Adventskalendergrafik zum 4. Dezember mit einer Illustration zur Eiche "Dicke Marie" in Tegel (Bild: Marcus Behrendt)
Bild: rbb/ Marcus Behrendt

Adventskalender - 4. Tür: Berlins Freund, der Baum

Er hat ziemlich viele tote Äste, sieht auch nicht mehr besonders stabil aus und würde das Casting für jede Verfilmung des Andersen-Märchens "Das Feuerzeug" gewinnen: Berlins ätester Baum, eine Stieleiche nahe dem Tegeler See.

24 spannende Geschichten über das Älteste, was Berlin und Brandenburg zu bieten hat. Alle Türchen auf einen Blick finden Sie hier.

Eine Pflanze, die es schon länger gibt als die Stadt: Die "Dicke Marie" in Tegel ist ein Prachtexemplar. Der Baum ist eine Stieleiche, zählte einst die Humboldt-Brüder zu seinen ersten Fans und bekam sogar Besuch von Goethe. Als Berlins Geburtsdatum gilt das Jahr 1237, und auch da soll die "Dicke Marie" im damals von Berlin noch weit entfernten Tegel bereits seit 130 Jahren existiert, und so bereits viele Stieleichen aus ihrem Jahrgang überlebt haben.

Bei solch einem Alter verschwimmen Wahrheit und Legende. Baumforscher bezweifeln heute etwa die angeblich mehr als 900 Lebensjahre der "Dicken Marie" und schätzen den Baum anhand seines äußeren Escheinungsbildes lediglich auf knappe 500 Jahre. Ob nun aber 900 oder 500 – die Leistung ist mehr als nur ein Weihnachtskalendertürchen wert. Denn schließlich blieb in Berlin und seinen eingemeindeten Vororten kaum ein Sandkorn auf dem anderen und Bäume verhinderten selten, dass irgenwo auf noch unberührter Erde ein weiteres Häuschen gebaut oder eine Straße verlegt wurde. Die "Dicke Marie" hatte Glück und Beschützer und ist heute ein exzellentes Beispiel dafür, dass es sich lohnt, wenn man ruhig bleibt und einfach ausharrt.

"Dicke Marie" im Tegeler Forst ist ein Naturdenkmal im Ortsteil Tegel des Berliner Bezirks Reinickendorf und der vermutlich älteste Baum der Stadt. (Quelle: imago/Travel-Stock-Image)
So sieht der Baum heute aus Bild: imago/Travel-Stock-Image


Übersichtskarten

Ein Stern ist auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Alexanderplatz am 03.12.2017 mit der Weltzeituhr im Hintergrund zu sehen. (Bild: imago/Ina Peek)
imago/Ina Peek

- Hier finden Sie die Weihnachtsmärkte in Berlin und Brandenburg

Glühwein, Zuckermandeln, Kunsthandwerk und Fahrgeschäfte: Es ist Weihnachtsmarktsaison. Doch wo hat ein Markt in Ihrer Nähe auf? rbb|24 zeigt die wichtigsten Weihnachtsmärkte in Berlin und Brandenburg auf interaktiven Karten.

Der Adventskalender

Adventskalendergrafik zum 1. Dezember mit einer Illustration zum Berliner Stadtbad in Charlottenburg (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 1. Tür: Schicke Wanne, schicke Wanne!

Baden war im 19. Jahrhundert ein Luxus. Doch im Zuge der Siedlungsverdichtung wurde klar: Hygiene ist die Grundlage für die Volksgesundheit. Um 1900 begann dann ein Bauboom öffentlicher Bäder in Berlin. Das erste Türchen führt nach Charlottenburg.

Adventskalendergrafik zum 4. Dezember mit einer Illustration zur Eiche "Dicke Marie" in Tegel (Bild: Marcus Behrendt)
rbb/ Marcus Behrendt

Adventskalender - 4. Tür: Berlins Freund, der Baum

Er hat ziemlich viele tote Äste, sieht auch nicht mehr besonders stabil aus und würde das Casting für jede Verfilmung des Andersen-Märchens "Das Feuerzeug" gewinnen: Berlins ätester Baum, eine Stieleiche nahe dem Tegeler See.

Adventskalendergrafik zum 5. Dezember mit einer Illustration zur letzten Instanz (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 5. Tür: Ein Prost auf das Urteil

Das Restaurant "Zur letzten Instanz" muss viele Bedürfnisse erfüllen: essen und trinken natürlich. Aber noch wichtiger ist hier die Kundenansprache, denn wenige Meter weiter am Gericht fällen Richter Urteile, nach denen manch einer Trost am Tresen sucht.

Adventskalendergrafik zum 5. Dezember mit einer Illustration des Prater Garten (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 8. Tür: Berlins Ur-Ort der Lustbarkeiten

Erstes Rathaus, erster Fernsehturm, erstes Messegelände - das rauszustellen ist leicht. Schwieriger ist, den Platz zu identifizieren, wo Heu geerntet wurde, heute aber die Hipster kreisen. Beide allerdings verbindet: Bierseeligkeit auf Holzstühlen im Garten.  

Erste Ampel Berlin (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
rbb/Marcus Behrendt

Adventskalender - 9. Tür: Ein eiserner Turm für Rot-Gelb-Grün

Es gab Zeiten, da war eine Ampel noch ein Ereignis. Allerdings ist das nun bereits rund 100 Jahre her. Am Potsdamer Platz entstand 1924 Berlins erste Ampel mit den drei Farben Rot, Gelb und Grün - montiert auf einem sogenannten Verkehrsturm.

Wasserturm (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
rbb/Marcus Behrendt

Adventskalender - 11. Tür: Am Wasser, und dann auch noch ganz oben

In Sachen Hochhäuser rangiert Berlin eher im gemütlichen Mittelfeld. Allerdings fing die Stadt schon in den 1870ern an, hoch zu bauen. Damals entstand auch der Wasserturm auf dem Prenzlauer Berg: 44 Meter hoch und damit ältestes Hochhaus der Stadt.

Adventskalendergrafik zum 14. Dezember mit einem Ziehbrunnen aus dem 14. Jahrhundert (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 14. Tür: Hoch das Wasser

Nur der Experte erkennt, wenn ein Brunnen richtig alt ist. Alle anderen sehen nur: Hier gabs wohl mal Wasser. In Spandau steht Berlins ältester Ziehbrunnen. Berechtigt ist hier allerdings die Frage: aha, und nun?

Beitrag von Stefan Ruwoldt

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