Berlin - Parkraumbewirtschaftung soll digitalisiert werden

Mo 04.07.22 | 17:53 Uhr
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Schilder einer Parkzone in Berlin-Steglitz. (Foto: picture alliance/Bildagentur-online/Schoening)
Bild: picture alliance/Bildagentur-online/Schoening

Die Parkraumbewirtschaftung in Berlin soll bald digital erfolgen. In Zukunft sollen sogenannte Scan-Fahrzeuge zum Einsatz kommen, die parkende Autos automatisch erfassen können, wie die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz am Montag mitteilte.

Die Scan-Fahrzeuge sollen mit Hilfe von Kameras die parkenden Autos erkennen und mit digitalen Datenbanken abgleichen. So kann schnell festgestellt werden, ob eine Parkberechtigung wie etwa ein Parkschein oder ein Bewohnerparkausweis vorliegt.

In Großstädten wie Amsterdam, Paris und Warschau würden die Fahrzeuge bereits erfolgreich eingesetzt, hieß es. Damit sie auch hier durch die Straßen fahren können, müsse allerdings die Straßenverkehrsordnung geändert werden. Das könne allerdings noch einige Jahre dauern.

Die Senatsverwaltung kündigte außerdem die Einrichtung einer neuen Geschäftsstelle an, in der unter anderem die Prozesse rund um eine digitalisierte Parkraumbewirtschaftung gesteuert werden sollen – beginnend bei der digitalen Parkberechtigung bis hin zur digitalen Parkraumkontrolle.

Korrektur: In einer vorherigen Version hieß es, die Senatsverwaltung habe außerdem die Einrichtung einer neuen Geschäftsstelle angekündigt, "in der unter anderem die digitalen Parkberechtigungen erstellt werden sollen". Tatsächlich soll die neue Geschäftsstelle die digitalisierte Parkraumbewirtschaftung steuern. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

Sendung: rbb 88.8, 04.07.2022, 13 Uhr

25 Kommentare

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  1. 25.

    Hoffentlich denken sie dann bei dem System auch endlich mal daran, dass manche Bewohner kein eigenes Auto haben aber öfters car-sharing nutzen (privat oder von Anbietern). Da muss man dann auch ab und an mal im eigenen Bezirk parken, nur dass man immer wieder ein anderes Auto hat. Bisher muss man dafür ungerechtfertigterweise sehr viel bezahlen, weil man ja keinen Bewohnerausweis bekommt ohne eigenes Auto. Das ist ziemlich rückständig. Digital wären da auch kurzfristige und sich ändernde Parkgenehmigungen möglich !

  2. 24.

    Sie geben sich ja nicht einmal Mühe diese eigentlich nicht so komplexe digitale Parkraumkontrolle zu verstehen. Die Technik ist mittlerweile so gut, dass Gesichter auf Live-Videos sofort verpixelt werden. Aber es werden mit diesen Fahrzeuge auch gar keine Gesichter erfasst, weil die Kameras nur auf die Kennzeichen gerichtet sind. Schauen Sie doch mal nach Paris, Warschau und Amsterdam. Dort fahren die Fahrzeuge schon seit Jahren.

  3. 23.

    Niedlich, diese "Aufregung", aber jeder hat ein Handy, meist Smartphone, nutzt einen Laptop, Tablet und meistens auch noch Smart-TV, bestellen bei Amazon, Ebay und bezahlen mit Karte im Super,arkt, aber beim Parken Regen wir uns auf und sorgen uns um Daten und Spuren. LOL

  4. 22.

    Das muss mit allen Mitteln verhindert werden! Was ist mit Datenschutz? Das ist eine Totalüberwachung. Man weiß wann und wo jemand war, die Kameras erfassen nicht nur Nummernschilder. Allein dieser Abgleich ist ein Bruch gegen die DSGVO. Dahinter verbirgt sich eine private Firma. Das werde ich umgehen an die Verbraucherzentrale weitergeben, die sollen das mal prüfen bzw. an die entsprechende Stelle weiterleiten. Das geht gar nicht.

    Die Menschen werden darüber hinaus nur weiter abgezockt. Wie soll man denn die Parkgebühren zahlen können? Die Autofahrer sind die Melkkuh der Nation. RRG betreibt eine Politik für Reiche.

    Natürlich befürworten das die Woke Grünen Zugezogenen in Berlin. Stattdessen brauchen wir Helm, Westen- und Haftpflicht für Radfahrer und eine Straßennutzungssteuer. Dann schauen wir, wer noch Fahrrad fährt.

  5. 21.

    Mit GENAU dieser perfiden Frage „Was haben Sie denn zu verbergen?“ rechtfertigen totalitäre Überwachungsstaaten die Implementierung von Überwachungstechnik … Und es geht dabei nicht um das was ich, Sie oder ein Dritter HEUTE zu verbergen hat, sondern darum was ich, Sie oder ein Dritter MORGEN besser mal verborgen HÄTTE … Und Sie verweigern mir glatt die Teilhabe, denn ich soll Ihrer Meinung nach mein Auto verkaufen und in die Pampa ziehen weil ich die z.B. die Plakette analog verlange … Siehste ? … Wissen Sie noch, warum in unseren Ausweise bis heute keine Religionszugehörigkeit notiert ist ? … In anderen Ländern durchaus noch üblich … Es muss wohl erst wieder Schlimmes passieren, bevor man auch hier wieder „wach“ wird … Der Fake-Video-Anruf bei Fr. Giffey letztens war übrigens schon ein prominenter Warnschuss in Sachen Missbrauch digitalisierter Bilder und Töne z.B. … Aber das war noch eine Kleinigkeit gegen das, was mit immer mehr „Digitalisierung“ möglich wird !

  6. 20.

    Ich werde NICHT fürs Parken oder das Freibad HANDYPAY machen! Damit auch noch überall nachvollziehbar wird, wann ich wo war und geparkt habe. Ja ne, die Aufklärungsquote von Verbrechen wird dadurch nicht besser (könnte sie ja, aber DAS darf ja nicht herangezogen werden, Datenschutz), aber ich bekommen dann vermutlich Werbung aller umliegenden Geschäfte um den Parkplatz, ungefragt... nene, lass ma. Aber dauert eh noch Jahre :-)

  7. 19.

    So sind auch meine Gedanken.
    Dieser neue zu digitalisierende Prozess ist DER WICHTIGSTE in dieser Stadt.
    Da werden wohl die Bußgeldbescheide bereits nächsten Tag im Briefkasten sein.
    Für Bürgernahen Angelegenheiten bei Bürgerämtern und KFZ-Zulassungsstellen hat man auch nur 4 bis 8 Wochen Wartezeit, teils egal wie notwendig es.
    Aber warum da Digitalisieren,
    die dort Beschäftigten brauchen ja auch ne Daseinsseinsberechtigung.

  8. 18.

    Big Brother is watching you! NEIN Danke, so etwas will u. brauche ich nicht! Immer noch mehr direkte und indirekte Überwachung durch die Hintertür. Das erinnert mich an Stasi Methoden u. man wird schnell zur interessanten Person, obwohl man alles korrekt macht. Egal wo Datensammeln, hier mit sogar Vernetzung! Früher, als RGR undenkbar war, regten sich die heute Regierenden über den damaligen Datenschutz sehr stark auf, heute aus meiner Sicht treten sie ihn selbst erheblich mehr mit den Füßen!

  9. 17.

    Ich glaub wenn im Krisenfall die Parkraumbewirtschaftung mal ausfällt ist das zu verschmerzen. Ich hätte es lieber wenn wir das durchdigitalisieren und mit der gesparten Arbeitszeit sinnvolle Projekte angehen.

  10. 16.

    Damit bestimmte Services bezahlbar bleiben müssen wir automatisieren und digitalisieren. Ein Ordnungsamtmitarbeiter ist einfach zu teuer für Parktickets verteilen. Ebenso ist beim Prozess der Parkvignettenerstellung ein Digitalbruch zu beobachten, der den ganzen Prozess nur deutlich verlangsamt.

  11. 15.

    Und der Manipulation von persönlichen Daten werden Tür und Tor geöffnet … Identitätsklau wird immer einfacher … Fakes zu Lasten einer Person immer einfacher … Viren- und Cyberkriminalität bedrohen die staatliche Ordnung und Verwaltung … WIR SIND DA AUF DEM HOLZWEG … Und Orwell warnt uns (immer noch) … Keine Ironie … Echte Sorge (um uns Alle).

  12. 14.

    Ließt das dann auch den Parkschein auf dem Armaturenbrett? Ein Handy zu haben ist keine Pflicht und ne Tastatur am Parkscheinautomaten fraglich?

  13. 13.

    So ein Quatsch. Die Infos werden sowieso erhoben, z.B. bei Mautstellen etc. Was haben Sie denn zu verbergen? Wenn Sie nicht erfasst werden wollen, können Sie doch Ihr Auto abmelden und in die Pampa ziehen!

  14. 12.

    Nein, Schluss, Ende, Aus mit diesen irren Forderungen nach immer mehr personalisierten Datenerfassungen … Datenschutz anfällig … Gläserner Bürger … App-Wahnsinn, ohne Handy kein Bürger und keine Teilhabe mehr … Akku leer oder Stromausfall macht Alles zu Nichte … Im Katastrophenfall geht bald nichts mehr … Totalitäre Regime (auch im Land) könnten es ausnutzen … Nicht auszudenken … Totale Digitalisierung ist ein echtes Sicherheitsrisiko … Bargeld, analog und von Mensch zu Mensch reicht und ist krisenfester … In (fast) allen Bereichen … Keine Ironie !!!

  15. 11.

    Längst überfällig. Hoffentlich wird die Erstellung der Pargvignetten auch digitalisiert.

  16. 9.

    Vielleicht sollte die Verwaltung/Parkraumbewirtschaftung sich als erstes darauf konzentrieren die Vignettenbeantragung zu digitalisieren zum Wohle der Bürger/Steuerzahlenden.
    Eine digitale (Pseudo-)Beantragung, die prozessual analog endet, mit viel Glück nach ACHT Wochen, ist ein Armutszeugnis sondergleichen!

  17. 8.

    Ja, bravo … Das wäre dann die nächste Kamera-Überwachung im öffentlichen Raum, die durch eine (ach so sinnvolle) Hintertür kommt ... Nach Tesla-PKW-Umfeld-Überwachung und Bus- und Bahn- und Bahnsteig-Sicherheits-Überwachung … Und nach den bereits tausendfach falsch installierten privaten Kameras a la Ring ... Leute, Digitalisierung IST NICHT Kamera-Überwachung … Und, wir wollen HIER keine "chinesische Art" der Digitalisierung implementieren ... Und überhaupt will ich es (jedenfalls) zukünftig auch noch mit Menschen zu tun haben (dürfen).

  18. 7.

    Das ist doch super. Zumindest hier scheint man die Digitalisierung und Prozess Optimierung voran zu treiben. Bringt Geld. Was sind dagegen schon profane Dinge wie zeitnahe Erledigung von Bürger nahen Dienstleistungen.

  19. 6.

    Ich bin dafür nur GewerbePkws und Lkws in der Innenstadt von Berlin davor bitte Parkplätze schaffen Hochhäuser 30 Etagen da würden dann mit 5 Zufahrten schnell Autos parken können und vorallem etwa 50000 Autos davon bitte 1000 für Behindere und 4 Aufzüge mit ÖPNV ANBINDUNG .
    Das wäre sinnvoll für die die unbedingt Auto fahren müssen Sie

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