Friedrichshain-Kreuzberg - Bezirksbürgermeisterin Herrmann verteidigt geplante Verkehrsberuhigung

Mo 06.06.22 | 21:48 Uhr
Archiv: Mittwochs autofreie Spielstrasse Grimmstrasse in Berlin Kreuzberg. (Foto: picture alliance/Global Travel Images)
Video: rbb24 Abendschau | 06.06.2022 | Rainer Unruh | Gespräch mit Clara Herrmann | Bild: picture alliance/Global Travel Images

Die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg will den öffentlichen Raum neu aufteilen. Für Fußgänger, Kinder und Radfahrende soll es sicherer werden. Für Autos dagegen werden die Einschränkungen erheblich.

Die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Clara Herrmann, hat die geplante Verkehrsberuhigung des gesamten Bezirks verteidigt.

Es gehe um ein Gesamtkonzept, sagte die Grünen-Politikerin am Montag der rbb24 Abendschau. Die Mehrheit der Bewohner im Bezirk habe kein Auto, aber die Mehrheit der Flächen stehe dem Auto zur Verfügung. Das sei ungerecht und müsse umverteilt werden, damit es für Kinder und Radfahrende sicherer werde.

Es gehe auch nicht darum, es den Autofahrern schwer zu machen, betonte Herrmann, sondern darum, den öffentlichen Raum gerecht zu verteilen und mehr Aufenthaltsqualität zu bieten. Man habe die Klimakrise. Man müsse mit dem CO2 herunter. Die Stadt heize sich auf. Man brauche mehr grüne Oasen. Das setze man jetzt in Friedrichshain-Kreuzberg um.

Der Bezirk werde aber nicht komplett autofrei sein. Es werde weiter Lieferverkehr, Anwohner- und Behindertenplätze sowie Carsharing-Angebote geben.

Sendung: Abendschau, 06.06.2022, 19:30 Uhr

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