Proteste von "Letzte Generation" - Klimademonstranten blockieren erneut Ausfahrten der Berliner Stadtautobahn

Mi 29.06.22 | 13:19 Uhr
Mitglieder der Klimaschutz-Initiative "Letzte Generation" haben an mehreren Stellen die Berliner Stadtautobahn A100 blockiert. (Quelle: dpa/Michael Kuenne)
Audio: Radioeins | 29.06.2022 | Christian Find | Bild: dpa/Michael Kuenne

Mitglieder der Klimaschutz-Initiative "Letzte Generation" haben am Mittwochmorgen an mehreren Stellen die Berliner Stadtautobahn A100 blockiert.

Insgesamt setzten sich 38 Demonstranten an den Ausfahrten Beusselstraße und Seestraße in Richtung Wedding (Mitte) auf die Fahrbahn, wie die Polizei dem rbb mitteilte. Einige hätten sich auf der Fahrbahn festgeklebt. Eine weitere Blockade habe es in Höhe der Fußgängerbrücke Goerdelersteg auf der A100 gegeben, so der Sprecher.

Die Stadtautobahn war deshalb bis zum Mittag zwischen dem Dreieck Charlottenburg und der Seestraße in Richtung Wedding gesperrt. Inzwischen hat die Polizei die Autobahn wieder freigeräumt. Über mögliche Festnahmen wurden keine Angaben gemacht.

Initiative kündigt weitere Blockaden an

Die Polizei sprach zunächst von Gruppen mit jeweils unter zehn Personen, die sich auf der Fahrbahn festgeklebt haben sollen. Bereits in der vergangenen Woche hatten Mitglieder der Initiative den Berufsverkehr an mehreren Tagen an unterschiedlichen Orten in Berlin blockiert.

Die Initiative forderte von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) eine Erklärung zu Ölbohrungen in der Nordsee. "Wir sind fest entschlossen, immer wieder zu blockieren und dafür auch ins Gefängnis zu gehen", wird ein Aktivist in einer Mitteilung zitiert. "So lange, bis Olaf Scholz erklärt, dass es keine neuen Ölbohrungen in der Nordsee geben wird."

Sendung: Radioeins, 29.06.2022, 9:30 Uhr

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