Kennen statt kentern | Eine Typologie von Freizeitkapitän:innen - Wer schippert da auf unseren Gewässern?

So 05.06.22 | 10:01 Uhr | Von Max Ulrich
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Mehrere Menschen fahren in unterschiedlichen Gefährten auf dem Wasser
Bild: rbb24/Milosz Wachulski

Auto gegen Fahrrad war gestern. Heute tobt eine Seeschlacht in und um Berlin. Dabei schlagen Wellen und Emotionen hoch. Wer kreuzt da eigentlich auf Havel und Spree? Eine Typologie der Freizeitkapitän:innen von Max Ulrich.

Nicht das Boot, das Wasser ist voll! Auf manchen Teilen von Havel und Spree ist der Verkehr mittlerweile so dicht wie auf der A100 im Berufsverkehr. Bootfahren boomt.
Auf vollen Schifffahrtsstraßen sind Stress und Wut natürlich programmiert. Vor allem, wenn man Backbord nicht von Backshop unterscheiden kann. Einen Führerschein braucht man erst ab 15 PS starken Motoren. Wer nimmt hier eigentlich wem die Vorfahrt? Ein (unvollständiges) Erkennungshandbuch der Freizeitflotte auf unseren Gewässern.

Eine Familie sitzt auf einem Charter Floß
Bild: rbb24/Milosz Wachulski

Charter-Floß-Familie

Die Zugezogenen des Wassers - glauben sie gehören dazu, werden vom Rest aber als Plage empfunden.

Warum ein geräumiges Ferienhaus mit großem Badezimmer direkt am See mieten, wenn man für das gleiche Geld auch einen zehn Quadratmeter großen Würfel mit Chemieklo auf dem See haben kann? In Brandenburg an der Havel liegen mittlerweile mehr Flöße als E-Scooter auf dem Rosenthaler Platz. Doch schnell wird der Urlaub für die gestresste, gutsituierte Großstadtfamilie zum Horrortrip: Die Teenager haben kein WLAN, Mutti quetscht sich in der Schleuse den Finger und Vati rammt ein Segelboot. Nächstes Jahr bitte wieder ins Ferienhaus auf Rügen!

Eine Frau paddelt in einem Faltboot
Bild: rbb24/Milosz Wachulski

Faltboot-Nostalgiker:in

Ausrüstung muss 30 Jahre oder älter sein und ständig ist was kaputt. Urlaub ist Selbstkasteiung. Bedrohte Art.

Fahrstuhl am Bahnhof kaputt, das 100-Kilo-Paket aus Boot, Zelt und Camping-Schnickschnack muss also über die Treppe zum Bahnsteig hoch. Und dann ist das Fahrradabteil voller E-Bike-Rentner:innen! Endlich am Wasser sind Faltbootnostalgiker:innen schon vollkommen kaputt. Jetzt nur noch eine Stunde lang das Boot aufbauen. Dann beginnt die Entspannung.

Im Gegensatz zu ihren laut grölenden Verwandten, den Teenager-Gruppen im Plastikkanu, leben Faltbootfahrer:innen zwar im Einklang mit der Natur, aber auf Kriegsfuß mit der Moderne. Instagram, Tiktok, Zelte, die nicht aus Baumwolle sind: All das darf nicht an Bord. Und an so mancher Kneipe wird vorbei gepaddelt, weil sie auf der Wasserwanderkarte von 1979 noch nicht verzeichnet war.

Zwei junge Menschen fahren in einem Schlauchboot
Bild: rbb24/Milosz Wachulski

Landwehrkanal-Schlauchboot-Hipster:in

Containert sein/ihr Essen, aber verschleißt zwei PVC-Boote pro Jahr. "Fuck, mein MDMA ist nass geworden."

Eigentlich keine wirklichen Bootsfahrer:innen. Denn gefahren wird nur 20 Sekunden, bis man in der Mitte vom Urbanhafen angekommen ist. Dann wird gechillt bis der Joint ein Loch in die Bootshaut brennt. Wer so mutig ist, vom Boot ins Wasser zu springen muss sich am nächsten Morgen vor dem Spiegel fragen: "Sind das jetzt Affenpocken oder der ganz normale Landwehrkanal-Ausschlag?"

Eine Frau fährt in einem Motorboot
Bild: rbb24/Milosz Wachulski

Motorboot-Boomer

An Land als SUV-Drängler unterwegs, hasst Greta und findet ernsthaft, die peinliche Sonnenbrille steht ihm.

Macht mit Abstand die höchste Welle - und damit allen Vögeln im Schilf die Nester kaputt. Aber die Freiheit nimmt er sich. Ärgert sich auf seinem schwimmenden Affenfelsen gerne über hohe Spritpreise, "Gender-Gaga" und Boomer-Boote, die schneller sind als seins.

Hält sein Boot für einen Frauenmagnet. Am Ende kommt aber immer nur die Wasserschutzpolizei an Bord.

Zwei nackte Menschen fahren in einem Segelboot
Bild: rbb24/Milosz Wachulski

Segel-Nudist:innen

Auch in der Schleuse nackt. Anlege-Schluck, Ablege-Schluck, grüßt nur andere Segler:innen. Hält sich für die Mastspitze der Schöpfung.

Warum die Welt bereisen? Die Schleuse Woltersdorf ist doch auch schön! Segel-Nudist:innen sind den ganzen Sommer auf dem Wasser. Im September kommen sie mit Pergamenthaut - auch Seglerbräune genannt - zurück und werkeln dann den ganzen Winter am Boot herum. Sind auch an ihrem Brunftschrei ("Wer segelt, hat Vorfahrt!") zu erkennen.

Ein älterer Herr sitzt mit Bierglas auf einem Dampfer
Bild: rbb24/Milosz Wachulski

Dampfer-Rentner:in

Liebt: das mittelmäßige Essen und teure Bier an Bord sowie "die 30 schönsten Brücken" im rbb-Fernsehen. Hat Angst vor: Regen und dem Enkeltrick.

Fallschirmspringen? Bungeejumping? Dampferfahrer:innen reicht es unter den flachen Brücken des Landwehrkanals hindurchzufahren, um einen Adrenalinrausch zu erleben. Kopf einziehen! "Hui, das war wieder knapp! Darauf eine Erbsensuppe mit Bockwurst für 15 Euro. Und nächsten Samstag dann die Wannsee-Tour."

Dem freundlichen Steward wird am Ende der Fahrt "ein Sechser" (fünf Cent) Trinkgeld zugesteckt.

Ein Pärchen paddelt in einem Kanu
Bild: rbb24/Milosz Wachulski

Paddel-Pärchen Anfang 30

"Du paddelst falsch." - "Nein, du paddelst falsch!" Trennen sich nach dem Spreewald-Urlaub oder machen ein Kind.

Kennen sie den teuflischen Paddelspagat? Er geht so: Ein Bein im Boot, ein Bein an Land und dann öffnet sich der Spagat unweigerlich immer weiter bis zum teuflischen Platsch. Für viele Pärchen Anfang 30 beginnt der Trip im Leihkajak genau so. Damit hören die Probleme jedoch nicht auf: Warum fahren wir zickzack? Warum paddeln wir nicht synchron? Und hätten wir hier nicht links Richtung Lübbenau gemusst? Paddeln ist wie ein Nachmittag bei Ikea oder Weihnachten mit den Schwiegereltern: eine echte Beziehungsprobe.

Eine Standup-Paddlerin nimmt ein Selfie auf
Bild: rbb24/Milosz Wachulski

Stand-Up-Paddler:in

Vereint die Nachteile vom Surfen mit den Nachteilen vom Paddeln: Man kann nix mitnehmen und ist langsam. Aber Hauptsache instagramable.

Sie sehen ein bisschen aus, als hätten sie sich in die Hose gemacht. Nach vorne gebeugt, die Beine leicht gespreizt und mit einem angestrengten Gesichtsausdruck. Trotzdem ist SUPen der Trend bei der Generation Sinnfluencer. SUP-Touren gibt es jetzt sogar mit XXL-Brettern, auf denen dann bis zu zehn Personen schwanken. Beten Sie einfach, dass das nicht ihr nächstes Teambuilding-Event sein wird.

Nicht nur auf dem Wasser trifft man auf verschiedene Menschen - auch auf den Straßen. Hier geht es zur Typologie der Hauptstadtbiker:innen.

Sendung: Brandenburg aktuell, 05.06.2022, 19:30 Uhr

Beitrag von Max Ulrich

40 Kommentare

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  1. 40.

    Wie ihre Meinung ist, ist uninteressant. Das hatte ich an anderer Stelle aber bereits geschrieben.
    "Ob ein Führerschein (Straße/Wasser) erforderlich ist oder eine Einweisung ausreicht entscheidet der Gesetzgeber und nicht irgendwelche Forenschreiber.
    Sie können zwar eine Meinung haben, aber die ist unerheblich."
    Haben sie es jetzt geschnallt? Sie können denken und hier schreiben was sie wollen. Es ändert nicht.

  2. 39.

    Trotzdem stellen viele dieser Hausboote auf Grund ihrer Bauweise (Flachbodenschiffe), der Untermotorisierung und fehlenden Routine und Sachkenntnis der Nutzer ein nicht unerhebliches Risiko dar. Ein Ereignis hatte ich weiter unten geschildert, wäre die Kanugruppe nicht ausgewichen hätte es mutmaßlich Verletzte gegeben. Diese Boote sind zu anfällig für Querwinde und auf Grund der fehlenden Routine und geringen Motorleistung nicht in der Lage gegenzusteuern!

  3. 38.

    Ob ein Führerschein (Straße/Wasser) erforderlich ist oder eine Einweisung ausreicht entscheidet der Gesetzgeber und nicht irgendwelche Forenschreiber.
    Sie können zwar eine Meinung haben, aber die ist unerheblich.

  4. 37.

    Die Fahranfänger im Straßenverkehr haben aber einen Führerschein inklusive Fahrstunden. Ihr Vergleich hinkt arg.

  5. 36.

    Da regt sich aber jemand auf, dem Nester der Wasservögel wirklich egal zu sein scheinen und das eigene Statussymbol so tief ins Herz gebrannt ist, dass die einfachste Satire unerkannt bleibt. Sie haben wirklich ein Problemchen.....

  6. 35.

    >“ Das was man heute mit Hausbooten loslässt da streunen sich die Haare.“
    Bis zu 7 Tonnen mit 15 PS oder mehr auf Charterscheinstrecken ohne jeglichen Führerschein… Das probiere mal einer auf der Straße 7 Tonner ohne Führerschein. Und was viele auch nicht wissen: Auf dem Wasser gibt es keine solche Fahrzeughaftpflicht wie auf der Straße. Meist ist ein Bootsbesitzer am A…, wenn einem jemand auf dem Wasser das eigene Boot kaputt rammelt.

  7. 34.

    Was die wenigsten wissen, ist dass auch dem Wasser Punkte für Flensburg gesammelt werden können und dann der geliebte Lappen für das Auto futsch sein kann!

  8. 33.

    Als Inhaber des Sportbootfüherscheins Binnen und des Segelscheins kenne ich die Kräfte die auf Taue wirken. Als ehemaliger Jugendleiter waren mir diese Kenntnisse bei Kanutouren mit Jugendlichen im nützlich. Passen Sie einmal auf eine Meute Jugendlicher auf. Am Land ist es schon schwierig, auf dem Wasser benötigen Sie dazu all Ihre Sinne. Das was man heute mit Hausbooten loslässt da streunen sich die Haare. Die Nutzer erkennen die Gefahren nicht und sind völlig unbedarft also eine Gefahr!

  9. 32.

    Weshalb ich schon seit der Zulassung von 5PS'ern nicht mehr mit meinem Führerschein draußen war. War nicht ganz preiswert (damals) und man musste richtig büffeln.

  10. 31.

    >“… das nicht Vorhandensein der Wasserschutzpolizei …“
    Die Wapo ist schon da. Nur eben bei den riesen Wasserflächen kann sie nicht überall gleichzeitig sein. Und warum soll immer ein Kindermädchen hinter jedem Bootfahrer stehen und aufpassen? Gegen gesellschaftliche Gleichgültigkeit ist die Polizei verständlicher Weise nicht zuständig. Wenn was passiert, ist die Wapo auch da. Gegenseitige Rücksichtnahme sollte eigentlich auch vieles verhindern. Und natürlich aufm Wasser auch Wissen und Geschick.

  11. 30.

    Also dürfen nur "ausgewählte Eliten" ihre Freizeit auf den z.Z. noch "öffentlichen Wasserwegen" verbringen? Als "Beweis" werden fehlende Erfahrung angeführt. Danke für diese Meinung.
    Dann sollten PKW-Fahranfänger auch erst nach 5 Jahren Unfallfreiheit am Straßenverkehr teilnehmen.

  12. 29.

    Das lustigst also für mich als Außenstehender war als in der Schleuse die Leine oben festgemacht wurde. Als das Boot schon 45 Grad nach oben stand, rannte der Schleusenwärter mit dem Messer los. So langsam reicht es auch und das nicht Vorhandensein der Wasserschutzpolizei macht sich bemerkbar. Wie schon bemerkt wird das letzte Stück Natur in Brandenburg kaputt gefahren. Nicht nur von Gefährten mit Motor, auch privates Eigentum wir nicht respektiert.

  13. 28.

    Antwort zu Kommentar 1
    Es gibt halt humorlose Mitmenschen. Die müssen und können wir ertragen oder besser überlesen.
    Ganz tolle überzeichnete Satire,
    die ich als gelegentlicher Freizeitkapitän mit Motorbootführerschein/Binnenschifffahrt teilweise bestätigen kann.
    So manche Schleusendurchfahrt endete vor dem Scheidungsrichter/in.

  14. 27.

    Schallt vom Floß auch noch Techno und sieht man schon von weitem den Bierkastenstapel, macht auch der eigentlich kurshaltepflichtige Segler lieber einen großen Bogen

  15. 26.

    "Wer nichts zu sagen hat, sollte besser schweigen."
    Kam soeben bei Asterix im RTL.

  16. 25.

    "Ist schon etwas heftig und hat mit Satire wohl wenig zu tun."
    Deutschland, das Land der Diichter und Denker.....
    Der Rbb ist dabei.

  17. 24.

    Einen Vorteil hat die Inflation von Freizeitbooten doch: Man kann sich z. B. von Wannsee nach Kladow die Fähre sparen, weil man den Weg von Boot zu Boot auch bequem zu Fuß machen kann.
    Viel Spaß beim Boot- Wasserwandern

  18. 21.

    Die Gefährlichkeit der führerscheinfreien Hausboote kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Auf ein Kanufreizeit mit Jugendlichen begegnet uns ein solches Boot. Wir Hit hielten uns auf der Steuerbordseite des Kanals auf, als ein plötzliche Windböen von Backbord das Hausboot packte und auf unsere Seite zutrieb. Es blieb uns nur die Möglichkeit quer über den Kanal zu fahren um diesem entgegenkommenden Dwarstreiber zu entgehen. Er knallte auf der Höhe an Kanalböschung wo wir ohne Flucht wäre

  19. 20.

    „Die Nachteile des Surfend mit den Nachteilen des Paddelns vereint. „ Sehr gut erkannt. Mir laufen immer noch die Tränen.
    „Essen Containern“ kannte ich auch noch nicht. XD

  20. 19.

    Eben jene keine Ahnung von allem, aber mit 2 Stunden Chartereinweisung eine 7 Tonnen Yacht zu steuern, ist manchmal schon sehr gefährlich an Schleusen oder engen Kanälen.
    Erster Unfall dieses Jahr in der Schleuse Mirow vorige Woche mit 2 Verletzten:
    https://www.abendblatt.de/region/mecklenburg-vorpommern/article235470381/Zwei-Verletzte-bei-Bootsunfall-in-Schleuse-Mirow.html

  21. 17.

    Zum Schmunzeln, aber in der Realität eine Stadtplage, welche jetzt dabei ist den letzten Rest Natur in Brandenburg zu zerstören.

  22. 16.

    Lachen kann man darüber nur wenig. Die Regeln kennen diese Freizeitkapitäne nicht und die Wasserschutzpolizei die dessen Einhaltung kontrollieren soll ist auch extrem dünn. So lassen die zahlreichen Problemen nicht lange auf sich warten. Die Fähre Leißnitz muss bei jeder Überfahrt bangen das diese Freizeitkapitäne die Winde nicht wieder aus der Verankerung reißen. Da sie weder Schilder noch Warnung lesen können und das Seil nicht sehen. Wasserschutzpolizei? Nicht zu sehen, es gilt das Gesetz des stärkeren. Diese Motoren verpesten die Umwelt, diese ziehen 20 bis 40 Liter in der Stunde durch, abseits jeder Abgasnormen.

  23. 15.

    Köstlich - und keinesfalls übertrieben, wie wir nach über 30 Jahren Wasserwandern (Havel, Elbe, Elde, Müritz, Seenplatte)bestätigen können. Vor allem der aktuelle Trend, führerscheinfreie Hausboote aller Größen chartern zu können, führt zu großen Problemen, nicht nur wegen mangelnder Kenntnisse von Vorfahrtsregeln. Zwischenfälle mit zuweilen hohem Gefahrenpotential sind keine Seltenheit, oft ist es nur der Reaktionsschnelligkeit erfahrener Kameraden zu verdanken, dass Situationen glimpflich enden, die vor allem aufgrund von Unerfahrenheit im Umgang mit einem Boot entstehen, das ja nicht nur keine Bremse hat, sondern Wind, Strömung und Wellen ausgesetzt ist. Nichtbeachtung grundlegender Werte der Seemannschaft in Bezug auf Sicherheit an Bord, Hafenetikette, Verhalten in Schleusen etc. verärgern zu Recht. Den Kommentar von Toberg über die "Monacofürsten" der Binnengewässer unterschreiben wir vollinhaltlich! Und neuen Führerscheinbesitzern sei gesagt: Vorsicht - "der Schein trügt"!

  24. 14.

    Gelungener Beitrag - etwas militant angekündigt, aber der Inhalt entschädigt.
    Habe es bisher nur zum Faltboot gebracht, war damit aber immerhin schon in Berlin… das war 1977. Verdammt lang her…

  25. 13.

    Spaß und Lebensfreude, ein unheimlich gut gelungener Beitrag, Typologie zum Schmunzeln. Aber Vielfalt macht uns aus, auch auf dem Wasser. Endlich ein lockerer Beitrag, der uns Pfingsten verschönt. Wir waren jene mit dem Faltboot, längst verkauft, war eine tolle Zeit. Allen Wassersportlern viel Spaß. Unter uns, Herr Lange, Sie haben andere Probleme.

  26. 12.

    Wer an einem schiffbaren Dahme-Spree Fliessgewässer wohnt, kann der Lächerlichkeit des - insbesondere motorsierten - Bootsverkehrs täglich einiges abgewinnen.

    Allerdings fehlt im Artikel noch die Kategorie der Reichen bzw. Möchtegernreichen, die ihre Yachten aus Salzwassergewässern per Schwerlasttransport nach Brandenburg karren lassen und nach dem Wässern hoffen, dass man ehrfurchtsvoll zu ihnen aufschaut und winkt, als wäre es die Queen Mary 2. Solche Kandidaten haben allerdings kaum Zeit auf den winkenden Normalsteuerzahler zu achten, denn sie müssen ständig den Tiefenmesser im Auge behalten, damit ihre metallgewordene Charakterverweiterung im teils flachen Wasser des Berliner Umlands nicht irgendwo auf Grund läuft.

  27. 11.

    Ich Glaube auch:
    Freizeitkapitän:innen - Faltboot-Nostalgiker:in - E-Bike-Rentner:innen - Faltbootnostalgiker:innen - Landwehrkanal-Schlauchboot-Hipster:in - Bootsfahrer:innen - Segel-Nudist:innen - Dampfer-Rentner:in - Dampferfahrer:innen - Stand-Up-Paddler:in - Hauptstadtbiker:innen
    Ist schon etwas heftig und hat mit Satire wohl wenig zu tun.



  28. 10.

    Die Glosse über die Radfahrer war besser, da konnte man wenigstens noch lachen. Dieser Artikel wirkt verkrampft und man sucht vergeblich nach den Pointen.

  29. 9.

    Au Backe! Das war wohl ein Volltreffer im Maschinenraum. Na denne - Mast und Schotbruch, danke RBB und frohe Pfingsten.

  30. 8.

    >“ Segelnudist:innen noch nie gesehen. Um welche Tageszeit trift man die denn an,“
    Na dann kommen Sie mal hier an die Mecklenburger Seen! Es ist schon wieder losgegangen mit eben jenen…!
    Im Übrigen Herr Lange ist dies ein deutlich als Satire zu erkennender Artikel und keine objektive Information über aktuell politische Themen. Mein Gott… wie sind Sie denn drauf?

  31. 7.

    Ich hasse das neumodische :(Hicks)-Geschreibsel.

  32. 6.

    @rbb24
    Danke für den Pfingsbeitrag.
    Ich Denke, einige Beiträge kann ich in Zukunft Auslassen - ist doch etwas viel an Satire.

    Freizeitkapitän:innen - Faltboot-Nostalgiker:in - E-Bike-Rentner:innen - Faltbootnostalgiker:innen - Landwehrkanal-Schlauchboot-Hipster:in - Bootsfahrer:innen - Segel-Nudist:innen - Dampfer-Rentner:in - Dampferfahrer:innen - Stand-Up-Paddler:in - Hauptstadtbiker:innen

    Seglerbräune ? Die Segler:innenbräune vermisse ich schon noch.

    Die Netiquette wurde eingehalten!



  33. 5.

    Sehr launig beobachtet. Aber auf der Wasserwanderkarte von 1979 gab es definitiv mehr Lokale, an denen man anlegen und preiswert essen konnte

  34. 4.

    Warum so bösartig ? Noch nie was von Satire gehört ? Sicher gehören Sie zu denen, die zum Lachen in den Keller gehen.

  35. 3.

    Danke für das Schmunzeln am Pfingstsonntagsmorgen!
    Bin zwar raus aus der Wasserbranche und auf Stand der "Baumwollzeltwassersportler mit Plan von '79", aber dumpf erinnern kann ich mich daran auch noch. Gut, mal ein modernes Update zu haben.

  36. 2.

    Klasse Infotainment!
    Sehr gut beobachtet. Da gibts zwar noch paar Zwischengruppen wie den Charterschiffer, der die Kapitänsmütze aus dem Faschingszubehör auf hat und mit der fetten Charteryacht denkt, er wäre Fürst von Monaco. Er lenkt am Ruder so hektisch wie seinen Benz im Alltag und ist Sieger in der Meisterschaft „Schleuseneinfahrt über 3 Banden“ ;))

  37. 1.

    Ein primitives Geschreibsel eines Grossstadtjunkies, der noch nie im Leben ein Sportboot besessen hat, es auch niemals besitzen wird und neidvoll auf andere blickt. Ganz im Stil der üblichen Beiträge des rbb24.
    Vielleicht noch was zur Woltersdorfer. Wir wohnen nebenan, fahren mindestens 50x im Jahr durch, haben aber Segelnudist:innen noch nie gesehen. Um welche Tageszeit trift man die denn an, liebe Redaktion?

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