Nachhaltigkeit vs. Naturschutz - Windenergie wird zum Problem für Fledermäuse

So 19.06.22 | 07:25 Uhr | Von Peter Kaiser
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Grosser Abendsegler (Nyctalus noctula) (Quelle: imago images/T. Douma)
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Audio: rbb24 Inforadio | 14.06.2022 | Peter Kaiser | Bild: imago images/T. Douma Download (mp3, 4 MB)

Immer mehr Fledermäuse, aber auch Greif- und Wasservögel sterben durch die Rotorblätter an Windkraftanlagen. Forscher stufen die Zahl der jährlichen "Schlagopfer" als bedenklich ein. Von Peter Kaiser

Rund 30.000 Windkraftanlagen werden zurzeit in Deutschland betrieben. Die Bundesregierung will den Ausbau der Windenergie forcieren, dabei sollen vor allem vereinfachte und schnelle Genehmigungsverfahren helfen. Doch Windkraftanlagen, egal ob On- oder Off-Shore, haben negative Auswirkungen auf die Populationen von Greifvögeln wie Seeadler oder Rotmilan. Vom Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) heißt es, generell seien Anlagen an Gewässern und anderen Feuchtgebieten besonders unfallträchtig.

Ingrid Kaipf vom NABU sagt, dass Vögel "schützenswert sind wie andere Tiere auch". Aus ihrer Praxis habe sich gezeigt, dass Windkraftanlagen nicht immer an den Stellen stehen würden, wo sie sinnvoll seien, "sondern dass viel Politik eine Rolle spielt, warum die an diesem Ort stehen müssen". Kaipf zufolge wäre es machbar, Windkraftanlagen da zu bauen, wo sie ökologisch sinnvoll seien, "also nicht in den Wald, sondern ins offene Land. Das muss man sehr lokal untersuchen und die Untersuchungsergebnisse der Gutachter müssen ernster genommen werden", so Kaipf.

Mehr Windräder - mehr Opfer

Doch es geht nicht nur den Greif- und Wasservögeln per Rotorblatt an den Kragen. Besonders Fledermäuse, etwa die in Deutschland heimische Art des Großen Abendseglers, verenden zahlreich als sogenannte "Schlagopfer" an den Windkraftanlagen.

Christian Voigt, Leiter der Abteilung für Evolutionäre Ökologie am Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, IZW, sagt, die Situation sei inzwischen bedenklich. "Wir haben im Festlandsbereich 30.000 Anlagen, die Energiewende führt dazu, dass wir noch viel mehr bekommen werden, und es gibt einige Probleme, die wir noch gar nicht richtig verstanden haben. Es gibt Schätzungen, dass ungefähr acht bis zehn Fledermaus-Schlagopfer pro Jahr an jeder Windkraftanlage zu verzeichnen sind."

Rückschlüsse auf Nahrung durch "Metabarcoding"

Dabei habe sich die Gesellschaft letztendlich zu zwei Zielen verpflichtet, betont der Forscher. "Das eine ist der Schutz der Biodiversität und das andere sind die Klimaschutzziele. Und beide sind gleichwertig. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass es hier um den Verlust von Individuen und Arten geht, sondern es geht auch um die ökologische Funktion dieser Arten. Und Fledermäuse haben eine ganz wichtige ökologische Funktion, in dem sie viele Schadinsekten reduzieren. Fällt diese Funktion weg, heißt das in der Konsequenz, dass wir zu unseren Lasten mehr Insektizide ausbringen müssen", sagt Voigt.

Archivbild: Ein Wissenschaftler kontrolliert Fluegel von Grossem Mausohr, Brandenburg. (Quelle: dpa/K. Hinze)

Wie genau sich die Formel "Schlagopfer vs. Nachhaltigkeit" auswirkt, hat das Team um Christian Voigt mit neuester Technik erforscht. "Wir untersuchten den Mageninhalt von Fledermauskadavern, die unter Windkraftanlagen gefunden wurden. Hierzu nutzten wir einen sogenannten Metabarcodingansatz."

Jede Tierart verfügt in ihrer DNA über ganz spezifische Sequenzen, die typisch sind für diese eine Tierart, das "Taxon". Nach diesem Barcode kann man suchen, mit genetischen Methoden, und hierüber jede Tierart identifizieren. Auch solche im Magen von Fledermäusen. Alternative Methoden wie zum Beispiel die visuelle Analyse des Mageninhalts sind nur begrenzt anwendbar und zudem fehleranfällig, da man zum Beispiel nur die harten Flügelteile von Insekten im Mageninhalt detektieren kann. Weichteilige Insekten zum Beispiel wären in einer solchen Analyse völlig unterrepräsentiert. Die Analyse des genetischen Barcodes von Insekten ermöglicht daher einen umfassenderen Blick auf die Nahrungszusammensetzung von Tieren.

Enormer Ausfall natürlicher Schädlingsbekämpfung

Was bei dieser neuesten Studie zu den Fledermaus-Schlagopfern herauskam, war erschreckend. "Durch den Tod von Fledermäusen an Windkraftanlagen verschwinden wichtige Akteure in diversen Lebensräumen. Einheimische Fledermäuse sind insektenfressend, so dass ihr Verschwinden dazu führt, dass ihre Funktion als regelndes Glied von Insektenpopulationen in Nahrungsketten für den jeweiligen Lebensraum verloren geht. Dies führt zu einer Vereinfachung von Nahrungsnetzen und wie wir wissen, sind vereinfachte Nahrungsnetze auch potentiell anfälliger gegenüber Störungen", so Christian Voigt vom IWZ.

Bis zu 46 verschiedene Insektenarten fanden die Forscher in den Mageninhalten des Großen Abendseglers, der häufigsten heimischen Fledermausart. Rund 20 Prozent der verzehrten Insekten waren dabei Schadinsekten wie Esskastanienbohrer oder Eichenwickler. Bei etwa 10 Fledermaus-Schlagopfern pro Windkraftanlage mal der Summe von 30.000 derzeit betriebenen Windrädern summiert sich der Ausfall der natürlichen Schädlingsbekämpfung enorm. Denn die Fledermäuse, so Voigt, "leisteten kurz von ihrem Tod an den Windkraftanlagen eine kostenlose sogenannte ökosystemare Dienstleistung für die Land- und Forstwirtschaft. Verschwindet diese Dienstleistung, nimmt der Schadfraß an Pflanzen zu."

Es wird also an der Politik sein, zu entscheiden, ob man weiter Windkraftanlagen baut, und andererseits mehr Schädlingsbekämpfungsmittel einsetzt, damit man der Schädlinge Herr wird.

Sendung: rbb24 Inforadio, 18.06.2022, 15:45 Uhr

Beitrag von Peter Kaiser

54 Kommentare

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  1. 54.

    Natürlich haben Waldbrände oft einen Auslöser, der in menschlichem Fehlverhalten (Zigarettenkippe, Glasscherben) zu finden ist. Das ändert aber nichts daran, dass durch den Klimawandel die Wälder immer trockener werden und somit anfälliger für dieses Fehlverhalten.

  2. 53.

    Ganz unrecht hat Andreas nicht, da ich jeden Tag mit dem Auto unterwegs bin, kann ich des öfteren beobachtet wie Autofahrer die vor mir fahren brennende Zigaretten aus dem Auto werfen. Das bei jeder Jahreszeit auch bei extrem trockenem Wetter wie jetzt .In meinem Bekanntenkreis gibt es auch den ein oder anderen Kameraden der FFW ,die erzählen das solch eine Fahrlässigkeit oft zu Waldbränden führt . Und nur mal so als Beispiel, vor 2Jahren hat eine Serie von Waldbränden die Feuerwehren in unserer Umgebung in Atem gehalten, wie sich später herausstellte waren alle Brandstiftung. Nicht jeder Waldbrand hat gleich was mit dem Klimawandel zu tun, denn es gibt noch mehr Ursachen und bevor wir die nicht kennen, hat jeder nicht ganz Unrecht. MfG

  3. 52.

    Oh, einer der meint, es besser zu wissen als die Fachleute. Sie leugnen also, dass der Klimawandel zur erhöhten Waldbrandgefahr beiträgt? Habe ich Sie da richtig verstanden?

  4. 51.

    Es sterben auch viele Vögel und Fledermäuse im Straßenverkehr
    Sehe ich jeden Tag auf der Autobahn
    Bin fest davon überzeugt mehr als durch Windräder, ohne das beweisen zu können
    Also wenn wir WKA wegen Toter Vögel und Fledermäuse verbieten, müsste man ja auch Autos und LKW, s verbieten
    Dann würde ich so manche, die hier wegen Windräder schon fast totkrank werden mal hören, was sie dann zu sagen haben
    Die bösen, bösen Windräder aber auch !!

  5. 50.

    Sehr geehrter Herr Neumann, dass jedes Jahr Millionen von Vögeln den Hauskatzen zum Opfer fallen halte ich persönlich für ein Märchen und ist auch so nicht bewiesen. Natürlich gibt es Opfer unter den Vögeln aber immer gleich von Millionen zu reden ist erschreckend übertrieben, sie sollten nicht vergessen auch krähen und Eichhörnchen sowie andere Vögel sind ebenfalls Nesträuber bzw machen Jagd auf Vögel. Dieses bloße reduzieren immer auf Hauskatzen ist so widerlich.

  6. 49.

    Faktisch sterben die Hamster an tausenden Tonnen Beton, mit denen die Windräder in der früheren Natur verankert werden und damit ihren Lebensraum vernichten. Dass sie ohne die Zerstörung ihres Lebensraums den "Hitzetod" sterben, ist zunächst mal eine Behauptung von Ihnen, für deren Beleg Ihnen das Forum sicher dankbar wäre.

  7. 48.

    Nicht "der Klimawandel" ist schuld an den Waldbränden, sondern Idioten oder Kriminelle, die die Feuer entweder fahrlässig oder vorsätzlich gelegt haben. Kein Wald brennt von alleine, da kann es so trocken sein wie es will.

  8. 47.

    Herr Neumann,
    wir sollten uns nicht von der momentanen Kriegshysterie hingeben, sonder zurück an den Verhandlungstisch kommen.
    Die, das zu verantworten haben, werden die Zeche nicht bezahlen, bezahlen werden wir den Unsinn.
    Und natürlich kann man immer mit den Fingenchen auf Andere zeigen, und "zig Millionen z.B. der Hauskatze zum Opfer fallen, ohne das der NABUI sich darüber aufregt" anführen, nur ist das hier nicht das Thema. Zudem, und dass war auch Thema hier bei rbb24, geht ein emenser Anteil an verwilderten Katzen, die sich ungehemmt vermehren, statt der Natur entnommen zu werden. Da hatten Sie auch schon eine eigenartige Meinung.
    Natürlich wird wieder aufgeforstet, aber ist das dann der seit jahrhunderten angestammte Brutplatz?
    Also schreiben Sie keinen Unsinn und bleiben bei den Fakten.

  9. 46.

    Es geht nicht darum, die Energiewende zu verhindern. Das Problem ist der vollkommen ausartende Alarmismus beim Thema Klimawandel. Dieser ist das neue Waldsterben. Unfraglich gibt es Veränderungen und wird es auch weiter geben, die täglichen Übertreibungen helfen dabei aber auch nicht weiter. Sie dienen lediglich als Entschuldigung, den Kampf gegen den Klimawandel über den täglichen Naturschutz zu stellen, statt Kompromisse suchen zu müssen. Wir können nicht die Natur zerstören, die wir mit Klimaschutz angeblich retten wollen. Das gilt ausdrücklich für sämtliche Energieerzeugung. Leider ist die Diskussion darüber aber in Deutschland ideologisch aufgeladen und über manches, wie zum Beispiel Atom, darf in manchen Kreisen gar nicht diskutiert werden. Das muss es aber, wenn wir uns tatsächlich das Ziel setzen, energetisch autark werden zu wollen, denn das geht nur mit einem gewissen Teil an Umweltzerstörung. Die Frage ist nur, wie hoch der akzeptabel ist.

  10. 45.

    Möchten Sie den einzelnen Feldhamster schützen oder lieber verhindern, dass die gesamte Population den Hitzetod stirbt?

  11. 44.

    Sie wissen anscheinend nicht, dass Eingriff wie der Bau einer WKA ausgeglichen werden muss. Dadurch wird dann an anderer Stelle im gleichen Naturraum mit neuen Bäumen die Photosynthese weiterhin stattfinden.

    Die Schlagopfer wie z.B. mehrerer Hunderttausend Vögel im Jahr relativieren sich, wenn man weiß. dass zig Millionen z.B. der Hauskatze zum Opfer fallen, ohne das der NABUI sich darüber aufregt.

    Ich bin aber auch auf Ihre Vorschläge gespannt, wie man die Energieversorgung der Zukunft sicherstellen solle.

  12. 43.

    Anscheinend ist die von den Grünen mitgeführte Bundesregierung in der Wirklichkeit ankommt. Bürgerrechte und Artenschutz werden gestrichen, um noch mehr vom Falschen zum machen, nämlich das Land zuzuspargeln. Bäume en masse werden gefällt – als kennten die Grünen nicht die Photosynthese –, um Stromtrassen und Windparks zu errichten. Windräder und Strommasten führen jedoch keine Photosynthese durch. Mit diesem Plan gehen die Grünen als die größten Naturvernichter in die deutsche Geschichte ein.
    Nun, da spielen "Schlagopfer" letztlich auch keine Rolle mehr. Wie das woke "bedenklich" spiegelt. Da ist ja froh, daß Bauvorhaben sabotiert werden, weil sich schützenswerte Lurche Echsen u.s.w. auf dem Areal befinden.
    Letztlich muß nicht nur der Mensch Opfer bringen, in dem er friert und in der Dunkelheit sitzt.

  13. 42.

    Ein Beitrag in der TAZ vom vorigen Jahr heißt es zB Hessen Umweltministerin Hinz und Wirtschaftsminister
    Al Warzir haben in einem Erlass Anfang des Jahres festgelegt das WKA grundsätzlich wichtiger sind, als der Schutz von Vögeln u. bedrohten Tierarten die durch die Anlagen sterben könnten. Desweiteren werden durch die Pläne der Grünen zum Ausbau von WKA Parks natürliche Ökosysteme vernichtet die Tausende Tonnen CO2 speichern könnten. Auf Bundesebene haben die Grünen mit den Windkraftlobbyisten Verbänden ein Strategiepapier erarbeitet um den Ausbau der WKA bei Regierungsbeteiligung rasant auszubauen. Das dadurch auch geschützt Tierarten zu Tode kommen,nennen sie "negative Auswirkungen ". Hier geht's nur noch darum das die grüne Ideologie durchgepeitscht wird und einige verdienen sich dabei eine goldene Nase und die Bevölkerung muss dafür tief in die Tasche greifen. Es war von langer Hand geplant. Eine Wahrheit die wohl nicht jedem gefällt,aber wenn dann muss alles auf den Tisch.

  14. 41.

    Das ist auch so ein immer wiederkehrendes Phänomen. Merkel/FDP hatten die Laufzeiten verlängert, die Solarindustrie unter Rötgen an die Wand gefahren und diese 1000m Bestimmung mit der SPD/ Altmaier durchgewunken.

  15. 40.

    Immerhin konnte Merkel sogar CDU davon überzeugen, dass man mit dem Abschalten der KKW eine demokratische Mehrheit hinter sich weiß. Dabei wissen Sie aber bestimmt auch, dass die EU nicht nur bei Öl und Gas an Russslands Nippeln hängt, sondern insbesondere auch bei bereits angereichertem Uran:
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ukraine-krieg-eu-ist-auch-von-russischem-uran-abhaengig-a-d9575895-93da-4274-a5e5-167f4d9d2f0f

  16. 39.

    Frau Merkel ist zwecks Wiederwahl auf einen populären Zug aufgesprungen. Sie ist Politikerin, keine Heilige. Und das Mitspielen wurde den Konzernen doch satt vergütet. Und ob das AKW läuft, oder nicht, ist zweitrangig, solange die Rendite stimmt.

    Wenn sie immer noch glauben, Parteiprogramm, besseres Wissen, Moral, oder gar das Wohlergehen der Bevölkerung spielen, bei politischen Entscheidungen eine Rolle, viel Spaß weiterhin.

  17. 38.

    Sehr geehrter Herr Kaiser,

    hier in der Nähe und in Treuenbrietzen geht gerade der Lebensraum nicht nur unzähliger Fledermäuse, sondern auch vieler anderer Tierarten nach monatelanger Dürre in Flammen auf. Wenn Sie schon die Meinung des Nabu übernehmen, erwarte ich auch Antworten, wie wir stattdessen gegen den Klimawandel vorgehen sollen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ein Trebbiner

  18. 37.

    Warum wird man das Gefühl nicht los in Ihren Kommentaren AfD Gefasel raus zu lesen?
    Weltweit EE Ausbau googlen, schon ist der Quatsch widerlegt.
    Schreibt einer dessen Wohnung dank Solar betriebener Klimaanlage 22 Grad hat.
    Bei Bedarf heizt das Ding auch noch......und schon kann man beim Thema Mieterstrom sein.
    Möglich ist vieles,man muss es nur wollen.

  19. 36.

    Diese Abstandregel reicht so manchem allerdings nicht aus, wohlwissend, dass dann in einem dicht besiedelten Land wie der Bunderepublik WKA nahezu unmöglich werden würden. Man schaue sich nur mal die Fotostrecke in diesem Artikel an, die die Ausschlussflächen nach verschiedenen Interpretation der 1000m-Regel anzeigt:
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/windraeder-geplante-abstandsregel-wie-eng-es-wirklich-wird-a-1297398.html
    Dabei sind die 1000 m schon viel größer als die sinnvollen Abstände, unterhalb deren sich reale Gefahren für den Menschen ergeben würden.

  20. 35.

    Fakt ist aber auch, dass "all" den Naturschützer, die bei der Diskussion um WKA auftauchen, bei den Themen Tempolimit, Straßenausbau, Eigenheime, Fleischkonsum, Kohle, usw. der Naturschutz nicht mehr gaaanz so wichtig ist.

  21. 34.

    Also mal der Reihe nach: AKWs sind gefährlich, Kohlestrom ist schmutzig, Gas kriegen wir nicht geliefert, Fracking ist verboten, Wka töten Tiere und Solaranlagen brauchen viel Platz!
    Glaubt wirklich jemand das andere Staaten Deutschland auf diesem irren Weg folgen werden?
    Die anderen EU Länder werden über die Bürger in Deutschland lachen wenn hier im Winter gefroren wird und andere nen warmen Popo haben.
    Aber dafür sind wir dann die GUTEN! :-(

  22. 33.

    17 insgesamt, 3 laufen wohl noch. Ich habe auch nicht behauptet, damit die Stromversorgung von Gas oder Kohle unabhängig zu machen. Es geht darum, jede mögliche Option zu prüfen, die dazu beitragen kann, die Abhängigkeit zu reduzieren.

  23. 32.

    Ah, Sie sprechen die Frage „sinnvoll“ an bzw. interpretieren diese neu? Gerne hören wir hierzu mehr...

    P.S. Es gibt Gefährder der EE, die behaupten, dass WKA nur am Horizont und weiter akzeptiert sind. Das ist eine Lüge, wie die vielen Anlagen zeigen. Beachten Sie diesen Umstand.



  24. 31.

    Mal so aus eigener Beobachtung. Wir sind seit über 20 Jahren mehrmals im Jahr auf der Insel Fehmarn - Womo/Camping.
    In all den Jahren hat unser Begleiter (Hund) noch nicht eine tote Fledermaus gefunden.
    Das Gebiet ist zugepflastert mit "Windmühlen"!!! - Wir werden uns jedenfalls eine neue Ferienregion Suchen.
    Schade!!!
    Wie weit fliegen eigentlich noch Fledermäuse nach dem "Schreddern"?


  25. 30.

    Das Problem ist, dass viele Bauern Angst haben, dass ihr Getreide nicht mehr wächst wenn auf dem Feld eine Windkraftanlage steht. Außerdem irritieren sie die Schweine-Hühner und Putenmasttiere um genügend Schlaf zu bekommen. Deswegen stehen etliche Anlagen dort, wo sie besser nicht stehen sollten. 30.000 Anlagen erscheint mir allerdings erschreckend niedrig. Ob da eine Null fehlt?

  26. 29.

    Wann ist Merkel bei den Grünen eingetreten und warum hat niemand von der CDU das bemerkt?

  27. 28.

    Was spricht dagegen, dass jedes Haus(dach) mit Solaranlagen ausgestattet wird? Windkraft macht mehr kaputt als es nutzt. Ich bin gegen Windkraftanlagen!

  28. 27.

    Viele - einschließlich des NABU - haben noch nicht verstanden, welch tiefe, einschneidende Veränderungen der Klimawandel schon in den nächsten Jahren mit sich bringen wird. Allein die zunehmende Dürre wird viele Arten - und unsere Nahrunsgmittelversorgung - in einem erheblichenAusmaß bedrohen. Das sollte uns natürlich nicht davon abhalten, daran zu arbeiten, den Windkraftausbau möglichst artenschonend voranzutreiben. An Klimaschutz führt aber kein Weg vorbei.

  29. 26.

    Der Klimawandel gefährdet die Artenvielfalt nicht. Es sind die Maßnahmen dagegen, behauptet der Nabu.

  30. 25.

    Bei allen ökologischen Systemen ist das Eingreifen und Stören durch den Menschen eine nachhaltige Katastrophe - wie man auch beim Verschwinden der Ur - und Regenwälder beobachten kann. Wir kapieren nicht, dass dadurch auch unserer Art das Überleben ohne die Hilfe künstlicher Systeme (noch mehr Chemie in der Landwirtschaft) immer schwerer gemacht wird. Aber wir denken nich zukunftsorientiert und langfristig, wir haben nur Noch Angst - auch Angst vor dem Verlust an Bequemlichkeit.

  31. 24.

    Erschreckend undifferenzierter Beitrag vom rbb. Der Gipfel ist der letzte Satz, der nahe legt, die Politik müsse des Windkraftausbau jetzt stoppen. Ohne weitere Windkraftanlagen wird es nicht möglich sein, den Klimawandel so weit auszubremsen, dass nicht zahlreiche Arten in viel stärkerem Ausbau dezimiert werden oder ganz verschwinden.
    Dass der rbb hier unreflektiert die Haltung des in dieser Hinsicht oft kritisierten NABU übernimmt ist eine ganz schwache Leistung!

  32. 23.

    "müssten alle AKWs wieder ans Netz."

    Was auch immer "alle" heißt bzw. wieviel AKWs wieder genutzt werden können, es wird nicht annähernd ausreichen, um den Strombedarf zu decken. Zu Beginn der Energiewende vor zwei Jahrzehnten war es ein Drittel Atomstrom beim "Energiemix". Sprich ohne Windkraft funktioniert es nicht mehr.

  33. 22.

    "Man kann sich das gar nicht vorstellen, dass statt sinnvolle Standorte politische Standorte für WKA ausgewählt werden. "

    Ist doch nicht so schwierig sich vorzustellen, Stichwort Abstandsregel. Damit definiert man politische Standorte bzw. verhindert man sinnvolle.

  34. 21.

    Eigenartiger Artikel, es wird eine Schätzung von 8 bin 10 Tieren pro Windkraftanlage angegeben. Wie die Experten auf diese Schätzung kommen oder ob diese durch Studien belegt werden wird nicht erwähnt. Gleichzeitig wird die Menge der getöteten Tiere nicht eingeordnet: sind das 1% der Population oder 50%? Gibt es derzeit einen Rückgang der Fledermauspopulation in Windkraftgebieten? Was kann das durch technische Maßnahmen korrigiert werden etc.
    Was soll dieser Absatz zu der Futteranalyse? Was und wie viel die Viecher fressen ist nicht relevant ob sie geschreddert werden oder nicht. Oder haben nur lebende Insektenvernichter ein Recht auf Leben?
    Das ist ein typischer Artikel der mangelhafte journalistische Arbeit zeigt. Es wird ein NABU Vertreter interviewt ohne das der Journalist Interesse oder Wissen zu dem Thema hat.
    Das ist nur gebührenfinanziertes Meldungen produzieren ohne der Bevölkerung einen Mehrwert zu bieten.

  35. 20.

    Viele Fledermausarten sind als Kulturfolger mittlerweile in den Städten heimisch geworden. Geht als auch nicht. Man erinnere sich nur an die Diskussionen um die EInheitswippe. Wie stattdessen Gruppierungen wie NABU oder FfF die Energieversorgung der Zukunft sicherstellen wollen, verraten die dem RBB und damit uns lieber nicht - falls die überhaupt vom RBB schon mal danach gefragt worden sind.

  36. 19.

    WK Anlage das teuerste ist.....entweder keine Ahnung oder in Mathe gefehlt, tippe auf beides.

  37. 18.

    Der NABU ist in Bezug auf WKA doch ganz bei Ihnen: Im Wald geht nicht wg. Fledermäusen, Offenland geht nicht wg. Vögeln, bleibt also nur weit hinter dem Horizont Off Shore, wo Sie als Kundiger die WKA nicht mehr sehen. Ach nee, geht laut NABU ja auch nicht wegen der Meeresbewohner. Dass die Dorschpupulation zwar vor allem wg. Überfischung massiv geschrumpft ist, ihr die Erwärmung der Ostsee dabei den Rest geben könnte, spielt für so manchen keine Rolle. Hauptsache, man hat selber seine Totenstille. Sie plädieren lieber für ein "Weiter so, weigern sich aber zu Kenntnis zu nehmen, dass z.B. Ihr wiederkehrender Vorschlag zur Zusammenfassung von Klagen gegen WKA längst Realität worden ist. Nur gefällt Ihnen das Ergebnis von Klagen gegen über bei zwei km vom eigenen Hinterhof entfernte sicherlich nicht.

  38. 17.

    Tja, die ideologischen Abstandsregel werden das Problem verschärfen.

  39. 16.

    Und genau deswegen wird uns der Planet auch irgendwann von seinem Antlitz entfernen; weil wir uns selbst nicht vor den Folgen unseres Lebensstils bewahren.

  40. 15.

    Aber aber, das kann doch gar nicht sein! Erst letztens, als es um das 2%-Flächenziel für Windkraft und den weiteren Ausbau in Brandenburg ging, musste ich mich belehren lassen, dass Klimaschutz ja gelebter Naturschutz wäre, als ich auf genau dieses Dilemma hinwies. Fakt ist, dass momentan der nicht bezifferbare Klimaschutz ganz klar über den im Einzelfall benennbaren Naturschutz gestellt wird und letzterer immer öfter den Kürzeren zieht. Die Grünen verabschieden sich immer weiter vom Naturschutz, da sie im Wesentlichen nur noch das einzige Ziel des Klimaschutzes verfolgen und dem alles, aber auch wirklich alles unterordnen, ohne Rücksicht auf Ökologie und Ökonomie. Wer aber keine Kompromisse will und keine ausgewogenen Lösungen sucht, wird am Ende scheitern und das wird für uns alle richtig teuer, finanziell wie nichtfinanziell. Der Fehler liegt bereits darin, bestehende Energien künftig autark erzeugen zu wollen, obwohl wir einen Großteil derzeit importieren.

  41. 14.

    Vielleicht sollten einfach mal NABU, die DUH und FfF Flächen ausweisen, wo nach ihrer Meinung Windkraft, Wasserförderung und -kraft, Solar usw. ohne Gegenklagen möglich wären! Aber wahrscheinlich kommen da nur die besten Citylagen raus, weil der Mensch ist ja kein Lebewesen, welches es zu schützen gilt

  42. 13.

    Wie nicht nur der rbb berichtete, fallen Greifvögel auch schon vor dem Bau von Windkraftanlagen diesen zum Opfer. Sobald eine solche Anlage in einem Waldgebiet beantragt wird, verschwinden gerne mal die dort befindlichen Horste bzw. landen mit ihren Bäumen unsanft auf dem Boden. Damit sind die Adler weg und der Weg ist frei. Dieses merkwürdige Phänomen wird sich in Zukunft noch verstärken, da jetzt auch in Schutzgebieten verstärkt gespargelt werden darf. So macht die Energiewende richtig Spaß.

  43. 12.

    Das interessiert die angebliche Umweltschutzpartei nicht!

  44. 11.

    Man kann sich das gar nicht vorstellen, dass statt sinnvolle Standorte politische Standorte für WKA ausgewählt werden. Wer macht denn sowas? Unmöglich? Fehlt bloß noch, dass die dann sagen „irgendwas ist immer“ um Blödsinn zu rechtfertigen und Gegenwehr von Kundigen als NIMBYs zu verunglimpfen, selbst wenn die da gar nicht wohnen.

    P.S. Auch sehr gute Windkraft ist endlich.... und fossile Energieträger auch erneuerbar. Es kommt auf den Zeithorizont an. Deshalb sind Moore die EE von morgen?

  45. 10.

    Für die Politik interessieren Tiere nicht, Hauptsache die eigene Ökostrom Agenda durchbringen. Zumal gerade Windkraftanlage das teuerste ist. Nach Ablauf der Förderung werden diese für den Betreiber unattraktiv und werden abgerissen. Das ist eine Ressourcenverschwendung aber politisch so gewollt, soll ja schließlich jeder richtig daran verdienen.

  46. 9.

    Wäre die Problemlösung nicht idiologisch belastet, müssten alle AKWs wieder ans Netz. Nicht für ewig, aber so lange, bis wirkliche Alternativen gefunden wurden. Grüne Politik zeichnet sich vor allem dadurch aus, sehr schnell "Kreuzzüge" auszurufen, aber mit den Konsequenzen hat man es nicht so. Das jährlich Massen an Tieren durch WKAs verenden ist ja nicht neu, nur war die Publikation politisch gedeckelt. Es wird Zeit, daß Experten übernehmen, und keine idiologisch gesteuerten Politiker.

  47. 8.

    Wenn wir nicht zu Verzicht bereit sind, sind unsere natürlichen Grundlagen der Zerstörung geweiht. Das derzeit massenhafte Artensterben aufgrund menschlicher Gier nach Energie, unbegrenzter Mobilität und fast ungehemmten Verbrauchs weist den Weg in unsere eigene Auslöschung. Was mich besonders ärgert: Die Grünen, die nur noch mit einer olivgrünen Agenda auf sich aufmerksam machen, haben jahrzehntelang verschlafen, diese simple Wahrheit auszusprechen; nur Verzicht, die Beschränkung unserer ungezügelten Konsumbedürfnisse, kann uns ein auf Dauer lebenswertes Leben in der Zukunft ermöglichen. Wie dieser gesaltet werden, welche positiven Seiten und Effekte er zeitigen könnte, all das war und ist kein Thema.

  48. 7.

    Böse Windkraft! Dabei sterben allein zig Millionen Vögel durch Hauskatzen. Daran haben die Tierliebhaber des NABU nichts auszusetzen.

  49. 6.

    Das ist ein Problem, was nicht gebraucht wird sind geistreiche Kommentare wie Deutschland allein das Klima retten.
    Vorschlag, wenn WK Anlagen Naturschutz konform gehen wo Protestler keine haben wollen denen zuerst denen den Strom abschalten. Haben die Kohlefreunde umgekehrt auch gefordert. Fakt ist, der menschengemachte Klimawandel zerstört unsere Fauna und Flora, sollte inzwischen bei jedem angekommen sein.
    Na gut.....Bei einer Partei noch nicht.

  50. 5.

    Na und? Was ist, wenn es die nicht mehr gibt, wir können die Insekten auch mit unseren Autos fangen. Waschen müssen wir die Autos so und so.

  51. 4.

    Ich rette das Klima und zerstöre die Natur, für einige anscheinend ein notwendiges Opfer .Für viele Windkraft Befürworter war das kein Thema, kann mich daran erinnern, das der Hinweis auf den rotorschlag oft als Phantasie abgetan wurde. Man kann den Teufel eben nicht mit Beezelbub austreiben.

  52. 3.

    "Es wird also an der Politik sein, zu entscheiden, ob man weiter Windkraftanlagen baut, und andererseits mehr Schädlingsbekämpfungsmittel einsetzt, damit man der Schädlinge Herr wird." Irgendwas ist immer! Der Klimawandel hat laut NABU schon bei den Insekten zu einer deutlichen Bestandsabnahme mit beigetragen wie ebenfalls laut NABU auch Fledermäuse unter kürzeren Winterschlaf und Hitzewellen enorm leiden. Viele andere Tierarten sind ebenfalls auch wg. des Klimawandels stark bedroht. Bei Bau von WKA in Offenlandbereichen sieht der NABU dann zwar vielleicht nicht wie hier die Fledermäuse gefährdet, dafür aber Vögel. Und selbst wenn der ÖPNV als Alternative zum MIV ausgebaut werden soll, blockiert der NABU ebenfalls gerne geplante Maßnahmen wie z.B. die Elektrifizierung einer Bahnstrecke in BaWü für die S-Bahn.

  53. 2.

    "Es wird also an der Politik sein, zu entscheiden, ob man weiter Windkraftanlagen baut, und andererseits mehr Schädlingsbekämpfungsmittel einsetzt, damit man der Schädlinge Herr wird." Irgendwas ist immer! Der Klimawandel hat laut NABU schon bei den Insekten zu einer deutlichen Bestandsabnahme mit beigetragen wie ebenfalls laut NABU auch Fledermäuse unter kürzeren Winterschlaf und Hitzewellen enorm leiden. Viele andere Tierarten sind ebenfalls auch wg. des Klimawandels stark bedroht. Bei Bau von WKA in Offenlandbereichen sieht der NABU dann zwar vielleicht nicht wie hier die Fledermäuse gefährdet, dafür aber Vögel. Und selbst wenn der ÖPNV als Alternative zum MIV ausgebaut werden soll, blockiert der NABU ebenfalls gerne geplante Maßnahmen wie z.B. die Elektrifizierung einer Bahnstrecke in BaWü für die S-Bahn.

  54. 1.

    Wenn auch überall ohne auf die Bedingungen für die Fauna zu achten, wka hingepflastert werden bleibt die Natur auf der Strecke. Und nachher weinen wieder alle wegen dieser Folgen aber Hauptsache Deutschland hat das Klima alleine gerettet.

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