Berlin - Tiergartentunnel mehrere Tage voll gesperrt

Fr 29.04.22 | 14:16 Uhr
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"Stop" steht in Berlin auf den Tafeln über der Zufahrt zum Tiergartentunnel. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Audio: rbb 88.8 | 22.04.2022 | Peter Klinke | Bild: dpa/Paul Zinken

Weil alte Technik ausgetauscht werden muss, ist der Tiergartentunnel seit Montag voll gesperrt. Es kam zuletzt vermehrt zu Ausfällen und Störungen. Wegen technischer Komplikationen wird der Tunnel nun nicht vor Mitternacht wieder geöffnet.

Der Tiergartentunnel ist seit Montagmorgen für den Verkehr komplett gesperrt. Dort wird die fast 20 Jahre alte Rechnertechnik ersetzt und modernisiert. Ursprünglich sollte die Sperrung bis Freitag, 18 Uhr dauern. Am Freitagmittag hat die Senatsverwaltung für Mobilität mitgeteilt, dass die Sperrung wegen technischer Komplikationen länger dauern soll als geplant. Der Tunnel bleibe bis mindestens Mitternacht gesperrt - in jedem Fall aber, "bis die Arbeiten komplett beendet" seien. Selbst wenn das über 24 Uhr hinausgehe.

Grund für die Arbeiten sind vermehrte Ausfälle und Fehlfunktionen der verkehrs- und sicherheitstechnischen Anlage. Diese müssten dringend behoben werden - auch um eine noch längere Notsperrung des Tunnels zu vermeiden, hieß es am Freitag von der Senatsverwaltung. Es sei daher unvermeidlich, den Straßentunnel für knapp fünf Tage voll zu sperren.

Gesperrt ist der Tunnel in beiden Fahrtrichtungen vom Reichpietschufer bis Heidestraße. Betroffen sind auch die Anschlussstellen Invalidenstraße und Kemperplatz.

Es wird weiterhin empfohlen, den Bereich möglichst weiträumig zu umfahren.

Modernisierungsmaßnahmen für über 600.000 Euro

Die oberirdische Zufahrtsmöglichkeit zum Parkhaus Berlin Hauptbahnhof über die Clara-Jaschke-Straße bleibt erhalten, heißt es in der Mitteilung der Verkehrsverwaltung. Um die Einschränkungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten, finden die Arbeiten im Tunnel rund um die Uhr statt.

Konkret werden laut Verkehrsverwaltung erneuert: die Unterzentrale (Zentralrechner), 56 Streckenstationen mit Steuermodulen und Kommunikationsrechnern sowie die Netzwerk-Kommunikation. Investiert werden vom Land Berlin insgesamt 620.000 Euro.

Sendung: rbb24 Inforadio, 29.04.2022, 15:00 Uhr

23 Kommentare

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  1. 23.

    Tipp an die Polizei / Ordnungsamt:
    Auf der Südseite der Invalidenstraße an der Einfahrt zum Tunnel lässt sich sicher viel Geld verdienen, da sich kaum ein Fußgänger beliebiger Haarfabe, Herkunft, Geschlechts oder Religion an die roten Ampeln hält – wozu auch, man läuft ja direkt an der Absperrung der Tunnelzufahrt entlang.

    Man könnte natürlich auch die Ampeln solange zudecken, wie der Tunnel gesperrt ist :-)

  2. 21.

    Artikel 11
    Jeder, der wegen einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, hat das Recht, als unschuldig zu gelten, solange seine Schuld nicht in einem öffentlichen Verfahren, in dem er alle für seine Verteidigung notwendigen Garantien gehabt hat, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.
    https://www.ohchr.org/en/human-rights/universal-declaration/translations/german-deutsch?LangID=ger

  3. 20.

    Was haben denn die Ferien damit zu tun? Es ist ja nicht so, dass Berlin in dieser Zeit leerer ist und nicht gearbeitet wird. Wer keine Schulkinder hat, verreist nicht unbedingt in den Osterferien. Nicht alle, die welche haben, haben genug Geld, um in allen Ferien zu verreisen. Manche freuen sich auch einfach mal nur über freie Tage zu Hause. Andererseits kommen in den Ferien mehr Besucher in die Stadt und viele davon mit Autos. Insofern ist es ganz egal, wann solche Bauarbeiten stattfinden, denn sie kommen immer unpassend.

  4. 19.

    Da kann der Pendler vielleicht mal eine Woche lang auf die Öffis umsteigen? Ich fahre zwar selbst gern Auto, aber bevor ich zwei Stunden im Stau stehe, würde ich lieber laufen. 5 Kilometer schafft ein gesunder Mensch bei normalem Tempo in einer Stunde.

  5. 18.

    Ja, ich habe leider nicht auf die Eingabekorrektur geachtet, das fiel mir mir dann später auf. Für gewöhnlich achte ich darauf. Entschuldigung angenommen?

  6. 17.

    "Weil alte Technik ausgetauscht werden muss", braucht man die überhaupt? Wie alt ist der Tunnel?
    "Nun muss die wichtige Verkehrsverbindung fast eine komplette Woche geschlossen werden" da hat die Verkehrsenatorin ganze Arbeit geleistet, da der Rest Invalidenstr. > Moabit auch gesperrt ist, und die Umfahrungen Lehrter / Perleberger auch gesperrt sind.
    Man nennt das ganz einfach: Sabotage.

  7. 16.

    Dass Ist seit Jahren Absicht durch den Senat und seine Dienststellen, die Bürger damit zu belasten um Kfz zu vergrämen. Was Leute wie "Radfahrer" etc ja in die Hände spielt. Anstatt jedoch dafür Sorge zu tragen, dass Baustellen besser koordiniert werden um den Verkehrsfluss nicht unnötig zu behindern und damit vor allem die Emissionen zu verringern, wird genau das Gegenteil praktiziert und nachher wird nur auf KFZ-Nutzende eingehackt, als wären sie die Wurzel allen Übels. Womit dann natürlich durch Grüne etc die Begründung gefunden wäre, auus Berlin und anderen Großstädten Dörfer machen zu wollen. Meine Fahrten in die Stadt beschränken sich auf das notwendige Minimum, ansonsten fahre ich lieber außen herum und innerstädtischen nehme ich gerne daß Rad oder Motorrad, je nach. Strecke und Zweck. Aber dieses rigorose "Autofrei" - Gelaber geht einem nur noch auf den Zünder.

  8. 15.

    Der Tunnel ist allein schon 2387 m lang. Wer den nutzt, ist meist bedeutend länger unterwegs als ein Radfahrer.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Tunnel_Tiergarten_Spreebogen

  9. 14.

    Berlin ist eine GROßSTADT!!! da gibt es Straßenverkehr. Und bevor es "luftreinhaltende" 30 Zonen und dauerhafte Abschaffung von Fahrstreifen zugunsten von Radfahrern (da wo es bereits Radwege gibt), hatten wir auch einen fließenden Verkehr. Wenn Sie lieber im "Ländle mit Bächle und Gutzle" leben, ich wünsche eine gute Reise. Und by the way, jeder "einheimische" Bäcker schmeck besser als dieses Dinkelgekrösel ohne jeglichen Geschmack.

  10. 13.

    Ist es Teil der grünen Verkehrspolitik, diese Arbeiten nach den Ferien durchzuführen und nicht in den Ferien?

  11. 12.

    ch kfe ei par buchsaben fr si dmit ie lsbrkit ds texs stigt (Die Chance, dass Argumente ernstgenommen werden, steigt mit der Lesbarkeit des Textes. Wie ernsthaft und engagiert ein Gegenüber diskutieren will, lässt sich ja auch sehr schön daraus ableiten, wieviel Mühe sich gegeben wird.)

  12. 11.

    Ich verstehe nicht, warum hier immer so viel rumgemeckert wird. Es ist nun mal so, dass nichts ewig hält und alles mal repariert werden muss. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass mein Leben angenehmer wird, wenn ich meinen Mitmenschen immer nur das schlechteste unterstelle und gleich davon ausgehe, dass alle nur absichtlich bummeln, um mir zu schaden.
    Ja, es ist unangenehm, wenn Straßen oder Bahnstrecken gesperrt sind und man eine Zeit lang länger unterwegs ist, aber das wird nicht besser, wenn man andere beschimpft.

  13. 10.

    Wenn es wirklich Bauvorhaben gäbe, an denen dringend rund um die Uhr gearbeitet werden müsste, dann ist das der Wohnungsbau. Der Autoverkehr ist zwar Flächenverbrauchs,- Umweltzerstörungs- und Lebensqualitätsreduzier-Weltmeister, aber der Homo Automobilis (der die Umwelt fast nur noch durch die Windschutzscheibe kennt) ist NICHT die Mehrheit der Menschen in dieser Stadt. Artikel 11 der Menschenrechte klärt das Recht auf Wohnraum - aber nicht auf Auto. Das ganze Gejammere wann immer das heilig's Blechle dieser Minderheit eine winzigkleine Einschränkung erlebt, ist (Entschuldigung, das ist mein Gefühl) ekelig. Zumal, wenn die Einschränkung ja in Wirklichkeit nur der Unterstützung dieser ungesunden Fortbewegungsmethode dient.

  14. 9.

    Und Sie haben, wie jeder andere auch, die Freiheit der Wahl des Wohnortes und des Verkehrsmittels. Wobei ich diese geringen Entfernungen nie mit dem Kfz zurücklege, selbst mitt Öffis nicht. Solltest es Ohne en stinken, ziehen Sie um. St gesünder auf Dauer.

  15. 8.

    Habe in Berlin.......... was Baustellen betrifft seit Jahren den glauben verloren, es waren zwei Wochen Osterferien, aber man muss es heute machen, die Planung in Berlin was Baustellen betrifft ist seit Jahren zum klotzen...............Ständig Baustellen wo Wochenlang nichts passiert, was sich dann Monatelang hinzieht die sinnlosen Absperrungen, weil jeder seine eigene Suppe kocht und null Planung in Berlin herrscht.

  16. 7.

    Abgesehen vom Umweltaspekt, haben Sie nur das eine Mantra? Sie langweilen......
    Sie würden auch noch den letzten, der auf die persönliche Mobilität leider angewiesen ist, enteignen wollen.

  17. 6.

    ... und wenn 24/7 gearbeitet werden soll, hat der Betriebsrat und/oder die Gewerkschaft was dazu zu sagen, dann waren da noch die EU-Schutzfristen, das Arbeitsrecht und wenn alles passt regt sich jemand auf, weil er seine Mitternachtspizza nicht im Rahmen der Lärmvorschriften genießen kann. Schwupps macht der Techn. ÜberraschungsVerein eine Lärmmessung und schon ist Schicht im Schacht. Achja ... die nicht unerheblichen Mehrkosten bei Nachtarbeit sind bestimmt auch Entscheidungskriterium. Es sind nicht immer die Behörden, auch wenn ich mit denen auch nicht so kann, die alleinigen Bremser.

  18. 5.

    Das Geringste in der Sperrzeit ist die Arbeitszeit. Seit Jahren wird gefordert, solch Infrastrukturvorhaben zügig abzuarbeiten.
    Es ist wie überall von Regierung bis Kommunalverwaltung, nur nicht so schnell.
    Der Bürger, die Umwelt hat eben das Nachsehen. Hauptsache die Staatsdiener können ausreichend bummeln. Oder sogar wie oben in einem anderen Betrag, die Nachrichten während der Arbeitszeit zu verfolgen und dann noch in öffentlichen Netzwerken kommentieren.
    Der Bürger kann, er muss warten!

  19. 4.

    "Die Hälfte aller mit dem Auto zurückgelegten Strecken liegt unter fünf Kilometern, ein Viertel sogar unter zwei Kilometern."

    Und dafür zerstören Autofahrer die Umwelt, unsere Städte und Menschenleben!

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