Gondeln der IGA-Seilbahn am 13.04.2017 in Berlin-Marzahn (Quelle: dpa/Manfred Krause)
Audio: 13.07.2017, Inforadio, Thorsten Gabriel | Bild: dpa/Manfred Krause

750.000 Menschen kamen bislang - IGA liegt zur Halbzeit bei Besucherzahl zurück

Der Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Berlin-Marzahn macht der verregnete Sommer zu schaffen: Nach ursprünglichen Prognosen waren bis zum 15. Oktober zwei Millionen Besucher auf dem Gelände am östlichen Stadtrand erwartet worden - dies dürfte nach den bisherigen Zahlen nicht mehr zu schaffen sein. Bis zum Wochenende werde mit rund 750.000 Besuchern gerechnet, teilte IGA-Geschäftsführerin Katharina Lohmann am Donnerstag zur Halbzeitbilanz mit.

IGA-Besucher meist sehr zufrieden

Aus Sicht der Organisatoren ist die IGA dennoch ein Erfolg: Durch die Gartenausstellung werde die Hauptstadt noch stärker als lebenswerte Metropole wahrgenommen, hieß es.

Der IGA-Besucher bleibe laut einer Befragung durchschnittlich 5,2 Stunden auf dem rund 100 Hektar große Gelände, berichtete Lohmann. 98 Prozent der Besucher zeigten sich demnach zufrieden oder sehr zufrieden. 75 Prozent wollten noch einmal kommen. Highlights seien eine Fahrt mit der Kabinen-Seilbahn, der Blick von der Aussichtsplattform "Wolkenhain" oder ein Gang durch die Wassergärten. Mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren sei der IGA-Besucher jünger als bei bisherigen Gartenschauen. In Interviews wurden 400 Besucher befragt.

CDU fordert mehr Werbung für die IGA

Danny Freymark, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, nannte die IGA-Zahlen dennoch "ernüchternd". Er forderte den Senat auf, die Gartenausstellung in Berlin offensiver zu bewerben. "Jetzt zählt es für die zweite Halbzeit die Werbetrommel stärker zu rühren", teilte Freymark am Donnerstag mit. Außerdem könnten Gratis-Tickets für Feuerwehrleute oder Polizisten ausgegeben werden, oder auch günstigere Tickets für Rentner, Studenten und Arbeitslose.

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9 Kommentare

  1. 9.

    Als ich stelle die offiziell angegebenen Besucherzahlen ebenfalls sehr in Frage.

    Wir waren an einem Sonntag mit perfektem Wetter inkl. Vortage und -Prognose da. Es waren keine 2000 Menschen auf dem Gelände und wir haben nahezu alles gemacht was ging in 4-einhalb Stunden. (Mit der Seilbahn einmal rüber, dann die Brücke zurück, den Berg hoch, die Aussichtsplattform, die Bobbahn war schon geschlossen TOLL!!!, den Berg also wieder runter, durch die Gärten der Welt (alle) am Eingang vorbei zu den paar neuen Gärten inkl. Wasser-. Nur Blumenhalle nicht da schon zu und wie gesagt Bobbahn ging ja auch nicht. Wir waren meistens allein oder trafen auf dem Weg auf ähnlich kleine Grüppchen von 2 bis 4 Personen. Nirgends bildeten sich Anhäufungen von Menschen, außer auf dem Wolkenhain, da waren 15-20 zum Sonnenuntergang versammelt. Das war's! Bei bisher 16-20 geöffneten Wochenenden, wo waren die restlichen 700.000 Besucher? Selbst wenn alle so perfektes Wetter gehabt hätten, was wohl sicher nicht

  2. 8.

    Niemals sind bisher 750.000 Menschen dort gewesen. Das ist doch eine glatte Lüge.

  3. 7.

    Im RBB-Fernsehen soll eine Sendung gelaufen sein, in der angedeutet wurde, dass die IGA eventuell bis Ende Oktober offen bleibt. Grund ist, dass das IGA-Jahr wegen des eiskalten, verregneten Frühjahres so schlecht anfing. Wenn es einen schönen Herbst gibt, dann könne die IGA länger offen bleiben. Eine Bestätigung dazu finde ich aber nirgends.

    Bei meinen Recherchen zu den eventuell längeren Öffnungszeiten fiel mir auf, dass die Berliner eher unzufrieden mit der IGA sind und meinen, da gäbe es doch kaum was zu sehen, wohingegen die Touristen sehr zufrieden sind. Das kann ich mir nur damit erklären, dass die Berliner die alten Gärten schon kennen und eben meinen, da ist ja fast nichts neues. Nun selbst beim 8 Mal entdeckte ich noch etwas neues. Ich jedenfalls bin absolut fasziniert von dir IGA und würde sie am liebsten noch ein weiteres Jahr haben.

  4. 6.

    Ich kann die IGA nur empfehlen. Sie ist einen Besuch wert ! Wunderschöne Gärten und Hallen. Besonders gut ist, dass die Fahrt mit der Schwebebahn mit im Preis enthalten ist. So muss man nicht noch mal wegen Karten anstehen und diese müssen auch nicht kontrolliert werden. Ein kleiner Kritikpunkt ist das Personal in den Kaffee . So war das Personal unorganisiert und langsam. Es könnten mehr Speisen und Getränke an den Mann(die Frau ) gebracht werden. Wir sind nach 20Minuten warten ohne bedient zu werden gegangen.
    Weiterhin viel Erfolg ! Susann

  5. 5.

    Ich habe gerade auf Inforadio den Beitrag zur IGA gehört, aus dem zu erfahren war, dass die Seilbahn nach dem Ende der Kommerzveranstaltung nicht wieder rückgebaut werden soll.

    Damit bin ich überhaupt nicht einverstanden.

    Die Seilbahn und auch die im Rahmen dieser Veranstaltung über das Wuhletal gebaute Brücke müssen wieder weg.

    Denn diese Eingriffe in die dortige Landschaft sind so etwas wie unsere Potsdamer Fachhochschule: Eine Zerstörung der Erholungslandschaft.
    Außerdem fahre ich unter Seilbahnen genau so ungern durch wie unter Kränen oder bei Sturm unter Hochspannungsleitungen.

    Es ist auch wirtschaftlich nicht sinnvoll, die Seilbahn aufrecht zu erhalten, weil sie nicht die Einnahmen generieren kann, die sie für ihren Betrieb bräuchte.
    Und die Obstbäume und Brombeerbüsche rund um den Kienberg darf man bitte auch wiederherstellen.

    Ich hoffe dass diese blödsinnige Kommerz-Veranstaltung bald vorbei ist.

  6. 4.

    Das ist nicht so schlimm.

    Deutschland hat, wie kürzlich gemeldet, innerhalb des letzten Jahres die Exporte um 14% gesteigert, dank erfolgreichen Lohn- und Rentendumpings.
    Bei Durchschnittsrenten (in 2012: 667 Euro - Q: Rentenversicherung in Zeitreihen) unter der Grundsicherung hat man eben nicht mal so einfach 20 Euro.

    Wichtig ist, dass mit der IGA ein Weg gefunden wurde, Geld aus dem Staatshaushalt in die Kassen der im Rahmen der IGA tätigen Unternehmen zu transferieren.
    Jedenfalls ist das wichtiger, als die Bibliotheken zu erhalten und dort ein ausreichendes Medienangebot zu gewährleisten.

    Und ob die Ausstellung sehenswert ist?
    Bestimmt nicht sehenswerter, als die Landschaft rund um den Kienberg vor dem Einsatz der Bagger war.

    Ich werde mir die Ausstellung schon deswegen nicht anschauen, weil die Landschaft um den Kienberg zerrammelt und der Öffentlichkeit entzogen wurde. Das muss man nicht auch noch unterstützen.

  7. 3.

    Der Preis ist nicht überzogen. Guck mal was allein eine Landesgartenschau an Eintritt kostet. 13€ für nicht mal halb so viel Gelände, keine Seilbahn etc.

  8. 2.

    Ich war in diesem Jahr zweimal auf der IGA. Hat mich beide male , obwohl Wetter gut war , nicht umgehauen. Wenn die Seilbahn nicht wäre würde sich der Besuch gar nicht lohnen. 20 € Eintritt sind auch überzogen - genau so wie die gastronomischen Preise . Wenn die Gärten der Welt nicht da wären - wäre nicht viel zu sehen. Selbst die Blumenhalle ist nur durchschnitt. Mein persönliches Resümee - da war die IGA in Erfurt wesentlich besser. Die verantwortlichen Planer haben sich wohl wieder mal selbst überschätzt (wie die Planer vom BER) Am Ende zahlt der Steuerzahler wieder mal die Zeche.

  9. 1.

    Welche Besucher wurden denn da befragt???
    Ich höre nur Schlehtes über die IGA von den Besuchern. Zu hoher Eintritt obwohl es nur Gärten der Welt plus Seilbahn und Wiese sind, lieblose Bepflanzung, schlechtes und teures Angebot an Essen.
    War selber echt enttäuscht und finde den Eintritt mehr als frech. Kein Wunder dass die Besucherzahlen nicht stimmen. Aber schieben wir es mal auf das Wetter *Augenzwinker*

    So eine Theaterveranstaltung. Schaut euch mal die Eingangsbereiche der IGA an. Da wurden neue Laternen aufgebaut und der Fußweg neu gemacht ABER nur im Sichtfeld der Besucher. Dahinter Schlaglöcher und marode Infrastruktur. Aber so läuft das heute in dwr Disneyland-Kultur.

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