Suchaktion mit Plakaten - Teddybär in Berlin gestohlen - Besitzer setzt 1.000 Euro Finderlohn aus

Sa. 07.06.25 | 13:31 Uhr
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Ein Plakat zu einer Suchaktion hängt an der Ahornallee in Berlin-Charlottenburg (Quelle: dpa/Christof Bock).
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Audio: rbb 88.8 | 06.06.2025 | Michael Ernst | Bild: dpa-Zentralbild

Ein Berlin-Besucher aus Nordrhein-Westfalen hat eine breit angelegte Suchaktion nach einem gestohlenen Teddybären gestartet. 1.000 Euro Finderlohn sind auf Steckbriefen in der Hauptstadt ausgesetzt, "wenn das Bärchen unversehrt zu uns zurückkehrt".

Neben den Plakaten auf Deutsch bittet auch ein eigener Webauftritt auf Englisch, Polnisch, Rumänisch und Bulgarisch um Hinweise zu dem gestohlenen Plüschtier. Initiator der Aktion ist ein Galerist aus Bielefeld.

Geschenk von verstorbener Mutter

Die Suche nach dem Maskottchen namens "Mini" ist aber kein Kunstprojekt, sie ist dem 45 Jahre alten Mann todernst: "Es ist mein Talisman, den ich 30 Jahre habe. Er ist mir von meiner Mutter, die sehr tragisch gestorben ist, noch zuletzt geschenkt worden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Für ihn sei der Verlust sehr schlimm. "Das ist für mich etwas, was für mich unwiederbringlich ist. Deswegen suchen wir händeringend an allen Stellen in Berlin, an den unmöglichsten Orten, wo uns Leute Hinweise gegeben haben, die bis jetzt aber noch nicht zum Ergebnis führten."

In Lokal Unter den Linden beklaut

Der Galerist und sein Lebensgefährte hatten sich eigenen Angaben zufolge am 3. Juni in einem Lokal an der Straße Unter den Linden mit einer Schauspielerin getroffen und dabei die Wertsachen kurz aus den Augen verloren. Offensichtlich hätten Diebe dann skrupellos Beute gemacht. Eigentlich kein Drama: "Karten, Scheckkarten und Ausweisdokumente, all das kann man ersetzen."

Der gut zwölf Zentimeter große Bär im gelben Strampler sei hingegen nicht ersetzbar: "Der begleitet mich auf all meinen Reisen, bei meinen Projekten und überall, und der ist immer mit dabei. In dem Moment, wo Sie etwas so Emotionales verlieren, da haben sie plötzlich ein Problem, und da ist auch ihr Leben irgendwo komplett aus dem Gleichgewicht geworfen."

Daher jetzt die Suchaktion: "Wir haben dann entschieden, einen sehr hohen Finderlohn von 1. 000 Euro auszusetzen, haben das in verschiedenen Sprachen auch übersetzt." Zudem habe er Flugblätter und Post-Its in der Stadt verteilt und über soziale Medien auf den Verlust aufmerksam gemacht.

21 Kommentare

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  1. 21.

    Es gibt ja nun zwei "Hartmut Krüger aus Potsdam". Den einen, der hier schon seit längerem schreibt und für seine nicht selten ausufernden Texte bekannt ist - und seit einiger Zeit den anderen, der eher durch kurz gefasste, gelinde gesagt, sehr viel weniger reflektierte Beiträge auffällt. Und dieser wundert sich nun, dass "zum Schluss" noch Scheckkarten etc. entwendet wurden und fühlt ein Geschmäckle, weil dies zum Ende des Artikels hin noch beiläufig erwähnt wird.

    Aber gut, dieser "Helmut Krüger 2" fragte sich bspw. auch, warum Margot Friedländer ein Platz in Berlin gewidmet werden sollte. Denn es gibt doch auch noch andere Menschen in dieser Stadt, die über 100 Jahre und älter wurden oder sind.

    #20
    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2025/06/harald-juhnke-platz-kurfuerstendamm-berlin-charlottenburg.html

  2. 20.

    Wenn der Verlust des Bärs so an seine Substanz geht, sollte er den Finderlohn in einem ersten Schritt auf 2500 Euro erhöhen und abwarten, ob es dann klappt. Wenn nicht, in 500er Schritten weitermachen und aufhören, wenn er den Eindruck hat, daß der/die Dieb#in doch blöd war, nicht zugegriffen zu haben.

  3. 19.

    Ich kann die Trauer über den Verlust das Bärchen total verstehen. Als mein Sohn (5) einmal seinen Bär verlor, war er traumatisiert, was sich bis heute, 31 Jahre später, noch durch Verlustängste manifestiert.
    Darum kann ich den Mann auch verstehen, der seinen Bären auch noch nach 30 Jahren mit ins Bett nimmt und so mit ihm einschläft, ihn mit nimmt zum Arzt und/oder mit ihm gemeinsam Entscheidungen triff.
    Das wird den 45 Jährigen hoffendlich nicht auch traumatisierten.

  4. 18.

    @5.
    "Für mich hat die ganze Sache, ich sag mal so, ein Geschmäckle."

    Herr Hartmut Krüger, Sie posten ja sehr oft Kommentare, die ich auch lese.
    Meine Frage an Sie:" Gibt es für Sie irgendetwas, was KEIN "Geschäckle" hat???
    Der Mann ist bestohlen worden, seine persönlichen Sachen (Ausweis usw. waren ihm nicht so wichtig, aber sein Teddy ist für ihn sehr wichtig. Für mich hat Ihr Kommentar ein "Geschmäckle"...

  5. 17.

    Also, ich bin dankbar, dass der rbb24 sich dieses Themas angenommen hat.
    Es ist durchaus möglich, das der Dieb dieses Bärchen unterwegs weggeworfen hat, und ein Passant ihn fand und nach hause mitnahm, weil er doch so niedlich und unbeschädigt war.
    Vieleicht war der Finder kein Berliner, und nun liest er diese zu Tränen rührenden Beitrag, und meldet sich bei rbb24, um diese kleine Fundsache zurückzugeben.

  6. 16.

    Ein richtiger Bärliner !
    Vielleicht ist was drin versteckt…
    Sehr geheimnisvoll!

  7. 15.

    Und so 'ne Tasche oder Rucksack ist leider schnell geklaut. War übrigens schon immer so. Hatte ich Anfang der 90er in dem Schnellrestaurant neben der "kleinen" Kirche in Köln. Hoffentlich haben die Strauchdiebe noch einen Funken Anstand am Leibe, und der Bär kann zurück kehren. Viel Glück!

  8. 14.

    Hoffentlich ist der nicht schon in einer Mülltonne gelandet.

  9. 13.

    Falls Ihnen das fremd ist, es handelt sich um ein kleines Stück Menschlichkeit. Alles andere ist ersetzbar und es ist in der Sache unerheblich ob die Sachen in einem Behältnis oder zu einer Pyramide gestapelt waren.

  10. 11.

    Komisch, davon steht nix im Beitrag, dass das alles in einem Täschchen, Rucksack oder sonstiges war.
    Dit iss Berlin und da passt man eben auf seine Sachen auf. Und jammern hilft nichts.
    Vielleicht ermutigt die Auslobung der 1.000 EUR den Dieb, das Ding wieder zurück zu geben.
    Ansonsten frage ich mich doch, ob das ein Thema für rbb24 ist.
    Haben wir hier in Berlin keine wichtigere Probleme, über die es zu berichten gild?

  11. 10.

    Tut mir leid, Herr Krüger, Ihr Kommentar hat für mich auch so „ein Geschmäckle“. Was wollen Sie denn damit unterstellen? Die dem Bestohlenen wichtigen Dinge wurden gemeinsam in einem vermeintlich sicheren Behältnis aufbewahrt und gemeinsam gestohlen. Es ist völlig egal, ob das ein Aktenkoffer, eine Reisetasche oder ein Rucksack war. Der Bestohlene ist das Opfer und der Dieb der Täter. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Bestohlene vielleicht einen Moment nicht auf seine Sachen geachtet hat.

  12. 9.

    „ Und man muss wohl davon ausgehen, dass alles, was nicht direkt verwertet werden konnte, bei nächster Gelegenheit entsorgt wurde.“
    Das steht zu befürchten. Ich denke, der Teddy ist verloren. Das Drama des Eigentümers kann ich nachfühlen.

  13. 8.

    Und man muss wohl davon ausgehen, dass alles, was nicht direkt verwertet werden konnte, bei nächster Gelegenheit entsorgt wurde.

  14. 7.

    Lese bitte die Kommentare @1-4, den ich mich auch gerne anschließe! Der Artikel beginnt eben mit dem Bären, weil das für den Besitzer der größte Verlust ist und für mich nicht unbedingt wichtig wo die anderen gestohlenen Sachen aufbewahrt wurden. Die Diebe werden hier wohl leider nicht mitlesen, aber ich hoffe trotzdem auf ein gutes Ende.

  15. 6.

    Ihr Geschmäckle verpufft sehr schnell, wenn man eine alltägliche Tatsache einbezieht: Alle diese Gegenstände inkl. dem kleinen Bären waren in einer Tasche oder Rucksack, der wohl leider gestohlen wurde.

  16. 5.

    Ist schon eine komische Sache: erst spricht man von einem Teddybär und am Schluss verschwanden dann noch Karten, Scheckkarten und Ausweisdokumente.
    Nun die Frage: in was für ein Behältnis waren die Sachen, die der skrupellose Dieb gestohlen hat.
    Für mich hat die ganze Sache, ich sag mal so, ein Geschmäckle.

  17. 4.

    Wie armselig, wenn nun schon Teddybären geklaut werden - was stimmt denn mit so manchem Mensch nicht?
    Ich hoffe, dass Bärchen und Besitzer bald wieder vereint sind!

  18. 3.

    Haben Sie gut erkannt und formuliert. Wünsche auch viel Erfolg. Echt schäbig was hier abgeht.

  19. 2.

    Ich drücke dem Bären die Daumen, dass er wieder nach Hause kommt!

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