Berlin-Steglitz - Brandsatz an Gebäude von russischer Nachrichtenagentur in Berlin entdeckt

Sa 07.05.22 | 19:24 Uhr
Symbolbild: Ein Einsatzfahrzeug der Polizei, Streifenwagen mit Blaulicht. (Quelle: picture alliance/Fotostand)
Audio: Fritz | 07.05.2022 | Philipp Boerger | Bild: picture alliance/Fotostand

Bei dem verdächtigen Gegenstand, der am Freitag im Gebäude der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti in Berlin-Steglitz gefunden worden ist, handelt es sich um einen Brandsatz. Dieser habe jedoch nicht gezündet, teilte die Polizei mit.

Im Gebäude der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti in Berlin-Steglitz ist ein Brandsatz gefunden worden. Das teilte die Polizei am Samstag mit; zunächst war nur von einem verdächtigen Gegenstand die Rede gewesen. Der Brandsatz habe jedoch nicht gezündet, erklärte eine Polizeisprecherin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Kriminaltechniker vernichteten demnach den Brandsatz, niemand wurde verletzt.

Ob es sich um einen Anschlag handelte, war nach Angaben der Sprecherin zunächst unklar. "In dem Haus sind auch noch Büros von anderen Firmen. Der Hintergrund ist noch nicht bekannt, die Ermittlungen laufen."

Am Samstagabend hieß es in einem Tweet der Polizei mit Blick auf den Fund: "Im Netz kursieren hierzu bereits Spekulationen. Bitte beteiligen Sie sich nicht daran!" Der Staatsschutz werte umfangreiche Spuren und Beweismaterial aus, vernehme Zeugen. "Vorverurteilungen leisten jetzt nur einem Konflikt, Ausgrenzung und Hass Vorschub", so die Polizei.

Polizei war wegen Flaschenwurf gerufen worden

Beamte hatten am Freitagnachmittag den Gegenstand in einem Lichtschacht des Gebäudes gefunden, in dem sich die russische Nachrichtenagentur befindet. Zunächst war die Polizei wegen eines Flaschenwurfs auf das Gebäude gerufen worden. Ria Nowosti selbst schrieb im Nachrichtendienst Telegram von einem mit Drähten umwickelten Kanister und dass es sich um das Wohnhaus von Korrespondenten handele.

Weitere Details, insbesondere ob es einen Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gebe, sind bisher nicht bekannt. Eine etwaige Tatmotivation und auch die konkrete Gefährdung sind Gegenstand der Ermittlungen des Staatsschutzes und der Generalstaatsanwaltschaft Berlin.

Sendung: Fritz, 07.05.2022, 13:30 Uhr

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