Software-Fehler bei Deutscher Flugsicherung - Technische Störung führt zu Verspätungen und Ausfällen am BER

Mi 29.06.22 | 12:00 Uhr
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Archivbild: Fluggäste am 10.04.2022 vor einer Informationstafel am BER Flughafen Berlin Brandenburg. (Quelle: imago images/Rolf Kremming)
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Video: rbb24 | 29.06.2022 | Martin Spiller | Bild: imago images/Rolf Kremming

Technische Probleme bei der Deutschen Flugsicherung haben am Mittwochmorgen auch am Flughafen BER in Schönefeld zu Flugausfällen und Verspätungen geführt.

Zwei von ingsesamt 230 Flügen seien seien wegen der Probleme gestrichen worden, teilte der Flughafen am Mittwoch mit. Die "B.Z." hatte zunächst berichtet, dass am BER zwischen 6:00 Uhr und 11:00 Uhr zwölf Flüge gestrichen worden und 13 verspätet gestartet oder gelandet seien.

Der Flugverkehr war am Mittwoch über weiten Teilen Deutschlands vorübergehend eingeschränkt.

Software-Update fehlgeschlagen - Probleme in ganz Deutschland

Grund für die technischen Probleme sei eine Störung beim Aufspielen eines Software-Updates gewesen, hieß es. In der Zentrale der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen bei Frankfurt musste über mehrere Stunden die mögliche Verkehrsmenge um die Hälfte verringert werden, wie eine Sprecherin berichtete.

Die betroffene Stelle im hessischen Langen kontrolliert den unteren Luftraum in der Mitte Deutschlands mit wichtigen Flughäfen wie Düsseldorf, Köln und Frankfurt. Weil die Flugzeuge dort nicht starten oder landen konnten, hatten auch andere Flughäfen in Deutschland bei der Abwicklung der Starts Probleme. Ab 9.00 Uhr sei wieder der normale Betrieb möglich gewesen.

Ausländische Hilfskräfte sollen bei Abfertigung helfen

An den Flughäfen kommen zudem seit Wochen Abfertigungsprobleme hinzu, weil Personal bei den Bodenverkehrsdiensten, an den Check-in-Schaltern und teils auch bei den Passagierkontrollen fehlt.

Auch am Flughafen BER hatte es immer wieder Probleme gegeben. Insbesondere die Bewältigung der Abfertigung führte teilweise zu chaotischen Zuständen. Die Bundesregierung plant nun offenbar befristet ausländische Hilfskräfte für deutsche Flughäfen anzuwerben.

Eine vierstellige Zahl an Fachkräften aus der Türkei könne ab Juli eingesetzt werden. Die Hilfskräfte sollen unter anderem bei der Gepäckabfertigung helfen. Laut Institut der deutschen Wirtschaft fehlen wegen des Stellenabbaus in der Corona-Krise rund 7.200 Flughafen-Beschäftigte.

Sendung: rbb24, 29.06.2022, 13:00 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Ob die Technik defekt ist oder die Fluggäste stundenlang anstehen müssen beim Check in und teilweise ihren Flug nicht bekommen weil das Abfertigungspersonal fehlt, ist doch völlig egal.
    Der BER ist und bleibt meiner Ansicht nach ein PANNEN-Flughafen.

  2. 3.

    Artikel lesen ist nicht so ihre Stärke oder?
    BER hat damit gar nichts zu tun, aber hauptsache populistisch drauf rumhacken.

  3. 2.

    Die DFS hat erstmal nichts mit dem BER zu tun, aber ich finde erstaunlich, dass das Bodenpersonal vom BER von WISAG immer noch in Kurzarbeit ist. SwissPort hat viele Ausschreibungen gewonnen und möchte Personal übernehmen, aber natürlich nur mit neuer Probezeit (nächste Corona-Welle kann also kommen) und reduzierten Bezügen.
    Diese Infos sind durchaus relevant, wenn jetzt Hilfskräfte eingeflogen werden sollen. Arbeitswilliges, bereits geschultes Personal ist vorhanden.

  4. 1.

    Wen wunderts bei diesem PANNEN-Flughafen

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