Bahnverkehr - Züge der Linie RE1 fallen wegen Bauarbeiten wochenlang aus

Fr. 06.06.25 | 07:23 Uhr
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Archivbild: Reisende warten auf Bahnsteig 2 des Bahnhofs Zoologischer Garten auf die Ankunft des Regionalexpress RE1 der ODEG. (Quelle: dpa/Stache)
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Video: rbb24 Abendschau | 05.06.2025 | Anja Herr | Bild: dpa/Stache

Vollsperrung auf einer wichtigen Pendlerstrecke: Die Bahn baut und auf der Linie RE1 in einigen Abschnitten Züge aus. Einschränkungen soll es auch auf der RE8 geben. Die Bauarbeiten sollen Wochen dauern.

Bahnreisende der Linie RE1 müssen sich in den kommenden Wochen wegen Bauarbeiten auf massive Einschränkungen einstellen.

Vom 6. Juni bis zum 23. Juni fällt die Verbindung zwischen Brandenburg an der Havel und Potsdam vollständig aus, wie die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (Odeg) mitteilte. Als Ersatz sollen Busse fahren. In den Nachtstunden weitet sich demnach der Ausfall bis Berlin Friedrichstraße aus.

Vom 23. Juni bis 4. Juli gibt es zudem eine Sperrung der Verbindung Groß Kreutz - Brandenburg Hauptbahnhof. Auf dem Abschnitt Potsdam - Groß Kreutz verkehrt nur ein Zug pro Stunde und Richtung. Einschränkungen wurden auch bei der Linie RE8 angekündigt.

Züge der Linie RE1 fallen wegen Bauarbeiten wochenlang aus (Quelle: rbb/ODEG)
| Bild: rbb/ODEG

Gleiserneuerungen und Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik

Einschränkungen gibt es von Freitagabend bis zum 23. Juni auch bei der Linie RE8 zwischen Zoologischer Garten und dem Flughafen BER.

Auf mehreren Abschnitten kündigte das Unternehmen Ersatzverkehr mit Bussen an. Reisende sollen mehr Zeit einplanen und sich vor Fahrtantritt über mögliche Änderungen informieren, riet die Odeg. Die Streckensperrungen seien nötig, weil ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn Gleise erneuere und Technikarbeiten durchführe.

Grund für die Vollsperrungen sind Gleiserneuerungen und Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik, wie es von der Odeg hieß. Reisende sollen mehr Zeit einplanen und sich vor Fahrtantritt über mögliche Änderungen informieren.

Die Linie RE1 ist eine stark genutzte Strecke. Sie führt von Magdeburg über Potsdam und Berlin bis nach Frankfurt (Oder) und Cottbus.

Sendung: rbb24 Abendschau, 05.06.2025, 19:30 Uhr

76 Kommentare

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  1. 76.

    Nun ja, wenn die Arbeitsplätze wegfallen bzw.weggefallen sind am Wohnort, bleibt ja kaum eine Wahl. Sie würden natürlich immer der Arbeit hinterherziehen. Schon klar….

  2. 75.

    Der neueste Clou ist,dass durch den umgebauten Hbf Züge zum Südkreuz bei Versätung am Hbf enden.
    Und fast bis Oranienburg bei der Fahrt nach Rostock hat der Zug immer noch das Ziel Berlin Südkreuz.Die DB Lautsprecher AG ist zudem offensichtlich auch dem Sparzwang zum Opfer gefallen,denn es wäre ein leichtes am Südkreuz darauf hinzuweisen,zum Hbf vorzufahren,weil der gestrichene Zug dort steht und am Hbf mitzuteilen,dass der mit Berlin Südkreuz beschildert Zug in Wahrheit nach Rostock fährt.
    Und es war bis relativ kurz vor der Abfahrt nach Rostock noch möglich mit einem Zug mit angegebenen Ziel Stralsund und wahrem Endbahnhof Berlin Hbf vom Südkreuz aus den Rostocker Zug noch zu erreichen.
    Man muß aber schon gelernter Bahnfahrer sein um bei diesem Chaos am richtigen Bahnhof den richtigen Zug zu erreichen.


  3. 74.

    Sorry, aber für Menschen, die einen Arbeitsweg von 90 km haben, habe ich kein Verständnis. Auf dem Land den günstigsten Wohnraum und die gute Luft haben wollen, aber nicht die negativen Seiten. So funktioniert das nicht...

  4. 73.

    Bei 90km Arbeitsweg /Strecke ist das Auto unbezahlbar... nach 24-Stundendiensten lebensgefährlich...
    Für vier Wochen lang täglich 4 Stunden Arbeitsweg über Rom-Paris-Erkner und hoffen dass danach der Laden läuft...
    es hilft nur schwarzer Humor und Gelassenheit - endlich die Lieblingsbücher alle lesen /4 Stunden Extraschlaf... Die Kinder müssen dadurch - Mutti muss Zugfahren.
    Schöne Zeit im Zug.

  5. 72.

    Erschließt sich mir auch noch nicht ganz. Ob Erkner bis Ostkreuz kommt. Steht vorher informieren Sie sich und wenn man am Tag selber kuckt. Ist nichts. Ausser das es auf ein Mal Direktverbindungen nach Lichtenberg gibt und über Ostkreuz und keine Hinweise wo umgelenkt wird. Beim re 1.

  6. 71.

    "Jahrzehntelang wurde die Bahn zu Tode gespart. Das Netz wurde nicht bedarfsgerecht ausgebaut."
    Das kommt noch hinzu zum allgemeinen Fahrplanrisiko.
    In der Schweiz z.B. wird nicht alle 50 km umgestiegen, sondern nur an den großen Knoten. Wäre beim RE1 dann wohl die goldene Mitte Berlin zum Linie teilen. Aber gut... ist halt ne Strategie mit Risiko, eine Nahverkehrslinie möglichst von Anfang bis Ende in einem Zug durchlaufen lassen, obwohl wahrscheinlich niemand oder nur mal 2 Leute von FFO bis Magdeburg in diesem Zug durchfährt.

  7. 70.

    Man kann natürlich auch alle 50 km umsteigen.
    Löst nicht das Problem.
    Durch die vielen längeren Bahnhofsaufenthalte der Züge werden die Bahnsteige mindestens doppelt blockiert und belastet und verzögern den Verkehr.
    Das Problem liegt in dem nicht vorhandenen bedarfsgerechten Schienennetz.
    Jahrzehntelang wurde die Bahn zu Tode gespart.
    Das Netz wurde nicht bedarfsgerecht ausgebaut.

  8. 69.

    "Von Frankfurt /Oder nach Magdeburg ~220 km. Was ist da zu lang?"
    Für einen Nahverkehrszug rein fahrplantechnisch eine riskante Länge. Wenn auf dem Weg von Frankfurt/O nach Berlin schon durch irgendwas eine Verspätung von 10 Min eintritt, dann ist die für die kommende gesamte Länge nicht mehr rauszuholen. Und dies betrifft nicht nur diesen einen Zug, sondern andere auf diesen Strecken auch. Denn die müssen diesem einen verspäteten Zug mit angepasst werden. Und das dann bis Magdeburg.
    Warum ist die Schweizer Bahn so püktlich? U.a. weil in der Schweiz kein Nahverkehrszug quer durchs ganze Land fährt, sondern der Zuglauf geteilt wird. So gibt es nur für diesen einen Zug bis zum nächsten großen Knoten diese Verspätung, nicht aber für weitere Züge. Umsteigezeiten sind in der Schweiz meist 10 Minuten. Auch wenn ein Zug mit 5 Min Verspätung im Knoten ankommt, klappt das Umsteigen noch und alle Folgezüge fahren pünktlich weiter. Wie gesagt, das gilt für Nahverkehrszüge, nicht für Fernzüge.

  9. 68.

    Offensichtlich stimmt das mit der vorbeugenden Wartung so ganz nicht.
    Rostock Neuatrelitz wurde generalsaniert,dennoch fallen die Züge wegen Bauarbeiten aus.Und in Grobowhöfe hat die DB plötzlich bemerkt,daß eine frisch sanierte Brücke zu nah am Gleis steht.Wenn sie umgebaut werden muß,müsste zwar die Gemeinde zahlen,aber SEV über 3 Monate ist wahrscheinlich schon vorprogrammiert.
    Im Berliner S Bahnnetz sind dauernd Strecken gesperrt,und wenn sie eigentlich wieder bedient werden,können das wegen einer defekten Wiche oder eines defekten Signales nicht,original DB Lautsprecher.Hat man die bei der Wartung vergessen?
    In Oranienburg ist seit Jahren regelmäßig Schluß,muß man hier 14 tägig Wartung durchführen?
    Hamburg Berlin wurde saniert.Ganz Westdeutschland lachte über die Alkalischwellen,deshalb hat.die deutsche Bahn westdeutsche Alkalischwellen bei der Sanierung eingebaut.Und nach großem Protest des Bestellers,konnte man plötzlich sanieren mit eingleisigem Betrieb statt Vollsperrung.

  10. 67.

    Jahrelang sind die gewählt worden, die die DB-Infra haben verrotten lassen.

  11. 65.

    Jährlich wochenlang die Schienen quer durch die Hauptstadt zu sperren, scheint die neue Masche der Entwicklung voran zu sein! Nur dass die Trasse nunmehr von der ODEG betrieben, auch den Zorn aushalten muss. Kann man die Bauabläufe nicht einfach konzentrierter abwickeln? Oder gilt nach wie vor, einer arbeitet und 4e gucken zu? Keine Linie, die ohne SEV auskommt. Dabei sind 'gebrocheneVerkeghr' teuer wie nichts! Haben wir dafür Geld? Und warum? Juni/Juli und August sind traditionelle Ferienmonate und das Land kommt zum Erliegen? Wenn ich mir überlege, dass ab 2026 die relativ kurzen, nur 29 km zw. Lübbenau und CB voll gesperrt werden - und erst Ende 2027 wieder startklar sind, vergeht einem wirkich alles, zunmal sich der Zirkus Warten auf den Gegenzug bis Görlitz weiterhin fortsetzen wird. Was mutet man da den Bürgern zu? Sämtl. Unternehmungen sind sommers über gestrichen!

  12. 62.

    pünktlich zum sommer, jedes jahr und die schafe glauben, das ist Zufall. ihr habt das so gewählt, also heult nicht rum.

  13. 61.

    Der Teufel steckt im Detail, hier beim RE1 z.B. bei verschiedenen Streckenabschnitten und ist teils auch dem Bauablauf geschuldet. So war eigentlich schon seit der Ausschreibung längerer Züge absehbar, dass u.a. Bahnsteige verlängert werden müssen. Die ODEG stellt sich aber dumm.

    Wann ist Hamburg - Berlin zuletzt generalsaniert worden? Diese Bündelung ist unter Wissing eingeführt worden, weil es immer wieder kleinere und größere Probleme gibt.

  14. 60.

    So werden nunmal milliardenschwere Infrastrukturpeojekte finanziert. Über Generationen hinweg.
    Der Clou ist aber, die Schätzelchen, die das später mit abzahlen müssen, profitieren bereits heute von diesen Investitionen.

    Muss man aber wissen!

  15. 59.

    Den Eindruck, dass Baumaßnahmen auf ODEG-Strecken besonders unangenehm organisiert werden, habe ich mittlerweile auch.

  16. 58.

    "Lieber Schulden an neue Generationen, als eine marode Infrastruktur. "
    Schulden zu machen, ist per se ja keine Straftat. Das machen Privathaushalte millionenfach. Das Geld muss nur für nachhaltige Dinge ausgegeben werden. Für Wahlgeschenke wie Mütterrente sollte es nicht sein. Nichts gegen die Arbeit von Müttern, aber da gibt es sicher wirksamere Finanzmittel, die nicht wie aus der Gieskanne auf alle Mütter, egal ob sie sich um die Kinder gekümmert haben oder nicht und wieviel Kinder sie haben, verteilt werden können. Wenn Schulden, dann für die Infrastruktur und auch Landesverteidigung! Das ist was bleibt für 2 Generationen nach uns.

  17. 57.

    Die Instandhaltung der Eisenbahninfrastruktur stört keinen vernünftig denkenden Menschen.
    Aber es wird ja offensichtlich nicht,zumindest nicht für mehr als 2 Monate nachhaltig,instandgesetzt.
    Was den Bürger als Ergebnis der erfolglosen Instandhaltungsversuche stört,ist das alle 14 Tage nach einem 1 - 25 Versuch der Instandhaltung ein neuer erfolgloser Versuch gestartet wird.Das gilt sowohl für den RE 1,wie für die Strecken zur Ostsee,die zumindest zwischen Oranienburg und Berlin dauernd "instandgesetzt"werden.Wie oft fährt der Zug Wismar BER eigentlich tatsächlich zum BER und nicht nur nach Nauen,Spandau oder Friedrichstraße. Und 1Woche fahren 2 Wochen sperren,jetzt sogar einschließlich frisch sanierter SBahn nach Oranienburg ist beim RE 5 üblich,sogar zum Festival in Lärz.Und Hamburg Berlin wurde seit der Wende auch schon mehrfach generalsaniert offenbar ohne Erfolg,da es jetzt wieder losgeht.
    Und über die SBahn möchte ich gar nicht sprechen.

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