Zusammenhang mit Encrochat-Dateien - Berliner Polizei nimmt fünf mutmaßliche Drogendealer fest

Do 16.06.22 | 11:13 Uhr
Vermummte Polizisten führen einen Mann ab. (Quelle: dpa/P.Zinken)
Bild: dpa/P.Zinken

Das Zoll und das Landeskriminalamt haben in Berlin fünf mutmaßliche Drogendealer verhaftet.

Wie der Zoll am Donnerstag mitteilte, wurden dazu am Mittwoch 21 Wohnungen in Berlin und eine in Magdeburg durchsucht. Die Männer im Alter zwischen 24 und 51 Jahren sollen allein zwischen März und Juni 2020 mit 130 Kilogramm Crystal Meth, zehn Kilogramm Marihuana und weiteren Drogen wie Kokain und Amphetamin gehandelt haben.

Laut Polizei waren an dem Einsatz am Mittwoch mehr als 250 Beamte beteiligt.

Auch Waffen sichergestellt

Im Rahmen des Einsatzes konnten alle fünf Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Berlin vollstreckt werden. Außerdem wurden bei den Durchsuchungen knapp zwei Kilo Marihuana und Haschisch, drei scharfe Faustfeuerwaffen mit Munition, diverse Aufzeichnungen und Datenträger sowie 60.000 Euro und diverse Luxusuhren sichergestellt. Auf die Spur der mutmaßlichen Drogendealer waren die Ermittler durch Ermittlungen im Zusammenhang mit Enrochat-Dateien gekommen.

Encrochat war ein Messenger-Dienst, der als sicher galt und vor allem von Kriminellen genutzt wurde. Polizeibehörden aus Frankreich und den Niederlanden war es allerdings gelungen, die Chats zu entschlüsseln. Daraus entstand eine Vielzahl von Ermittlungsverfahren in ganz Europa. Allein die Polizei Berlin bearbeitete im vergangenen Jahr über 700 Encrochat-Verfahren.

Sendung: rbb24 Abendschau, 16.06.22, 19:30 Uhr

Nächster Artikel