Weitere Aktion der "Letzten Generation" - Sitzblockade auf Kreuzung in Berlin-Friedrichshain führt zu langen Staus

Do 23.06.22 | 12:28 Uhr
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Klimaschutz-Demonstranten der Gruppe "Letzte Generation" blockieren die Kreuzung am Frankfurter Tor. (Quelle: dpa/P.Zinken)
Video: rbb24 | 23.06.2022 | Bild: dpa/P.Zinken

Seit Anfang der Woche sind die Klimaschutz-Demonstranten der "Letzten Generation" wieder verstärkt in Berlin unterwegs. Am Donnerstag blockierten sie nicht nur Autobahn-Auffahrten, sondern große Teile der östlichen Innenstadt.

Klimaschutz-Demonstranten haben am Donnerstagmorgen in Berlin mit einer Sitzblockade eine Kreuzung am Frankfurter Tor lahm gelegt und kilometerlange Staus ausgelöst. An der Aktion in Berlin-Friedrichshain beteiligten sich etwa 65 Menschen, wie eine Polizeisprecherin dem rbb sagte. 45 von ihnen hätten sich auf der Fahrbahn festgeklebt. Sie mussten von den Einsatzkräften von der Fahrbahn gelöst werden.

Die Polizei war schnell vor Ort, konnte die Aktion allerdings nicht verhindern. Die Autofahrer reagierten teils genervt und mit lautem Hupen.

An der Kreuzung treffen Frankfurter Allee, Karl-Marx-Allee, Warschauer Straße und Petersburger Straße aufeinander. Ein Großteil des Autoverkehrs aus den östlichen Stadtteilen fährt morgens über diese Kreuzung Richtung Innenstadt. Die Straßenbahnen konnten weiter fahren.

Auch Kreuzung an der Warschauer Straße besetzt

Nach Angaben der Polizeisprecherin besetzten fünf weitere Aktivisten außerdem die Kreuzung Warschauer Ecke Revaler Straße. Die Polizei habe die Identität aller Beteiligten aufgenommen. Über mögliche Strafanzeigen gegen die Aktivisten konnte die Sprecherin zunächst keine Auskunft geben.

Die Klimaschutz-Initiative "Letzte Generation" hatte schon in den vergangenen Monaten vor allem Autobahnausfahrten und Straßen in Berlin und anderen Städten blockiert. Für diese Woche hatte sie zu einer zentralen Aktionswoche in Berlin aufgerufen.

Am Montag und Dienstag blockierten die Aktivisten wieder Autobahnen, am Mittwoch beschmierten sie eine Wand des Bundeskanzleramtes mit schwarzer Farbe.

Dutzende Demonstranten wurden in den vergangenen Tagen von der Polizei vorläufig festgenommen und wieder freigelassen. Die Initiative fordert mehr Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung und verlangt eine Erklärung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), dass es keine neuen Ölbohrungen in der Nordsee geben wird.

Sendung: rbb24, 23.06.2022, 13 Uhr

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97 Kommentare

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  1. 97.

    Zynischer gehts nicht. Hoffentlich passiert Ihnen nicht mal so was. Es gab schon Aufnahmen, auf denen RTW in 2.oder 3.Reihe standen. Wenden ist ja nicht möglich und würde auch nichts bringen. Muss denn wirklich erst etwas passieren? Ich bin auf den RTW angewiesen und habe ehrlich gesagt Angst, dass mir das mal zustösst. Gegen einen üblichen Stau kann man nichts machen, aber mutwillig herbeigeführte?

  2. 96.

    Wahrscheinlich fahren Sie nicht im Berufsverkehr oder?
    Der findet natürlich nicht - wie Sie süffisant bemerkt haben - um 5.00 Uhr statt.

  3. 94.

    "Statt den Weg frei zu machen, sieht die Polizei tatenlos zu. Meine Frau ist schwer krank und wurde schon zweimal mit dem RTW abgeholt."

    Nennen sie uns ein Beispiel wo ein RTW blockiert wurde! Also von den Aktivisten, nicht von anderen Autofahrern, das passiert hunderte Male am Tag.

    "Wenn der RTW nicht durchkommt, wird sie sterben. Wenn sie stirbt werden andere auch st.... "

    Und wieder einmal muß man sich wundern was hier so alles freigeschaltet wird. Ich lese hier eine Ankündigung einer schweren Straftat ( §126 StGB). Zumal das immer wieder die gleichen Personen sind.

  4. 93.

    Wollen Sie nicht lieber diejenigen "bewundern", die statt rumsitzen und philosophieren um "zu blenden", etwas leisten? Z.B. an alternativen Kraftstoffen arbeiten?

  5. 92.

    Das stimmt doch überhaupt garnicht !!! Wo gibt es um 5.00 Uhr Stau ??? Oder um 19.00 Uhr ??? Na ?

  6. 91.

    Moin moin, mein Text um 16:35 Uhr war eine Antwort auf "George"
    Bitte erst alles richtg lesen bevor sie versuchen mir eine Meinung aufzudrücken.
    Ich habe mich noch nie positiv zu solchen Aktionen geäußert.
    Das Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut in unserer Gesellschaft aber die Blockade auf Straßen halte ich für falsch.
    Außerdem sind diesen Maßnahmen sinnlos da sich der Staat nicht erpressen lassen kann.
    Nice day

  7. 90.

    Wenn Sie diese Aktionen gut finden ich nicht für mich hat dieses nicht mit friedliches demonstrieren zu tun. Es ist Störung des Öffentlichen Lebens und Öffentlichen Straßenverkehr.

  8. 89.

    Statt den Weg frei zu machen, sieht die Polizei tatenlos zu. Meine Frau ist schwer krank und wurde schon zweimal mit dem RTW abgeholt. Wenn der RTW nicht durchkommt, wird sie sterben. Wenn sie stirbt werden andere auch st....
    12:30/13:05/13:35/14:30/19:40/07:18

  9. 88.

    Die Idee unterstütze 8ch,das Auto fahren ist nicht verboten, nur der Raum wird neu aufgeteilt zu Gunsten eines anderen individually Verkehrsmittel. Ich selber würde nie Öffis fahren. Alleine dieser überfüllten stinkenden Bahnen und dann hakbstarke mit dunklen Haaren welche als Gesellschaft nur ihre Familie akzeptieren auf der Suche nach Stress sind. Da ist Fahrrad genau die Lösung, man hat einfach seine Ruhe

  10. 87.

    Ist mal interessant wie lange die Politiker dieses Spielchen noch mitmachen und sich an der Nase herumführen lassen.

  11. 86.

    Dann fahren Sie nur nachts oder?
    Anders kann ich mir Ihre Aussage nicht erklären, denn tagsüber gibt's immer Stau.

  12. 85.

    Ich finde das Anliegen dieser Leute richtig und wichtig und ich bewundere den Mut mit dem sie sich dem Zorn ihrer Mitmenschen aussetzen. Aber darin liegt auch das Problem:
    Klimaschutz wird man niemals gegen die Bevölkerung durchsetzen können. Nur duch Überzeugung derselben. Die Aktivisten haben mit ihren Blockaden vor allem erreicht zehntausende ihre Mitmenschen so richtig sauer zu machen. Was wird dadurch für ein Signal gesendet? Das Klimaschutz offenbar etwas mit Zwang zu tun hat und Nerven, Zeit, Geld und Lebensqualität kostet?!
    Danke dafür, ihr habt der Sache echt weitergeholfen

  13. 84.

    Ich wohne in einem Außenstadtbezirk und nu? Ihre Ausreden werden immer dünner.

  14. 83.

    Schön für Sie.

    Letztlich muss jeder selbst entscheiden, welches Verkehrsmittel er nutzt.

    Komisch ist nur, dass viele Bürger das Begehen von Straftaten für gut befunden und Straftäter bei der Begehung von Straftaten unterstützen.

    Das diese Straftäter keine RTW blockieren ist falsch.

  15. 81.

    Nur weil Sie kein Auto brauchen?

    Sie finden also das Begehen von Straftaten gut?

  16. 80.

    Straftaten zu begehen ist für Sie also okay? Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Nötigung und Sachbeschädigung sind für Sie normal?

    Der Staat darf sich durch Straftäter nicht erpressen lassen.

    Wenn die Fahrbahn blockiert wird, kommen auch RTW und FW nicht durch.

    Ich wäre neulich so einem Straftäter fast über die Hand gefahren. Der Straftäter beschädigte mein Auto.

  17. 79.

    Ich fahr mit Fahrrad 2x 15 km täglich. Bin kein Kampfradler und beachte weitestgehend die StVO. Bin genauso schnell wie ÖPNV und nur wenig langsamer als ein Kollege mit Auto der in meiner Nähe wohnt. Das Auto nehme ich eher sehr selten. Also von mir aus dürft ihr (Aktivisten) weitermachen. Zumal ich immer wieder lese (auch von behördlicher Seite) das RTW und FW nicht(!) blockiert werden.

  18. 78.

    Also der Außenbezirk Köpenick meldet „Alles ok mit den Öffis“ , hier haben wir nur Probleme mit dem Feierabendverkehr auf den Zubringerstraßen, also Autos, und den Kampf- und/oder Möchtegernradlern in den Wäldern.

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