Zahlen für 2021 - Berliner Zuzug lässt Brandenburger Bevölkerung weiter wachsen

Mo 27.06.22 | 16:15 Uhr
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Menschen sitzen auf einem Kahn, der über einen Kanal fährt
Bild: picture alliance / ZB | Patrick Pleul

Die Einwohnerzahl in Brandenburg ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Das hat das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mitgeteilt. 2,54 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner zählten die Statistiker im vergangenen Jahr. Das waren knapp 0,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahlen stiegen demnach das achte Mal in Folge.

Vor allem bei den direkten Nachbarn erfreut sich Brandenburg demnach großer Beliebtheit. 18.479 neue Einwohner seien 2021 aus der Hauptstadt in die Mark gezogen. "Der Sog aus Berlin in den Speckgürtel und andere gut erreichbare Gebiete in Brandenburg ist nach wie vor groß", sagte die Referentin für Bevölkerungsstatistik, Theresa Markhoff, der Deutschen Presse-Agentur.

Brandenburg wächst durch Zuzug - Berlin durch Geburten

Auch für Berlin errechneten die Statistiker im vergangenen Jahr einen leichten Zuwachs in der Bevölkerungszahl. 3,68 Millionen Menschen lebten demnach 2021 in Berlin - 0,2 Prozent mehr als noch 2020.

Während in Brandenburg das Wachstum vor allem durch Zuzüge erreicht wurde, war das Wachstum in Berlin ein so genanntes natürliches. Die Anzahl der Geburten habe laut Amt für Bevölkerungsstatistik über der Zahl der Sterbefälle gelegen (+475). In Brandenburg starben im selben Zeitraum deutlich mehr Menschen als Babys geboren wurden. 37.400 Sterbefälle standen demnach 19.000 Geburten gegenüber.

Auch das Durchschnittsalter haben die Statistiker berechnet. Demnach seien die Berlinerinnen und Berliner mit 42,6 Jahren im Schnitt deutlich jünger als ihre Nachbarn in Brandenburg. Hier lag das durchschnittliche Alter 2021 bei 47,3 Jahren. Deutschlandweit lag es im selben Zeitraum bei 44,7 Jahren.

Sendung: rbb24 Brandenburg aktuell, 27.06.2022, 19:30 Uhr

28 Kommentare

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  1. 28.

    Nicht nur FF hat doch Einwohner verloren, selbst Cottbus hat keine 99000 Einwohner mehr, trotz umfangreicher Strukturhilfen. Ist ein Problem nicht nur im Osten von Berlin, sondern auch im äußersten Süden, Westen, Norden von Brandenburg !!!

  2. 27.

    Ja das ist sicher ein Fakt liegt aber nicht an den Frankfurtern weder den Bürgern noch der Verwaltung.
    So dürfte das auch in den anderen Randgebieten sein.
    Da sollten die Nachbarn, insbesondere Berliner Nachbarn solche Behauptungen mit Argumenten hinterlegen und nicht einfach die fremdenfeindliche oder innovationsfeindliche Keule schwingen. Der Bevölkerungsschwund hat andere Gründe.
    Halb Berlin kommt ja regelmässig hier durch, um uns deren Autos zu zeigen und billig Zigaretten und Kraftstoff zu kaufen. Wenn wir so fremdenfeindlich wären, würden sicher Tomaten oder Kartoffeln fliegen, für die Verpestung unserer Luft.
    Ich kann gut mit der Situation leben, zumal wir bei vielen Problemen mit dem Bevölkerungszuwachs in Berlin und Umland noch recht entspannt zugucken können. Scheint nicht zwingend ein Vorteil zu sein, wenn man so die Diskussionen über Wohnraum und Bauland mitverfolgt.

  3. 26.

    Alle Randregionen haben doch wieder an Einwohnern verloren, nicht nur FF : PR, UM, SPN, CB, OSL, EE. Das Brandenburg an der Havel, hunderte Einwohner dazugewonnen hat, liegt an der hohen Bautätigkeit und die Stadtfläche ist auch die größte aller 4 kreisfreien Städte, so das immer noch genügend Freiräume da sind.

  4. 25.

    Ziehen aber wahrscheinlich zu wenige Berliner nach FF : FF hat in einem Jahr, schon wieder über 300 Leute verloren - andere Städte/Kreise haben dazugewonnen, sogar BRB und OPR.

  5. 24.

    Wie kommen Sie darauf das FF ein Problem mit Fremden hat?
    Keine Ahnung as Bernd geschrieben hat.
    Also mir sind keine ausserordentlichen Vorfälle bekannt und Polen als auch Ukrainer leben hier inzwischen ganz gewöhnlich zwischen und mit uns. Diesbezüglich gilt FF als bundes- oder gar europaweites Vorbild. Da staunen Bundespolitiker wie europäisch es hier zugeht. Für das erste HJ 2022 stehen bereits einige hundert Neubürger aus der Ukraine in der Statistik.
    Selbst Berliner dürfen hier bauen und herziehen.
    Ausländische Investoren sind auch immer willkommen.
    Das First Solar wieder weg ist, lag nicht an FF sondern an der damaligen Bundespolitik bzgl. dieser Branche.
    Also wie kommen Sie drauf, dass FF eine negative Einstellung gegenüber Fremden hat?
    Bzgl LOS müssten Sie das auch nochmal erklären.

  6. 23.

    Bleibt doch irgendwie alles in der Region - die Hauptstadtregion Berlin/Brandenburg hat erheblichen Zuzug, ob nun in Berlin selbst oder im Umland, ist doch dabei egal. Wir, Familie mit zwei Kindern, sind auch nur 15 Kilometer von der Stadtgrenze in Richtung Norden gezogen.

  7. 22.

    Viele Städte mit guter Infrastruktur, haben noch eine geringe Bevölkerungsdichte und damit viel Platz für neue Baufelder oder für Lückenbebauung : Brandenburg an der Havel, Nauen, Oranienburg, Eberswalde, usw. Auch die einzelnen Landkreise um Berlin, sind noch relativ dünn besiedelt, meist unter Hundert Einwohner je Quadratkilometer. Da wird der Zuzug noch über Jahre ungehindert so weitergehen - Und das ist gut so - jedenfalls für Brandenburg. So werden auch hässliche Lücken in den Brandenburger Städten, geschlossen und das allgemeine Stadtbild dadurch verbessert.

  8. 21.
    Antwort auf [Bernd] vom 28.06.2022 um 03:52

    Durch solch eine Einstellung hat auch Frankfurt (Oder), jährliche Bevölkerungsverluste von mehreren Hundert Einwohnern. Genau wie LOS - durch diese negative Haltung gegen Tesla und damit verbundenen tausenden Arbeitsplätzen, verliert auch an Bevölkerung - einfach mal die Einstellung gegenüber Fremden überdenken, dann werden aus Bevölkerungsverlusten vielleicht mal Bevölkerungsgewinne.

  9. 20.

    Warum Umland und Auto ? Viele Umlandgemeinden sind wunderbar an den Regionalverkehr bzw. an die S-Bahn angebunden, auch haben sich im Umland, viele Logistiker, etc. mit zig tausenden eigenen Arbeitsplätzen niedergelassen - denken Sie an die Güterverkehrszentren (GVZ), Flughafen BER und Umfeld, Tesla, mehrere Einkaufscenter im Umland, usw. Viele dieser Arbeitsplätze sind auch schon sehr gut, mit ÖPNV erreichbar. Und ausserdem parken doch die Städte, durch billiges Anwohnerparken, sich selbst zu.

  10. 19.

    Da geht Berlin, sehr viel Kaufkraft verloren, zurück bleiben treue Mietzahler und oftmals Sozial-Schwache. Bei jedem Monat dicke Miete in Berlin bezahlen, was soll da auch übrig bleiben ??? Wer konnte und kann, investiert doch lieber selbst in Eigentum -Bevölkerungswachstum der 8 Umlandkreise plus Potsdam und Brandenburg an der Havel, mehr als 11500 in einem Jahr - fast soviel wie das Wachstum in ganz Berlin.

  11. 18.

    Das ist Gefäße. Es kommt immer darauf an, in welche Himmelsrichtung man schaut. Kleiner Tipp im Osten geht die Sonne auf und dieses Privileg hat Brandenburg zur Hälfte

  12. 17.

    Einfach mal auf die Karte gucken. LOS geht von einem kleinen Zipfel Randberlin in dem zufällig Tesla steht bis runter in die Lausitz.
    Schlaubehammer also fast schon FF war mal Zollstation nach Sachsen und liegt heute quasi mitten in LOS.
    Tesla streut aber viel weiter als LOS.
    Die MOZ hat sich mal die Mühe gemacht und den RE1 beobachtet. Die meisten Tesla T-Shirt Träger steigen in Fangschleuse in Richtung Berlin ein. Einige in Richtung Osten wovon die meisten in Füwa wieder aussteigen. Sicher nicht representativ aber könnte schon passen.
    Der Osten von LOS ist von hohem Alter geprägt. Die Sogwirkung von Tesla ist da überschaubar, weil es gerade im Osten des Kreises gute Industriearbeitsplätze gibt. Wer will sich schon rückentwickeln, wenn er bei Arcelor arbeitet?

  13. 15.
    Antwort auf [Uwe] vom 27.06.2022 um 19:39

    Warum ziehen den die Berliner aus dem grün rot regierten Berlin,weil hier alles so perfekt ist? Dann lieber Umland und Auto.Wenn man halt das nötige Kleingeld hat,ansonsten,nur am Wochenende raus ins Umland,bloß raus aus der Stadt.

  14. 14.

    "Im Land ohne Sonne sind" wo soll das sein?
    Ihr Hass auf alles was "Osten" war ist unerträglich. Bei jeder Gelegenheit hetzen sie.
    Ihnen wurde schon mal geraten sich in psychologische Behandlung zu begeben. Nicht verarbeitete traumatische Erlebnisse spalten auch nach 30 Jahren noch und erzeugen gesundheitliche Schäden.

  15. 13.

    Das aber ausgerechnet LOS Bevölkerungsrückgang hat, trotz tausender Arbeitsplätze bei Tesla und Millionen Förderungen, ist schon verwunderlich. Wahrscheinlich fehlende Willkommenskultur, bei all den negativen Diskussionen um Tesla ?

  16. 12.

    Ausbau von Infrastruktur vor allem im Norden und Westen, Ja !!! Höchste Bevölkerungsdichte im Norden und Westen : BAR, OHV, HVL - BAR und OHV Bevölkerungsdichte weit über 100, HVL knapp bei 100 ! Dazu kommen auf westlicher Seite noch zwei große kreisfreie Städte mit 183000 und 72000 P und BRB dazu. Wo die Bevölkerungszahl hoch ist, wird auch geeignete Infrastruktur benötigt - das ist auch meine Meinung.

  17. 11.

    Haben uns am westlichen Berliner Stadtrand, Eigentum mit Gartenanteil, vor ca. 5 Jahren gekauft - ziehen nicht mehr nach Berlin zurück. Mit 3 kleinen Kindern war in Berlin, nichts mehr bezahlbar. Regio fährt ca. 30 Min. bis Berlin Mitte, City West geht superschnell - Havelland ist sowieso eine Zuzugsregion, wo immer neue Menschen dazukommen, seit Jahrzehnten pro Jahr mehr als 1200 Mitbürger : innen.

  18. 10.

    Im Land ohne Sonne sind einfach zu viele verstorben als dass das ausgeglichen werden konnte. Das war auch der Zuzugsüberschuß nicht mehr auszugleichen.

  19. 9.

    Wenn Ich das richtig interpretiere, hat Brandenburg an der Havel, den selben Bevölkerungszuwachs wie Potsdam (prozentual gesehen). Was ist denn da mit Potsdam los : zu hohe Immobilienpreise oder zu geringe Bautätigkeit ??? Na das wird einen Druck auf Preise und Wohnunsmarkt im Umland geben. Also, Potsdam schwächelt, LOS hat sogar Rückgang der Bevölkerung.

  20. 8.

    Ausbau Nahverkehr vor allem im Westen??? Schallschutz für zukünftigen Güterverkehr und Fernverkehr????

  21. 7.

    Die Landkreise um Berlin, haben eine Bevölkerungsdichte von gerade einmal ca. 100 Einwohner: inn pro Quadratkilometer. Da ist garantiert noch sehr viel Platz. Berlin hat ca. 4000 Einwohner: inn pro Quadratkilometer. Und ausserdem gewinnt der Geschosswohnungsbau in Brandenburg, immer mehr an Bedeutung, so das genügend Freiflächen bleiben.

  22. 6.

    Selbst in Kleinen Orten, wie bei uns in der Kommune, werden meistens Mehrfamilienhäuser gebaut. Einfamilienhäuser spielen gar nicht mehr solch große Rolle und dafür sind die Quadratmeter Preise von 250 Euro aufwärts, auch viel zu teuer. Investoren können nicht mehrere hundert Euro je Quadratmeter bezahlen und dann Einfamilienhäuser hinstellen - das funktioniert schon lange nicht mehr und der Zuzug ist mit Einfamilienhaus und großem Garten, gar nicht mehr, zu bewältigen. Die Arbeitsplätze befinden sich auch schon im Berliner Umland und daher brauchen viele Zuzügler, einfach eine Wohnung - bei unter einem Prozent Leerstand.

  23. 5.

    Prima, da ist ja auch noch genug freie Fläche vorhanden. Hoffentlich denken die Grünen rechtzeitig daran, den Einfamilienhausneubau zu verbieten wie sie es bereits in anderen Bundesländern planen, wir müssen die Flächen schließlich gut verdichtet nutzen...

  24. 4.

    Der meiste Zuzug 2021 nach : LDS (2518), BAR (1492), HVL (1213), OHV (1561), PM (1564), Potsdam (1042), TF (991), BRB (421), MOL (770). - Reihenfolge im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Oder hat Jemand, eine andere Reihenfolge bei der Bevölkerungsentwicklung von 2020 zu 2021 ??? Ausser Lkr. LOS (Bevölkerungsrückgang) wächst das gesamte Umland, plus Brandenburg an der Havel.

  25. 3.

    Der Zuzug liegt wohl eher im Berliner Umland und nicht in Südbrandenburg - Spreewald, etc. / Titelbild. Da wäre ein Titelbild vom BER und ein Koffer voller Steuergelder angebrachter.

  26. 2.

    Nur in LOS sind weniger Einwohner geworden, deshalb braucht man auch die Arbeitsplätze von Tesla hier nicht.

  27. 1.

    Eine der besten Entscheidungen für mich, endlich aus dieser Stadt raus nach Brandenburg zu ziehen. Berlin sieht mich nicht wieder.

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