ARCHIV - Besucher gehen am 06.08.2017 in Berlin die Wege an der Aussichtsplattform Wolkenhain der Internationalen Gartenausstellung "IGA Berlin 2017" entlang. (Foto: dpa / Jens Kalaene)
Audio: Inforadio | 13.10.2017 | Interview mit Christoph Schmidt | Bild: dpa / Jens Kalaene

IGA endet am Sonntag - Letzte Chancen auf die Gartenschau

Wer es noch nicht geschafft hat oder nochmal hin will: Noch bis Sonntagabend ist die Internationale Gartenschau geöffnet. Die Blumenhalle schließt danach endgültig, anderes aber bleibt Berlin erhalten. Das Wetter soll sich beim Endspurt von der guten Seite zeigen.

Nur noch wenige Tage, dann geht die Internationale Gartenausstellung (IGA) in Berlin-Marzahn nach 186 Tagen zu Ende.

Für Sonntag ist bis zum Abend ein großes Abschlussfest geplant. Dabei treten unter anderem Künstler auf, die während der IGA im Park unterwegs waren, erklärte IGA-Geschäftsführerin Katharina Lohmann am Freitag im rbb. Darunter seien Comedians und Zauberer. Auch ein filmischer Rückblick auf die 186 Tage IGA werde gezeigt. Der Eintritt kostet am Sonntag nur zehn Euro.

Am Nachmittag wird Sawsan Chebli, Berliner Staatssekretärin für Internationales, symbolisch den Staffelstab an die Stadt Heilbronn übergeben, die 2019 die Bundesgartenschau ausrichtet.

Blumenhalle nur noch bis Sonntag

Am Freitag war die Gartenschau gut besucht: sowohl der Wolkenhain, die Aussichtsplattform auf dem Kienberg, als auch die Wege zwischen den Beeten, in denen etwa Rosen, Astern und Dahlien blühen.

In den letzten Öffnungstagen der IGA lohne es sich besonders, zur Blumenhalle zu kommen, empfahl Lohmann. Denn die werde nach dem Ende der Gartenausstellung in jedem Fall wieder abgebaut.

Viele IGA-Elemente bleiben

Viele IGA-Elemente sollen aber auch nach dem offiziellen Ende der Schau weiter bestehen. So etwa die neuen Wassergärten, das Umweltbildungszentrum, der Wolkenhain und die neuen Internationalen Gärten in den Gärten der Welt, erklärte Lohmann. Letztere sollen am 1. Dezember wieder öffnen. Bis zum Frühjahr soll der Kienberg als Volkspark neu angelegt sein.

Der Weiterbetrieb der Seilbahn ist für die nächsten drei Jahre gesichert. In welcher Form, soll in vier Wochen klar sein, kündigte Christoph Schmidt, Geschäftsführer der IGA und Grün Berlin, im rbb an.

Kein großer Ausverkauf

Der IGA-Zaun werde abgebaut, so Lohmann. Damit werde ein Teil des Geländes nach dem Ende der Schau wieder ohne Eintritt zugänglich sein. Für die erweiterten Gärten der Welt braucht man jedoch weiterhin ein Ticket.

Etwaige Hoffnungen von IGA-Fans, zum Ende der Schau Zubehör erwerben zu können, enttäuschte Geschäftsführerin Lohmann. Einen großen Ausverkauf, wie er häufig nach Gartenschauen stattfinde, werde es in Marzahn nicht geben. Da das Gelände auch nach Ende der Ausstellung genutzt werde, gebe es nicht so viel zu verkaufen. Lediglich 15 Prozent der Schau würden abgebaut, sagte ihr Kollege Schmidt. "Das ist sehr wenig im Vergleich mit anderen Gartenschauen."

Ein Argument, die IGA kurz vor dem Ende zu besuchen, liefert auch der Wetterbericht: Am Wochenende soll sich der goldene Herbst einstellen. Hoch "Tanja" bringt Sonnenschein und Temperaturen bis 23 Grad.

Müller: Erfolg für die Stadt

Seit dem IGA-Start im April hatte sich das Wetter im Schnitt weitaus weniger gut präsentiert. Dies wird der Schau die Gesamtbilanz verhageln. Statt der ursprünglich erwarteten rund zwei Millionen Gäste wird nun mit 1,6 Millionen Besuchern gerechnet. Die Einnahmen werden voraussichtlich statt 30 nur 20 Millionen betragen.

Ungeachtet dessen bezeichnete Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) die IGA als Erfolg für die Stadt. Für diesen Erfolg stehe jeder Gast, der sich an der Pflanzenwelt und der kreativ gestalteten Gartenlandschaft erfreut und dort Neues über die Umwelt erfahren habe, sagte Müller am Freitag. Der neue Volkspark Kienberg und die Erweiterung der Gärten der Welt seien ein nachhaltiger Gewinn.

Mit Informationen von Marie Asmussen

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3 Kommentare

  1. 3.

    Die IGA war eine tolle Leistungsschau des Gartenbaus und hat in der Stadt die Wahrnehmung des Bezirks Marzahn positiv verändert. Mieses Wetter und ein zu 'saftiger' Eintrittspreis der viele potentielle Besucher abschreckte sind bald vergessen, die Gärten der Welt aber bleiben noch schöner und größer erhalten, auch für alle Meckerer!

  2. 2.

    Danke für die verlustreiche Ausstellung.

  3. 1.

    Das Defizit sollten die Verantwortlichen abbarbeiten.

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