Verkehrswende - Warum Berliner Fahrradstraßen von vielen Autofahrern ignoriert werden

Fr 27.05.22 | 06:05 Uhr | Von Nico Hecht
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Eine Person fährt im Bergmannkietz auf einer Fahrradstraße (Bild: imago images/A. Friedrichs)
Audio: rbb24 Inforadio | 25.05.2022 | Nico Hecht | Bild: imago images/A. Friedrichs

Vor mehr als 20 Jahren schon wurde in Berlin die erste Fahrradstraße ausgewiesen. Theoretisch haben die Radler hier Vorrang vor dem Autoverkehr. Das klappt in der Praxis aber noch immer viel zu selten. Von Nico Hecht

Von Verkehrsberuhigung kann an der Stargarder Straße in Berlin-Prenzlauer Berg keine Rede sein: viele Autos, meist schnell unterwegs und der Lärmpegel ist hoch. Die Schilder an allen Kreuzungen der Stargarder "Fahrradstraße" mit dem Zusatz "Anlieger frei" scheinen hier keinen Autofahrer zu bremsen.

Das beobachtet auch Tobias Kraudzun von der Initiative Netzwerk Fahrradfreundliches Pankow. Eigentlich sagt er, habe man hier beim Radfahren fast immer Pkw im Rücken. Das sei auch kein Wunder – denn weitere Hinweise als die Fahrradstraßen-Schilder gebe es kaum. "Zudem ist die Straße gut sechs Meter breit. Da hat man als Autofahrender auch schnell den Eindruck, man kann den ganzen Platz nutzen. Und wenn man meint, man müsse mal schnell überholen, macht man das auch."

Von Vorrang für Radler ist auf der Stargarder nichts zu spüren

Die Radfahrenden haben sich offenbar darauf eingestellt. Die meisten fahren weit rechts, möglichst dicht an den parkenden Autos, damit sie die Fahrzeuge auf der Straße möglichst wenig behindern. Dabei sollten hier doch eigentlich die Radler Vorrang haben.

Aber das entwickele sich erst nach und nach, sagt Tobias Kraudzun. Kurz nach der Eröffnung Ende Dezember seien die Fahrradstraßenregeln hier noch komplett ignoriert worden, sagt er. Jetzt trauten sich immerhin auch schon manche Eltern mit ihren Kindern mit dem Rad auf die Straße, etwa der Lehrer Andreas Kornehl: "Zumindest wird man jetzt nicht mehr so oft angehupt, wenn man nebeneinander fährt. Das ist schon ein riesiger Fortschritt".

Regeln für Fahrradstraße kennen viele nicht

Auf Fahrradstraßen ist das ausdrücklich erlaubt. Schilder oder Fahrbahnmarkierungen weisen darauf hin. Für Fahrradstraßen gilt außerdem: Radler haben Vorrang. Höchstgeschwindigkeit sind 30 Kilometer pro Stunde. Beim Überholen muss ein Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden.

Mit dem Auto darf hier nur fahren, wer hier wohnt, jemanden besucht oder etwas zu erledigen hat, also zum Arzt will oder ein Geschäft beliefern muss. Doch viele Autofahrer kennen diese Regeln gar nicht. Das bestätigt auch Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Die UDV habe zusammen mit der Polizei Autofahrer befragt, die trotz Warnschild eine Fahrradstraße befahren haben und festgestellt, "dass sehr viele Autofahrer den Bedeutungsinhalt des Schildes 'Fahrradstraße' nicht kennen oder zumindest nicht alle Inhalte."

Sind Fahrradstraßen Alibi-Politik?

Das sei aber lange bekannt. Deswegen sei es schlicht "Alibi-Politik", einfach nur ein Schild "Fahrradstraße" aufzustellen, sagt Brockmann. Zu größeren Eingriffen in den Verkehr fehle in den Berliner Bezirken oft der Mut, sagt Tim Ullrich von der Verkehrswende-Initiative Changing Cities.

Auch in der Stargarder Straße hat es bisher nur zu Schildern gereicht – obwohl im Leitfaden für Fahrradstraßen der Senatsverwaltung für Verkehr klar empfohlen wird, Durchgangs-Autoverkehr auch durch bauliche Maßnahmen zu verhindern, und zwar mit sogenannten Modalfiltern. Bei einem Modalfilter handelt es sich zum Beispiel um einen Poller oder eine ähnliche Durchfahrsperre. Sie lassen Fahrräder passieren, stoppen aber Autos oder zwingen die Fahrer an Kreuzungen zum Abbiegen. 22 Jahre nach der Ausweisung der ersten Fahrradstraße in Berlin, der Linienstraße in Mitte, sind diese Filter aber immer noch selten.

In der Körtestraße klappt es dank nur kleiner Maßnahmen

In Kreuzberg blockiert ein Modalfilter seit Mai letzten Jahres erfolgreich den Durchgangs-Autoverkehr in der Körtestraße. Sie ist Teil der Fahrradstraße von der Hasenheide über die Urbanstraße bis zum Planufer am Landwehrkanal. Zuvor hatten sich auch hier Anwohner immer wieder beschwert, dass sich kaum ein Autofahrer an das Durchfahr-Verbot halte. Für eine Autosperre habe sich der Bezirk dann entschieden, als sich auf dieser eigentlich verkehrsberuhigten Fahrradstraße Mitte letzten Jahres zwei Pkw-Fahrer ein illegales Rennen lieferten, sagt Felix Weißbrich, Leiter des Straßen- und Grünflächenamtes in Friedrichshain-Kreuzberg.

Diesen Modalfilter würden Laien wahrscheinlich einfach Poller nennen. Der Bezirk hat hier ein versenkbares Exemplar installieren lassen – ein Novum auf Berliner Fahrradstraßen: ein silberner Zylinder, gut 30 Zentimeter im Durchmesser. Der verhindere das Durchfahren der Körtestraße, erklärt Weißbrich. Anwohner- und Lieferverkehr kommen nur noch auf einer Seite hinein und wieder heraus. Müllabfuhr, Rettungsdienste und Feuerwehr hingegen haben freie Fahrt. Sie sind mit einem Transponder ausgestattet, mit dem sie den Poller nach unten ins Straßenpflaster verschwinden lassen können. Das passiert nahezu lautlos.

Poller verwandeln Körtestraße in Flaniermeile

An der Körtestraße reihen sich Eisdiele, Restaurant, Blumen- und Antiquitätenladen zu einer Flaniermeile, auf der tatsächlich niemand, wie in der Stargarder Straße, den Autolärm übertönen muss.

40.000 Euro habe dieser versenkbare Poller gekostet. Gut angelegtes Geld, sagt Felix Weißbrich. Denn diese Straße sei somit wieder ein Stück städtischer Raum geworden, anstelle einer Durchgangsstraße. "Das betrifft das Aussehen der Straße. Der Lärm ist verschwunden, und man kann in Ruhe und sicher mit dem Rad hier durch fahren."

Sendung: rbb24 Inforadio, 25.05.2022, 9:25 Uhr

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Beitrag von Nico Hecht

75 Kommentare

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  1. 75.

    Ach, die Stargarder Straße ist eine Fahrradstraße?
    Dann erklärt es sich, dass nach wie vor Fahrradfahrer mit Kind und Kegel, Lastenfahrräder die Bürgersteige bevölkern und sich mit Klingeln und Rufen einen Weg durch die Fußgänger bahnen. Da unterscheiden sie sich in nichts von asozialen Autofahrern.
    Ja, ja, ich höre sie förmlich rufen, dass es auf der Straße zu gefährlich sei.
    Ja, da karrt man lieber Bürger, Kinder und Tiere um.
    Auch dagegen sollte die Polizei und das Ordnungsamt etwas tun.

  2. 74.

    Das steht doch auch so drinnen in der StVO:
    https://dejure.org/gesetze/StVO/1.html

  3. 73.

    Werte mir antwortende Person!

    Bitte richtig lesen, ggf. auch mal den Beitrag anhören.
    Meine Aussage bezieht sich auf die Stargader Straße. Die des rbb/Autors und Ihre auf „eine Fahrradstraße“.
    Auch Ihnen geneigter Leser/Leserin
    MFG

  4. 72.

    Also wenn ich in der Straßenbahn sitze sehe ich das die Radfahrer an der Haltestelle nicht anhalten.Und wenn ich zur Bahn gehe,sehe ich die Radfahrer auf dem Fußweg aufmerksam falschen Seite. Und das man am Zebrastreifen anhalten muss wissen die lieben Radler auch nicht....

  5. 71.

    "Ist es denn anders herum anders? Radfahrer pauschalisieren bei Autofahrern doch genau so." Zeigen sie uns doch mal einen einzigen Kommentar wo das so sein soll. Einen.

    "Fakt ist aber, dass es unter allen Verkehrsteilnehmern zu viele Rücksichtslose und Unwissende gibt, die damit sich und andere gefährden. Viele Radfahrer wissen gar nicht, wie gefährlich es ist, Radwege in die falsche Richtung zu benutzen, von Fußwegen ganz zu schweigen, da haben die in aller Regel rein gar nichts verloren. Durch Unachtsamkeit, Rücksichtslosigkeit und dem Beharren auf dem eigenen Recht kommt es immer wieder zu gefährlichen, manchmal sogar tödlichen Situationen. Leider ist § 1 der StVO den meisten überhaupt kein Begriff und das betrifft ausdrücklich alle!"

    Und warum schreiben sie dann ausschließlich von Radfahrern? Sie sind unglaubwürdig hoch zehn. Und ich kenne keinen tödlichen Unfall der letzten 2 Jahre in Berlin, an dem der Radfahrer schuld war. Solche Lügen machen sie noch unglaubwürdiger.

  6. 70.

    Das gibt es allerdings den Radfahrer, der sogar hier berichtet, dass er sich bewusst über die StVO stellt und die Verkehrsregel missachtet - auch zu Lasten des ÖPNV.

    Übrigens, kommt Ihnen das bekannt vor:
    "Die Zahl der Fahrradunfälle in Münster liegt mindestens dreimal höher als bislang angenommen: 2.250 Fahrradunfälle verzeichnet eine erstmals in dieser Form durchgeführte Fahrradstudie. Polizeilich erfasst wurden davon 723 Unfälle. Über einen Zeitraum von zwölf Monaten wurden von der Polizei und den Krankenhäusern in Münster alle Daten gemeinsam zusammengetragen und im Universitätsklinikum Münster (UKM) ausgewertet."
    falls nein, folgen Sie mal dem Link aus #1221 in https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2022/05/rad-typen-typologie-instagram-berlin-fahrrad-ampel.html
    Den Link hat Hagen dort gepostet, als der Radfahrer die hohe Dunkelziffer bei Radlerunfällen als Verdrehung der Tatsachen dazustellen versucht hatte.

  7. 69.

    Das kann ich nur bestätigen.Es wird Zeit,das der Fußgänger als solcher ,vor Autofahrer und vor Radfahrer geschützt werden.Wobei ich mal als Fußgänger deutlich machen muß,das ich von vielen Autofahrern achtsamer wahrgenommen werde als von Radlern,die oft sehr rücksichtsloses Verhalten an den Tag legen.

  8. 68.

    Wenn ich als Radfahrer wegen sehr schlechten Radweg weiß ich, da gehöre ich eigentlich nicht hin. Also fahre ich Schritt oder halte an, wenn es geboten ist(z.B. Kinder). Aber ich störe mich auch an Radfahrern, die auf dem Gehweg genau so fahren wie auf dem Radweg. Wenn ALLE im Verkehr sich daran erinnerten, wo sie sich gerade befinden und sich dementsprechend benehmen würden, würde manches nicht erlaubte auch toleriert werden. Gilt aber für Radfahrer, Autofahrer und Fußgänger gleichermaßen.

  9. 67.

    @ Braun, habe noch kein Auto kennengelernt, welches belangt wurde.

  10. 65.

    "Ich bin ÖPNV Nutzer. Und solange wie man Radfahrer sieht,die bei einer einzigen Fahrt fast gegen alle Verkehrsregeln verstoßen, muss sich die Fahradgemeinde nicht wundern das sie keiner leiden kann."

    Und weil sie ÖPNV Nutzer sind können sie mitbekommen wie Radfahrer "die bei einer einzigen Fahrt fast gegen alle Verkehrsregeln verstoßen"?

    Sie machen sich selbst völlig unglaubwürdig mit solchen Aussagen.

  11. 64.

    Wo sind eigentlich die Bahnverbindungen, mit denen 85% der Pendler aus dem Umland in der halben Zeit zu ihren Arbeitsplätzen kämen? Hat mal jemand den Durchgangsverkehr in der Stargarder mitgezählt? Wieviel Busse bekäme man damit voll? Wenn ich auf dem Weg zur S-Bahn über die Karl-Marx-Allee will, komme ich an der Ampel leicht über zwei Fahrbahnen, davor und dahinter muß ich aufpassen - Zweiräder aus allen Richtungen in allen möglichen Geschwindigkeiten. Einzelne lassen mich bei Grün über die Fußgänger-Ampel - Ausnahmen, leider... Aber die Wege-Konzepte für Radler sind auch 'perfekt' - bis Punkt "X" gut markiert, dann hört plötzlich jede klare Regelung auf - die Planer haben wohl vieles nie selbst getestet, höchstens im Sonntags-Spaziermodus.

  12. 62.

    "Ich denke, es wäre journalistisch geboten, die Aussagen zum Sachstand in der Stargarder Straße, sich nicht nur durch einen Interessenvertreter Pro-Fahrrad sondern, z.B. auch durch Anwohner oder noch besser durch unabhängige (Polizei?) bestätigen zu lassen."

    Merkwürdig, also ich lese: "Das bestätigt auch Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Die UDV habe zusammen mit der Polizei Autofahrer befragt, die trotz Warnschild eine Fahrradstraße befahren haben und festgestellt, "dass sehr viele Autofahrer den Bedeutungsinhalt des Schildes 'Fahrradstraße' nicht kennen oder zumindest nicht alle Inhalte."

    Ich unterstelle ihnen, dass es ihnen NICHT um einen "ausgewogenen und journalistisch korrekten" Artikel geht, sondern ihnen gefällt das Ergebnis nicht.

  13. 61.

    "Wie wäre es denn mal mit nem Bericht über die "Kampfradler" die täglich in Berlin unterwegs sind" Dazu gab es neulich eine Glosse. Ansonsten braucht man cih auch nur die Fotos in den Artikel z.B. zu den Fahrrad-Lieferdiensten anschauen.

  14. 60.

    Tja, Symbolpolitik wie Schilder zum Tempolimit oder Parkverbot. Schade.
    In Frankreich sind in sehr vielen Innenstädten solche versenkbaren Poller installiert, was diese Städte auch sehr beruhigt, auch weil die Anwohner:innen Parkhäuser nahebei haben. Hier wird das erst garnicht probiert (außer in Fh-Kb, bravo!), obgleich das "Berechtigten" dann auch die Zufahrt erlauben würde.
    Wegen mir weit mehr solche "Poller"!!

  15. 59.

    Früher gab es mal vor der Tagesschau die kurze Sendung „ Der siebte Sinn“, in der die Verkehrsregeln und Gefahren im Straßenverkehr gezeigt wurden. Wäre wohl wieder angebracht.
    Wäre besser als Gendern und Straßenkämpfe.

  16. 58.

    Lieber rbb/sehr geehrter Journalist!

    Ich denke, es wäre journalistisch geboten, die Aussagen zum Sachstand in der Stargarder Straße, sich nicht nur durch einen Interessenvertreter Pro-Fahrrad sondern, z.B. auch durch Anwohner oder noch besser durch unabhängige (Polizei?) bestätigen zu lassen.
    So wird, so denke ich, ein Artikel ausgewogener und journalistisch korrekter präsentiert.
    MfG

  17. 57.

    Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt ! Vielleicht ist da doch was dran ? Besonders, wenn man dadurch das Flanieren auf der Flaniermeile noch attraktiver macht, als es schon ist.

  18. 56.

    @Janni: na, Sie haben ja einen netten Tonfall drauf - passt zur (innen-)Stadt.
    Das Radfahren auf dem ich nenne es mal "Weg" (das ist kein befestigter Weg) ist auf Höhe der Brücke als auch für Radfahrer ausgewiesen. Ich nehme Rücksicht auf Fußgänger - natürlich (das hat also nichts mit "Radfahrvirtuosität" zu tun). Dazu muss man sagen, dass dieser Weg weg und hin zu Discountern und Biomarkt ist. D.h. eine vielbenutzte Strecke samt Bushaltestelle dann im oberen Teil.
    in diesen Weg hineinwachsende Büsche sind dann noch das I-Tüpfelchen. Dank ans Bezirksamt.

  19. 55.

    Das sieht man doch schon auf Friedrichstraße. Will man als Fußgänger queren, da wird einfach draufgehalten bzw noch beschleunigt. Und was der Gipfel war, ein Forist hat dich in einer Debatte über Zukunft der Friedrichstraße darauf verstiegen, dass Fußgänger den Radweg nur an bestimmten Stellen zu queren hätte.

  20. 54.

    Dir ist schon klar, dass die Kfz Steuer zu 100% von der Instandhaltung der Verkehrsinfrastruktur verbraucht wird?...

  21. 53.

    Das ist wohl das Problem. 4. Klasse scheint wohl zu früh zu sein. Alle Regeln sind später vergessen.

  22. 52.

    Komisch, sonst werfen Radlys alle Autofahrer immer in eine Schublade. Alle Autofahrer sind per se böse…

  23. 51.

    "In dieser Stadt wird immer mehr Polarisierung zwischen Radfahrer und Autofahrer betrieben. Man sollte lieber an einem Miteinander statts gegeneinander arbeiten."
    Sie haben völlig recht, genauso ist es! Und Sie und Ich sind mit dieser Meinung nicht allein, ich denke eine große Mehrheit ist für ein friedliches Miteinander im Straßenverkehr.
    Also Schluß mit der Hetzerei und dem aufwiegeln gegeneinander, hier wäre die Möglichkeit über die Medien den Politikern unsere Meinung mitzuteilen.

  24. 50.

    Da will aber ein Lebewesen so rüber kommen wie es rüberkommt.
    Wurde bestimmt schon einige male von einem KFZ getroffen.
    Interessant auch, das in den gemachten Absonderungen nicht einmal das Wort "FUSSGÄNGER" auftaucht.
    Wahrscheinlich da Diese noch niedriger zu bewerten sind wie die Autofahrenden.
    Wünsche ein langes Leben (mit allen dazugehörigen wehwehchen).

  25. 49.

    Das ist so nicht korrekt. Ich kenne mindestens 3 Straßen/Wege in Berlin-Brandenburg, wo der asphaltierte Radweg neben der Kopfsteinpflasterstraße entlangführt. Und die Autofahrer nicht auf der Straße fahren! Außerdem: Wenn sich schlechte Straßen genauso auf Fahrer und Material auswirken würden, wie schlechte Radwege dies tun … großes Gejammer und Geschrei!

  26. 48.

    Habt ihr Mal versucht als Fußgänger eine Fahrradstraße zu überqueren? Lebensgefährlich zum Teil. Fahrräder haben Vorfahrt und die meisten glauben, auch Fußgänger hätten dort nichts zu suchen.

  27. 47.

    Das empfinde ich genauso. Und ich frage mich wer und wo viele der Verkehrsteilnehmer aller Sorte ihren Führerschein oder ihre Verkehrserziehung genossen haben? Die hier lesen wissen Bescheid aber die sich egoistisch,oder kriminell und rücksichtslos verhalten beschäftigen sich gar nicht mit der Verkehrswende oder wollen sich belehren lassen . Habe oft Leute schon auf ihr Verhalten angesprochen da merke ich sie sind woanders sozialisiert und kennen unsere Verkehrsordnung gar nicht. Ist leider so

  28. 46.

    Hallo Autofahrer, ihr mögt Radfahrer und Fußgänger nicht, dann steigt um auf Radfahren oder geht zu Fuß.
    Hallo Radfahrer, ihr mögt Autofahrer und Fußgänger nicht, dann steigt um auf Autofahren oder geht zu Fuß.
    Hallo Fußgänger, ihr mögt Autofahrer und Radfahrer nicht, dann steigt um auf Autofahren oder Radfahren.
    So werden Opfer zu Täter und umgekehrt und der Kreis schließt sich.

  29. 45.

    Nur mal utopisch weitergedacht. 2045 Berlin autofrei. Wer zahlt den Ausfall der Autosteuern? Die Radfahrer?

  30. 44.

    Ich bin selbst Radfahrer und beobachte leider beim eigenen Radfahren immer wieder, dass sich viele Radfahrer nicht an die besagten Regeln halten: rote Ampel, Fahren auf dem Radweg statt dem Gehweg, Fahren auf der rechten Seite der Straße, Nebeneinanderfahren auf der Straße etc., um nur einige Beispiele zu nennen. Natürlich sind das nicht alle Radfahrer, aber doch schon sehr viele. In den Berichterstattungen werden aber z.B. bei Unfällen etc. immer die so genannten "armen" Radfahrer genannt ...

  31. 43.

    In einigen anderen Ländern funktioniert es gut. Leidet kennen hier auch die meisten Fahrradfahrer die Regeln nicht und sind oft sehr rücksichtslos

  32. 42.

    Ist es denn anders herum anders? Radfahrer pauschalisieren bei Autofahrern doch genau so. Fakt ist aber, dass es unter allen Verkehrsteilnehmern zu viele Rücksichtslose und Unwissende gibt, die damit sich und andere gefährden. Viele Radfahrer wissen gar nicht, wie gefährlich es ist, Radwege in die falsche Richtung zu benutzen, von Fußwegen ganz zu schweigen, da haben die in aller Regel rein gar nichts verloren. Durch Unachtsamkeit, Rücksichtslosigkeit und dem Beharren auf dem eigenen Recht kommt es immer wieder zu gefährlichen, manchmal sogar tödlichen Situationen. Leider ist § 1 der StVO den meisten überhaupt kein Begriff und das betrifft ausdrücklich alle!

  33. 41.

    Die Fahrradstraßen mit "modalen Filtern" (Sperren für Auto-Durchgangsverkehr) und verkehrsberuhigte Bereiche sind die einzigen Fahrbahnen, wo ich mit Kindern relativ entspannt Fahrrad fahren kann. Auf Gehwegen ist es sinnvollerweise nur im Schrittempo erlaubt und auf den sonstigen Fahrbahnen leider immer noch (lebens)gefährlich.

  34. 40.

    Fahrradstrassen sind völliger Blödsinn. Wichtig sind vernünftige Radwege. Kein Radfahrer braucht umgewandelte komplette Straßen. Das ist nur Links grüne Klientelpolitik. In dieser Stadt wird immer mehr Polarisierung zwischen Radfahrer und Autofahrer betrieben. Man sollte lieber an einem Miteinander statts gegeneinander arbeiten. Wenn alle sich mit mehr Rücksicht durch die Stadt bewegen gehts besser. Diese linke Regierung sollte endlich mit der andauernden Verteufelung der Autofahrer aufhören.

  35. 39.

    Autofahrende, umhüllt mit Tonnen von Stahl, ausgestattet mit geklauter Kraft die das hundertfache ihrer eigenen übertreffen, beanspruchen den Raum von 6 Fahrradfahrenden, zerquetschen und töten tagtäglich schwächere Verkehrsteilnehmer.
    Autofahrende Polizisten, die ihren Dienst mit den Fahrrad machen müssen, mit hell gelben Shirts mit der Aufschrift Polizei auf dem Rücken, können keine Regelverstöße bei Autofahrenden ihnen gegenüber als Radfahrende feststellen.
    Das heißt die Autofahrenden kennen die Abstandsregeln ganz genau!
    Und selbst wenn sich 99 Autofahrende rücksichtsvoll verhalten, durch den einen ist der Fahrradfahrende trotzdem tot oder verstümmelt.
    Aber jeder dieser Autofahrenden wird aus seinem Auto aussteigen müssen. Dann haben wir längst die Verfolgung im autoverstopften Verkehr aufgenommen. Wir werden dann da sein, und du wirst Angst haben um deinem fetten, untrainierten Körper. Keine Sorge dein Auto fassen wir nicht an. Für Sachbeschädigung gibt es zu hohe Strafen.

  36. 38.

    Gerade Radfahrer die auf der falschen Seite fahren sind eine große Gefahr für Fußgänger. Da gibt es nichts zu deuten und zu rechtfertigen. Ich kann nicht für meine Sicherheit Dritte in Gefahr bringen. Da scheint wohl das Motto zu herrschen: Ich bin das Gesetz!

  37. 37.

    Nach dem Krieg 40er und 50er Jahre gab es im Osten eine Nummernpflcht für Fahrräder. Sie wurden am Schutzblech befestigt. Irgendwann wurden sie dann aber abgeschafft. Ich hatte auch ein Schild, kann mich an Einzelheiten aber nicht mehr erinnern.

  38. 35.
    Antwort auf [Markus] vom 27.05.2022 um 08:15

    Da gebe ich dir recht es sollten endlich Fahrrad Kennzeichen eingeführt werden das man die rüpelhaften Radfahrer auch belangen könnte und nicht nur die Autos

  39. 34.

    "Das würde auch autom. für mehr Disziplin sorgen."

    dass dem nicht so ist, zeigen die abertausenden Verkehrsverstöße von Autofahrern jeden Tag in der Stadt. Die haben alle eine Haftpflichtversicherung und auch ein Kennzeichen. Und sogar einen Führerschein- dass der ebenfalls noch nicht mal davor bewahrt, die Verkehrsregeln zu kennen, wird in dem Artikel ja deutlich gesagt. Wie es übrigens auch bei vielen autofreundlichen Kommentator:innen hier deutlich wird. Da kennt man nicht simpelsten Verkehrsregeln wie die Radwegeregelungen, aber es wird mit dem Brustton der Allwissenheit auf Radfahrer argumentativ eingedroschen, dass es schon peinlich ist. Aber wenigstens nur das- auf der Straße draußen wird man von solchen Autofahrern ja gerne mal körperlich angegangen und mit lebensgefährlichen Fahrmanövern mit dem Auto als Waffe "gemaßregelt".

  40. 33.

    Lieber RBB, Nebeneinanderfahren mag in Fahrradstraßen "explizit" erlaubt sein. Implizit ist es aber auf fast allen Berliner Straßen erlaubt. Wenn es nur eine Spur gibt, oder 30 herrscht ist ein Überholen nicht möglich oder nicht nötig: Hier darf man nebeneinander fahren weil keine Behinderung stattfindet. Wenn mehr als eine Spur vorhanden ist darf man auch nebeneinander fahren, eine Behinderung findet nicht statt, weil die zweite Spur vorhanden ist. Nur auf sehr wenigen Straßen gibt es nur eine Spur, gilt 50, und die Spur hat solche Überbreite, dass ein Überholen mit 1.5m Abstand (der _überall_ _Mindest_abstand ist) möglich: Nur hier darf man nicht nebeneinanderfahren, weil zwei Radler dann nicht mehr überholt werden können und man andere behindert.

  41. 32.

    Wenn es zu eng wird, also der Platz fehlt, wird es aggressiver... Und "Erzieher" verschlimmern dann.
    Fahrradstraßen machen Sinn, wenn sie ausgelastet (!) sind... Smarte Fahrradstraßen, die auch Anderes zulassen, wenn "schlechtes Wetter" ist? Die Digitalisierung wird sich wohl doch durchsetzen.

  42. 31.

    Kennen, ja. Können und befolgen, nein. Daran ändert auch die Teilnahme an der Jugendverkehrsschule nichts. Die Kinder bekommen es ja Tag für Tag von ihren Eltern und anderen Kampfradlern vorgelebt.

  43. 30.

    Ich stimme ihnen völlig zu, Start die unterschiedlichen Gruppen von Verkehrsteilnehmern mit sinnvollen, übergeordneten Konzepten zu verbinden und zu schützen, betreibt man Symbolpolitik und baut Fronten auf. Es nervt einfach nur noch. Ich bin gebürtige Berlinerin und bin fassungslos, was mit dieser Stadt passiert

  44. 29.

    Genau das scheint der Knackpunkt zu sein . Wenn Radfahrende der Belag des Fahrradweges nicht gefällt, fahren sie auf der Straße. Bei den Autofahrern ist es zum Glück noch nicht ganz so weit. Sie bleiben meist bei den ihnen zugewiesenen Fahrwegen.

  45. 28.
    Antwort auf [Markus] vom 27.05.2022 um 08:15

    Witzig ;) den Fahrradführerschein machen alle Kinder in der 4. Klasse, mit echten Test-Bögen, Verkehrsschule und praktischer Prüfung. Die kennen und können die Regeln.

  46. 27.

    Schlechte Radwege, schmale Straßen? Tja, Pech gehabt. Absteigen und schieben würde ich sagen, wenn ich mir das Radfahren nicht zutraue. Täglich dieses Gejammere der Radfahrer die eh schon verhätschelt und gehypt werden in dieser Stadt.

  47. 26.

    Wenn sich jd. ein Stück weit in seinem Egoismus zurücknehmen würde, könnte das Zusammenleben viel entspannter sein.
    Wie bereits genannt, ist eine Fahrradstraße nicht ausschl. Radfahrenden vorbehalten. Wer dort wohnt, jmd. besucht, etwas zu erledigen/Termin hat, darf durchaus dort fahren. In der ca. 1km langen Stargarder Str. leben viele Menschen, die bestimmt auch oft besucht werden, gibt es Restaurants, Geschäfte, Arztpraxen. D.h. eine Frequentierung von Lieferanten, Kunden, Patienten, Besuchern die offenbar von den Radfahrenden und Entscheidern, die diese Straße angelegt haben, NICHT berücksichtigt wurden, ist vorprogrammiert. Es macht Sinn, ERST alle rechtl. Voraussetzungen zu schaffen, Alternat. für andere Verkehrsteilnehmer zu schaffen u. erst dann den Plan umzusetzen. Als i-Tüpfelchen gehören entsprechende Kontrollen dazu: z.B. Fahrzeug-/Geschwindigkeitskontrollen, wohnt der PKW-Fahrer wirklich dort? Mehr Kontrolle ist aus rechtl. Gründen jedoch nicht erlaubt.

  48. 25.
    Antwort auf [Markus] vom 27.05.2022 um 08:15

    Ich BIN Radfahrerin und kann Ihnen nur zustimmen! Es gibt Strecken, die ich mich kaum noch traue zu fahren, weil ein derartig aggressives Klima zwischen Radfahrern herrscht. Ich kenne auch schon einige Leute, die angefahren und schwer verletzt wurden. In Stockholm gibt es sehr viele Radfahrer/innen, die aber sehr diszipliniert fahren und immer Helm tragen. Es gibt sehr hohe Strafen bei Verstößen und viel Polizei in den Straßen.

  49. 24.

    was für ein richtiger und treffender Kommentar, der zu 100% die Realität beschreibt - Bravo

  50. 23.

    2/2
    Alle Autohasser sollten sich mal ein paar Monate um einen sehr alten Menschen kümmern, der nicht krank genug ist, um mit Krankentransport kutschiert zu werden, sondern das selber bewältigen soll. Da merkt man recht schnell, dass letzten Endes oft nur das Auto bleibt.

  51. 22.

    Es ist ein Klima der Intoleranz entstanden. Allein der Besitz und das Bewegen eines Autos ist für viele schon ein feindbild.ebenso ist für viele schon das Wort "Radfahrer" ein rotes Tuch. Schuld daran ist die grüne Politik, die, jedenfalls in den Bezirken, Fakten schaffen, ohne die Menschen wirklich ins Boot zu holen. Die Grünen sind zur dogmatischen Verbotspartei verkommen. Ich wohne in der Gegend um die Bergmannstraße, ich weiß, was hier läuft und wie hier gedacht wird. Fadenscheinige Bürgerbeteiligung von sogenannten Quartierbüros (Quartierentwicklung) sollen als Grundlage dienen, diesen Fahrradwahnsinn durchzusetzen. Andere Lebensformen neben dem Radfahrer werden nicht bedacht. Nebenbei zerstört man auch ästhetisch eine Straße, die viele Menschen einlud, entlangzuflanieren. Jetzt sieht es nach Schrottplatz aus und keinesfalls nach Straße diesen Stellenwertes. Als Eingeborenen kann ich mich nur abwenden von diesem Zugereisten grünen Möchtegern-Politikern.

  52. 21.

    Und alle beide Gruppen dürfen wohl Fußgänger gefährden. Denken Sie doch einmal das Gesamtsystem durch, oder bleiben Sie in Ihrer Wohnung auf dem Rad sitzen oder im Auto? Fußgänger müssten im Grunde überall Vorrang haben.

  53. 20.

    Das Konzept wie Sie es nennen kann nicht aufgehen, da immer nur an Gruppe von Verkehrsteilnehmern gedacht wird, entweder Auto- oder Radfahrer. Schauen Sie sich die Friedrichstraße an. Ursprünglich als Fußgängerzone, jetzt mit Radschnellweg und wer der kniffen, der Fußgänger. Die Verkehrsplanungen sollte auf die Bedürfnisse der ungeschützten Fußgänger zugeschnitten werden, angefangen bei Ampelschaltungen. Erst dann sollte man die anderen Gruppen berücksichtigen, dann wäre wohl Ruhe!

  54. 19.
    Antwort auf [Markus] vom 27.05.2022 um 08:15

    Ich habe als Fußgänger mehr Angst vor Fahrradfahrern, als vor Autofahrern. Zur Aufrechthaltung der Rechtsordnung wäre es zwingend erforderlich, wenigstens eine Kennzeichnung und eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorzuschreiben. Das würde auch autom. für mehr Disziplin sorgen.

  55. 18.

    Ich bin ÖPNV Nutzer. Und solange wie man Radfahrer sieht,die bei einer einzigen Fahrt fast gegen alle Verkehrsregeln verstoßen, muss sich die Fahradgemeinde nicht wundern das sie keiner leiden kann.
    Den Radfahrern wird durch die Politik gerade in Berlin suggeriert das sie alle Rechte haben nur keine Pflichten.
    Ich freu mich immer wenn ich meine Lieblingspolizisten die Fahradpolizei sehe. Dann können sich Radfahrer plötzlich an Regeln erinnern.

  56. 17.

    Aber man könnte das beobachten und auswerten, um sich beim künftigen Wegekonzept daran zu orientieren. Wenn sich ein dauerhafter und gut benutzter Trampelpfad bildet, ist deutlich etwas falsch am bestehenden Wegenetz. Wenn von Fahrrädern wegen Problemen beim Überqueren der Straße in großer Menge an einer Stelle die linke Fußgängerseite genutzt wird, sollte man vielleicht über einen Radweg mit 2 Spuren nachdenken. Wird alles nicht immer einfach zu realisieren sein, aber etwa weniger frontale Planung gegen die lokalen Gewohnheiten würde manche dieser Probleme entschärfen.

  57. 16.
    Antwort auf [Markus] vom 27.05.2022 um 08:15

    Ich wollte schon darauf hinweisen, dass Sie Satire in Ihren Beiträgen deutlich hervorheben sollten, aber durch den übertrieben albernen Vorschlag am Ende Ihres Kommentars ist dann ja doch noch deutlich geworden, dass Sie diesen wohl nicht ernst meinen können.

  58. 15.

    Laut StVO dürfen Radfahrende immer die Straße zum fahren nutzen. Einzige Ausnahme: Blaues Schild mit weißem Fahrrad. In diesen Fällen ist der Radweg dann meistens auch keine Offroad-Piste, wie sonst in Berlin. Will mal ihr Gesicht sehen, wenn sie mit dem Auto täglich in 100 Schlaglöcher fahren…

  59. 14.

    Berlin besteht nicht nur aus Innenstadt.
    Offenbar eine ähnliche Situation wie in der Stargader Straße gibt es am südlichsten Zipfel des Teltower Damms, zwischen Ecke Beeskowdamm und der Brücke rüber nach Teltow und zwar auf der Seite von Süd nach Nord. Da hat man mal (länger her) einfach einen Radweg auf die viel zu schmale Straße gepinselt und meint nun, damit sei allen gedient.
    Mit dem Rad kann man auf diesem "Radweg" unmöglich fahren, das ist Kamikaze. Aber auch der Sshlaglochbehaftete "Fußweg" auf derselben Seite ist äußerst schmal und hat man die Wahl, sich mit Fußgängern oder mit Autos zu drängeln.
    Die Fußgänger nehmen es erstaunlich gelassen hin,man wartet hal gegenseitig aufeinander, wo sich eine "Bucht" ergibt. Die ganze Situation dort ist eine Zumutung für alle.

  60. 13.

    Sie sind wohl der Meinung, dass ein Radfahrer nur ein Hindernis ist, den man aus dem Weg für freie Bürger räumen sollte. Aber auch Radfahrer sind gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer und es gibt nur wenige Radwege, die benutzungspflichtig sind. Abstand zu parkenden Autos muss mit ca 1m gehalten werden, um nicht eine Mitschuld bei einem dooring-Unfall zu bekommen. Sie müssen 1,5 Meter Abstand beim überholen einhalten aus Sicherheitsgründen. Rücksicht kennen Sie nur als Forderung an andere.

  61. 12.

    Ich kann dieses kategorische Denken über verschiedene Verkehrsteilnehmer:innen nicht mehr hören.
    Die Teilnahme am gesamten Verkehr - im Übrigen auch im ÖPNV - ist von einem dermaßen Egoismus geprägt, wie ich es in keinem anderen Land erlebt habe. Ich bin der Schnellste, ich habe alle Rechte. Diese Ellenbogen-Mentalität ist zum K…Rücksichtnahme, auf andere Verkehrsteilnehmer:innen achten, achtsam und multiperspektivisch unterwegs sein, scheint in unserer Stadt zweitrangig zu sein. Schade!

  62. 11.

    Der rbb sollte überlegen, ob er bei diesen Themen die Kommentarfunktion deaktiviert. Es nimmt immer mit denselben äh Argumenten denselben Verlauf. Es ist wahlweise zum gähnen oder aus der Haut fahren/radeln/gehen.

  63. 10.

    Auch wenn ich mit dem Radl fahr so muß ich leider feststellen das kaum eine Woche vergeht wo rbb24 nicht negativ über Autofahrer berichtet. Wie wäre es denn mal mit nem Bericht über die "Kampfradler" die täglich in Berlin unterwegs sind und anderen Verkehrsteilnehmern den Weg erschweren oder gefährden? Lassen sie doch mal Bus/Tram Fahrer zu Wort kommen, diese sind täglich unterwegs und können bestimmt einiges berichten.
    Das ewige gegeneinander Ausspielen ist zum k....n, manchmal frage ich mich ob das beabsichtigt ist.
    Zur Klarstellung: ich laufe, radl und wo es nötig ist fahr ich mit dem Auto, ich gehöre also allen Gruppen an und vermute mal da bin ich in großer Gesellschaft! Nice day

  64. 9.
    Antwort auf [Markus] vom 27.05.2022 um 08:15

    Lieber Markus, mal genau hinschaun, nicht alle Radler sind so unterwegs.
    Ich wäre dafür das beim Führerschein machen jede*r alles absolvieren muss und man Rücksicht übt, wie in den Niederlanden und alle Radfahrer einen Fahrrradführerschein bräuchten.

  65. 7.

    Mich nervt dieses Schubladendenken und diese selbstgefällige Sichtweise von allen unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern nur noch. Id... gibt es mit dem Auto, auf dem Fahhrad, nit dem Roller und zu Fuß. Maßnahmen oder gar ein flächendeckendes Verkehrskonzept werden am Egoismus aller Beteiligten scheitern.

  66. 6.

    Weil es eine Fahrradstraße ist und nur weil irgendwann, irgendwo ein Radfahrer sich nicht an die Regeln gehalten hat, dürfen jetzt Autofahrer, Radfahrer gefährden.

  67. 5.

    War ja klar dass sich hier sofort wieder die "Feinde des Radverkehrs" melden und mit pauschalen Anschuldigungen herumtrollen...
    Mit Aussagen wie "die Radfahrer" mal wieder alle in einen Topf werfen ist ja auch einfach.
    Zumal selbst viele "ausgewiesenen" Radwege auch in desaströsem Zustand sind. DAS WIRD NÄMLICH GENAUSO WENIG KONTROLLIERT!
    Wenn dann der Radfahrende notgedrungen auf die Straße ausweicht darf man ihn nach ihrer Aussage also ruhig bedrängen oder sogar umfahren. Bravo!

  68. 4.

    @Braun
    Weil Fahrradfahrer nicht autos überfahren, sondern eher ein fahrradfahrer durch unfall mit einem auto stirbt.
    Deshalb sollten die, die 150PS auf 2 tonnen transportieren aufpassen.

  69. 3.

    Vergeht eigentlich mal ein Tag ohne ein Anti-Auto-Artikel in den Berliner Medien?
    Das Konzept der Fahrradstraßen geht nur auf, wenn man nicht gleichzeitig die Umfahrungsmöglichkeiten ihrer Leistungsfähigkeit beraubt durch Wegfall von Fahrstreifen und Abschaffung grüner Wellen.

  70. 2.

    Fußgänger legen Trampelpfade auf Rasenflächen an, weil die Wege dadurch kürzer werden. Radfahrer nehmen den linken Gehweg, weil denen das Queren der Fahrbahn zu lange dauert und auch Autofahrer bevorzugen kurze Wege. Warum tun die das? Weil sie es können und niemand kontrolliert.

  71. 1.

    Warum sollten die Autofahrer Rücksicht auf die Radfahrer nehmen da die Radfahrer auch auf den ausgewiesenen Radwegen nicht fahren sondern auf den Autostraßen das wird auch nicht kontrolliert

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