"Hochsaison" - Heftiger Gräserpollen-Flug belastet Allergiker

Sa. 07.06.25 | 13:13 Uhr
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Pollen löst sich aus Gräsern an einem Wegrand. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
dpa/Patrick Pleul
Audio: Fritz | 07.06.2025 | Gina Thoneick | Bild: dpa/Patrick Pleul

Allergiker haben zurzeit mit einer hohen Belastung von Gräserpollen in Berlin und Brandenburg zu kämpfen. Mit dem Wetterumschwung seien die Gräser Ende Mai regelrecht explodiert, sagte Matthias Werchan von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) der Deutschen Presse-Agentur. "Die Hochsaison der Gräserpollen hat begonnen."

Von einer hohen Belastung spricht man bei 50 Gräserpollen pro Kubikmeter Luft. Momentan gebe es in der Region häufig mehr als 100 Pollen pro Kubikmeter, erklärte Werchan. Ausschlaggebend für die hohen Belastungen seien jetzt die vielen gleichzeitig blühenden Gräserarten.

Auf der Website des PID können Betroffene sich über die aktuelle Pollenflugvorhersage für Deutschland, aber auch speziell für Berlin informieren [pollenstiftung.de].

Wind trägt Pollen in die Stadt

Da es zuletzt relativ windig war, wurden die Pollen dem Experten zufolge weit verteilt und auch bis ins weniger pflanzenreiche Zentrum von Berlin reingetragen. "Jetzt merkt man es überall in der Stadt", so der Landschaftsökologe.

Insgesamt gebe es innerhalb Berlins aber auch mehr blühende Grasflächen als früher. Das liegt laut Werchan daran, dass zum Schutz vor Insekten weniger gemäht wird. In Brandenburg gebe es riesige Roggenfelder, die aber größtenteils bereits verblüht seien und kaum noch zur Gräserpollenbelastung beitragen.

Flauschige Pappelsamen harmlos

Keine Sorgen machen müsse man sich über den weißen, watteartigen Flaum, der derzeit durch die Luft schwebe und den Boden bedecke. Das seien keine Pollen, sondern Pappelsamen, auch Pappelwatte genannt, erklärte Werchan. "Das löst keine allergischen Reaktionen aus."

Da an Pfingsten eher wechselhaftes, kühleres Wetter angekündigt ist, werde es wahrscheinlich Verschnaufpausen für Allergiker geben, so Werchan. Denn die Gräser wüchsen bei niedrigen Temperaturen langsamer und Regen wasche die Pollen aus der Luft.

Sendung: Fritz, 07.06.2025, 12:30 Uhr

9 Kommentare

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  1. 9.

    Gräser und Getreide einfach ausmärzen und schon ist alles nur noch halb so schlimm.
    Auch wenn es die schon lange vor den Menschen gab.

  2. 8.

    Tja, is Saison! Aber gottlob gibt's Tabletten. Machen aber leider etwas bräsig im Kopp. Aber immernoch besser, als dauerjuckende Augen. Geht auch wieder vorbei.

  3. 7.

    Zum Schutz VOR Insekten wird weniger gemäht? Ich dachte eher zum Schutz DER Insekten?
    Hoffentlich wir mal auf ein heftiges, aber schnell beendetes Gräserblühen.

  4. 6.

    Danke, der Regen ist gerade bei mir vorbei gehuscht. Könnte die Nacht so bleiben.

  5. 5.

    Dann sind Sie doch bestimmt auf Pappelpollen und nicht auf Pappelsamen allergisch. Der Wegerich blüht allerdings momentan. Ich denke, dass Sie darauf zu Zeit reagieren.
    Ich wünsche Ihnen auch schöne Pfingsten mit luftreinigem Regen!

  6. 4.

    Ja Lore, habe ich und leider tuen mir Pappeln, Erle und Wegerich nicht gut. Kann aber damit leben und hoffe eine schöner langanhaltender Regenguss beendet die Sache.
    Frohe Pfingsten

  7. 2.

    Woher Ihre Erkenntnis ? ..."Flauschige Pappelsamen harmlos
    Keine Sorgen machen müsse man sich über den weißen, watteartigen Flaum, der derzeit durch die Luft schwebe und den Boden bedecke. Das seien keine Pollen, sondern Pappelsamen, auch Pappelwatte genannt, erklärt Werchan. "Das löst keine allergischen Reaktionen aus."

    Also wenn Sie das sagen, ich bin seit über 3 Wochen geplagt von diesem Zeug und das jedes Jahr! . Es ist sehr belastend !
    Geschwollene Augen, Nase zu und Luftnot.

  8. 1.

    Oh ja .. Niesen, Husten, Augenjucken, das volle Programm. Gott sei Dank hat es vorhin mal ein bisschen geregnet, das hilft kurzfristig. Ansonsten Medis und warten bis es vorbei ist.

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