Engpass in Berlin - Stadtmission sucht dringend Kleidung für Obdachlose

Mo 09.05.22 | 15:45 Uhr
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Archvibild: Eine Mitarbeiterin der Berliner Stadtmission verteilt Kleidung. (Quelle: dpa/C. Gateau)
Audio: rbb 88,8 | 09.05.2022 | Silke Mehring | Bild: dpa/C. Gateau

Die Berliner Stadtmission sucht dringend Turnschuhe, Männerschuhe und Kapuzenjacken für Obdachlose. Aber auch T-Shirts, Jeans- und Jogginghosen, Boxershorts und Socken ohne Löcher würden benötigt, teilte Sprecherin Barbara Breuer am Montag mit. Außerdem mangele es an gut erhaltenen Schlafsäcken und Isomatten.

Aktuell würden kaum noch Kleiderspenden für Männer bei der Berliner Stadtmission abgegeben. "Mit Beginn der warmen Jahreszeit rückt das Thema Obdachlosigkeit immer etwas in den Hintergrund", nannte sie einen Grund für den Rückgang der Spenden. Außerdem hätten viele Spendenwillige aktuell vor allem die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine im Blick. "Diese kommen teilweise aber auch zu uns in die Kleiderkammer", so Breuer.

Bedürftige Menschen können nicht versorgt werden

Die mehr als 100 bedürftigen Menschen, die die Kleiderkammer des evangelischen Vereins in der Lehrter Straße regelmäßig besuchen, könnten zurzeit nicht mit benötigter Kleidung versorgt werden.

Spenden können werktags von 8 bis 18 Uhr am Empfang der Berliner Stadtmission in der Lehrter Straße 68 kontaktlos abgegeben werden. Zudem stehen dort Container bereit. Auch im Textilhafen der Berliner Stadtmission in der Storkower Straße 139D sind montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr Spenden möglich.

Sendung: rbb 88,8, 09.05.2022, 15:30 Uhr

8 Kommentare

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  1. 8.

    Das größte Problem ist oft schlicht und einfach Platzmangel. Niemand hat endlose Lagerkapazitäten, und wenn gerade kein Platz ist, kann erst wieder angenommen werden, nachdem Dinge verteilt wurden.
    Zweites Problem: es gibt tendenziell mehr männliche Obdachlose, gespendet wird aber öfter Kleidung für Frauen und Kinder, davon fällt einfach mehr an.
    Drittes Problem: dass die Kleidung gut und tragbar ist, bedeutet nicht, dass sie sich für die Bedürfnisse Obdachloser eignet. Anzughosen und durchgeknöpfte Hemden zum Beispiel werden da nicht benötigt, auch an besonders großen oder kleinen Größen besteht wenig Bedarf.
    Sie sehen, die Sachlage ist schon ein wenig komplexer...

  2. 7.

    War zwar erst 2x mal da (seit Oktober 2021) aber weggeschickt wurde ich beide Male nicht.

    Ansonsten könnte man die Alternative auch aus dem Artikel nehmen: "Zudem stehen dort Container bereit."

    Ich dachte wir Berliner sind so kreativ?

  3. 6.

    Hätte ich wohl auch angemerkt. Das Thema Obdachlosigkeit habe ich seit langem als nicht mehr aktuell wahrgenommen. Zweierlei Maß?

  4. 5.

    Wie wäre es mit einer weiter über das Stadtgebiet gestreuten Aktion, z.B. am Wochenende am Rand div. Fußgängerzonen oder Einkaufsstraßen ? Ein LKW o.ä. fährt vor und lädt ein. Mit ein bisschen Werbung erreicht man bestimmt innerhalb von 1 oder 2 Wochen so viele Menschen, dass die Kammer wieder voll ist.
    Es macht sich einfach nicht jeder zu den ein oder zwei Orten in der Stadt auf..

  5. 4.

    Kann hier nicht beim DRK angefragt werden ?

  6. 3.

    Weil dies Ehrenamtliche tun, sie können ihnen bestimmt gerne helfen. Wenn sie dort nachfragen freuen sie sich bestimmt!!!

  7. 2.

    Wundere mich auch sehr. Wurde mehrmals mit guten Sachen weggeschickt... Und
    Nuuuu?????

  8. 1.

    Wie kann das sein??? Hatte mehrfach wirklich gute und absolut tragbare Kleidung für Ukraine Flüchtlinge abgegeben, war nicht mehr erwünscht, da zuviel. Nun fehlt wieder Kleidung? Warum wird das nicht umverteilt ?

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