Mehr Zuzug nach Brandenburg - Landlust mit Wachstumsschmerzen

Mi 29.06.22 | 12:02 Uhr | Von Sabine Loeprick
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Symbolbild: Bauarbeiter arbeiten nahe Potsdam (Brandenburg) an Eigenheimen in einer entstehenden Siedlung. (Quelle: dpa/R. Hirschberger)
Quelle: rbb24 Brandenburg Aktuell | 28.06.2022 | Michel Nowak | Bild: dpa/Hirschberger

Aus Berlin zieht es immer mehr Menschen aufs Land – viele davon nach Brandenburg. Laut einer aktuellen Studie gehört das Bundesland damit inzwischen zur Bevölkerungs-Gewinnerregion. Das hat aber seinen Preis. Von Sabine Loeprick

Wer wollte es nicht - Vogelgezwitscher und Dorfidylle gegen das Bremsenquietschen von Autos oder volle U-Bahnen eintauschen? Kein Wunder, dass es auch in Brandenburg und Berlin immer mehr Menschen aufs Land zieht.

Zwei Deutschlandkarten, auf denen Städte und Regionen in unterschiedlich dunkle Rot- und Blautöne gefärbt sind, zeigen es auf den ersten Blick: In den Jahren 2008 bis 2010 waren noch Deutschlands Großstädte die Orte mit den meisten Zuzüglern – also tiefrot. Viele ländliche Regionen vor allem im Osten Deutschlands waren hingegen von hoher Abwanderung geprägt – also tiefblau. Inzwischen hat sich das komplett geändert.

Grafik: Durchschnittlicher monatlicher Wanderungssaldo pro tausend Einwohner:innen, Gemeindeverbände und Einheitsgemeinden. (Quelle: Berlin-Institut, Wüstenrot Stiftung)
| Bild: Berlin-Institut, Wüstenrot Stiftung

Das ist das Ergebnis der am Dienstag vorgestellten Studie "Landlust neu vermessen" des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung und der Wüstenrot-Stiftung. Dabei haben die Wissenschaftler das "Wanderungsgeschehen in Deutschland" von 2008 bis 2020 untersucht.

Landlust in Kleinstädten

Natürlich ist Berlin nach wie vor eine Stadt, die sich durch einen hohen "Wanderungssaldo" auszeichnet, wo also mehr Menschen hin- als von dort wegziehen. Doch die ehemals gegen Bevölkerungsschwund kämpfenden ländlichen Gebiete haben sich längst zu Gewinnern gemausert, auch in Brandenburg. Längst seien es nicht nur junge Familien, so die Verfasser der Studie, die aus der Großstadt aufs Land ziehen wollten. Auch junge Berufstätige zwischen 25 und 29 Jahren gehörten zur Gruppe der Umzugswilligen.

Wer bei "Landlust" allerdings allzu idyllische Bilder vor Augen hat, liegt nach den Ergebnissen der Studie nur teilweise richtig. Denn die fünf Gemeinden, die das Brandenburg-Ranking der Orte mit dem größten Zuzug anführen, haben fast allesamt um die 10.000 Einwohner – Tendenz steigend.

Zuzugs-Gewinner ist Schönefeld

Von idyllischen Dörfchen kann also weniger die Rede sein. Platz 1 belegt die Gemeinde Schönefeld, in deren sechs Ortsteilen momentan rund 19.000 Menschen leben – in den kommenden Jahren erwartet Bürgermeister Christian Hentschel (parteilos) einen Zuzug von weiteren rund 3.500 Menschen.

Erst vor kurzem hat die Gemeinde ein integriertes Stadtentwicklungskonzept (Insek) in Auftrag gegeben. Schließlich gilt es, die Infrastruktur der wachsenden Gemeinde an die neuen Herausforderungen anzupassen. Hunderte neuer Kita- und Schulplätze sollen angesichts des Zuzugs junger Familien geschaffen werden, ebenso wie Einkaufsmöglichkeiten. Außerdem muss die medizinische Versorgung sichergestellt werden, mit Arztpraxen, Apotheken, Physiotherapeuten. Auf diesem Gebiet – so haben es die Stadtplaner ausgemacht – gibt es einigen Nachholbedarf im Schönefelder Norden. Doch gerade hier soll weiter gebaut werden – ein neues Quartier für bis zu 11.000 Bewohner ist in Planung.

Schon jetzt arbeiteten die wenigsten Schönefelder vor Ort, sagt Bürgermeister Christian Hentschel und fürchtet den Verkehrskollaps, wenn der BER in Vollbetrieb geht. Dann rechnet er mit rund 35.000 Menschen, die täglich in Berlin-Rudow in den Bus zum Flughafen in Schönefeld steigen – Reisende, aber auch Mitarbeiter des Airports.

Investoren sollen für Infrastruktur zahlen

Der nahe gelegene BER, aber auch die Tesla-Fabrik in Grünheide und zahlreiche weitere Ansiedlungen entlang der Südost-Entwicklungsachse machen einen Umzug aus Berlin in Gemeinden wie Schulzendorf (im Ranking Platz 3) oder Bestensee attraktiv. Aber nicht nur das, sagt Bestensees Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) und verweist auf die vielen Seen ganz in der Nähe des Ortes.

Der wird bald, da ist sich Quasdorf sicher, 10.000 Einwohner haben - aktuell sind es rund 8.800. Und schon jetzt gilt es, rund 1.600 Kinder zwischen "0 und 17 Jahren" in Kita-, Hort- und Schule unterzubringen. Nicht gerade leicht, räumt der Bürgermeister ein. Gerade habe man in einer Nachbargemeinde eine vorher leerstehende Kita als Ausweichquartier angemietet, jetzt baut die Gemeinde eine Kita mit 130 Plätzen. Das sei auch ein finanzieller Faktor, sagt der Bürgermeister und verweist auf die Kosten.

Deshalb will Bestensee neue Bauvorhaben von Investoren zukünftig an Bedingungen koppeln. Denn wer Wohnhäuser baue und mit Gewinn verkaufe, könne ja auch in die Infrastruktur des Ortes investieren, so der Plan. Also beispielsweise Straßen in den Neubaugebieten finanzieren – oder eben auch eine neue Kita.

Bauland wird deutlich teurer

Ganz so weit ist man in der Gemeinde Milower Land am westlichen Rand des Havellands noch nicht. Doch auch hier “fernab der Metropolregion Berlin-Brandenburg", wie Bürgermeister Felix Menzel scherzt, gebe es eine stetig steigende Nachfrage nach Bauland und Häusern.

Die Quadratmeter-Preise für Bauland sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen – von 20 auf 110 Euro, dennoch sei ein Ende der Nachfrage vorerst nicht in Sicht, so Menzel. Er sieht die Gemeinden angesichts stetig steigender Einwohnerzahlen auch ein Stück allein gelassen bei der Anpassung der Infrastruktur. Beispielsweise habe sich durch die zugezogenen Familien die Bevölkerungsstruktur deutlich verjüngt, daher brauche man auch hier mehr Kita- und Schulplätze.

Sendung: rbb24 Brandenburg aktuell, 28.06.2022, 19:30 Uhr

Beitrag von Sabine Loeprick

54 Kommentare

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  1. 54.

    Gute Einschätzung von Ihnen. Der Regio von Rathenow in die Berliner City benötigt ca. eine Stunde. Die Politik müsste aber endlich mal auf das Bevölkerungswachstum reagieren, die Züge sind proppevoll. Havelland als Landkreis, pro Jahr mindestens 1200 neue Einwohner, seit der Wende sind 35000 Einwohner dazugekommen. In den Nachbarkreisen OHV, PM und P genau das selbe Wachstum. BRB als Nachbar, hat auch noch mehr als 72000 Einwohner. Brandenburg sollte endlich in den ÖPNV investieren - Alles um Berlin wächst und wächst.

  2. 53.

    Ja, vollkommen richtig: Rathenow, Premnitz, Neustadt(Dosse, Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder), Eberswalde, Werneuchen, etc. sind attraktive Orte durch die gute Anbindung und aus sich selbst heraus. Ich wollte damit nur ausdrücken, das man nicht auf das letzte Dorf ziehen sollte und nachher auf Brandenburg meckert. Auch wollte Ich damit sagen, das der Speckgürtel weit über den Berliner Ring hinausgeht und das von der Landesregierung auch mal akzeptiert und verändert werden sollte/ habe mich da etwas blöd ausgedrückt !!! - Viele Grüße aus dem Havelland.

  3. 52.

    Dann war ich wohl immer am BER wenn gerade kein FEX gefahren ist ? Chaos ohne Ende und Verspätungen der Regionalbahnen oder Ausfälle. Kein Personal zur Hilfestellung für die Reisenden und Hetzen von Bahnsteig zu Bahnsteig, um irgendwie nach Berlin rein zu kommen. Keine guten Erfahrungen mit dem Retro-Flughafen/ teilweise zu eng, wo sich die Leute drängen und mit Koffern fehlende Rolltreppen.

  4. 51.

    Das ist so nicht ganz richtig. Alles, was von Berlin direkt mit dem Regio in ca. 1h erreichbar ist, ist für Pendler attraktiv, wenn der Wohnraum billig ist also. Also für 5-6 EUR pro qm pendelt man gern alles bis Rathenow, Neustadt (Dosse), Frankfurt (Oder), Eberswalde, Werneuchen etc. Und bei Bodenpreisen um die 120 EUR baut man 4-5geschosser und dann rechnet sich das auch für Fremdfinanzierungen.

  5. 50.

    Ob der Bürgermeister davon weiss, dass der BER von Berlin auch direkt mit dem Zug (FEX/S-Bahn etc.) erreichbar ist?
    Oder warum erklärt er: "(...) wenn der BER in Vollbetrieb geht. Dann rechnet er mit rund 35.000 Menschen, die täglich in Berlin-Rudow in den Bus zum Flughafen in Schönefeld steigen – Reisende, aber auch Mitarbeiter des Airports.(...)"

    Den Mitarbeitern des Flughafen könnte der Bürgermeister mit dem Bau von bezahlbarem Wohnraum helfen, dann würde nicht nur das Pendeln verringert, sondern die Wohnraumproblematik entschärft.

  6. 49.

    In Brandenburg an der Havel werden aber auch konsequent Baulücken, in der Altstadt, in der Neustadt und auf der Dominsel geschlossen, daher auch das hohe Bevölkerungswachstum von 421 Einwohnern im Jahr 2021. Auch schwächelt Potsdam, trotz hohem Zuzugsdruck beim Bevölkerungswachstum und Brandenburg, ist per Regio und auch mehrmals die Stunde, gut erreichbar.

  7. 48.

    Eventuell ist es in den Randbezirken anders. Aber in den angesagten Bezirken ist es genauso, dass man bei guten Ärzten keinen Termin bekommt oder erst sehr fern in der Zukunft. Die einzige Lösung ist eine private Zusatzversicherung.

  8. 47.

    Ich bin aber auch der Meinung, die Leute sollten nicht zu weit herausziehen aus Berlin, um nicht dann irgendwann auf das Land Brandenburg zu schimpfen. Im Havelland sehe ich die Grenze bei ca. 10 - 15 Kilometer, ausserhalb der A10. Leider fangen in diesem Radius um Berlin, die Preise sehr oft bei 200 - 250 Euro je Quadratmeter Bauland an. Das fördert natürlich, das Wohnen auf jeder ,,Klitsche,, , wenn es nur ,,billig,, wird und damit Zerstörung von ,,Natur,, äh, Monokulturen in den Randregionen.

  9. 46.

    Können Sie ihre Berliner Adresse und Eckdaten veröffentlichen, ich hätte Interesse. Danke.

  10. 45.

    Gut geschrieben. Außerdem kostet der Boden dort weniger im Vergleich zu Berlin, also sollte man hier viel mehr bezahlbaren Wohnraum schnell am besten in Modulbauweise hochziehen. Aber natürlich nur, wenn auch die Linke Politik, dieses Thema der Wohnungsmisere wirklich gelöst haben will - wäre dann aber wieder ein Thema weg, dass man zur Wiederwahl nicht unnötig thematisieren kann. Ein Schelm, wer hier böses denkt...

  11. 44.

    Echt jetzt? Ist das Unwissenheit oder wollen Sie uns hier veräppeln?
    In Brandenburg/Havel ist das neue Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten mit rund 500 Mitarbeiter per Bundestagsbeschluss angesiedelt worden, übrigens 240 davon am Hauptsitz in Brandenburg an der Havel. Fällt Ihnen etwas auf?
    https://www.sueddeutsche.de/politik/bundesregierung-brandenburg-an-der-havel-500-beschaeftigte-bei-neuer-bundesbehoerde-240-in-brandenburg-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210430-99-419747

  12. 43.

    ... tja, jeder bekommt halt das, was er verdient. Das ist wie mit Chefs und Angestellten, wären alle nur Chefs würde es nicht funktionieren ;-)

  13. 42.

    Gute Reise! Gerade im Alter aufs Land, klingt wohl überlegt ;-))

  14. 41.

    Da hat der Bürgermeister wohl vergessen, dass hier auch neue Steuerzahler kommen und der Länderfinanzausgleich auch die Einwohnerzahl berücksichtig, wenn er sagt: "Das sei auch ein finanzieller Faktor, sagt der Bürgermeister und verweist auf die Kosten."

  15. 40.

    Hier sind die Gründen gefragt! Einfamilienhäuser gehören in dem Bundesland zeitnah verboten, lieber Verdichten statt Flächen weiter zu versiegeln! Bei dem günstigen Bauland müssen unbedingt Mehrfamilienhäuser in diesem Bundesland gebaut werden. Die "Teuerung", also wenn der Preis von 20 auf 110 EURO pro qm steigt, dann kann man dieses doch kompensieren, indem man einfach 5- oder 6-geschossige Gebäude statt Einfamilienhäusern baut, also die Fläche 5mal intensiver nutzt. Somit wird dann auch weniger wertvolle Fläche versiegelt, weil mehr Menschen auf weniger Fläche wohnen können, wenn man in die Höhe baut.

  16. 39.

    Zersiedelung ? In vielen Städten und Kommunen in Ostdeutschland müssen erst einmal langsam, die Baulücken von Weltkrieg und Teilung geschlossen werden.

  17. 38.

    Schlimm ist in ganz Deutschland die jahrzehntelange Zersiedlung der Landschaft und das unumkehrbare Zubetonieren und Versiegeln von Naturflächen. Diese Flächen gehen der Natur als Lebensraum für immer verlustich, das ist wirklich nicht lustig. Es wird auch zuviel Häßlichkeit neugebaut anstatt in vorhandene rettbare traditionelle Immobilen zu investieren und alte Bausubstanz zu retten. Statt dessen entsteht allerorten so ein häßlich uniformes und piefiges Kleinschlumpfhausen mit Gärten von der Größe einer Picknickdecke und langweiligem Pampersbomber vor der Tür, der dann auch noch mit KM-Pauschale für umweltschädigendes Verhalten/Pendeln von uns allen gefördert wird. Muß ja jeder selber wissen. Hoffentlich werden dann endlich die größeren 4-Zimmer-Wohnungen in Berlin bald frei für uns!

  18. 37.

    Es IST eine Ost-West-Thematik und Sie haben leider meinen Beitrag falsch interpretiert, es geht um die Klagen der Westdeutschen über den Zuzug aus den sog. Neuen Bundesländern.

  19. 36.

    "Das ist doch aber kein Umzug aufs Land, das ist die Vergrößerung Berlins auf brandenburgischen Territorium."
    Der Himmel möge uns davor bewahren.
    Ich sehe jeden Morgen, wenn ich aus dem Fenster schaue, einen gewaltigen Unterschied zw. Schöneberg und Schönefeld. Und der Abendspaziergang auf dem Feldweg fühlte sich auch ganz anders an als wenn ich z.B. in der Feurigstr. 1x um den Block gehe.
    Nice day :-)

  20. 35.

    Ich weiß nicht, was der BER gekostet hat plus Infrastruktur plus Gewerbegebiete plus Hotels, usw. Bei solch enormen Strukturhilfen, ist doch ein großes Bevölkerungswachstum in der Region vorprogrammiert. Und wenn so viele Arbeitsplätze im Umland entstehen (Güterverkehrszentren/GVZ, Tesla, BER, Post-und Logistikcenter, Einkaufscenter, usw.), ziehen die Leute, natürlich ins Umland, der Arbeit wegen und nebenbei vielleicht noch ein schickes Häuschen.

  21. 34.

    Mehr als jeder Zweite, ist in den mehr als 3 Jahrzehnten nach dem Mauerfall, ein ,,Zugezogener,,. Brandenburg ist seit Hunderten von Jahren, ein Einwanderungsland (Hugenotten,etc.) und schon vor der politischen Wende, kam der Rest der ,,Republik,, sehr gern nach Berlin und Brandenburg, zum Wohnen, Leben und zum Arbeiten. Und zum Beispiel, Kommentar Nr. 5 kommt aus den alten Bundesländern und jammert über den Zuzug. Viele Menschen,Dörfer,Kleinstädte,Städte,Landkreise, in Brandenburg sehen Zuzug sehr sehr positiv. Sie sollten daraus keine West-Ost- Thematik machen.

  22. 33.

    Wir sind 2006 nach Wildau gezogen und ich kann jeden verstehen, der ins Berliner Umland ziehen möchte. Aber ich kann nicht nachvollziehen, warum die Infrastruktur sich nicht weiter entwickelt. Egal, in welcher Arztpraxis ich klopfen, es heisst immer, wir nehmen keine Patienten auf, wir haben zuviele Zuzüge. Also fahre ich fleißig zu den Ärzten nach Rudow oder Neukölln. Natürlich mit dem Auto. Auch der öffentliche Nahverkehr ist eine Katastrophe. Oft zeigt Google Maps, dass ich mit dem Fahrrad ähnlich lange brauchen würde, wie mit Bus und Bahn. Aber das kommt bei Strecken ab 10 km nicht in Frage für mich, denn die Kita öffnet erst 6.00Uhr...
    Ich denke, es liegt noch vieles im Argen. Schade, ich würde gern häufiger zum Klimaschutz beitragen, um den grünen Speckgürtel etwas länger grün zu erhalten.

  23. 32.

    Das ist doch aber kein Umzug aufs Land, das ist die Vergrößerung Berlins auf brandenburgischen Territorium.

  24. 31.

    Wir haben uns vor etlichen Jahren ein Haus mit Garten, im Potsdamer Norden gekauft - die Preise haben sich in der Zwischenzeit, aber richtig vervielfacht und steigen immer noch von Jahr zu Jahr.

  25. 30.

    Hat sich nach der Wende eine westdeutsche Stadt über den Zuzug aus dem Osten beschwert? Ich wüsste nicht, im Gegenteil, die "Neubürger" wurden noch mit Begrüßungsgeld bestückt und hofiert und wurden nicht müde, ihre Rechte einzuklagen " wir haben 50 Jahre in der Schlange gestanden....".
    Hier wurde über aussterbende Dörfer im Umland berichtet und gleichzeitig wird über den Zuzug gejammert?

  26. 29.

    Meine Kinder sind schon vor 8 Jahren nach Brandenburg gezogen. Ich warte nur die paar Jahre bis zur Rente ab, dann bin ich auch hier weg.

  27. 28.

    Hab nach langer Zeit wieder, meinen Bekannten in Hellersdorf besucht - habe den Block gar nicht mehr gefunden - aber auch alles Neu zugebaut.

  28. 27.

    Deshalb verlassen ja so viele Einwohner, Berlin und ziehen nach Brandenburg. In Berlin haben nur 18 Prozent Eigentum, der große Rest macht Andere reich. In Brandenburg hat ca. die Hälfte Eigentum.

  29. 26.

    Zuzugs-Gewinner ist Schönefeld ??? Wird hier irgendwie vergessen bzw. unter den Teppich gekehrt, wieviele Milliarden, nach LDS geflossen sind - in BER, in BER Umfeld Entwicklung, in Infrastruktur, in Förderungen aller Art, usw. usf. ?

  30. 25.

    Wir haben der Stadt auch vor Jahren den Rücken gekehrt und bis heute keine Minute bereut!
    Viel Glück!

  31. 24.

    Ein sehr schöner Artikel von Ihnen - ganz meine Meinung !!!!!! Der Schutz der Natur und der Allgemeinheit wird vorgeschoben, dabei geht es nur um den eigenen Egoismus und den eigenen unverbaubaren Blick. Da gab es schon sehr gute Beispiele in Brandenburg dafür : zum Bsp. Politiker die in der Öffentlichkeit nach mehr Windräder gerufen haben und vor ihrem Privathaus dagegen geklagt haben und neue Windkraftanlagen verhindert haben. Die Natur und Klimaschutz werden als Vorwand für den eigenen Egoismus benutzt. Im übertragenden Sinne : Ich habe ein Haus im Grünen - Was gehen mir, Andere an - ,,Toller Egoismus,,.

  32. 23.

    Bitte nicht!
    Aber kein Wunder - ohne Wohneigentum macht Berlin noch weniger "Spaß"...
    Da wird so lange gebaut, wie es noch irgendwie bezahlbar ist.
    Den Leuten braucht man auch nicht mit "Umweltschutz" und "Bodenversiegelunge kommen.

  33. 22.

    Ich denke nicht, das der Zuzug das Problem in Brandenburg ist - Wo kein Zuzug stattfindet, werden die Flächen sowieso von der Agrarindustrie, der Windkraftlobby, oder der Solarwirtschaft vereinnahmt - also zerstörerische Monokulturen mit blinkenden Windrädern obendrauf. Das Problem, ist der Erhalt bzw. die Schaffung von Grünflächen und Parkanlagen in Brandenburg. Alleen sind verschwunden, viele Gemeinden ohne große Parkanlagen, Radwege ohne Bäume und Sträucher, ausgetrocknete Biotope, Monokulturen, usw.

  34. 21.

    Der Zuzug ist aber ausgerechnet dort am größten, wo eine sehr große Betonwüste in der Mitte ist - rund um den Flughafen BER.

  35. 20.

    Willkommen in Brandenburg !!! Wir haben uns vor 5 Jahren unseren Traum im Umland erfüllt. Mit 3 kleinen Kindern, war Wohnung in Berlin nicht mehr bezahlbar. Mit Regio zur Arbeit.

  36. 19.

    Warum? Es stimmt doch. Die Gründe, aus denen vor 30 Jahren Menschen rausgezogen sind, werden durch ungebremstes Wachstum systematisch zerstört. Es ist auch kein Problem mal eben 20-30 Bäume wegzuhauen, damit sich wieder jemand seine Villa ins "Grüne" bauen kann. Letztlich bringen die Zuziehenden ihre Betonwüste mit aufs Land. Und wenn Hausbau nicht möglich ist beschehrt einem die Politik eben ein Reichsbahn-Ausbesserungs...äh ICE-Instandhaltungswerk. Kann ja nicht sein dass irgendwo noch ein Stück Grün übrigbleibt.

  37. 18.

    Nauen hat eine Bevölkerungsdichte von 70 Einwohnern je Quadratkilometer das ist mehr als gering. Viele andere gut angebundene Kommunen, haben vielleicht gerade einmal 100, 200, 300, 400 Einwohner je Quadratkilometer. Selbst im Berliner Umland, ist daher noch viel Platz für Zuzügler - Berlin dagegen, hat eine Bevölkerungsdichte von ca. 4000 Einwohner je Quadratkilometer. Selbst kreisfreie Städte wie Brandenburg oder Frankfurt ( Oder ) haben gerade einmal gut 300 Einwohner pro Quadratkilometer - Nur Keine Panik

  38. 17.

    Es ist immer wieder erstaunlich zu beobachten und zu hören, das Leute die selbst in den Speckgürtel der Bundeshauptstadt gezogen sind, anderen Mitmenschen, den Zuzug in diese Region, verbieten wollen - überhaupt kein Verständnis für solch negative Aussagen. Selbst Arbeitsplätze, ÖPNV und Infrastruktur aller Art nutzen wollen und Anderen, diese Annehmlichkeiten verbieten und absprechen wollen - traurig, so etwas zu lesen.

  39. 16.

    Für unsere Kleinstadt mit 6600 Einwohnern ist Zuzug eine Grundvoraussetzung zum Überleben. Der Altersdurchschnitt und das Geburtendefizit wären viel zu hoch, Schulen, Kitas, Ärzte, Supermärkte, etc. müssten ohne Zuzug geschlossen werden - unser Ort würde langsam aussterben. Durch Lückenbebauung und neue Wohnviertel auf alten Brachen, wird es in den nächsten Jahren, ein Bevölkerungswachstum von 1000 bis 1500 Einwohner geben - aber ohne Zuzug, würde es einen Rückgang der Bevölkerung von 1000 bis 1500 Einwohnern geben. Auch die Bahn nach Wustermark-Berlin/Potsdam/Rathenow, wird erst, durch den Zuzug wieder reaktiviert werden. Neue Einwohner: innen sollten Wir daher, positiv aufnehmen - weil Jeder, war irgendwann ,,Neu,,.

  40. 15.

    Bei so einer Abneigung gegen Zuzug und neue Arbeitsplätze ist es auch kein Wunder, das der Landkreis LOS, der einzigste Landkreis um Berlin ist, der seit Jahrzehnten, Einwohner verliert und selbst 2021 Einwohner verloren hat. Sogar BRB und OPR haben Einwohner gewonnen, obwohl etwas weiter von Berlin entfernt. Alle anderen Landkreise um Berlin, haben große Bevölkerungsgewinne zu verzeichnen, LOS hat seit der politischen Wende, massive Bevölkerungsverluste zu beklagen - bei solcher Einstellung aber auch überhaupt kein Wunder.

  41. 14.

    Auch wir bauen in Brandenburg und freuen uns sehr , diese Stadt verlassen zu können .

  42. 13.

    Ich finde es zum Bsp. bemerkenswert, das Brandenburg an der Havel im Jahr 2021, 421 Einwohner dazugewonnen hat und das ohne BER und Tesla-Förderungen. Nur immer auf das BER und Tesla Umfeld zu schauen, finde ich sehr kurzsichtig und wird zu einer einseitigen Verdichtung im Südosten/Osten unseres Bundeslandes führen.

  43. 12.

    Typischer Ost Egoismus. Ich will meine Ruhe,egal wo die anderen bleiben. Es geht ihnen nicht um Natur. Nur um ihre kleine heile Welt. Und vor allem um ihre Ruhe. Aber immer schön die Natur vorschieben und auf die Städter schimpfen. Und alle drei Wochen in die Großstadt zum shoppen.

  44. 11.

    So wie Sie, sehe ich es auch. Viele Zugezogene arrangieren sich nicht mit dem dörflichen/ kleinstädtischen Leben. Kinderbauernhöfe früher abseits, jetzt im Gemeindemittelpunkt-weg! Leider steht die Rechtsprechung nur zur "sterilen" Welt. Private biologische Kleinwirtschaft für den kleinen Bedarf kommt da nicht vor, nur Großbetriebe. Anderes Bsp. in SRB ist ein Flugplatz seit 1935. Nun bauten Häuslebauer in den letzten 10 Jahren direkt daneben und erstritten ein Startverbot zw. 13.00-15.00 Uhr...

  45. 10.

    "mit Gewinn verkaufe, könne ja auch in die Infrastruktur des Ortes investieren" - soll heißen, der Gewinn soll für eine Kita/Schule u.a. (!) reichen? Oder ist dies nicht eher ein Kostentreiber für Familien und damit ein Hindernis für Bezahlbares und eine gesunde soziale Durchmischung? Wer ist gleich für die Infrastruktur bei wachsenden Orten verantwortlich? Erschließungsstraßen zu den Grundstücken ausgenommen, was immer mitgeplant wird.

  46. 9.

    Nö der Hahn bleibt im Stall, nicht dasder noch um 5.00 Uhr anfängt zu Krähen. So weit geht dann die Landliebe dann doch nicht. Geschehen am Rande von Berlin im ländlichen Teil der Randregion. Seit 30 Jahren halten wir Hühner und einen Hahn . Nun kommen die Häuslebauer und siedeln sich an. Nicht etwa in die Gemeinsch., nein, man lässt den Stärkeren raushängen,rennt zum VetlebA und zeigt den Hühnerhalter an. Ich sage nur ......man bleibt wo ihr seit .....oder zieht in den Wald. Da singen aber vö

  47. 8.

    Üblicherweise ist sowas in den Investoren-Verträgen mit berücksichtigt, jedenfalls bei größeren Bauvorhaben. Und jedenfalls, wenn die Gemeindeverwaltung nicht zu inkompetent ist, über den Tellerrand hinaus zu denken.

  48. 7.

    Es ist doch verständlich das viele wegziehen. In Berlin gibt es so gut wie keinen bezahlbaren Wohnraum für Berliner. Und nicht jeder ist von Multikulti in jedem Bereich begeistert. Auch nicht jeder braucht Tag und Nacht geöffnete Kneipen und Chlubs.

  49. 6.

    Sie sprechen mir so aus der Seele. Von der Umgebung meiner Kindheit ist nichts aber auch wirklich absolut überhaupt gar nichts mehr übrig. Viele Grüße aus Schulzendorf nach Wildau

  50. 5.

    Verhöhnt von Familie und Freunden sind wir 1995 in den Osten gezogen, es war idyllisch und still, die Luft gut! Aber Dank‘ der Nullzinspolitik wurde in den letzten Jahren wie wild gebaut, es ist kein Ende abzusehen, man hat das Gefühl, der ganze Speckgürtel ist im Wahn, Investoren vorne weg! Es ist inzwischen voll und laut und es gibt keinen Gedanken mehr an Grün … die Idylle ist zerstört! Man hätte vorsichtiger planen müssen! Es ist ein Irrglaube zu denken, man entrinnt hier Verkehr und Beton

  51. 4.

    Landlust? Wie bei meinen Kindern und bei mir Berlinflucht.

  52. 3.

    Der Rauszug aufs Land, ist das Eine - es gehört aber mehr dazu. Nicht nur Kita, Schule, Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten, sondern auch Arbeitsplätze in der Nähe, Sport- und Erholungsmöglichkeiten sowie ein umfangreich ausgebauter breit aufgestellter ÖPNV! Sonst wird die Umweltbilanz noch schlechter. Gänge zu Behörden sind weiter, aber die Sprechzeiten kürzer. Auch muss man sich daran gewöhnen, dass man nicht mehr in der City ist, z. B. auch der Bauernhof nebenan hat seine volle Berechtigung...

  53. 2.

    Der DRuck auf die ortsansässige Bevölkerung wird immer größer. Die jungen Leute ziehen weg, weil sie sich keine Wohnung mehr leisten können. Die Infrastruktur wird immer überlasteter. Die Ärzte werden von Privatpatienten überrannt.

  54. 1.

    "mit Gewinn verkaufe, könne ja auch in die Infrastruktur des Ortes investieren" - soll heißen, der Gewinn soll für eine Kita reichen? Oder ist dies nicht eher ein Kostentreiber für Familien und damit ein Hindernis für Bezahlbares und eine gesunde soziale Durchmischung? Wer ist gleich für die Infrastruktur verantwortlich?

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