Video | Mobilität in Berlin - Radschnellwege bleiben Streitthema

Di 22.02.22 | 19:20 Uhr
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Radschnellweg im Cheruskerpark - Berlin Schöneberg, Bild: rbb|24 / Stefan Oberwalleney
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Video: rbb|24 | 22.02.2022 | Material: rbb|24 und Abendschau | Bild: rbb|24

6 Kommentare

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  1. 6.

    Dass wir diese Diskussion haben offenbart doch den Irrsinn der aktuellen Verkehrsplanung. Neue Radwege gehören auf Flächen, die vormals dem Autoverkehr zugeschrieben waren. Wir wollen doch den Autoverkehr verringern, also nur Mut! Parkplätze zu Radschnellwegen und ein sicherer Umbau von Kreuzungen. Mehr als zwei Spuren für Autos pro Richtung braucht keine Straße, und wer parken möchte soll doch bitte einen Stellplatz bezahlen.

  2. 5.

    Ich kann mich noch recht lebhaft daran erinnern, wie eine große Berliner Tageszeitung die Mittelpromenade in der Potsdamer Hegelallee als Beispiel für einen Radschnellweg abbildete. Das war dort zu keiner Zeit geplant gewesen. Vielmehr ist die Mittelpromenade ein breiter von den Verkehrsarten gemischter Weg und dient mindestens an Sonnentagen als ausgesprochener Flanierweg.

    Es werden auch irreale Erwartungen geweckt und ich halte in diesem Fall den interviewten Planer für etwas realitätsfremd, wenn er davon ausgeht, dass ausgeschilderte Radschnellwege nur dadurch Radschnellwege wären, dass sie gradlinig und ggf. kreuzungsfrei geführt sind, nicht aber, dass dort mit höheren Geschwindigkeiten gefahren wird.

    Das 2 : 1 -Verhältnis auf dem Eingangsfoto ist beredt. Dass bei der seinerzeitigen Freigabe des gemeinsamen Geh- und Radweges am Potsdamer Landtag nur Radfahrende aufs Foto gebeten wurden, auch.

  3. 4.

    So sinnvoll der weitere, hoffentlich noch gesteigerte Radwegausbau ist, so darf kein Rückschluss gezogen werden, dass von der Umweltfreundlichkeit der Maßnahme es infolgedessen auch andere und quasi bessere Menschen wären, die Räder benutzten.

    Menschen auf dem Rad sind biologisch und auch kulturell keine anderen Menschen als Menschen, die mit dem ÖPNV fahren, die Auto fahren oder zu Fuß gehen. Es sind die gleichen Menschen, mit all ihrer Vorsicht und auch mit ihrem Draufgängertum. Bei der Spannweite der Inanspruchnehmenden kann dies auch garnicht anders sein.

    Die pauschale Unterstellung, dass sich Radfahrende und zu Fuß Gehende quasi naturwüchsig einigen würden, während überall sonst "UMGANGSKULTURELL" ein faktischer Verdrängungswettbewerb herrscht, ist m. E. - ich "muss" das so sagen - recht naiv. Zu Fuß Gehende müssen geschützt werden. In der Fußverkehrszone Wilmersdorfer Straße und am Brandenburger Tor bspw. haben Radschnellwege nichts zu suchen.

  4. 3.

    Die Radfahrer rasen doch schon auf unseren Buergersteigen, muessen sie dann noch auf diesen Wegen bevorzugt behandelt werden. Sperrbarken wären besser, oder Holperschwellen. Damit müsste die Geschwindigkeit abgesenkt werden ein Muss sein.

  5. 2.

    So ein Quatsch, dass Radfahrer, wenn sie freie Bahn haben, gemäßigt fahren. Einige wenige vielleicht. Der Rest hat es eilig und rast. Leider geben es die Fahrräder her. Ich kenne auch jemanden, der wie bekloppt reintritt, um die grüne Welle zu schaffen und damit in der 30er Zone schneller als 30 fährt. Und das neue Rad ist ja noch viel schneller.
    Radschnellstraßen sind an sich ok, aber dann dürfen nur Radfahrer dort sein, sonst sind Unfälle vorprogrammiert.
    Ich hoffe, dass der jetzige Senat von dieser „alles für den Radfahrer“-Politik wegkommt und ganzheitlich für alle Berliner denkt und plant.

  6. 1.

    Weltweit mag sein, aber in Berlin gilt: "Hier komm icke!" Also 'Fußgänger haben Vorrang' wird nix auf nem Radschnellweg und auch 'Vorrang für spielende Kinder' im Grünen, wird schwer durchzusetzen sein. Vor allem, wenn da niemand was durchsetzt. Schönen Gruß aus der Hauptstadt. Wo leben und bewegen sich die Planer wie fort ;)
    Realitätscheck?!

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