Festnahme am BER im Februar -
Dreieinhalb Monate nach der Festnahme eines jungen Terrorverdächtigen am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) hat die Bundesanwaltschaft einen Haftbefehl gegen ihn erwirkt. Die Karlsruher Behörde übernahm nach Angaben vom Donnerstag die Ermittlungen, die zuvor die Generalstaatsanwaltschaft Brandenburg geführt hatte. Der damals 18 Jahre alte russische Staatsbürger soll unter anderem geplant haben, sich vom "Islamischen Staat" (IS) militärisch trainieren zu lassen.
Der junge Mann wird verdächtigt, Anhänger der Dschihadistenmiliz zu sein. Im Auftrag des IS soll er Propagandamaterial ins Russische und Tschetschenische übersetzt haben. Im Februar habe er zum IS reisen wollen, sei aber beim Boarding am 20. Februar am Flughafen BER festgenommen worden.
Terrorverdächtiger bereits in U-Haft
Neben der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland als Heranwachsender werden ihm die versuchte Mitgliedschaft in einer solchen Gruppe und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Die Behörde machte dazu keine näheren Angaben. Nach der Festnahme im Februar hatte die Polizei mitgeteilt, dass es einen Hinweis auf eine mögliche Anschlagsplanung in Berlin gegeben habe.
Anschlagsziel war nach ARD-Informationen aus dem Februar möglicherweise die israelische Botschaft in Berlin. Die Hinweise dazu kamen aus dem Ausland. Der 18-Jährige lebte bis zu seiner Festnahme in Potsdam, wie ARD-Terrorismusexperte Michael Götschenberg sagte. Es stehe der Vorwurf im Raum, dass er einen Anschlag mit einem Messer oder mit Sprengstoff verüben wollte. Unklar sei, ob er die Anschlagspläne verworfen habe, so Götschenberg.
Der Beschuldigte sitzt seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft, zunächst auf Grundlage eines Haftbefehls des Amtsgerichtes Brandenburg an der Havel. Der wurde nun durch einen Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe ersetzt.
Sendung: Antenne Brandenburg, 05.06.2025, 17 Uhr











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