Nach Brückenabriss - Kreuzung an der Wuhlheide wieder für Autoverkehr freigegeben

Fr. 06.06.25 | 21:16 Uhr
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Die Brücke an der Wuhlheide in Berlin wird am 26.05.2025 abgerissen. (Quelle: Picture Alliance/Pacific Press/Simone Kuhlmey)
Picture Alliance/Pacific Press/Simone Kuhlmey
Audio: rbb24 Inforadio | 05.06.2025 | Sabine Müller | Bild: Picture Alliance/Pacific Press/Simone Kuhlmey

Die Kreuzung unter der abgerissenen Brücke an der Wuhlheide ist mit etwas Verzögerung seit Freitagabend wieder für Pkw befahrbar. Ob die Brücke wieder aufgebaut wird, ist derweil fraglich.

Nach dem Abriss der maroden Wuhlheide-Brücke ist die Kreuzung Treskowallee/An der Wuhlheide beziehungsweise Edisonstraße/Rummelsburger Straße in Berlin-Oberschöneweide seit Freitagabend wieder für den Verkehr freigeben. Das hat die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) mitgeteilt.

Derzeit sei noch das Linksabbiegen von der Rummelsburger Straße auf die Treskowallee in Richtung Karlshorst nicht möglich. Eine Umleitung über Blockdammweg und Ehrlichstraße ist demnach ausgeschildert.

Die Freigabe verzögerte sich um mehrere Stunden. Ursprünglich hatte die Verkehrsverwaltung 14 Uhr angepeilt, am Ende war die Kreuzung gegen 20 Uhr wieder freigegeben.

Karte: Unterbrechung der Verkehrsführung wegen Bauarbeiten. (Quelle: rbb)

Brückenwiederaufbau steht zur Debatte

Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) lobte am Donnerstag alle am Brückenabriss Beteiligten. "Sie haben es ermöglicht, dass nach dem ÖPNV nun auch der weitere Verkehr an diesem wichtigen Verkehrsknotenpunkt wieder fließen kann."

Straßenbahnen können den Bereich um die wegen Einsturzgefahr abgerissenen Brücke an der Wuhlheide bereits seit einer Woche wieder passieren. Gleiches gilt für Rettungswagen, Polizei und Feuerwehr sowie Fuß- und Radverkehr.

Die Rückbauarbeiten der Brücke laufen weiter. Die gesamte Baustelle soll laut Plan bis spätestens zum Freitag, 27. Juni geräumt sein. Aktuell prüft die Verkehrsverwaltung, wie die Kreuzung in Zukunft aussehen soll. Erste Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen. Es gilt als realistische Option, die Brücke nicht wiederaufzubauen.

Sendung: rbb24 Inforadio, 05.06.2025, 14:00 Uhr

45 Kommentare

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  1. 45.

    "Tja, so unterschiedlich sind Meinungen...... ;-) "

    Die ich respektiere. Das macht ja eine Diskussion aus.

    Irre ich mich oder findet hier gerade ein Umdenken beim rbb und was die Kommentarfunktion betrifft statt?

    Kann mich mal wer kneifen? Ich muß träumen.

  2. 44.

    "Tja, so unterschiedlich sind Meinungen...... ;-) "

    Die ich respektiere. Das macht ja eine Diskussion aus.

    Irre ich mich oder findet hier gerade ein Umdenken beim rbb und was die Kommentarfunktion betrifft statt?

    Kann mich mal wer kneifen? Ich muß träumen.

  3. 43.

    "Abschaffung von 30er Zonen mit absurden Begründungen, eine Magnetschwebebahn, die keiner braucht oder ein sinnlose U7 Verlängerung."

    Naja, der Bund....... :-(
    Abschaffung von 30er Zonen wo sie unnötig sind find ich ok.
    Magnetbahn geb ich ihnen recht, bei der U7 allerdings nicht!
    Tja, so unterschiedlich sind Meinungen...... ;-)

  4. 42.

    Sie können die so intelligent machen wie sie wollen, ab einer bestimmten Flußdichte führen Halteregelungen für ALLE (Kreisel, Kreuzung) immer zu Staus.
    Denken sie die Ingenieure waren im Osten blöde?! Es gab auch im Ostteil den Kreisverkehr, der musste nicht erst im Westen „erfunden“ werden.

  5. 41.

    Na toll, Umleitung über Blockdammweg/ Ehrlichstraße. Und wieder wird die Tram ausgebremst. Unglaublich! Die Menschen, die dort wohnen, haben nur diese eine Tram und die fährt auch nur alle 20 Minuten.

  6. 40.

    "Nun ist aber BUND nicht gerade als unparteiisch bekannt. "

    Das habe ich auch nicht behauptet. Aber Fakten bleiben nunmal Fakten. Ich könnte noch mehr aufführen. Abschaffung von 30er Zonen mit absurden Begründungen, eine Magnetschwebebahn, die keiner braucht oder ein sinnlose U7 Verlängerung.

  7. 39.

    Nun ist aber BUND nicht gerade als unparteiisch bekannt.
    Die Aussagen sind ja nicht grundfalsch, aber doch sehr einseitig.
    Wenn BUND Politik machen müsste, würden Sie sehr schnell auf dem Boden der Tatsachen landen.

  8. 38.

    "Ein Glück ,dass wir zur Zeit eine CDU/SPD geführte Regierung haben und nicht mehr die grüne Verkehrssenatorin . "

    Was für ein Quatsch und dummes Grünenbashing. Bonde ist die unfähigste Senatorin aller Zeiten.

    "Anlässlich ihres 100. Tages im Amt als Senatorin im August 2024 kritisierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, dass Bonde bisher kaum sichtbar agiert habe und unklar sei, in welche Richtung ihre Politik ziele. Der BUND bemängelte, dass Bonde sich bei wichtigen Themen wie dem Natur- und Artenschutz zurückhalte, sich zu wenig für umweltfreundliche Maßnahmen wie den Radwegebau einsetze, stattdessen umstrittene Autoprojekte wie die Tangentiale Verbindung Ost fördere und auf Mittelkürzungen bei der BVG nicht öffentlich reagiert habe."

  9. 37.

    Da gebe ich Ihnen vollkommen recht.
    Warum nicht einfach, wie in Leipzig, einen großen Kreisverkehr mit kreuzenden Straßenbahnen?
    Das wird den Verantwortlichen hier in Berlin aber wohl zu fortschrittlich sein.

  10. 36.

    Liebe (autofahrenden) Mecker-Berliner, ihr müsst euch nun etwas neues suchen. Werdet sicher fündig.

  11. 35.

    Ich kenne die Kreuzung sehr gut.
    Wenn die Baustellen im Umfeld endlich erledigt sind, ist garantiert kein Brückenneubau nötig.
    Platz für eine intelligente Straßenführung ist vorhanden. Und optisch wäre eine Brücke eh kein Hingucker.

  12. 34.

    "In jedem Falle wäre der Wiederaufbau der Brücke Verschwendung von Ressourcen, nicht mehr zeitgemäß und auch kein Hingucker im Stadtbild."

    Sie haben völlig recht.
    Es wird nicht die letzte Brücke sein die abgerissen wird.
    Da Berlin kein Geld hat und sparen muss dürfte ein Brückenneubau eh nicht in Frage kommen.

  13. 33.

    Das ist doch der Fehler im System.

    Entscheidend ist, dass der Verkehr ohne Einschränkungen rollt, ohne den unser Leben nicht mehr vorstellbar ist.
    Dies ist höher zu bewerten als individuelle, egoistische Interessen der Anwohner oder einzelne ökologische Aspekte.
    Oder wollen Sie leere Kaufhallen oder verkehrsfreie Tage?

  14. 32.

    Der Spannstahl wird nicht einbetoniert sondern im Hüllrohr mit Korrosionsschutzmasse geführt. Genau damit die Spannlitze ggf. erneuert werden kann.

  15. 31.

    Mit dem Wegfall der Brücke zeigt sich, wie viel Platz der gesamte Kreuzungsbereich hat. Durch geschickte Planung lassen sich Rechtsabbiegespuren, Fahrradstreifen und breite Fußgängerfurten einrichten, sodass auch immer ein zügiger Verkehrsfluss trotz Ampelregelung gewährleistet werden kann. Oder alternativ eben der schon vielfach genannte große Kreisverkehr. In jedem Falle wäre der Wiederaufbau der Brücke Verschwendung von Ressourcen, nicht mehr zeitgemäß und auch kein Hingucker im Stadtbild.

  16. 30.

    „Brücken auf Verschleiß gefahren“ würde ich nicht sagen. Daß Spannbeton Tücken hat, wusste man schon, als ich in den 80er Jahren studiert habe. Man kann das schlecht überwachen und einen einbetonierten Spannstahl auch nicht ersetzen.
    Baut Brücken aus Stahl. Ist evtl. etwas teurer, aber man kann das Bauwerk gut überwachen und sogar sanieren.

  17. 29.

    Wäre die geringste Kapazität auf der Gesamtstrecke und die ist nun mal nicht an dieser Kreuzung zu finden. Sie finden in jeder Richtung schnell signifikantere Staustellen. Beschäftigen Sie sich doch mal mit der Verkehrsmengenkarte. Die aktuelle ist von 2023, nicht von 1989.

  18. 28.

    Auf die sie sich beziehen ist falsch, aber das hatten wir schon und sollte ihnen auch der gesunde Menschenverstand sagen. Denn das Gesamtverkehrsaufkommen ist seit der Wende stark gestiegen. Und die wenigen neuen Bypässe kompensieren das erhöhte Verkehrsaufkommen an dieser Kreuzung nicht, geschweige denn überkompensieren. Denn das wäre die Randbedingung für den Wegfall der Brücke. Ein niedrigeres Verkehrsaufkommen als Anfang 1989.

  19. 27.

    Reichlich dümmliche „Argumente“ und Vorhersagen. Die Senatsbauverwaltung hat seit Jahrzehnten die Brücken auf Verschleiß gefahren. Dass bei einer zukünftigen Planung die Interessen der Menschen mit Verantwortung für unsere Zukunft mit einbezogen werden sollten, ist doch nur demokratisch.

  20. 26.

    Sie können ja selber "Verkehrsplaner" spielen. Also laut Verkehrmengenkarte wird es nicht viel bringen, wenn man den Verkehr über diese Kreuzung schneller durch bringt, weil die angrenzenden Verkehrsknoten noch Überfüllter werden.

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