Insekten schwirren um die Rotorblätter einer Windkraftanlage. (Quelle: rbb/Neele Westphal)
rbb/Neele West
Video: rbb|24 | 21.03.2019 | Grafik: Neele Westphal | Bild: rbb/Neele West

Video | Tag der Insekten - Fünf Ursachen für das massive Insektensterben

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16 Kommentare

  1. 16.

    Bei Ihrer Ursachensuche tauchen Schall und Elektrosmog nicht auf, die sind aber überaus wichtige Faktoren!

  2. 15.

    Was in der Animation aufgezählt wird, mag am Insektensterben beteiligt sein. Ich wohne in einer waldreichen (90%)und landwirtschaftlich kleinräumig genutzen Gegend. Es gibt keine Windräder, keine Pestizidaktionen, im Gegenteil: viel Biolandwirtschaft. Trotzdem gibt es auffallend wenig Insekten, abgesehen von Feuerwanzen und Stink-Wanzen, Heuschrecken und grünen Fliegen. Es fehlen vor allem Hummeln, wilde Bienen, Köcherfliegen, Schmetterlinge, sogar am Sommerflieder, der sonst ein Magnet für Schmetterlinge ist, konnte ich nur wenige Exemplare beobachten. In diesem Jahr sind sogar die Wespen ausgeblieben. Es gibt auch auffallend wenig Singvögel, z.B. Buchfinken, Grünfinken, Amseln, Rotkehlchen, Blau- und Kohlmeisen, Zaunkönige. Zunahme ist zu beobachten bei Spechten, Elstern, Krähen, Milanen und anderne Greifvögeln. Sogar der Habicht wagt sich in Ortsnähe.
    Das Insekten- und Vogelsterben muss also andere Gründe haben.

  3. 14.

    Es geht hier nicht um das zerschmettern in Bodennähe (an Autos o.ä) sondern daran dass v.a. Insektenweibchen in bestimmten Wind- u Wetterlagen in die Höhe Austeigen (im Rahmen der Fortpflanzung) und dann z.B. in die Quer auf den Bergrücken stehenden Rotoren der WKA geweht werden. Aufgefallen ist das erstmals in den USA weil die Insekten kruste die Leistung der Windräder minderte - steht alles in einer aktuellen Studie des DLR

  4. 13.

    Wenn Windkrafträder durch das Zerschmettern eine Ursache für das Insekten(aus)sterben sind, sind Autos, Lkw und Züge ebenso mit verantwortlich. Was für Insekten allein nur an meinem Auto zerschmettert Kleben; und wir haben allein in Deutschland zig Millionen von diesen Insektenkillern herumfahren.

  5. 12.

    "Die Grünen läuteten mit ihren Windkraftanlagen eine für die Bürger immer teurer werdende Energiewende ein. Sie verschandeln ganze Landstriche, lassen Insekten u. Vögel sterben. "
    Windräder tragen nicht mehr zum Insektensterben bei als ein fahrendes Auto oder ein landendes Flugzeug. Und wenn es doch mehr wären kann man durch weitere Untersuchungen Windkraftanlagen verbessern. Off-Shore ist davon sowieso nicht betroffen. Gegenfrage: Was denken Sie wie viele Insekten durch Kohleabbau vernichtet werden? Da steht kilometerweit kein einziger Grashalm mehr. Auch wenn das nicht in Ihre Filterblase passt, weil sie offensichtlich die Grünen für alles verantwortlich machen, muss man Ihnen erklären, dass Sonnen- und Windkraft die günstigsten Energiequellen sind und Atom- sowie Kohlekraftwerke subvensioniert sind oder bei der Kostenberechnung die Entsorgung oder Wiederbepflanzung der Gebiete keine Rolle spielen.
    Eine Energiewende ist alternativlos, auch wenn einige Angst vor allem haben.

  6. 11.

    Die Grünen sind für den Anbau von Monokulturen in den 90- iger Jahren verantwortlich. So entstanden zur Gewinnung von Biosprit riesige wasserintensive Mais- u. Rapsfelder. Tonnenweises Aufbringen von Düngemitteln u. Glyphosat vernichteten Schädlinge u. ermöglichten erst hohe Erträge. Das Insektensterben war eingeläutet. Heute redet keiner mehr über Biosprit.
    Die Grünen läuteten mit ihren Windkraftanlagen eine für die Bürger immer teurer werdende Energiewende ein. Sie verschandeln ganze Landstriche, lassen Insekten u. Vögel sterben. Durch den Anblick der Windräder werden die Menschen krank. Wie sagte Göring- Eckardt auf dem Grünen Parteitag „Wir wollen, dass in diesen vier Jahren jede Biene und jeder Schmetterling und jeder Vogel in diesem Land weiß: Wir werden uns weiter für sie einsetzen.“
    Da bekommt ihr Satz gleich einen anderen Sinn.

  7. 10.

    Sie verbreiten Unwahrheiten:

    https://sven-giegold.de/achtung-dess-information-wir-gruene-im-europaeischen-parlament-haben-nicht-fuer-eine-verlaengerung-des-unkrautvernichters-glyphosat-gestimmt/

  8. 9.

    So ist das. Und wenn heutzutage ausgerechent ein grüner dt. Abgeordneter pro Glyphosat in einer EU-Abstimmung stimmt, muss man sich mal fragen, was der für Interessen vertritt.

  9. 8.

    Alle 5 genannten Ursachen sind am Insektetsterben beteiligt. Allerdings in völlig unterschiedlicher Gewichtung. Eine Metastudie des Sydney Institute of Agriculture wertete 73 Studien aus. Mit großem Abstand stehen der Lebensraumverlust, etwa durch Monokulturen sowie der Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide an 1. Stelle der Ursachen des Insektensterbens. Hier müssen wir ansetzen. Und zwar sehr schnell, denn die Situation ist dramatisch. Ohne Druck wie durch www.pestizidkontrolle.de wird sich die Politik nicht bewegen. Wir müssen das Problem an der Wurzel packen: Die mangelhaften Zulassungsverfahren für Pestizide durch Studien, die von der Industrie finanziert werden. Wir brauchen eine bessere Pestizidkontrolle! Denn immer wieder musste der Einsatz bereits zugelassener Pestizide verboten werden, nachdem Forscher nachgewiesen hatten, dass diese Bienen lähmten und töteten. Das kann so nicht weitergehen!

  10. 7.

    Was Sie da behaupten, stimmt nicht. Lesen Sie doch mal hier weiter:
    https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/insektensterben-durch-lichtverschmutzung/
    Oder hier:
    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/aab.12440

  11. 6.

    Ich habe mal nach Meldungen zu Studien zu einem Zusammenhang mit Lichtverschmutzung gesucht. Reinweg gar nichts gefunden, das ist wohl nur ein gern verbreitetes Gerücht. In Spandau hat man daraus sogar gemacht, dass man sich nachts nicht im Wassersportgelände von einem Verein als Gastlieger aufhalten darf, weil man dann irgendwie mal Licht benutzen würde. So etwas ist absurd überzogen und mit nichts gerechtfertigt.

  12. 5.

    Danke für den Link. Sind die 1200 Tonnen Insekten pro Jahr nun viel oder wenig? Die Studie* spricht von immerhin 24.000 Tonnen "potentiell gefährdete Insekten". 1200 Tonnen sind gerade mal 5 Prozent dieser Menge. Am Insektenschwund von über 75 % (!) in den letzten Jahrzehnten können Windkraftanlagen daher höchstens zu 6-7 % Anteil tragen (5 % von 75 %). Wären Windkraftanlagen genauso gefährlich wie die restlichen 4 im Video genannten Ursachen, sollte der Anteil aber bei 20 % liegen (alle 5 Ursachen mit je 20 % = 100 %). Nach den aktuellen Zahlen dürften Windkraftanlagen also zu den weniger problematischen Ursachen zählen und nicht die Hauptursache für das Insektensterben sein. Weitere Forschug ist natürlich nötig.

    Ihren letzten Satz kann ich aber so nicht stehen lassen. Windkraftanlagen sind nicht die Alternative zur unberührten Natur, sondern zu viel größeren Umweltschäden durch AKW usw.!

    *vollständig: tinyurl.com/y5xsgah5 (Kurzlink)

  13. 4.

    Ich persönliche es so, dass der Grundfehler im Denken eher darin liegt, dass die (5) Faktoren jeweils klar abgegrenzt und unvermischt mit den anderen gedacht werden. Das war niemals der Fall gewesen und wird auch niemals der Fall sein. Vielmehr sind die (5) Faktoren Einflussgrößen, die in einer Gegend sehr stark, in einer anderen schwächer zutagetreten und umgekehrt. Klare Zuordnungen im Sinne klarer Wenn-Dann-Beziehungen kann es im Prinzip nicht geben.

    Das macht die Angabe von derlei Gründen nicht nutzlos, aber eher komplizierter und vielschichtiger. "Lichtverschmutzung" und die Folgen davon kann jeder Städter vor der eigenen Haustür sehen, da ist die Anschauung noch am größten.

  14. 3.

    DLR-Studie:Wechselwirkungen von Fluginsekten und Windparks
    https://www.dpg-physik.de/veranstaltungen/2019/dpg-industriegespraech-fluginsekten-und-windparks

    Die Wirkungen der Windkraftanlagen auf die Umwelt waren und sind viel zu wenig erforscht, um sie zu Zigtausenden in die Landschaft zu stellen.
    Die Umweltverträglichkeitsprüfung, sofern Sie überhaupt vorgeschrieben ist, ist eine Farce.

  15. 2.

    Lichtverschmutzung halte ich absolut für ein Riesenproblem. Das ist wissenschaftlich belegt.
    Aber Rotorblätter? Gibt es irgendeine Studie dazu? Kann ich mir nicht vorstellen. Auch Verstädterung kann den Insektenschwund auf dem Land nicht erklären. Und den Klimawandel halte ich ebenfalls für eine unwahrscheinliche Ursache. Es gibt Abertausende Insektenarten in Deutschland. Deren Fortpflanzung wird doch nicht kollektiv bei steigenden Temperaturen schwieriger!

    Der Videoclip hinterlässt mehr Fragen als er Antworten gibt. Denn es gibt keine Quellen. Das ist schlecht!

  16. 1.

    Hier noch ein sehr interessanter Artikel dazu, der Ergänzungsmaterial zu den 5 Gründen liefert:
    https://www.bauerwilli.com/weniger-insektenmasse-aber-mehr-vielfalt-gut-so/

    Insbesondere beim Licht als Ursache, ist Skepsis angebracht: Beleuchtete (Groß-) Städte gibt es nun seit vielen Jahrzehnten. Der Insektenschwund ist in den letzten Jahren relevant geworden. Auch den Einsatz von Pestiziden als Ursache muss man kritisch betrachten. Die werden ebenfalls bereits seit Jahrzehnten großflächig in der Landwirtschaft eingesetzt.

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