Ein "Dooring"-Unfall täglich in Berlin - Unfallrisiko Autotür

Mo 16.05.22 | 17:23 Uhr
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Symbolbild: Dooring-Unfälle (Quelle: dpa/Barbara Gindl)
Video: Super.Markt | 16.05.2022 | Bild: dpa/Barbara Gindl

Jeden Tag verunglückt im Schnitt ein Radfahrender in Berlin durch eine geöffnete Autotür. Neben den körperlichen Verletzungen leiden Betroffene oft auch an psychischen Folgen. Dabei sind auch sie oft mitverantwortlich für die Unfälle. Von Ben Muhs

Ein Albtraum für Radfahrende: Direkt vor ihnen öffnet sich bei voller Fahrt eine Autotür - ein Zusammenstoß ist nicht mehr zu vermeiden. Im Durchschnitt passiert das in Berlin nach Informationen der Polizei seit 2018 bis Anfang 2022 einmal am Tag.

6,5 Prozent aller Fahrradunfälle in Berlin sind demnach sogenannte Dooring-Crashs, in denen das Opfer von rechts getroffen wird. Von der Beifahrerseite sind es dagegen nur 1,8 Prozent.

Heute trägt sie einen Radfahrer-Airbag

Oft bleiben bei den getroffenen Radfahrern gesundheitliche Folgen aufgrund der Verletzungen oder ein langer Rechtsstreit über die Schuldfrage. Sie leiden dann teils jahrelang. So wie Lucas Baade, dem immer wieder der Puls in die Höhe schnellt, wenn er, selbst Mitarbeiter beim rbb, seinen Kollegen von Super.Markt vom rbb von seinem Unfall erzählt. Dabei ist sein Unfall schon zehn Jahre her. "Ich möchte es nicht wieder erleben", sagt er.

Auch Julia Oehring sagt, sie wird den Tag nie vergessen, als sich plötzlich die Tür eines parkenden Autos öffnet und sie fast ungebremst in die Tür rast. Das Schmerzensgeld von der Versicherung des Verursachers für die erlittene Gehirnerschütterung, die geprellten Rippen und eine geprellte Hüfte ist mit 500 Euro überschaubar. Heute trägt sie einen Radfahrer-Airbag.

Unfallforscher und Verkehrsexperte: Ausbau auf Kosten der Sicherheit

Berlin baut das Radwegenetz aus, doch nach Meinungen von Verkehrsexperten können Sicherheitsabstände dabei nicht immer eingehalten werden. Unfallforscher Siegfried Brockmann sagt, der notwendige Abstand sei auf vielen Berliner Straßen ein Ding der Unmöglichkeit, weil die Straßen zu eng sind. Was der Gesetzgeber einfordert, lasse sich in der Realität für Verkehrsteilnehmer oft nicht umsetzen.

Auch Verkehrsexperte Dirk von Schneidemesser vom Verein Changing Cities meint, der Ausbau des Radverkehrs ginge leider immer noch zu oft auf Kosten der Sicherheit. "Die Politiker und die Politikerinnen rufen schon seit Jahrzehnten zu mehr Radfahren auf, aber die lassen die Bürgerinnen und Bürger alleine damit, die Infrastruktur bietet es nicht, dass wir dann sicher und bequem unterwegs sein können", sagt er.

Mindestens 80-100 cm Abstand für Radfahrende

Dabei ist die Straßenverkehrsordnung eindeutig: Jeder Autofahrende ist dazu verpflichtet, für die Unversehrtheit anderer Verkehrsteilnehmer Sorge zu tragen. Wer ein- oder aussteigt, muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung anderer ausgeschlossen ist. Doch es gibt noch eine zweite Seite: Radfahrende müssen ihrerseits einen Abstand zu den parkenden Autos einhalten, und zwar zwischen 80 und 100 Zentimeter, sonst gelten sie vor Gericht als mitschuldig am Unfall.

Abiturient Paul Rehbach war gerade 11 Jahre alt, als er mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Schule verunglückte. Auch heute noch kann er sich sehr genau an die Situation erinnern, wie ihn die Tür von der Seite erwischte und auf die Gegenfahrbahn katapultierte. Die Unfallverursacherin soll sich zwar vergewissert haben, ob alles ok sei, verließ dann aber den Unfallort, genau wie Paul. Hier ist die Gesetzeslage klar: Wer nach einem Dooring-Unfall den Ort verlässt, ohne zumindest Kontakt oder Versicherungsdaten dazulassen, erfüllt den Tatbestand der Fahrerflucht. Die Mitteilung alles sei ok, reicht nicht aus.

"Holländischer Griff" verringert das Risiko

Dabei können Autofahrerinnen und Autofahrer selbst das Unfallrisiko zumindest ein bisschen minimieren: Mit dem sogenannten holländischen Griff wird die Tür nicht mit der linken, sondern der rechten Hand geöffnet. Diese untypische Bewegung soll dazu beitragen, sich der Gefahrensituation bewusst zu werden und den Kopf nach hinten zu neigen. Ein zusätzlicher Blick in den Seitenspiegel ist deshalb wichtig, weil ein Radfahrer mit 20 Stundenkilometern einen Weg von elf Metern braucht, um noch rechtzeitig zum Stehen zu kommen.

Zusätzlich kann auch moderne Auto-Technik Dooring-Unfälle verhindern helfen. Radar-Sensoren warnen die Fahrerinnen und Fahrer, einige Modelle blockieren im Gefahrenfall sogar schon für knapp eine Sekunde das Türschloss. Diese Sekunde reiche schon aus, um die Autofahrer daran zu hindern, die Tür in dem Moment aufzureißen, so Unfallforscher Brockmann.

Der Dooring-Unfall von Lucas Baade hat sich tief bei ihm eingebrannt. Er wurde, wie er sagt, vom Verursacher verklagt, sollte dessen Tür bezahlen, weil er angeblich den Sicherheitsabstand nicht eigenhalten hatte. Seine Lehre: Abstand halten um jeden Preis, auch wenn man die Fahrbahn damit dicht macht. Und im Zweifel lieber das Hupen von hinten in Kauf nehmen, als die eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

Sendung: SUPER.Markt, 16.05.22, 20:15 Uhr

74 Kommentare

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  1. 74.

    wer findet den fehler: ´Abstand halten um jeden Preis, auch wenn man die Fahrbahn damit dicht macht. Und im Zweifel lieber das Hupen von hinten in Kauf nehmen, als die eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen.´
    na?
    es hat sich von den entscheidungstraegern und opinion leadern noch keiner bemueht, das hupen mal abzuschalten. das erreicht man, indem man gross- und langangelegte kampagnen startet, dass
    1.der fahrradverkehr auf die strasse gehoert, und zwar immer
    2. jeder verkehrsteilnehmer gleichberechtigt ist
    3. jeder kraftfahrer, der sich diskriminierend ggü schwächeren verhält, gleich seinen führerschein nochmal machen kann, und zwar erst nach 6 monaten entzug

  2. 73.

    Lillebolle warum benutzen sie nicht die Öfis soll heißen Autos haben kein Recht auf Radwege zu halten oder parken

  3. 71.

    " Jeden Tag verunglückt im Schnitt ein Radfahrender in Berlin durch eine geöffnete Autotür "

    das wird wohl so bleiben , beide Verkehrsmittel werden stark genutzt , Autotüren sind , besonders bei Cabrios u. Zweitürern
    ziemlich breit , und die Straßen werden nicht breiter , In den Kommentaren sind die vielfältigen Ursachen des Fehlverhaltens beider Verkehrsteilnehmer genannt woden , aber die Unfälle werden wohl eher zunehmen.

  4. 70.

    Zitat: "Würden Radfahrer immer Sicherheitsabstand halten gäbs viel weniger Unfälle. Dem kann ich zustimmen."

    Würden Autofahrer weniger Rasen, Drängeln, Schneiden, Falschparken, mehr in die Spiegel schauen (vor allem beim Abbiegen) und immer einen Sicherheitsabstand einhalten uswusf., gäb's viel weniger Unfälle. Würden Sie dem auch zustimmen, Rolf?

  5. 69.

    Kein Mensch sagt Türunfall, außer vielleicht die Versicherungsbranche. Dooring ist das etablierte Wort hier. Also einfach mal die Empörung runterschlucken und was zur Sache beitragen!

  6. 68.

    „Ohne Autos wäre Berlin heute eine Ansamlung von Hütten am Fluss wo Schiffe fahren.“

    Vor genau hundert Jahren hatte Berlin mit knapp 4 Millionen sogar noch mehr Einwohner als heute – der Durschnittsberliner der damaligen Zeit aber wohl noch kaum ein Auto … Merken Sie selber, was Sie da für einen Unsinn geschrieben haben, ne?

  7. 67.

    It makes you fassungslos: "Dooring-Unfall" verlängert das Wort "Türunfall", besonders wenn man dann noch eine Erklärung nachschieben muss und deshalb schlicht unmodern. Der Autor schreibt doch nicht für Amerikaner u.a? Die lesen das nicht...oder ist er auf eine Sprachmasche hereingefallen?

    P.S. Ausnahmen sind, wenn eine Bereicherung des Deutschen vorliegt. Das ist dann der Fall, wenn sie eine Wortlücke schließen, es also keine deutsche Entsprechung mit eben dieser Bedeutung gibt: Wonderbra ;-)

  8. 66.

    „Dann müssen sich nur noch die Fußgänger auf dem Gehweg vor den Radfahrern und EScootern fürchten.“

    Als ob Rad- und Scooterfahrer, die das – aus welchen Gründen auch immer – auf dem Gehweg tun (längere Strecken auf Kopfsteinpflaster sind z.B. eine Tortur, wenn man ordentlich Luft auf den Reifen hat), es nur auf Kollisionen mit Fußgängern anlegen würden … Was für ein Blödsinn …

  9. 65.

    Würden Radfahrer immer Sicherheitsabstand halten gäbs viel weniger Unfälle. Dem kann ich zustimmen.

  10. 64.

    Ärgert mich auf dem Rad auch immer wieder und im Auto nerven die Radlerhonks, die trotz Behinderung der NAchfolgenden, nebeneinander herfahren...... Also es gibt auf allen Seiten Deppen/innen und Vollidiotnen/innen.

  11. 63.

    "nfallforscher Siegfried Brockmann sagt, der notwendige Abstand sei auf vielen Berliner Straßen ein Ding der Unmöglichkeit, weil die Straßen zu eng sind."

    eigentlich nicht- es müsset sich bei PKW Fahrer nur endlich einmal die Erkenntnis durchsetzen, dass man in Fällen, wo es nicht möglich ist, mit genügend Abstand zu überholen, man gefälligst hinter dem Rad zu bleiben hat. Notfalls hunderte Meter weit und notfalls bei Tempo 10 KMh- es gibt kein recht auf Schnelles fahren.

    Ärgerlicher ist es dann, wenn Radwege direkt neben einer Parkspur angelegt werden und die auch noch benutzungspflichtig sind. Da muss man ja verpflichtend mit zu geringem Abstand an den PKWs vorbei fahren. Und das nur, um die Parkplätze zu erhalten. Wen juckt schon die Gesundheit von Radfahrern und die rechtliche Lage?

  12. 62.

    Auf dem Bild weicht der Radler der Tür aus - ist gut am Winkel des Rads und der Stellung des Vorderrades zu sehen; auch dass der Oberkörper sich verdreht - und zwar nach rechts - wahrscheinlich um die Gestikluieren oder dem Dosentreibenden eine entsprechende Ansage zu machen. Und eben dieses Ausweichen müssen kann zu einem schweren Unfall führen, aber erklären Sie das mal einem von Ihnen vermuteten SUV-Treibenden, warum der Radfahrende ausgewichen ist.
    Könnte man erkennen... muss man aber nicht.

  13. 61.

    Ich bin selber Autofahrer und nutze eher selten das Rad. Aber was Sie hier von sich geben, ist an Unsachlichkeit nur schwer zu überbieten. Wir haben verstanden, dass Sie Radfahrer und Umwelt doof finden, dafür Autofahrer und Müll schreiben prima finden.

  14. 60.

    Ich glaube, das vergessen viele Leute nach der Fahrschule ganz schnell wieder.
    Kurzes OT: Genau wie das bescheuerte Herausschnippen der Zigarettenkippen aus dem Fenster - auch so ne Unart, die gefährlich werden kann. Hat mir an einer Ampel mal einer ne Fluppe ans Bein geschnippt - die hat er postwendend wieder zurückgeschnippt bekommen - irgendwo in seine blöde Dose - der kam so schnell nicht von der Ampel weg *lol*

  15. 59.

    Der Radfahrer im Artikelbild fährt auf einem eingepinselten Schutzstreifen der fast vollständig von der Autotür blockiert ist. Erklären Sie mal dem SUV hinter Ihnen warum Sie den Schutzstreifen nicht benutzen dürfen und er jetzt halt ein bisschen langsamer aber dafür sicher fahren muss.

  16. 58.

    Es geht hier um Autofahrer, die einfach die Tür öffnen ohne auf den fließenden Verkehr zu achten. Stellen Sie sich eine enge Straße vor, Sie fahren da mit dem Auto lang und jemand öffnet plötzlich die Tür. Sind Sie sicher, dass Sie da immer genug Abstand lassen damit es da nicht zu einem Unfall kommt. Ich verstehe überhaupt nicht warum hier die Radfahrer Teilschuld haben sollen.
    Es gibt sicher genug andere Situationen (fahren über rote Ampeln, fahren auf dem Fußgängerweg, usw.) aber bei Dooring sehe ich 100% Schuld bei dem Autofahrer.
    Ich bleibe doch auch nicht an jeder Kreuzung vorsichtshalber stehen wenn einer von links kommt nur weil er ggf. nicht aufpasst (egal ob ich mit Auto oder Rad unterwegs bin).

  17. 56.

    Spannenderweise werde ich auch im Auto immer angehupt, weil ich nicht überhole wenn kein Platz ist, oder die Ampel grade rot ist. Oder weil ich genug Abstand zum Radfahrer vor mir halte, dass ich noch bremsen kann wenn dem die Kette durchrutscht und er stürzt. Leider werden die Bußgelder für diese Art Nötigung im Straßenverkehr niemals verhängt.

  18. 54.

    Himmel!

    Der Beitrag war für mich wieder ein Aufreger, nicht wegen der Tatsache, dass diese Unfällte passiern und vermeidbar sind. Eher die einseitige Berichterstattung des RBB, die schon sehr eine Tendenz erkennen lässt.

    Autofahrer müssen mehr aufpassen, ganz klar. Aber auch Radfahrer müssen sich kritsich fragen, ob sie in hohem Tempo an einer engen Stelle durchheizen müssen oder nichtmal etwas langsamer und dafür sicherer fahren sollten?!

    Der §1 der StVO gilt nicht nur für Autofahrer, auch für alle anderen. Es wäre vielen geholfen, wenn sich alle ein wenig rücksichtsvoller verhalten würden und auch der RBB mal ein wenig mehr alle seiten betrachtet und nicht nur einsetig "berichtet".

  19. 53.

    Deshalb sollten Radler auch besser aufpassen und sich an die Verkehrsregeln halten oder noch besser die "Öffis" benutzen. Die sind in Berlin sehr gut ausgebaut und funktionieren auch in aller Regel.

  20. 52.

    Melanie, nun haben Sie alle Sünden der Radfahrer aufgezählt, zugegeben eine ganze Menge, aber darum geht es in dem Artikel gar nicht. Wenn ich richtig gelesen habe, geht es um Unfälle, die durch aufgerissene Autotüren entstehen. In diesen Fällen achtet der Autofahrer nicht auf den nachfolgenden Verkehr. Ich kann mich gut erinnern, dass uns in der Fahrschule eingebaut wurde - erst gucken, dann öffnen.

  21. 51.

    Was ist das für ein sinnfreier Vorschlag? Und die dortigen Gewerbe? Sollen die umfahren - äh, umrast oder ganz plattgemacht werden? Dann gibts da auch noch genug Obdachlose, die dort eine halbwegs trockene Nacht verbringen können, sollen die auch weg? Und für die sauberen Helme sollen bestimmt auch nicht die Stadtvögel von dort vergrämt werden?
    Erstmal nachdenken bitte - eine Fahrspur als Radweg reicht dort völlig aus.

  22. 50.

    Diese Unfallgefahr und andere haben sich ja bald erledigt. Wenn es in Berlin nur noch Radfahrer gibt. Dann müssen sich nur noch die Fußgänger auf dem Gehweg vor den Radfahrern und EScootern fürchten. Schöne "heile" Welt.

  23. 49.

    Bissige Ironie ... gefällt mir.

    Wenn nicht: Fällt Ihre Argumentation nicht ein Stück weit zusammen vor dem Hintergrund, dass es weit mehr Fahrräder in Berlin gibt als Autos ?

  24. 48.

    Die Statistiken zeigen ziemlich deutlich, dass bei Unfällen zwischen Radfahrern und motorisiertem Verkehr in der Mehrheit der Fälle das Auto oder der LKW Schuld hat.

  25. 47.

    Gleichmal an Beide, ihr macht nichts verkehrt wenn ihr Abstand haltet. Müssen wir Autofahrer mal kurz etwas langsamer
    fahren. Die Gelegenheit zum Überholen kommt schon noch, und nebenbei, mit 6 Zylindern, ordentlich "Bums",genügend Abstand geht geht das dann auch ziemlich flott.

  26. 46.

    @1+37: Wenn man angehupt wird, macht es so wie unsere Kindergärtnerin, wenn wir zu laut waren. Sie ließ alle anhalten. Erst wenn wir leise genug waren, ging es weiter. Wer ein geistiges Niveau wie ein Kindergartenkind hat, muß auch so behandelt werden.

  27. 45.

    Kleiner Hinweis: Autofahrer töten und verletzen Radfahrer. Umgekehrt ist das äußerst selten der Fall.

  28. 44.

    So wie es einen Bericht über das Fehlverhalten von Autofahrern oder einen Artikel über täglich verletzte Radfahrer auf RBB gibt, fühlen sich hier anscheinend immer wieder dieselben Foristen genötigt, sofort darauf hinzuweisen, wie rechtswidrig und wild und verboten die Radfahrer unterwegs sind: warum kann keiner von diesen Autofahrern einfach mal stehen lassen, dass es genau so ein FehlVerhalten tausender Autofahrer gibt und die nun mal an vielen Unfällen mit Radfahrern und Fußgängern Schuld sind?
    Ja, es gibt viele Radfahrer die sich falsch verhalten rechtswidrig fahren oder ohne Licht. Was hat das damit zu tun dass manche Autofahrer die Tür aufreißen, Ohne sich zuvor um zu schauen? Und anscheinend nachweislich einer täglich! An Unfällen im Haushalt sind nun mal keine Autos beteiligt - deshalb wird hier auch nicht darüber berichtet im Zusammenhang mit Verkehrspolitik.

  29. 43.

    Man sollte hier die Fahrstreifen sauber voneinander trennen, z.B. in der Schönhauser Allee den Radweg unter die U-Bahnbrücke verlegen. Radfahrer müssen auch 1,5 m Abstand von parkenden Autos einhalten und Autofahrer beim Öffnen schauen. Die Schuld sollte beiden zu gleichen Teilen zugeschrieben werden, weil es um ein Miteinander der gegenseitigen Rücksichtnahme im Verkehr geht, was dann in so einem Fall nicht geklappt hat.

  30. 42.

    Passend dazu ein Bericht in der Berliner Abendschau.
    Eine verunglückte Radfahrerin kam zu Wort. Vorher sah man sie und weitere fröhlich radeln, o h n e Helm.
    Die letzte Filmeinstellung zeigt einen Radfahrer von links nach rechts über die Kreuzung jagen.
    Der Unfallforscher hat dazu keine Worte über dieses Fehlverhalten, der ohne Führerschein am Straßenverkehr beteiligten Radler, auch der RBB Reporter nicht.
    Wünschenswert, dass dazu Teil 2 des Berichts folgt.

  31. 41.

    Dieses Problem betrifft nicht nur Radfahrer, sondern alle Zweiradfahrer, ergo auch Moped-, Roller- und Motorradfahrer. Erlebe ich jeden Tag.

  32. 40.

    Ich halte eigentlich immer den Mindestabstand zu parkenden Autos ein. Ich werde allerdings auch sehr oft angehupt, weil man mich dann nicht mehr überholen kann. Tja, lieber angehupt als tot, denke ich mir immer.

  33. 39.

    Frage :
    "Werden Die in den Jahren 2020 und 2021
    ausgefallenen Fahrradprüfungen in den
    4.Grundschul-Klassen nachgeholt ?"
    Oder doch nur die für den Urlaub wichtigen
    "Seepferdchen" ?

  34. 38.

    Der Großteil der Verkehrsteilnehmer (dazu zählen übrigens auch Fußgänger) müsste Zuhause bleiben. Denn Ignoranz und Dummheit sind gleichermaßen verteilt.

  35. 37.

    @Richard, ja auch Fahrradfahrer sind mitunter keine Unschuldslämmer aber: durch die Heckscheiben schauen. In Berlin. Am Parkstreifen. Nebenbei noch ein wenig auf den Gesamtverkehr. Das müssen sie mir vormachen.

  36. 36.

    Und wie ist es mit dem Radfahrern, die bei Rot über die Ampel Rasen? Fahrradwege ignorieren? Auf der Heerstraße fahren (Dort ist radeln verboten)? Mit denen, die viel zu schnell durch Spielstraßen fahren? Die dunkel gekleidet ohne Licht nachts rumfahren? Falsche Straßenseite benutzen? Fußgängerüberwege so deuten, dass man für Radfahrende unbedingt anhalten muss?
    Noch mehr Beispiele oder reicht das?
    Radfahrer sind genauso rücksichtslos. Nur haben die keine Knautschzone

  37. 35.

    Radfahrer gehören einfach nicht in die Stadt. Ob mit Fußgänger, Autos, LKW, Bus mit allen liegen sie im Klinsch. Daraus sollte man endlich mal die Konsequenzen ziehen. Wie viele richtig feststellen sind die Städte für Autos gebaut, nicht für Radfahrer. Und genau das hat auch einen Grund. Nämlich 1, 24 Mio PKW auf 1,9 Mio Haushalte in Berlin oder rund 50 Mio Pkw auf 2019 41,5 Mio. Haushalte mit 82,8 Millionen Haushaltsmitgliedern Babys, Kinder Pflegebedürftige etc. (jeder Haushalt verfügt rechnerisch also über mindestens 1 Pkw). Tendenz überall steigend.
    Städte sind auch nicht wegen Radfahrer entstanden oder haben sich wegen ihnen entwickelt sondern wegen Pferden, Kutschen und Autos. Ohne Autos wäre Berlin heute eine Ansamlung von Hütten am Fluss wo Schiffe fahren.
    Radfahrer mit aller Macht in den Stadtverkehr zu pressen ist offenkundig nicht nur gescheitert sondern auch hoch gefährlich füe alle Verkehrsteilnehmer von Fußgänger bis Lkw und insbesondere für die Radfahrer selber.

  38. 34.

    "Schweißdraht? Poolnudel! ;)" *pfffftttt* Beides zu weich.Da helfen nur Cruise Missiles... *scherz*

  39. 33.

    Schwieriges Thema:

    War in den 90ern als schneller Radler in Berlin 10 Jahre unterwegs. No Radwege, no Rules, just Speed.
    Heute Autopendler aus dem Umland und ab und an per Leihrad in Berlin.

    Es ist tatsächlich so, dass ich mich heute bei vielen Radlern frage, ob ihnen ihr Leben etwas wert ist?
    Zu unvorsichtig und ignorant an engen, gefährlichen Stellen.
    Gefährden auch Kinder, Passanten, ...

    Aber auch, heute, wie damals, aber heute aggressiver, dümmer, plumper:
    Autofahrer schneiden einen, fahren geradewegs auf einem zu, obwohl man korrekt zum links-abbiegen auf der Kreuzung steht, etc. ..

    Hmmm.
    Damals gab es keine brauchbaren Radwege. War nur auf Straßen unterwegs.
    Hatte nie Probleme. Aber mitdenken und sich klar werden, das man der schwächere bei einem Aufprall ist, ist natürlich logisch.

    Heute wird alles aufgebauscht. In eine Tür fahren, gab es schon immer.

  40. 31.

    Ja,ja die Autofahrer. Das Ordnungsamt sollte mal an jeder Straßenkreuzung oder auf den Bürgersteigen auf die ach so benachteiligten Radler achten. Sie würden sich an Bußgeldern dumm und dämlich verdienen. Es gibt sicherlich unachtsame Autofahrer. Aufgrund meiner Beobachtungen muß ich allerdings feststellen, dass die Mehrzahl der Radler Verkehrsregeln ignorieren. Rot gilt für viele nicht. Es wird entgegen der Fahrtrichtung und auf Bürgersteigen gefahren auch wenn Radwege vorhanden sind. Auf Zebrastreifen wird grundsätzlich nicht abgestiegen. Die Ordnungsbehörde sollte hier wirklich mal eingreifen und nicht in jeder unsinnigen Tempo 30 Zone Blitzer aufstellen. Dann gäbe es zukünftig auch weniger tote Radler.

  41. 30.

    "... Der Großteil der Radelnden würde eine Eignungsprüfung jämmerlich vergeigen und Laufen müssen. ..." Der Großteil der Autofahrenden würde eine Eignungsprüfung imho dito jämmerlich vergeigen und Laufen müssen.

    Gruß
    Navan

  42. 29.

    Vor einiger Zeit erlebt: fahre Nebenstraße bergab lang, höre hinter mir Signalfahrzeug (Krankenwagen), fahre automatisch rechts ran, wo jemand in diesem Moment die Autotür aufreißt, ich voll rein. Beide Knie geprellt, Schulter blau, Kehlkopf gegen Türkante - großes Glück gehabt. 10 Speichen raus, neues Vorderrad bezahlt. Der Autofahrer musste seine kaputte Tür bezahlen.
    Die Unaufmerksamkeit (Rücksichtslosigkeit) von Ein- und Ausparkern und Fahrern, die Radwege zum rechts überholen benutzen, wird immer schlimmer. Aber das ist Ausdruck der allgemeinen Verwahrlosung - Hauptsache ICH.

  43. 28.

    Im Auto sitzen nicht die Fahrer alleine... Für die Kinder Verantwortung zu übernehmen dürfte selbstverständlich sein. .. Und sie hören „aufs Wort“? Auch das Haften ohne Ausreden ist geboten, ohne wenn und aber.

  44. 27.

    Zitat: "@rbb: bitte mal Gedanken über Prioritäten machen."

    Ach, die etwa 365 Unfälle pro Jahr, mit zum teil schweren Folgen für die Verunfallten, reichen Ihnen dafür nicht aus, als dass hier darüber berichtet werden sollte? Und Ihr Whataboutism bzgl. Haushaltsunfälle ist einfach nur . . . Wenn das kritischen Lesen bzw. Kommentieren sein sein soll, dann gute Nacht und gute Besserung.

  45. 26.

    Zitat: "Laut STVO muss beim Überholen . . ."

    Ähem, wenn ein Radler ein geparktes Fahrzeug passiert, ist das kein Überholvorgang, Andreas. Oder gehen Sie bei Ihrem Beispiel von einem KFZ aus, bei dem während der Fahrt die Tür geöffnet wird und der "zu nahe" fahrende Radler gegen diese prallt - und damit eine Mitschuld am Unfall tragen sollte?

  46. 25.

    Mach ich ebenso.

  47. 24.

    Prima Idee, dann bitte auch für Radfahrende eine entsprechende Prüfung mit Nachweispflicht. Das wäre nur gerecht. Wobei die Fahrerlaubnisprüfung auch darauf abzielt, Radfahrenden gemäß der geltenden Regeln Vorfahrt und Rücksicht zu gewähren; wobei, viele Fahrerlaubnis Erwerbende sind vor der Kfz-Fahrerei Radelnde. Jedoch radelnde Menschen ohne FS haben zumeist keinerlei Kenntnisse der Regeln der StVO. Wohlgemerkt, nicht alle sind gemeint!!

  48. 23.

    Genau so war es.
    Wir mussten als Kinder auf dem Schulhof mit dem Fahrrad eine Prüfung ablegen.
    Ich muss gestehen, heute fahre ich selten mit dem Rad.
    Wir leben an einem sehr geliebten Radweg.
    Es ist nur zu beobachten, die lieben Urlauber, mit Fahrrad, E-Bike
    sind im Urlaub.
    Natur gucken, Fotos machen. Und , uuuppss ein Auto.

  49. 22.

    @ Andi: So handhabe ich es auch. Ich fahre soweit in der Miite der Fahrspur, das ich Platz zum Ausweichen habe und Autofahrer zwinge, die andere Spur zum überholen zu nutzen. Und frage mich aber immer wieder, welches Gefühl der Sicherheit es manchen Radlern gibt, über Gullideckel zu holpern, an der Bordsteinkante entlangzueiern oder auf der rechten weißen Fahrbahnmarkierung zu fahren. Wohin wollen die ausweichen?

  50. 21.

    Meine Güte, sind Sie empfindlich. Meine Erfahrung, vor allem als Radler in der Stadt (Arbeitsweg) ist, dass sehr viele viele Radelnde die Verkehrsregeln für sich auslegen ; Beispiel Linksabbiegen. Auch mit dem Rad ordne ich mich rechtzeitig ein, Schulterblick, Handzeichen und dann, wie es möglich ist, einordnen. Die meisten radeln rechts, kurzes Andeuten aus dem Handgelenk und dann ohne zu schauen zack nach links. Und wenn dann jemand hupt wird noch geschrien, als wäre der andere der Blöde. Preisfrage: Wer hat sich den Regeln entsprechend verhalten?
    O - Radler 1
    O - Radler 2
    Der Großteil der Radelnden würde eine Eignungsprüfung jämmerlich vergeigen und Laufen müssen.

  51. 20.

    Auf den den Punkt gebracht. Fahre selbst mit 1 m bis 1,50 Abstand zu den parkenden Autos. Es ist meine Sicherheit und nat<rlich eine Haftungsfrage. Die Autos hinter mir interessieren mich nicht.

  52. 19.

    Der kluge Autofahrer guckt immer nach hinten, bevor er die Tür aufmacht. Naja wie gesagt, der kluge Autofaher...

  53. 18.

    Hab meinen Führerschein 2008 gemacht. Mein Fahrlehrer hat mir deutlich eingetrichtert, guck immer nach hinten, bevor du die Tür aufreißt! Ich finde es eine Frechheit, dass der Radfahrer eine "Mitschuld" hat, wenn nicht 80-100cm Abstand zum Auto eingehalten werden (was gerade in der Innenstadt häufig unmöglich ist). Ich denke, auch hierfür können wir uns bei der Autoindustrie "bedanken". Mann Leute, Umsicht und Rücksicht! Gilt übrigens immer für den schwächeren Verkehrsteilnehmer (der Radfahrer, für die die es nicht wissen)...

  54. 17.

    Ach, und weil sie vor 50 Jahren (!) mal eine Radprüfung hatten, sind sie jetzt so geschult, dass sie unfallfrei sind? Ich finde es eher sinnvoller, wenn Autofahrer so eine Radprüfung/Schulung machen müssten, wenn sie den Führerschein erwerben.

  55. 16.

    Warum benennt man eine solch schlimme Sache einfach nichtssagend "Dooring"? Muss man allem und jedem einen englischen Namen verpassen?

  56. 14.

    1 Fall pro Tag - und das in einer Großstadt wie Berlin. Wieso wird über so etwas berichtet?

    @rbb: bitte mal Gedanken über Prioritäten machen. Das ist doch wieder eine bewusste Problemorientierung auf das Thema Verkehr; dabei ist die Gefahr von Haushaltsunfällen deutlich höher, auch mit stärkeren Folgen.

  57. 13.

    Ich war als Grundschüler auch in der Verkehrsschule. Ich kenne ebenso die anderen Seiten als Radler oder Moppettreiber in der Stadt, mit dem Auto außerhalb. Bevor die Autotür aufgeht, Blick in deen Spiegel, Schulterblick, mit dem rechten Arm die Tür langsam öffnen und dabei weiterschauen. Nützt nurr nix, wenn ich das des Nächtens mache und ein Radler, dunkel gekleidet und ohne Licht in Briefmarkenabstand die Straße entlangsaust. Hatte ich schon ein paar Male und mir wurden auf meine diesbezogene Bemerkungen auch schon Schläge angeboten. Für, als ich ausstieg, fuhren ddie meist weiter, als ich ihnen anbot gerne in Verteidigung zu gehen :-D
    Als Radler halte ich auch Abstand zu parkenden Kfz und versuche immer die Innereien des Autos und die Rückspiegel zu beobachten. Klappt ganz gut. Dumme Leute gibt aber immer wieder und überall, damit muss man immer rechnen.

  58. 12.

    Deswegen immer mindestens eine halbe Autotürlänge Abstand halten, im Notfall kann man dann noch ausweichen. Auch hilft es durch die Heckscheiben zu schauen ob jemand im Auto sitzt. Und bremsen sollte man lernen ohne über den Lenker geschleudert zu werden, also Gewicht dabei nach hinten verlagern.

  59. 11.

    Es hilft ungemein den Verkehr zu beobachten und mit Fehlverhalten anderer zu rechnen. Das Abstände zu Radfahrern nicht eingehalten werden ist kein Geheimnis. Leider hilft da nur ein angespitzter Schweißdraht -> Vorsicht Ironie.

    Helfen würde wenn man Dashcams zum Beweis des Verstoßenes zulassen würde. Schilder wo Zweiräder nicht überholt werden dürfen, werden so gut wie immer ignoriert. Der Gesetzgeber hat es mit den Abständen gut gemeint, aber die Handhabe gegen jene die dagegen verstoßen vergessen. Wann wurde dies schon einmal kontrolliert ??? Nie und der Radfahrer ist diesem verhalten schutzlos ausgeliefert. Sind ja nur seine Knochen und nicht jene die in der Blechkiste sitzen.

    Es geht ja nicht nur um Abstände, sondern das auch im Überholverbot und an unübersichtlichen Stellen Radfahrer überholt werden.

  60. 10.

    Ich habe es gelernt mit der rechten Hand die Fahrertür zu öffnen. Dadurch schaue ich auch automatisch über die linke Schulter. Vieles ist Routine geworden, anschnallen, blinken beim Fahrspur wechseln und beim abbiegen.

  61. 9.

    Sie unterstellen das Fahrradfahrer alle selbst schuld sind an Unfällen. Wollen wir wetten, das sie in den letzten 10 Jahren niemals in Berlin Rad gefahren sind? Sonst würden sie nicht solch einen Schmarrn schreiben. Vermutlich fühlen sie sich in Ihrer Individuellen Freiheit als Autofahrer gestört.
    Übliche Masche übrigens:Behaupten man sei auch Radfahrer, Vermutlich einmal 14Tage lang im Urlaub auf dem Dorf, pro Jahr. In seinem Kommentar dann aber nur auf Radfahrer schimpfen. Ich wurde in 4 Jahren,vier mal an und umgefahren. Trotzdem weiß ich, daß es viele Vernünftige Autofahrer gibt. Umgekehrt scheint ihnen das nicht möglich. Sind ja alle blöd,außer sie.

  62. 8.

    Laut STVO muss beim Überholen mit Kraftfahrzeugen von Radfahrern ein Abstand von 1,5 m eingehalten. Ein Radfahrer (kein Kraftfahrzeug...) muss gemäß STVO diesen Mindestabstand nicht einhalten! Gesetzlich gibt es dafür keinerlei Vorgaben. Es ist dann eine Frage der Rechtsprechung, ob ein Radfahrer als Opfer eines dooring Unfalls eine (Teil)schuld trägt oder nicht.

  63. 7.

    Eine klasse Idee ist auch die Nutzung von Radwegen durch Radfahrer. Mich erstaunt immer wieder, dass nur wenige Radfahrer den tadellosen Radweg im Waldabschnitt der Königsallee benutzen. Bei einigen schlecht instandgehaltenen Radwegen kann ich das Ausweichen auf die Straße verstehen, in diesem Fall aber nicht.

  64. 6.

    Man spürt es förmlich, wenn Autofahrer oder Radfahrer als „Erzieher“ so auftreten, dass man denkt: Den will ich in meiner Umgebung auf keinen Fall haben....Da dies eine nicht zu verbergende Charaktereigenschaft ist, sind solche Leute bestimmt sehr einsam.

  65. 5.

    Wer wirklich ausreichend Abstand hält, wird häufig (dauer)angehupt. Motoren jaulen, gefährliches Schneiden, beschimpfen, beleidigen usw. Jede und jeder, der Rad fährt, kennt es.
    Ich halte immer Abstand. Halte mich an alle StVO-Regeln. Und trotzdem könnte ich locker bei jeder Fahrt über 10 Minuten in der Innenstadt mindestens eine Anzeige wg. Nötigung/Beleidigung schreiben lassen. Macht natürlich niemand. Die Polizei verharmlost, kommt ja auch nur in einer Blechkiste, die sie dann "bestenfalls" noch während der Anzeigenaufnahme auf den Radweg stellt, so dass alle nachfolgenden Radfahrer ausweichen müssen.
    "Unfallforscher" Brockmann würde auch hier womöglich weiter Täter-Opfer-Umkehr betreiben, wenn etwas passiert. "Das Unfallopfer ist doch auch schuld."

    Aber es gibt auch die andere Seite im Straßenverkehr: freundliche Gesten, ein Lächeln, den Busfahrer, der sich mit Warnblinker für meinen Vorfahrtverzicht bedankt, ...

  66. 4.

    Ja, unbedingt Abstand halten! Wenn wir Radler uns an den Rand quetschen, vermeintlich weil es sicherer sei, geben wir den Autofahrern die Möglichkeit noch ganz eng an uns vorbei zu fahren. Dann wird es super gefährlich, Abstand wird auf beiden Seiten immer enger. Die einzige Lösung ist, dass wir als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer auf der Fahrbahn diese auch ganz für uns in Anspruch nehmen. Auch, und gerade auf großen Straßen. Nicht auf miserable Radwege oder gar auf Fußwege ausweichen!

  67. 3.

    Der Abstand des Radfahrers zum parkenden Auto und dazu 1,5 m eines überholenden Kfz ggü. dem Radfahrenden haben die logische Folge, dass ein Überholen in vielen Anwohnerstrassen nicht legal möglich ist. Zu beobachten ist nach meiner Erfahrung leider dass Gegenteil.

    Evtl. Könnte man den Artikel dahingehend ergänzen.

  68. 2.

    So wie das Auto 1,5m Sicherheitsabstand zum Radfahrer einhalten muss, gilt dieses ebenso für den Fahrzeugführer auf dem Rad.
    Ebenso die angepasste Geschwindigkeit!
    Das mache ich auf meinem Rad seit 50 Jahren so - deshalb auch unfallfrei. Aber wir hatten damals auch Verkehrsschulung für Radler. Oder?

  69. 1.

    "Seine Lehre: Abstand halten um jeden Preis, auch wenn man die Fahrbahn damit dicht macht. Und im Zweifel lieber das Hupen von hinten in Kauf nehmen, als die eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen."

    Wenn es nur das Hupen wäre... Absichtlich knapp überholen, wilde Gestiken bis hin zu Morddrohungen. Das kann nicht jeder ertragen und verzichtet so auf seinen Sicheheitsabstand oder gar gänzlich auf das Radfahren.

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