Juwelendiebstahl in Dresden - Untersuchungshaft gegen siebten Tatverdächtigen erlassen

Mi 11.05.22 | 17:15 Uhr
Eine Besucherin schaut sich im Historischen Grünen Gewölbes im Residenzschloss um. (Quelle: dpa/Oliver Killig)
Bild: dpa/Oliver Killig

Gegen den siebten Tatverdächtigen im Fall des Juwelendiebstahls aus dem Grünen Gewölbe in Dresden hat ein Richter am Mittwoch Haftbefehl erlassen. Der Mann befinde sich in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Der 22-Jährige war am Dienstag am Rande des Prozesses zu dem Raub, der am Landgericht Dresden läuft, festgenommen worden - er saß als Zuschauer im Saal. Ermittler untersuchten das Auto und die Wohnung des Mannes in Berlin-Kreuzberg. Er soll das Grüne Gewölbe ausgekundschaftet haben.

Einer der sechs Angeklagten bricht Schweigen

Die Ermittler kamen dem 22-Jährigen unter anderem wegen der Aussage eines Angeklagten vom 29. März auf die Schliche, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Ein 28-jähriger Tatverdächtiger hatte damals zugegeben, sich an der Vorbereitung des Einbruchs vom 25. November 2019 in das Museum im Residenzschloss beteiligt zu haben. Die Namen der im Prozess Beschuldigten nannte er damals nicht, allerdings den des jetzt verhafteten Mannes.

In dem Prozess sind sechs junge Männer zwischen 23 und 28 Jahren angeklagt. Sie stammen aus einer bekannten arabischstämmigen Berliner Großfamilie. Sie sollen im November 2019 aus der Schatzkammer Schmuckstücke im Wert von über 113 Millionen Euro gestohlen und bei dem Einbruch Sachschäden in Höhe von über einer Million Euro verursacht haben.

Sendung: rbb24 Inforadio, 11.05.2022, 17:00 Uhr

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