Einbruch ins Grüne Gewölbe in Dresden - Vollständige Ermittlungsakte in Berliner Wohnung von Tatverdächtigem gefunden

Di 31.05.22 | 17:58 Uhr
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Akten zum Prozess um den Juwelenraub im Grünen Gewölbe, Archivbild (Quelle: AFP/Jens Schlueter)
Bild: AFP/Jens Schlueter

21 Schmuckstücke, besetzt mit Tausenden Diamanten: Im Herbst 2019 verschwanden einzigartige Objekte aus dem Dresdner Grünen Gewölbe. Tatverdächtig sind Personen aus Berlin. Bei einem wurde nun die vollständige Ermittlungsakte gefunden.

Bei einem der Tatverdächtigen zum Dresdner Juwelendiebstahl ist die vollständige Ermittlungsakte gefunden worden.

Die Akte sei bei der Durchsuchung der Wohnung des Mannes in Berlin-Kreuzberg gefunden worden, sagte Staatsanwalt Christian Weber am Dienstag im Prozess gegen sechs weitere Tatverdächtige. Woher sie stammt, ist demnach unklar. Der 22-Jährige war am 11. Mai am Rande der Verhandlung des Landgerichts Dresden festgenommen worden und befindet sich in Untersuchungshaft.

In dem Prozess sind sechs junge Männer zwischen 23 und 28 Jahren wegen schweren Bandendiebstahls, Brandstiftung und besonders schwerer Brandstiftung angeklagt. Sie sind Deutsche und stammen aus einer bekannten arabischstämmigen Berliner Großfamilie. Dem 22-Jährigen wird Beihilfe zu diesen Straftaten vorgeworfen.

Tatverdächtige mehrfach zwischen Berlin und Dresden unterwegs

Die Angeklagten sollen am frühen Morgen des 25. November 2019 aus dem Grünen Gewölbe 21 Schmuckstücke mit insgesamt 4.300 Diamanten und Brillanten im Gesamtwert von über 113 Millionen Euro gestohlen und Sachschäden in Höhe von über einer Million Euro hinterlassen haben. Ihnen wird auch vorgeworfen, einen Stromkasten in der Altstadt sowie in der Tiefgarage eines Wohnhauses ein Fluchtauto angezündet zu haben.

Zwei von den Tätern benutzte Autos fuhren mehrfach nachts von Berlin nach Dresden und zurück. Sie seien am 19., 20., 23. und 24. November von Kameras erfasst worden - sowie am Tatmorgen, berichtete eine Ermittler der Soko "Epaulette" als Zeuge.

Einer der sechs Angeklagten hatte Ende März sein Schweigen gebrochen und seine Beteiligung an Vorbereitungen zu der Tat eingeräumt. Namen von anderen Beteiligten nannte er aber nicht.

Sendung: rbb24 Abendschau, 31.05.2022, 19.30 Uhr

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5 Kommentare

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  1. 5.

    Die Polizei - Dein Freund und Helfer. In jeder Lebenslage! Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man losbrüllen. Mittlerweile für mich nur noch symptomatisch. Deutschland versagt immer mehr in diversen Bereichen. Egal ob Bildung, Strafverfolgung, Digitalisierung, Rentensystem, Einwanderung etc pp.

  2. 4.

    Da stellt sich mir die Frage die schwammig unsere Ermittlungsbehörden arbeiten.

  3. 3.

    Stellt sich die Frage, wie er an die Akte gekommen ist. Polizei, Staarsanwaltschaft oder seine Verteidiger?
    Egal wie. Das wirft kein gutes Licht auf alle Beteiligten. Egal ob Staat oder Verteidiger.

  4. 2.

    Wen wundert das wirklich?In diesen Verfahren muss man doch mit Allem rechnen. Wer weiiss, was uns da noch alles geboten wird.Mich erinnert das an die englischen Posträuber. Das müsste doch bald für einen Film reichen.

  5. 1.

    Mein Vertrauen in die Berliner Justiz schwindet immer mehr!

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