybridtechnik. Dabei sind die Brandlasten eine BEV gemäß Brandversuchen der DEKRA vergleichbar mit denen eines ICE. Es muss nur anders gelöscht werden. Es mangelt dabei dann eher an der Ausbildung vor allem bei den freiwilligen Wehren. Das Defizit hatte sich hier gezeigt, als ein e-Audi gegen eine Baum gerast ist und in Flammen aufging.

  5. 20.

    Das ist möglich. Nur die Batterie wird über die Software überwacht. Eine defekte Dichtung am Kabel reicht für das Eindringen von Feuchtigkeit in den Akku, was zu Ihrer vermuteten Kettenreaktion führen kann. (Deshalb darf man Kabel auch nicht koppeln und in die Pfütze legen.) Ich meine, dafür, dass es das erste mal war, hat es die Aufmerksamkeit bekommen. Eigentlich ein Lob, weil es so wenig vorkommt. Und die Feuerwehr hat alles richtig gemacht, dafür das der Ernstfall noch gar nicht in Echt eingetreten war, war man vorbereitet. (Das nächste mal hat man einen Wassercontainer dabei.)

    P.S. Für alle die meinen, E-Autos seien nicht ausgereift: Bei NCAP-Crashtests liegen die sogar vorne.

  6. 19.

    Guter Humor.... und wenn der Verbrenner zum Elektroauto wird.... dann heißt der Hybrid? Was für eine ungewollte Werbung ;-)

  7. 18.

    Wenn ein Auto brennt ist es in der Regel eh Schrott, also von daher kann man es auch in Ruhe ausbrennen lassen und gut ist. Verstehe da nicht das Problem das hier einige haben. Das spielt doch keine Rolle ob das ein Benziner oder E-Wagen ist. Da muss ich FW eben etwas umschulen. Das ist immer nicht so einfach wie man ja in den ersten Jahren der Solardächer gesehen hat "Ich hab ein Schlag bekommen..." Auch alles so ein Blödsinn, dann kam der Ruf nach Trennschaltern die aber wenn man mal drüber nachdenkt nichts bringen würden. Also das ist alles eine Sache der Aufklärung und Schulung. Hier hat die FW doch alles richtig gemacht. Smartphones können auch brennen bzw. eine starke Reaktion erleiden. Und, sind wir deswegen alle Versuchskaninchen oder was?!?

  8. 17.

    Kann ich aus Ihren Äußerungen schließen, dass Sie CO²-erzeugende Verbrennungsmotoren vorziehen?
    Oder gehören Sie zu denen, die individuelle, motorisierte Fortbewegung in jeglicher Form ablehnen?

  9. 16.

    Jede Technik kann mal ausfallen oder einen Defekt erleiden.

    Aber so wie Sie es darstellen, wollen Sie uns alle am liebsten in die Steinzeit zurückbringen.
    Wieder mal links-grünes Wunschdenken!

  10. 15.

    Wenn das Elektroauto zum Verbrenner wird... :D

  11. 14.

    Ich denke nicht, dass das Ladekabel die Ursache war, da der Akkublock selbst gebrannt hat. Das spricht für einen Kurzschluss innerhalb des Akkus aufgrund eines defekten Separators. Durch die Zuführung von Energie beim Laden ist dann wohl die Kettenreaktion gestartet worden.

  12. 13.

    Das Problem bei den E-Autos ist eben, dass der für den Brand nötige Sauerstoff, wie auch die für die Entzüdung nötige Hitze quasi mitgeliefert wird. Der Brand der Akkus lässt sich daher nicht durch das übliche Ersticken löschen sondern nur durch langwierige Kühlung. Und selbst dann ist eine Wiederentzündung nicht gänzlich ausgeschlossen. Das Problem ist konstruktionsbedingt. Um respektable Laufzeiten zu erreichen, sind Lithium-Ionen-Akkus quasi unabdingbar. Gleichzeitig sind diese Akkus aber auch sehr empfindlich, was die Separatoren in den Zellen angeht, die die Pole voneinander trennen. Ein defekter Separator reicht am Ende aus, um eine Kettenreaktion in Gang zu setzen. Bezüglich der Brandsicherheit stellt E-Mobilität leider keine Verbesserung gegenüber Verbrennern dar, gleichzeitig ist aber das Löschen deutlich aufwändiger und schwieriger. Eigentlich bräuchte es andere Akku-Arten, die es aber noch nicht im industriellen Maßstab gibt.

  13. 12.

    Genau so ist es. Da wird einfach etwas auf erschaffen und ist noch gar nicht ausgereift. Hauptsache die Menschen dienen als Versuchskaninchen.

  14. 11.

    Im Artikel steht "an einer Ladestation", was ein Hinweis auf das Ladekabel (Feuchtigkeit?) statt Fahrzeug ist, oder?

  15. 10.

    Diese E-Autos sind doch reines GESCHÄFTSMODELL.
    Noch mehr Neuproduktion.
    Noch mehr Absatzmärkte.
    Noch mehr Lobbygewinne.
    Noch mehr Resourcen-Verschwendung.
    Noch mehr Umweltzerstörung.
    Und dann dauert's noch 4 Stunden, bis die gelöscht sind?
    Hat mal jemand den CO2-Abdruck berechnet?
    Und trotzdem werden die uns Bürgern ständig schmackhaft gemacht?
    Alles nur noch KRANK!

  16. 9.

    Der Satz: "an der Ladestation" suggeriert aber keinen Fehler am Fahrzeug. Wahrscheinlicher ist das Kabel und die Möglichkeit der Eindringung von Feuchtigkeit... Könnte sein, oder?

  17. 8.

    Oh, wie Umweltfreundlich??! E-Auto Nein danke!!

  18. 7.

    ist gut und schön, aber in den 4 Stunden wurden die sicher woanders schwer vermisst. Zu wenig Personal, wie wir wissen

  19. 6.

    Verstehe die ganze Aufregung nicht, dass hier Mal ein E-Auto brennt. Im Verhältnis brennen Verbrenner häufiger. Da steckt das sogar im Namen.

  20. 5.

    Ist ja nicht das erste Mal, dass es Probleme mit den Dingern gibt.
    Nach meiner Meinung ( gelernter KFZ elektro Mechaniker) sind diese Fahrzeuge und die Technik noch nicht sicher genug.
    Aber sie wurden Hals über Kopf auf den Markt geworfen.
    Ich hoffe nur das es in Zukunft nicht vermehrt zu Problemen in den Firmen kommt, die überall im Umland wie Pilze aus dem Boden schießen. Wird ja alles schön geredet von der Politik.
    Habe da starke Bedenken.
    Siehe Tesla

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