Schüler rennt (Quelle Symbolbild: imago/Ralph Peters)
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Serie: Unerzogen | Friedrich Bergius Schule - "Man braucht für das Leben auch so etwas wie Disziplin"

Die Friedrich-Bergius-Schule in Berlin-Friedenau gilt in den Medien gern als "der strengste Schule der Hauptstadt". Und tatsächlich gelten hier rigide Regeln. Wer zu spät kommt, darf beispielsweise nicht in den Unterricht, sondern muss putzen. Und die Schüler? Machen mit.

Wie bereitet man Kinder darauf vor, ein aktiver und wertvoller Teil der Gesellschaft zu sein? Dazu gibt es vielfältige Ansätze. Im Elternhaus sorgen unterschiedliche Erziehungstrends für Gesprächsstoff. Was aber, wenn Kinder spätestens in den Schulen auf das Regelwerk Schule treffen? rbb|24 hat mit Schulleitungen dreier sehr unterschiedlicher Schulen über ihre Erziehungsmethoden gesprochen und nachgefragt, wie wichtig ehemals preußische Tugenden heute noch sind – und wie gut besonders alternativ erzogene Kinder klar kommen.

Die Friedrich-Bergius-Schule in Berlin-Friedenau gilt als besonders strenge Schule. Der Namensgeber der integrierten Gesamtschule ist der Chemiker Friedrich Bergius. Am Ende der 10. Klasse können die Schüler der Friedrich-Bergius-Schule den mittleren Bildungsabschluss erwerben. Wollen sie ihr Abitur machen, müssen sie eine andere Schule mit gymnasialer Oberstufe besuchen.

Der Schulleiter Michael Rudolph hat uns Rede  und Antwort gestanden.

rbb|24: Herr Rudolph, bitte vervollständigen Sie den Satz "Regeln sind da, um …"

Michael Rudolph: … mit allen Menschen gut zusammenleben zu können.

Gibt es an Ihrer Schule Noten? Und wenn ja, warum?

Es gibt Noten. Sowohl die Punkte 0 bis 15 als auch die traditionellen Noten 1 bis 6. Und ich persönlich finde, dass Noten auch sehr wichtig sind, weil das ganze Leben indirekt aus Noten besteht, auch das Arbeitsverhältnis. Dienstliche Beurteilungen enden ebenfalls im Kern immer mit einer Note. Da sollte man sich schon als junger Mensch einleben. Wir stellen hier im Alltag fest, dass die Schüler Noten sogar einfordern. Sie wollen wissen, ob sie eine gute oder schlechte Leistung erbracht haben. So habe ich den Eindruck, wir machen keinen Fehler, wenn wir Noten geben.

Wir erklären den Schülern, dass sie grundsätzlich pünktlich zu sein haben.

Michael Rudolph

Mit welchen erzieherischen Instrumenten arbeiten Sie?

Grundsätzlich muss ich sagen, dass wir erzieherische Methoden vor Ordnungsmaßnahmen setzen. Wir verhängen beispielsweise so gut wie nie einen Klassenverweis. Erzieherische Maßnahmen gibt es jedoch ganz viele. Das fängt an mit dem Gespräch. Wenn ein Schüler einen Fehler gemacht hat, wird er darauf angesprochen. Wir erklären ihm, warum er Dinge vielleicht anders machen sollte. Dann haben wir die Möglichkeit, dass wir den Schüler sich hinsetzen lassen in einen ruhigen Raum. Er soll dann alle seine Gedanken dazu aufschreiben. Es geht immer darum, was er falsch gemacht hat. Er soll sich fragen, was sein Berufswunsch ist, was er im Leben erreichen will und wie er hätte anders reagieren können – und auch, was er sich für die Zukunft vornimmt. An der Berufsfähigkeit richtet sich eigentlich unsere ganze erzieherische Arbeit aus. Also nach der Frage, was ich alles beherrschen muss, wenn ich den Beruf, den ich anstrebe, gerne machen möchte. Dazu zählen ja nicht nur Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen, sondern neben Allgemeinbildung auch ein bestimmtes Verhalten. Und das kann erfahrungsgemäß durch erzieherische Beeinflussung geändert werden.

Friedrich-Bergius-Schule in Friedenau (Quelle: imago/Schöning)
Die Friedrich-Bergius-Schule in Berlin-FriedenauBild: imago/Schöning

Was passiert mit einem Schüler, der wiederholt zu spät kommt? Arbeiten Sie an Ihrer Schule mit Strafen?

Wenn jemand dauernd zu spät kommt im Beruf, würde er wahrscheinlich nach relativ kurzer Zeit entlassen werden. Dagegen müssen wir angehen. Wir erklären also den Schülern, dass sie grundsätzlich pünktlich zu sein haben. Wenn ein Schüler zu spät kommt, darf er nicht in die Klasse gehen. Denn in der Klasse sind alle anderen und lernen gerade. Wenn alle zwei Minuten einer reinkommt, stört er. Wer zu spät kommt, wartet und geht pünktlich in die nächste Stunde.

Was macht er währenddessen?

Während er wartet, macht er eine gemeinnützige Tätigkeit auf dem Schulhof oder auf dem Perelsplatz. In der Annahme, dass er sich das zu Herzen nimmt und am nächsten Tag pünktlich ist. Wenn es mehrfach passiert, informieren wir die Eltern und bitten sie mit dem Kind zum Gespräch. Das Gesprächsmuster ist dann immer das gleiche. Wir fragen das Kind, warum man zusammensitzt  und was das Problem ist. Das Kind sagt dann, ich bin öfter zu spät gekommen. Dann fragen wir, was willst du mal werden? Und egal, welche Antwort dann kommt, sie wird ernst genommen. Auch, wenn sie manchmal unrealistisch ist, wie Fußballer beim FC Bayern München. Aber wenn er Mittelstürmer der Bayern werden will, fragen wir ihn, was er glaubt, wie oft ein Mittelstürmer eingesetzt wird, wenn er beim Anpfiff des Spiels nicht da ist. Das kann jeder begreifen, dass er das höchstens einmal macht.

Dann fragen wir, wann das bei dem Schüler aufhört. Da sagt der Schüler: sofort. Die Antwort findet noch jeder. Und dann kriegt er die entscheidende Hilfe: Ich sage ihm, dass ich mich über das Versprechen freue und noch ein bisschen helfe: 'Wenn du doch nochmal zu spät kommst, obwohl dein Schulleiter in 40 Dienstjahren nie zu spät gekommen ist, dann kommst du mal eine ganze Woche eine Stunde früher und arbeitest ein bisschen was.'

Und das hilft?

Von zehn Schülern sehe ich neun dann pünktlich kommen. Das ist ein sehr wirksames Mittel. Die Schüler verstehen das übrigens als eine positive Zuwendung. Man solle meinen, dass die sich darüber aufregen, dass sie was putzen müssen. Aber sie verstehen schon, dass es ja mit ihnen selbst viel zu tun hat und nicht mit der Schule. Ich sage immer: Mir kann das egal sein, wenn jemand zu spät kommt, mein Gehalt ist immer das gleiche.

Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Eltern?

Sie ist entscheidend. Wir merken häufig, dass Schule allein eigentlich gar nichts machen kann. Im Grundgesetz steht ja sinngemäß "Pflege und Erziehung der Kinder ist Aufgabe der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht". Das heißt, Eltern sind auch für Erziehung und für die Kinder verantwortlich. Und wir merken das ganz genau: wenn wir zusammenarbeiten, und deswegen sind diese gemeinsamen Gespräche so wichtig, dann werden wir zwar nicht bei jedem Erfolg haben, aber es wird bei nahezu jedem Schüler eine Veränderung des Verhaltens sichtbar werden. Wenn Eltern, im Extremfall, sagen, 'du brauchst da nicht pünktlich zu sein', dann haben wir als Schule auch keine Chance. Daher ist es zentral, mit Eltern zusammen zu arbeiten und wir haben da sehr gute Erfahrungen.

Merken Sie Kindern an, wenn im Elternhaus eine alternative Erziehungsmethode (z.B. "unerzogen" – das Kind soll hier möglichst wenig durch Erziehung überformt werden) angewandt wird?

Ich habe davon auch gehört. Aber so ein Kind habe ich bis jetzt noch nie gesehen. Und ich bin der Meinung, dass es ganz viele Schulen mit unterschiedlichen Profilen in Berlin gibt. Eltern sollten die Schule wählen, die für ihr Kind das richtige Profil hat. Wenn einer jetzt meint, sein Kind sollte unerzogen erzogen werden, dann ist das für mich etwas befremdlich. Aber wenn Eltern das meinen, sollen sie es machen. Aber dann sollen sie auch bitte eine Schule suchen, die das anbietet. Und nicht erwarten, dass die Schule sich jetzt auf ihr spezielles Konzept einzustellen hat. Wir haben in der Schulkonferenz unser Konzept intensiv besprochen und führen das einheitlich für immerhin 400 Schüler durch. Wer da mitmachen und das fortentwickeln will, ist hier willkommen.

Wie setzt sich die Schülerschaft an Ihrer Schule zusammen?

Wir sind eine Schule, die im "Bonus-Programm" des Senats ist. Das sagt über die Schülerschaft einiges aus. Deutlich mehr als 50 Prozent der Schüler beziehen in irgendeiner Form soziale Transferleistungen und sind daher befreit vom Schulbuchkauf. Wir haben auch über 50 Prozent Schüler mit migrantischem Hintergrund – was jetzt nicht viel sagt. Doch eine überwiegend bürgerliche Klientel haben wir nicht, auch wenn wir in Friedenau sind. Unsere Schüler kommen aus etwa 35 verschiedenen Grundschulen. Daran sieht man schon, dass unser Einzugsbereich weit über Friedenau hinausgeht. Das liegt daran, dass wir sehr günstig an einem Verkehrskreuz gelegen sind.

Wie werden Schüler an Ihrer Schule motiviert?

Motiviert ist der Schüler eigentlich aus sich selbst heraus. Denn er will ja an seiner Zukunft arbeiten. Wir versuchen, einen ordentlichen Unterricht zu machen und dem Schüler etwas anzubieten. Wir versuchen auch, ihm insgesamt eine vernünftige Schulatmosphäre zu bieten. Die meisten Schüler kommen sehr gern hier in die Schule. Einmal ist es ein schönes altes Gebäude, es ist alles sauber und ordentlich. Die Lehrer bemühen sich zudem, nett zu sein und es fällt nicht so viel Unterricht aus. Es ist alles recht klar strukturiert. Wenn die Schüler ein Problem haben, finden sie Ansprechpartner. Wir haben ein Sozialpädagogen-Team, wo sie hingehen können. Es gibt verschiedene Angebote für Schüler, die das Leben über den normalen Unterricht hinaus noch ein bisschen interessanter machen. Wir haben verschiedenste Möglichkeiten hier. Aber ich sage mal, es ist alles sehr traditionell und herkömmlich. Es ist die tägliche Arbeit, die die Schüler motiviert. Interessant sind dahingehend ja auch die Ergebnisse, die wir erzielen. Seit mehreren Jahren schaffen 50 Prozent der Schüler den Übergang auf die gymnasiale Oberstufe. Und wenn man sieht, wie die Schüler ankommen, mit welchen Noten und welchen Defiziten, dann würde man das nicht so vermuten. Und was uns fast noch wichtiger ist: wir haben trotz unseres nicht einfachen Klientels mit 5 bis 6 Prozent nur einen sehr geringen Anteil von Schülern, die die Schule ohne Abschluss verlassen.

Man braucht für das Leben auch so etwas wie Disziplin.

Michael Rudolph

Sie sagten gerade, Sie arbeiten relativ traditionell. Wie wichtig sind ehemals preußische Tugenden wie Pünktlichkeit, Ordnung und Disziplin an Ihrer Schule?

Preußen ist nun lange vorbei. Wir legen Wert auf die Dinge, die im Beruf nachher wichtig sind. Ich bin immer vorsichtig damit, es als preußische Tugenden zu bezeichnen. Dass ein Mensch pünktlich sein müsste, ist in der Gesellschaft, in der wir heute leben noch ganz genau so wichtig wie bei den Preußen. Es ist einfach etwas, was viele Türen öffnet. Man braucht für das Leben auch so etwas wie Disziplin. Damit meine ich nicht militärische Disziplin, sondern Selbstdisziplin. Man muss lernen, seine augenblicklichen Wünsche einen Moment zurückzustellen zugunsten anderer Dinge. Man kann ja auch nicht immer alles machen, was man gerade machen möchte. Auch ich als Schulleiter nicht. Das sind die zentralen Dinge. Auch zuverlässig sollte man sein. Denn auch in jedem Beruf muss man seine Arbeitsmaterialien – seien es ein Computer oder ein Stück Papier – mitbringen. Aus meiner Sicht ist es nicht vorstellbar durch das Leben zu kommen, ohne zuverlässig zu sein. So kann man diese so genannten preußischen Tugenden alle aufdröseln und stellt fest, dass sie eigentlich verdammt modern sind.

Was halten Sie vom aus der Reformpädagogik kommenden omnipräsenten Schlagwort "individuelles Lerntempo?"

Das hat es eigentlich immer schon gegeben. Es gab immer Schüler, die schneller lernen und andere, die weniger schnell sind. Es hat es auch immer gegeben, dass man dem schnelleren Lerner ein bisschen mehr Futter gibt und dem schwächeren vielleicht etwas hilft. Das ist alles gar nicht so furchtbar neu. Es ist Alltag eines jeden guten Pädagogen, sich auf jeden Schüler einzulassen. Seine Stärken und Schwächen zu erforschen und ihm bei den Schwächen zu helfen und ihn bei den Stärken voran zu bringen. Da wird inzwischen um etwas Selbstverständliches ein großer Kult betrieben.

Gibt es aus Ihrer Sicht etwas, was man Eltern von Schulkindern heutzutage pauschal vorwerfen kann?

Pauschal werfe ich niemandem etwas vor. Wir haben nur eine Erfahrung gemacht, die  gerade durch eine Studie belegt worden ist: Es wurde versucht, herauszufinden, ob arme Eltern für ihre Kinder schlechtere Voraussetzungen in der Schule finden als reiche. Man hat herausgefunden, dass das keine Frage des Geldes oder der Bildung der Eltern ist. Sondern dass es eine Frage ist, ob Eltern sich emotional mit ihren Kindern beschäftigen. Das erleben wir hier auch. Selbst wenn Eltern nur eine ganz geringe Schulbildung haben und sie den Kindern gar nicht helfen können: wenn sie zuhause nachfragen, wie es in der Schule läuft und ihre Kinder emotional auffangen, dann ist das ungeheuer wertvoll und wirksam für das Kind. Was ich Eltern raten würde, wäre einfach, das Kind als Menschen anzunehmen und sich liebevoll zu kümmern. Denn Pädagogen können nicht wirklich auffangen, wenn zuhause gar kein Rückhalt mehr ist.

Was ist das schönste Kompliment, das ein Schüler Ihrer Schule machen kann?

Immer wieder kommen Schüler – wir haben bald den Abschlussball – und bedanken sich, dass wir ihnen geholfen haben, dass wir ihnen die Regeln beigebracht haben. Vorhin waren zwei da, die vor drei Jahren von unserer Schule abgegangen sind. Sie waren ganz stolz, weil sie das Abitur bestanden haben. Es freut mich, wenn es uns gelungen ist, Schülern ins Leben zu helfen. Und besonders freut es mich, wenn es Schüler sind, wo das nicht so einfach gewesen ist.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Das Interview führte Sabine Prieß

Kommentar

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9 Kommentare

  1. 9.

    Ich finde es gut, wenn ein junger Mensch erfährt, dass sein Handeln Konsequenzen hat. Positive oder eben negative. Außerdem lebt der Mensch nicht im luftleeren Raum. So, wie man in den Wald hineinruft, schallt es heraus. Kinder sollten beizeiten lernen, dass man nur gut durchs Leben kommt, wenn man nicht nur sich selbst in den Vordergrund schiebt, sondern sich selbst reflektiert und auch auf die Befindlichkeiten der anderen eingeht. Insofern finde ich das Konzept dieser Schule sehr gut.

  2. 8.

    Irgendwie erinnert mich das an die Methoden des Lieblingslehrers in meiner Schule, die ich bis zur sechsten Klasse besuchte. Er war bei allen Schülern beliebt ¡ entweder durch seine fachlichen Qualitäten oder weil er alle gleichermaßen gerecht wie streng behandelte.. Wenn diese Schule so ist., wie ich es mir nach diesem Artikel vorstelle kann ich sie nur allen Eltern empfehlen.

  3. 7.

    Eine leise Ahnung befällt mich angesichts einiger Kommentatoren, warum Berlin Sozialhauptstadt ist.
    Hier versammelt sich mittlerweile alles, was in der Provinz nix auf die Reihe gebracht hat, die Glückssucher (ohne Job, kleine familiäre Finanzspritzen) sind unterwegs?
    Bis dato kenne ich keinen Arbeitgeber, dem es reichte, dass sein Arbeitnehmer (oder Azubi) lediglich seinen Namen tanzen konnte.
    Das war Berlin gestern, als ich meine Brötchen verdiente und meine Kinder "arbeitsmarktkonform" anhielt/erzog.
    Was Berlin doch ein lustiger Spielplatz geworden ist und Klientel weiter bedient!?

  4. 6.

    Da kann ich Ihnen nur vollstens zustimmen.

    Hier verklärt jemand, der sich offenbar für einen guten Pädagogen hält, das Formen und Abrichten von Menschen als Erziehung zu selbstständigen, gesellschaftsfähigen und kritischen Individuen.

    Darüber hinaus ist es ungesetzlich, Schüler, die noch schulpflichtig sind, vom Unterricht auszuschließen. Ebenso sind Strafen wie das Putzen anstelle des Unterrichts keine möglichen pädagogischen Maßnahmen, das geben die Gesetze nicht her. Und wie dieser Mann mit den Strafen allgemein umgeht, spricht Bände. Es ist ihm egal, ob jemand zu spät kommt und das belegt doch einmal mehr, dass die Bestrafungen - als solche pädagogisch ohnehin sinnlos - als Ausübung von Macht, zur Konstruktion von Hierarchien und zum Zwang zur Anpassung gedacht sind. Die "Schulregeln" widersprechen dem Grundgesetz, dem BGB und dem Berliner Schulgesetz. Pervers!

    Abstoßend, dass so jemand lehren bzw. eine derartige Schule leiten darf. So eine Anstalt gehört geschlossen!

  5. 5.

    Vielleicht sollte man diese Schule umbenennen in „Margot Honeckers Ponyhof“?

  6. 4.

    Was hat dieser Schulleiter genommen? Und wo kann man es kriegen?

  7. 3.

    Das liegt sicher an der konsequenten Durchsetzung der Schulordnung.
    http://www.friedrich-bergius-schule.de/FBS/Schule/Schulordnung/schulordnungS.html

    Wenn die vielen Verbote in der Schulordnung nicht durchgesetzt werden, dann kümmern sich die Schüler später auch nicht um Verbote aus dem Strafgesetzbuch.

    Und die Schulordnung sollte den Eltern schon Aufnahme des Kindes an die Schule bekannt gemacht werden, damit jeder weiß worauf er sich einlässt.

  8. 2.

    Vielleicht weil wir in (West-) Deutschland aus gewissen Erfahrungen unserer Geschichte gelernt haben? Weil wir hinreichend erleben mußten, was ein autoritärer Charakter ist - und was er anrichten kann? Weil Sekundärtugenden (wie Pünktlichkeit und Disziplin) schön sind, aber eben nur zweitrangig, da es darauf ankommt, welchen Zwecken sie dienen? Weil Regeln immer wieder hinterfragt und auf ihren Sinn und ihre Richtigkeit überprüft werden müssen? Weil wir gesehen haben, wo man landet, wenn man brav Befehle befolgt? Weil die Schule nicht dazu da ist, dem Arbeitsmarkt pflegeleichte, problemlos ausbeutbare Lohnsklaven zurechtzubiegen? Weil eine Gesellschaft, in der alle immer nur nett und diszipliniert und angepaßt sind, nicht aufmucken, geschweige denn anecken wollen, in der Stagnation versinken wird? Auf diese Weise würden wir immer noch im Feudalismus leben.

    Aber vielleicht wäre das Herrn Rudolph sogar ganz recht.

  9. 1.

    Warum gibt es nicht mehr Schulen mit solch einem format!?? Ich wünsche mir für die nächste Generation sehr sehr viele Schulen die ihre Aufgabe so ernst nehmen. Dann kann alles nur noch besser werden!

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