Prozess in Berlin - 31-Jähriger wegen versuchtem Stoß aus fahrender S-Bahn vor Gericht

Di 10.05.22 | 06:23 Uhr
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Symbolbild: Eine S-Bahn fährt in Richtung Berlin Ostkreuz. (Quelle: dpa/R. Keuenhof)
Bild: dpa/R. Keuenhof

Nach einer Attacke auf einen Mann in einer S-Bahn muss sich der mutmaßliche Täter ab Dienstag wegen versuchten Mordes vor dem Berliner Landgericht verantworten.

Der 31-Jährige soll einen damals 61 Jahre alten Mann im August 2021 in der Linie S1 ohne Anlass geschlagen haben. Als der Angegriffene aus Versehen statt der Notbremse die Notentriegelung der Zugtür betätigte, soll der Angeklagte versucht haben, ihn mit einem Griff an den Hals und durch Schubsen aus der fahrenden Bahn zu schieben. Weitere Fahrgäste hätten den 31-Jährigen schließlich überwältigen können.

Für die Verhandlung sind bislang sieben Tage vorgesehen.

Sendung: radioeins, 10.05.2022, 08:25 Uhr

5 Kommentare

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  1. 4.

    Weshalb 7 Tage? Ein Tag reicht, vorlesen der Anklage, Zeugen hören und dann ab in den Bau für 10 Jahre.

  2. 3.

    Die Notentriegelung muss, wie der Name schon sagt, IMMER funktionieren. Und zwar auch dann, wenn im Notfall alle Systeme ausgefallen sind. Es ist eine rein mechanische Entriegelung.

  3. 2.

    Wenn man, wie im Artikel geschrieben "...statt der Notbremse die Notentriegelung der Zugtür betätigte...", dann geht das. Jede Zugtür hat links oder rechts daneben eine Entriegelung für den Fall der Fälle...

  4. 1.

    Ich frage mich warum ist es möglich während der Fahrt die Tür zu öffnen?
    Das dürfte Nicht möglich sein!

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