Suche nach Fachkräften - Stahlerzeuger Arcelor Mittal stellt Informationszentrum in Eisenhüttenstadt fertig

Do 06.06.24 | 17:42 Uhr
  2
Stahl-Hütte-Eberswalde
Audio: Antenne Brandenburg | 06.06.2024 | O-Ton: Michael Bach | Bild: rbb

Des Stahlerzeuger "ArcelorMittal" hat am Donnerstag in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) ein neues Informationszentrum fertiggestellt. Ab sofort können sich in der sogenannten "Stahl-Hütte" interessierte Jugendliche und Schüler über Karrierechancen beim Stahlproduzenten informieren und interaktiv auf Erkundungsreise durch das Eisenhüttenstädter Werk gehen, wie es von dem Unternehmen heißt. Den Angaben zufolge wurde der 120 Quadratmeter große, ehemalige DDR-Autopavillon in der Lindenallee als "Zentrum für Innovation und Austausch" konzipiert.

ArcelorMittal beabsichtigt, die "Stahl-Hütte" zukünftig als Raum für kreative Ideen, kollaborative Projekte und als Startpunkt für Werksbesichtigungen zu nutzen. Daneben werde man technische und wissenschaftliche Programme für Schulen und Universitäten anbieten, die jungen Menschen beispielsweise mit experimentellen Lernangeboten die Aspekte der Stahlherstellung vermitteln soll, heißt es in einer Pressemeldung.

Außerdem sind Veranstaltungen geplant, die die aktuellen Entwicklungen in der Stahlindustrie thematisieren und durch Expertenvorträge, Diskussionsrunden und Workshops Raum für einen Austausch geben.

Transformation zu klimafreundlicher Stahlproduktion geplant

Der Stahlkonzert beschäftigt in Eisenhüttenstadt derzeit rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 200 Auszubildende. Im Werk werden Stahlprodukte für Kunden der Automobil-, Haushaltsgeräte- und Bauindustrie vor allem in Ost- und Mitteleuropa hergestellt. 2022 wurden dort 1,5 Mio. Tonnen Stahl produziert.

Der Stahlhersteller hat aktuell mit einer schwindenden Belegschaft zu kämpfen. Rund 200 Mitarbeitende würden jedes Jahr in Rente gehen, die man ersetzen müsse, sagt Michael Bach, Geschäftsführer Personal. Dazu kämen 200-300 zusätzliche Mitarbeitende, die man für den Transformationsprozess benötigt.

In der vergangenen Woche hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) dem Werk einen Förderbescheid zum Umbau seiner Produktion überreicht. Für die Transformation zur klimafreundlichen Stahlproduktion werden bisher 2,5 Milliarden Euro Investitionskosten veranschlagt. Davon sollen 1,3 Milliarden aus Fördermitteln finanziert werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 06.06.2024, 16:30

2 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 2.

    Grüner Stahl ist mit dem vorhandenen Energiemix nicht wettbewerbsfähig.
    Damit ist alles gesagt. Es funktioniert nicht.

  2. 1.

    Ist denn schon bekannt, um wieviel teurer dann de Grüne Stahl sein wird, der, wie es im Beitrag heißt, "für Kunden der Automobil-, Haushaltsgeräte- und Bauindustrie vor allem in Ost- und Mitteleuropa hergestellt" wird?

Nächster Artikel