Adventskalender (Quelle: rbb|24/Marcus Behrendt)
Bild: rbb|24/Marcus Behrendt

Advent, Advent - 2. Tür: Die Detektive kommen

Was für eine nette Berliner Geschichte – eine ganze Horde Berliner Gören stellt einen heimtückischen Dieb. Kein Wunder, dass Erich Kästners Kinderbuch "Emil und die Detektive" kurz nach Erscheinen auch schon Kinopremiere feiern kann.  

Dem kleinen Emil Tischbein wird im Zug nach Berlin sein Geld geklaut. Doch mit tatkräftiger Unterstützung einer ganzen Hundertschaft von Berliner Gören stellt er den Dieb. 1929 hat Kästner sein Kinderbuch veröffentlicht, achtmal ist es bislang verfilmt worden. Doch die allererste Kino-Adaption im Jahr 1932 durch Regisseur Gerhard Lamprecht in Schwarz-Weiß gilt bis heute auch als die allerbeste.

Billy Wilder schreibt das Drehbuch

Vielleicht auch, weil das Drehbuch für den frühen UFA-Tonfilm aus der Feder des genialen, damals noch unbekannten, Billy Wilder stammt. Über 2.500 Jungen sollen sich angeblich für die Hauptrolle beworben haben, das Rennen macht schließlich Rolf Wenkhaus. Wie viele andere der jungen Darsteller aus "Erich und die Detektive" kam auch Wenkhaus im Zweiten Weltkrieg als Soldat ums Leben.

Sein Film feiert am 2. Dezember 1931 im UFA-Theater am Kurfürstendamm Welturaufführung und ist ein außerordentlicher Kassenerfolg, der sogar 1937 zu Weihnachten noch gezeigt wird – zu einer Zeit, als Erich Kästner offiziell unter Schreibverbot stand und Billy Wilder vor den Nazis in die USA emigriert ist.

"Emil und die Detektive" 1931 Szene mit (vorne, v.l.) Rolf Wenkhaus (Emil), Inge Landgut (Pony Huetchen), Hans Joachim Schaufuss (Gustav mit der Hupe), dahinter Olga Engl (Grossmutter) (Quelle: akg-images)
Szene aus dem Film 1931: (vorne, v.l.) Rolf Wenkhaus (Emil), Inge Landgut (Pony Huetchen), Hans Joachim Schaufuss (Gustav mit der Hupe), dahinter Olga Engl (Grossmutter)Bild: akg-images

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dpa/Frank Molter, Grafik: rbb

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