Pannen beim Zensus - Statistikamt Berlin-Brandenburg versendet Fragebögen an Verstorbene

Fr 27.05.22 | 14:56 Uhr | Von Nico Hecht
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Die Seiten eines Anschreibens zum Zensus 2022 liegen auf einem Tisch (Quelle: dpa/Beate Schleep)
Video: rbb24 Abendschau | 27.05.2022 | Thomas Rostek | Bild: dpa/Beate Schleep

Seit gut zehn Tagen läuft die Volkszählung Zensus. Dabei haben die Statistikämter offenbar auch Fragebögen an Tote verschickt. Das ärgert etliche Hinterbliebene, die sich fragen, wie das passieren kann. Von Nico Hecht

Renate Berndt ist schon lange aus Berlin weggezogen, kümmert sich aber noch um das Elternhaus in der Hauptstadt. Dort fand sie nun letzte Woche einen Brief vom Zensus im Briefkasten. Der sei adressiert an ihren Vater, so wie schon beim letzten Zensus 2011. Allerdings ist Renate Berndts Vater schon 1995 verstorben. "Das berührt mich auch persönlich, das ist kein schönes Gefühl. Pietätlos ist das", sagt sie. Und der Ärger ist deutlich zu hören.

Statistikämter bestätigen Einzelfälle

Auch dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg sind solche Pannen bekannt. In einer Erklärung heißt es, das seien Einzelfälle "aufgrund nicht aktueller Registereinträge, zum Beispiel aus den Daten der Grundsteuerstellen oder der Ver- und Entsorger, oder weil die Person nach der letzten Aktualisierungslieferung verstorben ist. Auch bei der millionenfachen maschinellen Erstellung von Anschreiben im Zensus 2022 ist es in vereinzelten Fällen möglich, dass Informationen nicht korrekt verarbeitet werden oder Auskunftspflichtige mehrfach angeschrieben werden."

Beim Bundesamt für Statistik in Wiesbaden fügt der fachliche Zensus-Projektleiter Stefan Dittrich hinzu: "Darüber hinaus haben wir Daten der Liegenschaftskataster eingezogen. Also wenn man ein Haus gekauft hat, gibt es ja einen Eintrag ins Grundbuch."

Zensus-Ergebnisse dürfen ausschließlich für Statistiken benutzt werden

Die Zensusmitarbeiter schöpfen dabei also vor allem aus Registern, deren Ämter in einem Todesfall gar nicht von den Behörden informiert werden. Wenn dort die Namen Verstorbener gestrichen werden sollen, müssen das die Hinterbliebenen selbst veranlassen. Verpflichtet sind die Nachkommen, nur das Standesamt zu informieren. Das benachrichtigt vor allem die Erbschaftssteuerstellen der Finanzämter und die Testamentsregister.

Renate Berndt habe aber auch schon beim letzten Zensus den Mitarbeitern mitgeteilt, dass ihr Vater verstorben sei, sagt sie. Da ärgere es sie, dass auch diese Daten offenbar nicht genutzt werden. "Wozu füllt man diesen ganzen Kram eigentlich aus?", fragt sie. Sie habe kein Verständnis dafür, dass offenbar daraus nicht mal recherchiert werden könnte, dass ihr Vater nicht mehr der Eigentümer ihres Elternhauses sei, weil er ja verstorben sei.

"So soll es aber sein", sagt der fachliche Zensus-Projektleiter Dittrich. Seit einem Gerichtsurteil von 1987 dürfen die Zensus-Ergebnisse ausschließlich für Statistiken benutzt - und nicht mehr an die Verwaltungen weitergegeben werden. Die statistischen Befragungsergebnisse können also den politischen Entscheidern Hinweise geben, wie viele Häuser in Orten oder Ortsteilen stehen, welche Bauart oder welche Energieeffizienzklassen sie haben. Aber sie werden zum Schutz der Bürger nur anonymisiert verwendet.

Keine Angst vor angekündigten Zwangsgeldern

Sorge macht den Hinterbliebenen oft, dass in den Zensusschreiben eine Frist gesetzt wurde für die Beantwortung der Fragen, meist schon der 30. Mai. Dabei wird auch auf die Möglichkeit eines Zwangsgeldes hingewiesen, das fällig werde, wenn man die Antworten verweigere.

Doch wirklich Angst müsse davor niemand haben, sagt eine Sprecherin des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg auf Anfrage. Sie empfiehlt, schriftlich oder über die Telefonhotline mitzuteilen, dass die Angeschriebenen verstorben seien. Auch wenn das bis zur Frist nicht gelingt, droht nicht sofort ein Zwangsgeld: Zunächst kommt eine Erinnerung ins Haus mit einer neuen Frist. Bereits angeforderte Zwangsgelder würden fallen gelassen, wenn der Irrtum aufgeklärt würde.

Sendung: rbb24 Inforadio, 27.05.2022, 17:05 Uhr

Beitrag von Nico Hecht

44 Kommentare

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  1. 44.

    Ich glaube Einzelfälle sind das nicht. Ich habe 2018 meinen Mädchennamen angenommen und auch 2018 die Änderungen im Grundbuch vornehmen lassen. Die Zensusaufforderung kam noch mit altem Namen... bei meiner Freundin das gleiche

  2. 43.

    Das Chaos in den Statistikämtern ist typisch für den Berliner Senat.
    Da wunderts mich überhaupt nicht, dass Toten Aufforderungen zugesandt und Termine für die Beantwortung gesetzt werden unter Androhung von Strafe, wenn die Antwort nicht innerhalb der Frist zugesandt wird.
    Es ist an PEINLICHKEIT nicht zu überbieten.

  3. 42.

    Ich vermute, dass ein Großteil der Beschwerden nicht wären, wenn der Schlusstermin einen Monat später wäre. So schwebt die Ordnungsgelddrohung über allen, trotz aller anderen Versicherungen. Womöglich klappt gerade das, schließlich geht es ja ums Geld.

  4. 41.

    Ist ja unfassbar und sollte Kündigungen nach sich ziehen. Da ja schon 2011 festgestellt wurde das verstorben. Was mich noch Mal total entsetzt ist das dieser Mensch zwei Mal nacheinander gezogen wurde. Da stimmt doch hinten und vorne etwas nicht.

  5. 40.

    >“… und keine Vernetzung unter den Behörden stattfindet. Lächerlich die deutsche Bürokratie!“
    Ja ja.. da hat sich die Politik mit überreguliertem Datenschutz selber mehrere Beine gestellt. Schon vergessen: Wir Bürger müssen gegen das Weiterverbreiten unserer Daten geschützt werden! So kommts dann, dass kein Datenaustausch zwischen den Behörden stattfindet. Außer natürlich da, wo der Staat die €-Zeichen sieht… alles was mit Steuern zu tun hat.

  6. 39.

    Im Aug 21 beim Notar gewesen für einen Wohnungskauf, im Jan 22 im Grundbuch eingetragen. Im Nov 21 Adressummeldung erfolgt (da ich netterweise schon in die eigene Wohnung einziehen durfte), das Schreiben vom Amtgericht zur Kosteneinziehung im Jan 22 ging an die alte Adresse. Ist ja kein Wunder, dass so viele Fehler entstehen, wenn es schon an einer schnellen Aktualisierung scheitert und keine Vernetzung unter den Behörden stattfindet. Lächerlich die deutsche Bürokratie!

  7. 38.

    wir erhielten einen Brief in dem wir zu unserem Haus Auskunft geben sollten:
    Das Haus zu dem wir befragt werden sollten war nicht das aus unserer Adresse .... Wie der BB-Zensus es schafft aus dem Grundbucheintrag einmal die korrekte Anschrift und dann das falsche Haus zuzuordnen ist mir völlig unklar

  8. 37.

    Meine verstorbene Mutter hat auch so eine Aufforderung bekommen, für ein Grundstück in einem anderen Bundesland wo niemand wohnt und die Post behauptet, die Adresse gäbe es gar nicht. Das soll sie nun vom Grab aus im Internet ausfüllen.
    Weil sie da unten keinen Empfang hat, habe mich der Sache angenommen 2 x "nein" angekreuzt und fertig.

  9. 36.

    Laut dem Zensus habe ich zusammen mit meinem Sohn ein Grundstück in Marzahn. Dieses kennen wir bloß nicht. Ich muss mal hinfahren und es mir ansehen.

  10. 35.

    Typisch Berlin- BER-Wahlpanne-Zensuspanne usw.

  11. 34.

    ERRARE HUMANUM EST.
    Das ganze könnte vermieden werden, wenn wir alles der hochgelobten "Künstlichen Intelligenz" überlassen würden.
    Einziges Problem: Die würde auch wieder von Menschen programmiert werden.
    Wenn sich kein Gott oder Außerirdischer unser erbarmt, werden wir wohl weiterhin mit solchen Pannen leben müssen.

  12. 33.

    Köstlich war gestern Abend in der rbb24 Spätnachrichten (21.45 Uhr im TV) das Statement der Dame von der Behörde: "... bei den Unmengen von Anrufen war die Telefonleitung überfordert..."Na sicher hätte doch eben genau Diese damit rechnen können/müssen! Wenn die Behörden jemand anschreibt ist zumeist das Geburtsdatum bekannt Änderungen auch ein Blick genau darauf sollte doch wohl genügen...
    Nun ja,Deutsche Gründlichkeit... Kann man diese Behörde eigentlich wegen seelischer Grausamkeit verklagen?!

  13. 32.

    Da kann man mal sehen, wie wichtig der "Zensus" ist. Und wie großartig unsere Verwaltung arbeitet.

  14. 31.

    Das überrascht Sie offenbar genau so, wie mich.... Wir sind doch Organisationsweltmeister!! Oder habe ich da was falsch verstanden.....?

    Gruß
    Navan

  15. 30.

    "wahrscheinlich um Einzelfälle" - Suggestivfeststellung!
    Bis welcher Grenze ist denn Einzelfall definiert?
    Wenn ich kommunale Ver-/Entsorger nach Adressen frage, bekomme ich alle Adressen, die der 10-ährigen verpflichtenden Aufbewahrungsfrist unterliegen. Wenn ich vermeide, diese mit den Daten des Melderegisters abzugleichen, kommt genau was heraus?
    Nochmal zum mitlesen: Das Melderegister der Kommunen ist das einzige Register, welches die jederzeit aktuellen Daten jeglicher Personen im kommunalen Meldebezirk hat. Dazu gehören Alle Hin- und Wegzudaten sowie alle Abstammungsdaten.

    Holen Sie sich mal eine Auskunft nach Art 15 DSGVO von Ihrem Bürgeramt. Sie werden erschrecken!

  16. 29.

    Das ist Unsinn!
    Die Melderegister sind die best gepflegten in Deutschland. Hinweis: Jede Kommune muss verpflichtend an das jeweilige Landesregister melden, aus dem u.a. das statistische Landesamt seine Daten bezieht.

    Was hier passiert, ist eine falsche Plausibilitätsprüfung!
    Wenn ich jemanden im Grundbuch zu stehen habe, der im Melderegister als verstorben (oder gar nicht) geführt wird und den anschreibe ist das ein Fehler in der Konfiguration.
    Deutschland hat ein KEIN Datenschutzproblem, wie hier immer wieder dargestellt wird.
    Es fehlt allein an Praktikern die auch logisch denken und das in Ablaufpläne meißeln!

  17. 28.

    Fänden sie auch beruhigend, wenn nicht nur Fragebögn sondern auch die Rentn an Verstorbenen übewiesen würden, so wie beispielsweise in Griechenland geschehen?

  18. 27.

    Das stimmt leider nicht so. Nach dem Tode meines Ehemannes würde die Eintragung um Grundbuch geändert,alleiniger Grundstücksbesitzer bin seitdem ich, und trotzdem erhielt mein Mann den Brief. Traurig, aller Kummer wird wieder aufgewühlt, und dann muss man noch um Richtigstellung kämpfen

  19. 26.

    Ich bezweifle dass Sie überhaupt wissen wovon Sie reden. Sie schaffen es ja offensichtlich nicht den Artikelinhalt zu erfassen. Veraltete Daten können viele Ursachen haben. Bitte mal weniger Empörung und wenn man wirklich Interesse hat mal recherchieren. Hier ein paar Stichworte: Zensusgesetz, Lieferkonzept Zensus, Registermodernisierungsgesetz und Ähnliches

  20. 25.

    Aus eigener Erfahrung, Hauseigentümerin ist im Februar verstorben. Erbschein beantragt, dauert aber mehrere Monate. Ohne Erbschein kein neuer Grundbucheintrag möglich. Das Finanzamt war schnell mit der Aufforderung eventuell anfallende Erbschaftssteuern zu zahlen. Das gleiche Finanzamt hat wenige Tage später einen Brief mit der Aufforderung zur Zahlung der Voraussteuer an die Verstorbene geschickt. Alles wurde offiziell abgemeldet, aber natürlich sind die Erben Schuld. Ach die Hotline beim Zensus geht bis heute nicht und auf eine E Mail mit der Nachricht des Todes der Angeschriebenen wurde auch nicht reagiert. Aber Ihrer Ansicht nach sind die Erben an dem Schlamassel Schuld. Ja,ja.

  21. 24.

    Ich finde es beruhigend, die Überwachung scheint nicht total zu sein.

  22. 23.

    Das ist natürlich ärgerlich für die Angehörigen aber wahrscheinlich nicht ganz zu vermeiden.
    Was mich persönlich allerdings sehr ärgert ist, dass man knappe zwei Wochen Zeit bekommt. Wäre ok wenn man auch in zwei Wochen einen Termin beim Bürgeramt bekommen würde.
    Fordern aber selbst nicht liefern.

  23. 22.

    Aber der Datenschutz funktioniert -mit Sicherheit!!!

  24. 21.

    Dieses erneute Chaos wundert mich nicht, auch leider kein Einzelfall. Auch bei der Kontaktverfolgung von theoretisch potentiellen Kontaktpersonen der Coronainfizierten kam es vor. Eine Freundin von mir aus Berlin Hell. (vor mehr als 7 Jahren geschieden) sollte hierfür den Aufenthaltsort ihres ehemaligen Ehemanns offenlegen. Er war unter der heutigen Anschrift von ihr nie gemeldet. Nun ja und vor mehr als 5 Jahren ist er verstorben. Letzte aktuelle und dauerhaft gültige Anschrift: Friedhof...

  25. 20.

    Es sind vermutlich nur Einzelfälle in Berlin,wie bei den Wahlen,total unrelelevant! Fragt sich nur für wen und mit welchen Kosten später dann verbunden zur richtigen Aufarbeitung oder auch unbrauchbar und deshalb unsinnig.

  26. 19.

    Spannend - Die einen schimpfen über mangelhaften Datenschutz und einen überflüssigen Zensus, die anderen beschweren sich, weil bereits Verstorbene noch Post erhalten, was nur passiert, weil sich das Zensus-Projekt an den Datenschutz hält!

    Schön, dass diese Welt so bunt und unterschiedlich ist - sonst hätte man ja nichts, um sich zu streiten!

  27. 18.

    Nein, es wird nicht unbedingt der im Grundbuch stehende Eigentümer angeschrieben - ich habe als angeblicher Eigentümer ein Schreiben an ein EFH mit Nachsendeauftrag bekommen, war aber nie Eigentümer. Es ist so lächerlich - veraltete Daten aus dem Bestand der Deutschen Post werden wohl für zuverlässiger gehalten als Grundbucheinträge. Und das Grundstück selbst existiert erst seit 10 Jahren, der Eigentümer seit Beginn lebt auch noch.

  28. 17.

    Wie jetzt, eine Behörde leitet einen Zensus ein und ist nicht in der Lage diesen zu organisieren?

  29. 16.

    In dem Artikel wurde korrekt erklärt wie es zu solchen Anschreiben kommt. Es wird der im Grundbuch eingetragene Eigentümer angeschrieben. Wenn dieser verstorben ist müssen die Erben dafür sorgen dass der Eintrag aktualisiert wird. Geschieht dies nicht wird natürlich der Verstorbene angeschrieben.

  30. 15.

    Ist im Artikel doch erklärt, dass es sich wahrscheinlich um Einzelfälle handelt, aber einige Kommentatoren wissen es anscheinend besser. Es gibt Datenschutzbestimmungen, die einen Austausch der Daten nicht zulassen. Bitte dann eine Volksinitiative starten, die dies ändert. Das es in anderen Ländern besser läuft, bezweifle ich. Es ist tatsächlich so, dass in den Grundbüchern noch Verstorbene stehen. Dies liegt aber nicht am Grundbuchamt, sondern die Erben lassen dies aus den versch. Gründen so.

  31. 14.

    Es geht zwar nicht um den Zensus aber meine Tochter ist letztes Jahr umgezogen und vier Monate später hatte Sie eine Vorladung um als Zeugin vor Gericht auszusagen...diese Vorladung kam an ihre alte Adresse. Als sie bei Gericht war gab sie erneut ihre neue Adresse an und was war heute im Briefkasten bei mir....eine erneute Vorladung zur Zeugenaussage vor Gericht.
    Ich habe mir vorgetellt wie es geworden wäre wenn ich hier nicht mehr wohnen würde oder bereits verstorben wäre.

  32. 13.

    Wäre doch mal interessant, wie hoch der Anteil an fehlerhaften Kontaktanschriften wirklich ist. Meckern kann man schnell, aber bei rund 80 Mio Einwohner sind das wahrscheinlich verschwindend geringe Fehler, von denen man nicht von Vorsatz reden kann.
    Mangelnde Digitalisierung ist nicht immer das Problem, sondern mangelnde Vernetzung und das scheint ja aus datenschutzrechtlicher Sicht so gewünscht.
    Das mit dem gesunden Büroschlaf halte ich mal in den meisten Ämtern für ein Klischee. Wird aber so gern von Menschen außerhalb des öffentlichen Dienstes benutzt.

  33. 12.

    Zensus-Post für uns wurde an eine Adresse geschickt, bei der wir seit Januar letzten Jahres nicht wohnen. Zum Glück wurde uns die Post vom jetzigen Bewohner nachgesendet. Mit welchen Einwohnermeldeamts-Daten arbeiten die denn?

  34. 11.

    Ich glaube eher, dass unsere heilige Kuh, der Datenschutz, an den vielen Pannen schuld ist. Jede Behörde, und sei sie noch so klein und unwichtig, rafft Daten und bleibt auf ihnen hocken. Ja nichts weitergeben.

  35. 10.

    Sämtliche Daten, die erschnüffelt werden sollen, sind den Meldestellen/Finanzämtern/Krankenkassen etc. bekannt.
    Wozu wird soviel Geld für die überflüssige Schnüfflei ausgegeben?
    Niemand dürfte daran teilnehmen.

  36. 9.

    Auch mein Vater, 2016 verstorben bekam die Aufforderung Haus und Grundstück beim Zensus zu melden. Meine Mutter 96, versucht seit Zusendung des Briefes die Hotline anzurufen. Zu allen früh und Abendstunden, kein Erfolg! Wie soll sie ohne Internetzugang ihre Daten übermitteln? Hilfe von mir lehnt sie zurecht ab, sie ist schließlich noch selbständig.

  37. 8.

    Das selbige ist einem Bekannten von mir ebenfalls passiert. Er bekam Post des Zensus betreffend, aber an seinem Vater adressiert. NUR: Sein Vater starb im Oktober LETZTEN Jahres. Soviel dazu.

  38. 7.

    Einzelfall??? Ich lach mich kaputt. Mir ist ein Fall bekannt wo derjenige im August letzten Jahres umgezogen ist, sich ordnungsgemäß Umgemeldet hat und der Brief vom Zensus an die alte Anschrift gesendet wurde. Ist bestimmt auch nur ein Einzelfall.

  39. 6.

    Wegen Zeitüberschreitung wurden wir rausgeschmissen aus dem Programm. Ferner sind im Gebäudefragebogen keine Reihenhäuser aufgeführt.
    Nur Einfamilien- und Doppelhäuser. Was ist denn das für ein Schwachsinn. In Berlin klappen scheinbar nur die Türen. Fast deckungsgleich mit der skandslösen Berlin-und BT Wahl. Ein Armutszeugnis geht wirklich Richtung Bananenrepublik.

  40. 5.

    Es gibt Länder in Europa die sind uns mehr als 10 Jahre voraus. Da kann sowas garnicht passieren.

  41. 4.

    In Deutschland ist alles reglementiert, für alles müssen Anträge, Vorlagen, Nachweise erstellt und abgegeben werden, um auch nur eine Leistung/Dienstleistung in Bürgerämtern und Verwaltungen zu erhalten. Geburtsurkunde, Erbschein, Steuererklärung, Grundbucheintragungen, Meldung eines Umzugs und und und. Nichts geht ohne Bürokratie. Eigentlich sollte man deshalb davon ausgehen können, dass Meldedatenaten in den Ämtern korrekt erfasst und auch regelmäßig aktualisiert werden. Aber die Ämter/Behörden sind miteinander weder vernetzt noch kommen die Mitarbeiter dort offensichtlich den zu erbringenden Aufgaben zeitnah nach. Wie sonst ist es zu erklären, dass alle Jahre wieder solche "Pannen" passieren? Digitale Wüste Deutschland, so muss man es wohl leider immer wieder sagen. Aber wehe, der Bürger/die Bürgerin kommt irgendeiner Verpflichtung nicht nach, dann sind sie zur Stelle. Welchen Sinn hat der Zensus, wenn so etwas passieren kann? Ein Armutszeugnis...

  42. 3.

    Hierzu fällt mir nichts mehr ein daran kann man mal sehen wie schlampig in der Verwaltung gearbeitet wird. Der Büroschlaf soll ja der gesündesde sein. Vielleicht holt man sich die Ordnungsstrafe und die Auskünfte vom Verstorbenen vom Friedhof.

  43. 1.

    Das ist leider nichts besonderes, auch andere Bundesländer schaffen es mit 2 bis 8 Jahre veralteten Kontaktadressen die Zensusdaten abzufragen selbst wenn alle Behörden über die Änderungen bescheid wissen und "abkassiert" haben in Form von Verwaltungebühren, Erbschaftssteuer und ähnliches...

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