Berlin-Friedrichshain - Etwa 60 Klima-Demonstranten blockieren Kreuzung am Frankfurter Tor

Fr 11.11.22 | 13:23 Uhr
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Straßen-Blockade von "Letzte Generation" am Frankfurter Tor, Berlin Friedrichshain. (Quelle: rbb)
Audio: rbb24 Inforadio | 11.11.2022 | Bild: rbb

Klima-Demonstranten haben am Freitag lange Staus in Berlin-Friedrichshain verursacht. Sie blockierten am Morgen die Kreuzung am Frankfurter Tor. Es waren mehr Personen beteiligt als sonst. Die Gewerkschaft der Polizei äußerte scharfe Kritik.

Mit einer größeren Blockadeaktion hat eine Gruppe von Klimaschutz-Demonstranten am Freitagmorgen den Autoverkehr in Berlin-Friedrichshain lahmgelegt. Am Mittag konnte die Kreuzung wieder freigegeben werden, wie die Polizei mitteilte.

Etwa 60 Demonstranten hatten sich auf die Kreuzung am Frankfurter Tor gesetzt, 30 davon klebten sich fest, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Polizei habe die Personen dann von der Fahrbahn lösen müssen, teilte sie dem rbb mit. Es wären mehr Personen gewesen, die sich festgeklebt hätten, als bei anderen derartigen Aktionen der Gruppe "Letzte Generation". Das Ablösen habe daher länger gedauert.

Die gesamte Kreuzung, an der sich die Durchgangsstraßen aus Mitte, Friedrichshain, Lichtenberg, Prenzlauer Berg und Kreuzberg treffen, musste zuvor für längere Zeit gesperrt werden, meldete die Verkehrsinformationszentrale (VIZ). Es bildeten sich lange Staus in alle Richtungen.

GdP-Sprecher Jendro kritisiert die Aktion scharf

Die "Letzte Generation" will "das Politikversagen in der Klimakatastrophe nicht länger stillschweigend hinnehmen", hieß es in einer Erklärung der Gruppe. Daher habe man sich erneut "dem tödlichen Kurs der Bundesregierung" entgegengestellt.

Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin, kritisierte die Aktion scharf. Das sei Nötigung und ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. "Bei allem Verständnis für die Problematik heilt der Zweck nicht die Mittel und Straftaten sind eben kein legitimer Protest im demokratischen Rechtsstaat", ergänzte Jendro.

Bei einer weiteren Aktion am Freitagvormittag haben sich nach Polizeiangaben vier Personen an der Fassade des Bundesverkehrsministeriums an der Invalidenstraße in Mitte gehängt. Seit 12:20 Uhr befänden sie sich wieder auf dem Gehweg und die Beamten nähmen ihre Personalien auf, hieß es von der Polizei.

Die Gruppe "Letzte Generation" blockiert seit Anfang des Jahres immer wieder Autobahnen und Kreuzungen. Zuletzt bestiegen zwei Demonstrantinnen auch das Brandenburger Tor.

Sendung: rbb24 Inforadio, 11.11.2022, 14 Uhr

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