60-Sekunden-Countdown - VBB schafft Zwei-Minuten-Regel bei Handytickets ab

Mi 06.04.22 | 16:46 Uhr
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U-Bahn fährt in Bahnhof ein
Bild: imago/ Christoph Hardt

Immer wieder gab es in der Vergangenheit Ärger bei Kontrollen in Bussen und Bahnen in Berlin und Brandenburg. Dabei geht es um die Frage, ab wann ein Handyticket gültig ist. Eine neue Regelung soll nun Klarheit schaffen.

Handytickets für Züge und Bahnen des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) sind künftig eine Minute nach dem Kauf gültig. "Während dieser 60 Sekunden ist der Barcode des Handytickets ausgegraut und nicht lesbar", teilte der VBB am Dienstag auf seiner Seite mit.

Neue Regel gilt in BVG-App-Update ab 6. April

Mit dieser geplanten Änderung reagiert der VBB auf Diskussionen, die es im Zusammenhang mit der Zwei-Minuten-Regel und den Handytickets gab: Bislang können Kontrolleure bis zwei Minuten nach dem Kauf des Tickets sehen, wann dies gekauft wurde.

Laut VBB-Bestimmungen müsse der Kauf immer vor dem Einstieg in die Bahn geschehen. Allerdings habe es in der Vergangenheit Unstimmigkeiten und Fragen dazu gegeben, ab wann das Ticket gültig ist - direkt beim Kauf oder erst nach Ablauf dieser zwei Minuten. Nun ist auch für die Käufer klar sichtbar, ab wann das Ticket gültig ist.

Die neue Regel soll mit den kommenden Updates der diversen Apps, die VBB-Tickets verkaufen, bereits ihre Gültigkeit haben. Den Start macht die BVG-App ab dem 6. April und der DB-Navigator ab 12. April, die anderen Apps der BVG folgen im Mai.

Sendung: Fritz, 06.04.2022, 8:40 Uhr

29 Kommentare

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  1. 29.

    Der Berliner Nahverkehr ist der Grund, ihn nicht zu benutzen.

  2. 28.

    Anhand der Kommentare sehe ich, dass es uns allen blendend geht! Wenn wir alle keine anderen Sorgen haben...

  3. 27.

    Absolut peinlich für die BVG, immer noch bei der Digitalisierung im letzten Jahrhundert stecken geblieben. Völlig unmöglich den Ablauf des Fahrkartenkaufs per App im Alltag vernünftig anwenden zu können. Komplett am Nutzer vorbeigeplant. Ich frage mich immer wer solche Entscheidungen trifft.

  4. 26.

    Die Nachricht ist wohl noch vom 1. APRIL übrig....

    BVG - ihr habt sie doch nicht alle beisammen. Rechtlich überhaupt nicht haltbar.

  5. 25.

    Wenn ich das lese, verstehe ich meine alte Dame und wünsche ich mir auch den "Noch-jemand-ohne-Fahrschein-Mann" mit seinem Kleingeldklavier vorm Bauch zurück.

  6. 24.

    Als Ergänzung zu meinem Beitrag Nr. 9: Die BVG und Verkehrspolitiker sollten sich ein Vorbild bei unseren polnischen Nachbarn nehmen. Bei der MPK Breslau kann ich Tickets von 15/30/60/90 Minuten bis 24/47/72/168 Stunden kaufen. Einfach die Kreditkarte kontaktlos in der Straßenbahn an ein Lesegerät halten und das Ticket auswählen. Es gibt kein Papierticket, bei der Kontrolle wird einfach die Kreditkarte vorgezeigt.
    Es gibt keinen 1-Minuten Countdown, keine Münzzahlung in den Straßenbahnen, „Rundfahrten“ sind auch möglich.
    Ein Tarif geht auch einfach, spart man sich diverse Apps (BVG, S-Bahn, VBB, Deutsche Bahn).

  7. 23.

    Sehe ich genauso!

    Völlig am realen Leben vorbei.. man könnte denken, dass man einfach nur schwarz fahren sollte.. ganz ehrlich bisschen Vertrauen und Hirn einschalten wäre schon toll von der BVG!

  8. 22.

    Bei Kurzstreckentickets in Berlin mit 20 Minuten Gültigkeit und teilweise deutlichen Verspätungen von Bus und Bahn finde ich das irgendwie schwierig mit der rechtzeitigen Entwertung der Tickets

  9. 21.

    Wie wär´s mal mit einem zwei-Minuten-Takt auf den Strecken der U-Bahn, statt zwei-Minuten-Regel???? Gab es schon mal in den 80er Jahren.

  10. 20.

    Was für ein Blödsinn, da kann man sich wirklich wieder nur an den Kopf packen. D.h. also, wenn der Kaufvorgang für ein Ticket gerade abgeschlossen ist, wenn die Bahn kommt, und man zufälligerweise genau nach dem Einstieg kontrolliert wird, wäre das Ticket zum Beispiel noch 40 oder 50 Sekunden nicht gültig und man würde eigentlich in dieser Zeit schwarz fahren, obwohl man offensichtlich ein Ticket gelöst hat? Was für - ich entschuldige mich für die Wortwahl - Idioten entscheiden eigentlich sowas? Wieso ist das Ticket nicht einfach sofort gültig? Dass man ein Ticket erst während der Fahrt gelöst hat, wenn man Kontrolleure auf sich zukommen sieht, sieht man doch ohnehin an der Uhrzeit des Tickets, diese "Schwerverbrecher" erkennt man doch dann weiterhin. Übrigens fand ich es bisher nie "unstimmig", ab wann ein Ticket gültig ist, die Gültigkeit von bis steht eindeutig beim App-Ticket - und wenn ich mir meine alten Tickets so ansehe, galt der immer ab der Kaufminute.

  11. 19.

    „Leider ist es bei der Kurzstrecke nun sinnvoller, Papier-Tickets zu kaufen.“

    Ich schlage vor: am besten beim Busfahrer und mit dem Handy bezahlen. Vielleicht fällt bei der BVG ja auf, dass die Pünktlichkeit durch die Zunahme von Verkäufen nochmals sinkt. Falls ein Busfahrer wegen der Handybezahlung auf die App hinweist, kann man ja entgegnen, dass die Zeit nicht gereicht hat. Viieelleicht wird das ja weitergeleitet (ich glaub aber eher nicht).

    Und für die Straßenbahn immer ein paar Münzen parat haben, um sich am Automaten anzustellen – mit Glück ist die Zielhaltestelle erreicht, bevor man dran gekommen ist.

    Bei S- und U-Bahn hilft wohl nur, sich mit Papierfahrscheinen zu bevorraten.

  12. 18.

    App gelöscht, Ticketspeicher war eh leer. Dann will ich aber auch kein Gemaule mehr hören, wie hoch die Kosten für die BVG sind, Automaten zu unterhalten.

  13. 17.

    Absolut Kundenunfreundliche Regelung. Ich habe bisher die Tickets immer gekauft wenn ich gesehen habe, dass die Tram kommt um nicht wieder ins Risiko zu laufen ein Ticket zu lösen und dann kommt die Tram 30 Minuten nicht. Gestern am Montag z.B. stand ich im Regen, die App hat nicht funktioniert (war lt. Twitter Meldungen wohl den ganzen Tag down) und ich hatte kein Kleingeld mehr um in diesen Tram Automaten mit Bezahltechnik von 1975 ein Ticket zu kaufen. Die App macht ständig probleme, alleine das Ticketkkaufen dauert weilweise schon über eine Minute bis die App mal die Transkation bestätigt und jetzt soll ich auch noch eine Minute warten. Die BVG hat doch echt den Schuss nicht gehört.

  14. 16.

    Nein, doof sind Kontrolleure nicht, aber auch nicht immer gutwillig.

  15. 15.

    Und noch verrückter ist: Die allermeisten Busbetriebe des VBB hier im Land Brandenburg können mit dem Online-Ticket gar nichts anfangen, weil Busfahrer beim Einstieg vorne kein Kontrollgerät haben. Da gibts immer großes Gemaule, wenn einer mit so nem neumod'schen Handy- QR Code Schnickschnack kommt. Wie irre ist das erst...

  16. 14.

    >"Übrigens, obwohl es immer wieder LAdendiebstähle gibt, muss man bei REWE und Co nicht vor dem Eintritt bezahlen."
    Für diesen Vergleich müssten Sie mind. 2 Stunden zur Strafe auf die Strapazenbahn warten!
    Sie kaufen im Supermarkt eine Ware und keine Dienstleistung.
    Es gibt viele Dienstleistungen, die sie per Vorkasse erst in Anspruch nehmen können. Denken Sie mal im Alltag nach... z.B. die Dienstleistung, mit der Sie hier so fröhlich online kommentieren: Telefonverträge.

  17. 13.

    Wusste nicht mal das es diese Einschränkung gab :D vielleicht sollten sie die BVG Ticket App auch endlich mal dahingehend optimieren, dass es nicht gefühlt 5 Minuten dauert, einen Bezahlvorgang abzuschließen. Wie oft ich am Gleis stehe und es ewig „wird bearbeitet“ anzeigt oder schlicht eine Fehlermeldung ausspuckt und dann behauptet, ich hätte schon ein Ticket und der Cache müsste kurz geleert werden.

  18. 12.

    Und das ist das Problem des ehrlichen Kunden? Letztens musste ich erst in der APP die geänderten AGB akzeptieren. Kostete wertvolle Sekunden. Die Bahn kam eine Minute zu früh. Noch vor dem Ablauf dieser "Minute" kam die Bezahlbestätigung von PayPal und die Mail vom Dienstleister. Soll ich da allen ernstes 20 Minuten auf die nächste Tram warten? Also wenn das als Beweis nicht reicht. Übrigens, obwohl es immer wieder LAdendiebstähle gibt, muss man bei REWE und Co nicht vor dem Eintritt bezahlen.

  19. 11.

    Also ich kann mich aus "Stempelzeiten" erinnern, dass beim Entwerter auf dem S-Bahn-Bahnsteig die nächste Abfahrt gestempelt wurde. Daher habe ich immer einen Moment gewartet, wenn gerade ein Zug den Bahnhof verlassen hat, da die S2 damals noch im 20-Minuten-Takt gefahren ist. Hätte mir eben diese 20 Minuten von den 120 Minuten Gültigkeit "abgzogen"

  20. 10.

    Das da diskutiert wird... Die Kaufzeit steht doch drauf...und so doof sind Kontrolleure nicht...

  21. 9.

    Die BVG verkauft es mit „Haste mal ne Minute“ in der App.
    Das Problem ist, wenn ich ein Kurzstreckenticket für einen Bus im 20-Minuten Takt kaufe, ist das Ticket nur 20
    Minuten gültig. Beispiel der 142er Bus fällt gerne aus oder ist stark verspätet, da er in der Torstr. im Stau steht.
    Daher kaufte ich bisher das Ticket „auf Sicht“, also wenn ich den Bus aus einiger Entfernung sehe. Das geht nun nicht mehr, ich weiß nicht wie kulant die Kontrolleure sind.
    Leider ist es bei der Kurzstrecke nun sinnvoller, Papier-Tickets zu kaufen. Modern ist anders.

  22. 8.

    Es geht hier ausschließlich um den Fahrschein per App.
    Einige haben sich Bericht Schnabel nicht gelesen oder nur nichts verstanden.
    Einen schönen Tag noch an Alle.

  23. 7.

    Ist, das wirklich so, wie Sie sagen? Das wusste ich nicht: Dieser "Bonus" kann dann ja fatal sein, das sind oft 5 bis 10 Minuten, die man, wenn Sie recht haben, also eigentlich am Bahnhof absitzen müsste, bevor man in den - ggf. übernaechsten - Zug steigt ...

  24. 6.

    Es geht um das Handyticket, das man in der App auf seinem Smartphone kaufen kann.
    Das muss man vor dem Einstieg kaufen.
    Einige ganz schlaue fahren nämlich ohne Ticket und kaufen das erst in dem Moment, wo sie einen Kontrolleur sehen.

  25. 5.

    Ganz offen, dieses "Unternehmen" hat den Schuss wohl nicht gehört.
    Jahrelang hätte man jede Möglichkeit gehabt, die angeblichen "Unstimmigkeiten" (die es eigentlich nie gab) auszuräumen. Statt dessen hat man munter jeden einzelnen Verkehrsbetrieb und Kontrolleur vor sich hin wurschteln lassen wie sie lustig waren.
    Jetzt muss ich das Ticket natürlich weiterhin vor Einstieg kaufen, es ist aber eine Minute lang einfach nicht gültig. Wenn die Bahn nach einer halben Minute kommt "darf" sie nun ohne mich weiterfahren.
    Das hat absolut nichts mit vorgeblicher "Rechtssicherheit" zu tun, sondern einzig und allein mit Borniertheit und Betonköpfigkeit. Stellen Sie sich mal einen Fahrscheinautomat vor, der Sie - neben der üblichen Langsamkeit - zusätzlich mit einem 60 Sekunden-Countdown beglückt, bevor der Fahrschein gedruckt wird. Oder stellen Sie sich vor, der Entwerter auf dem Bahnsteig würde jeden Fahrschein eine Minute lang eisern festhalten. Unvorstellbar? Willkommen in der Anstalt!

  26. 4.

    Sagt liebe wann kommt das
    9. Euro. Monatskarte

  27. 3.

    Das Digitale im ÖV ist aus dem Mittelalter. Aber für diesen Mist sind Kapazitäten da. Hauptsache die Kundin wird drangsaliert.

  28. 2.

    Man soll vor dem Einstieg eine Fahrkarte haben. Was ist bei Bus und Straßenbahn? Da kann ich erst im Fahrzeug kaufen.

  29. 1.

    Klingt ja interessant ;-)
    Papierfahrkarten sind ab Stempelaufdruck vom Entwertungsautomaten an gültig und der gibt immer ein paar Minuten Bonus. Da biste schon inner Bahn, wenn die Zeit auf dem Stempelaufdruck noch in der Zukunft liegt.

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