Statistik für 2021 - Bevölkerungszahlen in Berlin und Brandenburg steigen wieder

Di 21.06.22 | 15:03 Uhr
  22
Archiv: Figuren von Menschen in verschiedenem Alter sind auf dem Gebäude des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Sport in Berlin in der Glinkastraße aufgeklebt. (Foto: Jens Kalaene/dpa)
Bild: Jens Kalaene/dpa

Die ungewöhnliche Delle ist wieder verschwunden: Nach dem Minus im Jahr 2020 sind im vergangenen Jahr wieder mehr Menschen nach Berlin gezogen als die Stadt verlassen haben. Auch in Brandenburg zeigt der Trend ganz leicht nach oben.

Die Zahl der Einwohner in Berlin und Brandenburg ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2020 gestiegen. Zum Jahresende 2021 lebten in der Bundeshauptstadt etwa 13.400 Menschen mehr als ein Jahr vorher - insgesamt rund 3,68 Millionen Menschen. In Brandenburg gab es ein Plus von etwa 6.800 Einwohnerinnen und Einwohnern, insgesamt lebten im Bundesland rund 2,54 Millionen Menschen, wie das Statistische Bundesamt am Montag mittelte.

Damit verzeichnete Berlin ein Plus von 0,4 Prozent und hatte in Deutschland gemeinsam mit Schleswig-Holstein die höchsten Zuwächse. In absoluten Zahlen hingegen stieg die Bevölkerungsanzahl in Bayern am stärksten.

Berlin und Brandenburg im Plus

2020 hatte Berlin erstmals seit 20 Jahren in der Bilanz der Weg- und Zuzüge mehr Einwohner verloren als hinzugewonnen. Zwar waren laut Amt für Statistik knapp 143.000 Menschen in die Hauptstadt gezogen, fast 150.000 hatten sie jedoch verlassen. Die Gesamtbevölkerung war im Vergleich zu 2019 um 5.400 Menschen geschrumpft.

Vor rund einem Jahr hatten Statistiker in einer Prognose für Brandenburg bis zum Jahr 2030 ein Plus bei den Einwohnerzahlen prognostiziert - trotz eines weiteren Rückgangs bei den Geburten und einer deutlich wachsenden Zahl von Sterbefällen. Im Vergleich zu 2019 sei mit einem Zuwachs von etwa 17.000 auf rund 2,54 Millionen Bürger zu rechnen, hieß es damals bei der Vorstellung der Bevölkerungsprognose. Grund dafür sei ein erwarteter Zuzug von rund 230.000 Menschen, insbesondere aus Berlin, aber auch aus anderen Bundesländern.

Auch in Deutschland insgesamt wuchs die Bevölkerung 2021 wieder leicht an - vor allem durch Zuwanderung. Zum Jahresende lebten gut 83,2 Millionen Menschen in Deutschland und damit 0,1 Prozent oder 82.000 mehr als zum Vorjahresende.

 

Sendung. rbb24 Inforadio, 21.06.2022, 18 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 21.06.2022 um 17:56 Uhr geschlossen. Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt.

 

22 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 22.

    Wo ist nochmal die Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot am größten?
    Wenn man seinen Wahrnehmungsfilter nur auf Misserfolge einstellt, sieht man das andere natürlich nicht.
    Im übrigen die genannten Misserfolge haben bis auf den Standort wenig mit Brandenburg zu tun. Ursachen für die Pleiten der Solarbranche als auch von Cargolifter lagen wohl kaum an brandenburgischen Fehlern.
    Läuft nicht perfekt aber gar nicht so schlecht in BB, wenn man mal etwas genauer und intensiver guckt.

  2. 21.

    Ja, wo findet Wachstum und Schrumpfung statt ??? Wo sind Regionen dünn-bzw. dichtbesiedelt ? Wäre alles wichtig für Wohnungsbau und Infrastruktur. Welche Kreise, Städte und Stadtbezirke, wachsen oder schrumpfen ???

  3. 20.

    Die Verschwendung von Steuergeldern in Milliardenhöhe, wird sehr oft, von Brandenburg, Berlin und der Bundesrepublik, doch gemeinsam getragen. Der BER mit seinen Milliarden Kosten, ist und war eine Gemeinschaftsaufgabe, die Struktur-Milliarden für die Lausitz sind eine Gemeinschaftsaufgabe, künstliche Seen und Kanäle in Südbrandenburg benötigen Wasser der Spree und Geld, auch aus Berlin, usw. Bei Geldverschwendung sind sehr oft, beide Länder, weit vorn dabei. Und Berlin selbst : verlagert doch seit Jahrzehnten, alles von West nach Ost-meinen Sie, das kostet kein Geld ???

  4. 19.

    Mal sehen, ob es eine Lernkurve bei den Beteiligten gibt - also ich freue mich auf ein Volksbegehren von einer der beiden Seiten:
    Wird in einem zusammenhängenden, abgegrenzten Siedlungs- und Wirtschaftsraum, dessen Teile in mehreren Ländern liegen und der mindestens eine Million Einwohner hat, von einem Zehntel der in ihm zum Bundestag Wahlberechtigten durch Volksbegehren gefordert, daß für diesen Raum eine einheitliche Landeszugehörigkeit herbeigeführt werde, so ist durch Bundesgesetz innerhalb von zwei Jahren entweder zu bestimmen, ob die Landeszugehörigkeit gemäß Absatz 2 geändert wird, oder daß in den betroffenen Ländern eine Volksbefragung stattfindet.

    Dann hat es ein Ende, dass die Brandenburger immer nur von Berlin fordern, z.B. Nahverkehr, aber nichts dafür leisten (Steuern und Abgaben) wollen. Es wird Zeit, dieses Rosinenpicken zukünftig zu beenden oder sind die Menschen der Region etwa weniger clever als die Baden-Württemberger?

  5. 18.

    Und in Berlin läuft alles wie geschmiert? Das wüste ich aber! Im übrigen waren es damals die Berliner, die eine Fussion wollten. Gescheitert ist sie an den Brandenburgern. So viel zum Thema "Wer will mit Wem".

  6. 17.

    Häh, aber Fusion findet doch jedes Jahr statt! Außer mal wegen Corona nicht. Aber ist immer wieder saugeil. Bist wohl zu alt für fun und gute Laune.

  7. 16.

    Prima. Die Makler reiben sich schon die Hände, ob der weiter zu erwartenden Hochpreise und Profite zwecks Angebotsmangel.

  8. 15.

    Statt immer nur auf Wachstumszahlen der Bevölkerung zu schauen, wären mir persönlich, andere Dinge viel wichtiger : funktionierender und schneller ÖPNV, saubere und gepflegte Parkanlagen, Klimaschutz durch Temperaturabsenkung der Umgebung(Aufforsten, Waldumbau, Alleen, Bäume an Radwegen, etc.),moderne Arbeitsplätze,saubere Hausfassaden und vieles mehr. Volle Straßen und Bahnen,überteuerte Mieten, ein veralteter BER, bedeuten noch lange, keine gute Lebensqualität.

  9. 14.

    ... und das nachvollziehbar und zu Recht! Es reicht, wenn die (ebenso oftmals zugezogenen) Politiker Berlin runter wirtschaften. Während Brandenburg einen Aufschwung erwarten lässt. Warum sollte Brandenburg der Tropf für Berlin sein wollen? Das sind bereits Ba/Wü, Bayern usw und Bund insgesamt.

  10. 13.

    Schade, dass der RBB anders als im vergangenen nicht darauf eingeht, in welchen Teilen Brandenburg die Bevölkerung zugenommen hat und welche Regionen weiterhin Einwohnen verlieren. Dabei ging die Bevölkerungsvorausberechnung davon aus, dass schon in der weiteren Metropolregion die Einwohnerzahl schrumpfen wird.

  11. 12.
    Antwort auf [Beaboe] vom 21.06.2022 um 14:14

    So sieht es aus. Und der vermehrte Zuzug nach Brandenburg erklärt sich hauptsächlich damit, dass die Berliner ihre Stadt deshalb dorthin (vorrangig Speckgürtel) verlassen.

  12. 11.

    Nee , ich will keine Fusion , wollte ich schon 1996 nicht !

  13. 10.

    " Welches normale Bundesland will den mit Berlin eine Fusion eingehen? Diese Pleite Stadt mit seinen unsäglichen Gängelungen und Vorschriften?"

    Nunja, umgekehrt wird ein Schuh daraus. Wer willl schon mit dem rückständigen Bundesland Brandenburg eine Fusion eingehen wo eine desaströse Pleite die andere jagt?

    Cargolifter, First Solar, Communicant AG, Conergy ... die Liste lässt sich noch verlängern. Alles was die Brandenburger abfassen geht in die Hose, so von wegen "Pleite Stadt".

  14. 9.

    Berlin-Brandenburg ist eine Metropolregion, mit 2 Ländern. So sollte es auch bleiben. Wichtige Sachen, wie Verkehr, Bau, Wirtschaft,... sind geregelt bzw. können auch durch 2 Landesregierungen geregelt werden. Es sind eher die Menschen in Brandenburg und nicht die Politik, die weiterhin 2 Länder haben wollen.

  15. 8.

    Dies ist doch ein Anlass auf die vielen "könnte-Artikel" genauer einzugehen, was daraus geworden ist: z.B. Eberswalde, Wildau usw? Rein zahlenmäßig bietet sich ein Zusammenschluss mit einem dritten BL an. Sonst gibt es zuviel Regierungen für zuwenig Menschen.

  16. 7.

    Nee nee nee, die Fusion wurde glücklicherweise im Mai 1996 von den Bürgern abgelehnt und heute haben weder Politiker noch Bürger daran Interesse etwas zu ändern.
    Zusammenarbeit ist wichtig aber das reicht auch völlig aus.
    Sollen die Leute ruhig nach Berlin ziehen, es ziehen auch Berliner nach Brandenburg!

  17. 6.

    Die Metropolregion " Berlin - Brandenburg" gibt es seit 2010, zumimdest auf dem Papier.

  18. 5.

    Nein, es scheitert am Wählerwillen. Hatten wir alles schon mal und wurde mit großer Mehrheit abgeschmettert. Welches normale Bundesland will den mit Berlin eine Fusion eingehen? Diese Pleite Stadt mit seinen unsäglichen Gängelungen und Vorschriften?

  19. 4.

    Berlin und Brandenburg haben zusammen sogar 6,2 Millionen Einwohner- Tendenz steigend- Berlin und direktes Umland ca. 4,7 Millionen Einwohner.

  20. 3.

    Ich denk mal eher an den Einwohnern der Länder. Denn eine Fusion kann nur per Volksabstimmung stattfinden. Was die Politik darüber denkt ist dabei völlig egal. Eine Zusammenarbeit beider Länder ja, eine Fusion ein klares nein! Es geht auch ohne!

Nächster Artikel