Bundesweiter Verdi-Warnstreik - Bis zu 1.000 Kita-Beschäftigte legen in Brandenburg Arbeit nieder

Mi 04.05.22 | 15:28 Uhr
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Bobbycars vor einer Kita (Quelle: dpa)
Audio: Antenne Brandenburg | 04.05.2022 | Astrid Westhoff | Bild: dpa

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat am Mittwoch Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen und in der Ganztagsbetreuung an Schulen zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen.

In Brandenburg haben sich laut Verdi zwischen 800 und 1.000 Erzieherinnen und Erzieher an dem Warnstreik beteiligt. Besonders in Hennigsdorf (Oberhavel) seien einige Kitas geschlossen geblieben, andere hätten nur einen Notbetrieb einhalten können, sagte der Sprecher des Verdi-Landesbezirks Berlin-Brandenburg, Andreas Splanemann, am Mittwochnachmittag dem rbb.

In Berlin dagegen werden die Beschäftigten nach einem anderen Tarifvertrag bezahlt, hier wird es deshalb keine Auswirkungen des bundesweiten Streiks geben.

Es geht um Tarifverhandlungen für bundesweit 330.000 Beschäftigte

In dieser Woche haben bereits am Montag Beschäftigte in der Sozialarbeit gestreikt, am Donnerstag sollen die Beschäftigten in der Behindertenhilfe folgen.

Hintergrund sind die Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 330.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst, die bislang ohne Ergebnis blieben. Verdi fordert eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Die dritte Verhandlungsrunde soll am 16. Mai in Potsdam beginnen.

Sendung: Inforadio, 04.05.2022, 07:40 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    Tja, da zu sind die Gewrkschaften da, um in Tarifverhandlungen für die Beschäftigten, der Teuerungsrate entsprechend, die Anpassung der Löhne zu verlangen, und auch bessere Arbeitsbedingen sind ein legitimes Anliegen, zumal wenn der Bereich Verbesserungen erfordert.
    Übrigens, Tarifverhandlungen gehören zu den Kernaufgaben jeder Gewerkschaft, laut Gesetz.

  2. 4.

    Hallo Mutter,
    kann es nicht sein, dass die Beschäftigten der Kitas gesehen haben, dass die Gewerkschaften in anderen Lebensbereichen höhere Gehälter durchsetzen konnten und sie jetzt auch ihre Chance sehen und auch gierig werden?

  3. 3.

    An was machen Sie es fest, dass die Bedingungen stimmen?

  4. 2.

    Die Löhne und Arbeitsbedingungen stimmen schon
    Aber manche Leute bekommen niemals genug, die Streiks wird es noch in 20 Jahren geben
    Raffgier gibt es überall, genauso wie bei der DB ( Weselsky )

  5. 1.

    Seitdem meine Tochter 1986 in die Kita ging, wird mindestens einmal im Jahr gestreikt. Was läuft da schief, dass seit mehr als 30 Jahren oder vermutlich noch länger die Löhne und Arbeitsbedingungen nicht stimmen?

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