Gärtner mit Tablett (Quelle: imago/MITO)
Audio: Radioeins | 27.04.2017 | Interview zu Digitalisierung im Grünen | Bild: imago/MITO

IGA und re:publica starten Talk-Reihe - Gärtner trifft auf Programmierer

Wenn sich ein IGA-Besucher mit einem re:publica-Besucher kreuzt, muss kein matetrinkender Silver-Surfer dabei rauskommen. Am Donnerstag startete deren gemeinsame Reihe "Digitalisierung im Grünen", bei der man auch erfährt, wie Nerds entvölkerte Orte zurückerobern.

"Digitalisierung im Grünen" - so heißt eine neue Talk-Reihe der re:publica und der IGA. Auftakt war am Donnerstagabend im Besucherzentrum der IGA, dem sogenannten Wolkenhain. An jedem letzten Donnerstag im Montag wird an dieser Stelle bis zum August um Natur und Technik gehen.

Es soll Antworten auf Fragen wie diese geben: Wie vernetzen sich Provinzen? Wie können wir künftig unseren ökologischen Fußabdruck verringern - ob als digitaler Gärtner oder beim Basteln des eigenen Feinstaubmessgerätes?  

"Sunzilla" liefert Saft für mobile Geräte

Die IGA selbst zeigt kluge Ideen für eine nachhaltige Lebenskultur, die digital gesteuert werden kann, etwa den "IP-Garten der Malzfabrik". Das Gärtchen kann via Smartphone oder Tablet ferngesteuert gegossen und das Wachsen per Kameras beobachtet werden. Außerdem wird eine Mini-Photovoltaik-Anlage, genannt "Sunzilla", gezeigt, die im Grünen Saft für mobile Endgeräte liefert.

Zur Auftaktveranstaltung sollte Philipp Wodara zeigen, wie man einen Garten fernsteuern und bequem von Zuhause den eigenen Anbau überwachen kann. Außerdem Simon Kowalewski, der erläutert, wie Nerds die entvölkerten ländlichen Räume zurückerobern und aus ihnen utopische Orte machen.

Der Eintritt für die Veranstaltungsreihe "Digitalisierung im Grünen" kostet ein IGA-Abendticket in Höhe von 10 Euro. Radioeins streamt das Symposium live auf seiner Website.  

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Also, ich bin auch eher erstaunt, wie schön es ohne die alten Betonplatten aussieht, die alten Obstbäume wieder sichtbar sind und was noch zusätzlich angebaut wurde wie z.B. Wein.

  2. 2.

    Ganz im Gegenteil, viele Besucher und vor allem Anwohner sind erstaunt, dass es mehr Natur und Tiere gibt als vorher. Endlichweg die Schandflecken und der Dreck.

  3. 1.

    Das wichtigste bei der IGA ist, dass sie bald vorbei ist.
    Es wurde jede Menge Natur zerstört und Gebiete der Erhohlungsnutzung der Bevölkerung entzogen. Es geht bei dem Projekt nur um Geld.

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