Berlin-Friedrichshain - Polizist außer Dienst küsst, schlägt und verletzt Wohnungslosen

So 01.05.22 | 18:34 Uhr
Symbolbild. (Foto: Michael Kuenne/Zuma Press Wire)
Bild: Michael Kuenne/Zuma Press Wire

Erst ein inniger Kuss, dann ein Schlag ins Gesicht: Ein 30-jähriger Polizist außer Dienst soll vor einem Spätkauf in Berlin-Friedrichshain einen gleichaltrigen Mann verletzt haben. Ihn erwarten Ermittlungen wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und dienstrechtliche Folgen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Der Polizeibeamte soll demnach am Freitagabend in einer größeren Gruppe vom Bahnhof Ostkreuz zu dem Laden gekommen sein. Aus der Gruppe heraus soll der 30-Jährige auf einen wohnungslosen Mann zugegangen sein und diesen innig geküsst haben - bevor er unvermittelt zugeschlagen habe.

Fachkommissariat ermittelt

Rettungskräfte hätten die Verletzungen im Gesicht versorgt und den Geschlagenen ins Krankenhaus gebracht. Den Tatverdächtigen hätten Einsatzkräfte dann in der Nähe des Spätis gestellt, als er sich wiederum mit einer Frau innig geküsst habe.

Bei der Aufnahme seiner Personalien habe der 30-Jährige stark alkoholisiert gewirkt, hieß es weiter. Ihm sei Blut entnommen worden. Im Zuge der Überprüfung habe sich der 30-Jährige als Mitarbeiter der Polizei Berlin ausgewiesen. Das für Beamtendelikte zuständige Fachkommissariat übernehme die Ermittlungen.

Sendung: rbb 88.8, 01.05.2022, 19:00 Uhr

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