Erneut Proteste angekündigt - Berliner Staatsanwaltschaft beschäftigen 65 Verfahren gegen Klimaaktivisten

Do 16.06.22 | 08:03 Uhr
Klimaaktivist bei einer Straßenblockade der letzten Generation. (Quelle: imago/aal.photo)
Audio: Fritz | 16.06.2022 | Anja Haufe | Bild: imago/aal.photo

Bei Protestaktionen von Klimaaktivisten sind bislang 65 Verfahren bei der Berliner Staatsanwaltschaft eingegangen. Das teilte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Bei der Polizei gebe es zudem insgesamt eine "mittlere dreistellige Zahl an Verfahren".

Bei den Tatvorwürfen handelt es sich nach Angaben des Sprechers in der Regel um Nötigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. In einigen wenigen Fällen gehe es auch um den Vorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Nach einer längeren Pause hat die Gruppe "Letzte Generation" für Mitte Juni neue Aktionen in Berlin angekündigt. Start soll demnach am Samstag sein.

14 Straftaten in Brandenburg

Die Initiative hatte im Januar und Februar in Berlin nach Polizeiangaben 45 Mal Autobahnabfahrten mit sitzenden und angeklebten Demonstranten blockiert.

Im benachbarten Brandenburg wurden nach Angaben der Polizei von Klimaaktivisten der Gruppe "Letzte Generation" seit September vergangenen Jahres insgesamt 14 Straftaten verübt. Dazu zählten unangemeldete Demonstrationen am Flughafen BER und vor der Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide, wie das Innenministerium auf Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag mitteilte.

Sendung: Fritz, 16.06.22, 09:30 Uhr

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