Adventskalendergrafik zum 5. Dezember mit einer Illustration zur letzten Instanz (Bild: Marcus Behrendt)
Bild: Marcus Behrendt

Adventskalender - 5. Tür: Ein Prost auf das Urteil

Das Restaurant "Zur letzten Instanz" muss viele Bedürfnisse erfüllen: essen und trinken natürlich. Aber noch wichtiger ist hier die Kundenansprache, denn wenige Meter weiter am Gericht fällen Richter Urteile, nach denen manch einer Trost am Tresen sucht.

24 spannende Geschichten über das Älteste, was Berlin und Brandenburg zu bieten hat. Alle Türchen auf einen Blick finden Sie hier.

Berlin ist groß und hier - wie eben überall, wo viele zusammenkommen, - gibt es Zoff und Remmidemmi. Damit die Sache nicht eskaliert, hat die Stadt ein ordentliches Rechtswesen, das sich über Jahrhunderte entwickelt hat.

Zum Kern dieses Rechtswesens gehört es aber auch, dass bei eskalierenden Streits vor Gericht meist exakt die eine Hälfte der beiden streitenden Parteien am Ende einigermaßen zufrieden ist mit dem Richterspruch, die andere Hälfte muss sich dagegen abfinden mit dem Urteil und macht das am besten bei Schnaps und Bier. Unweit des Berliner Amtsgericht in der Littenstraße steht die "Letzte Instanz", schenkt Schnaps und Bier aus, und tut das schon sehr lange.

Gleich nebenan fällt der Hammer

Die Geschichte des Hauses lebt vor allem von ihren Ausschmückungen: Gebaut in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadtmauer (schön alt) wurde hier um 1620 wohl erstmals auf Rechnung gezecht, und zwar - ganz traditionell natürlich - Wein, ab etwa 1700 gab es hier auch - noch traditionelleres - Bier. 1924 dann bekam die Lokalität seinen heutigen Namen als Reminiszenz an das damals neu errichtete Gerichtsgebäude in der Littenstraße.

Im 2. Weltkrieg wurde das Haus dann schwer zerstört, 1961 aber nach historischem Vorbild wieder aufgebaut und ist seitdem auch wieder ein Restaurant, in dem natürlich jeder mit einem total witzigen Themenspruch die Kellnerin zum Lachen bringen will. Ein Prost auf den Richter.

"Zur letzten Instanz" im Jahre 1890 (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Die außergerichtliche letzte Instanz im Jahre 1890. Bild: dpa/Soeren Stache


Übersichtskarten

Ein Stern ist auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Alexanderplatz am 03.12.2017 mit der Weltzeituhr im Hintergrund zu sehen. (Bild: imago/Ina Peek)
imago/Ina Peek

- Hier finden Sie die Weihnachtsmärkte in Berlin und Brandenburg

Glühwein, Zuckermandeln, Kunsthandwerk und Fahrgeschäfte: Es ist Weihnachtsmarktsaison. Doch wo hat ein Markt in Ihrer Nähe auf? rbb|24 zeigt die wichtigsten Weihnachtsmärkte in Berlin und Brandenburg auf interaktiven Karten.

Der Adventskalender

Adventskalendergrafik zum 1. Dezember mit einer Illustration zum Berliner Stadtbad in Charlottenburg (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 1. Tür: Schicke Wanne, schicke Wanne!

Baden war im 19. Jahrhundert ein Luxus. Doch im Zuge der Siedlungsverdichtung wurde klar: Hygiene ist die Grundlage für die Volksgesundheit. Um 1900 begann dann ein Bauboom öffentlicher Bäder in Berlin. Das erste Türchen führt nach Charlottenburg.

Adventskalendergrafik zum 4. Dezember mit einer Illustration zur Eiche "Dicke Marie" in Tegel (Bild: Marcus Behrendt)
rbb/ Marcus Behrendt

Adventskalender - 4. Tür: Berlins Freund, der Baum

Er hat ziemlich viele tote Äste, sieht auch nicht mehr besonders stabil aus und würde das Casting für jede Verfilmung des Andersen-Märchens "Das Feuerzeug" gewinnen: Berlins ätester Baum, eine Stieleiche nahe dem Tegeler See.

Adventskalendergrafik zum 5. Dezember mit einer Illustration zur letzten Instanz (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 5. Tür: Ein Prost auf das Urteil

Das Restaurant "Zur letzten Instanz" muss viele Bedürfnisse erfüllen: essen und trinken natürlich. Aber noch wichtiger ist hier die Kundenansprache, denn wenige Meter weiter am Gericht fällen Richter Urteile, nach denen manch einer Trost am Tresen sucht.

Adventskalendergrafik zum 5. Dezember mit einer Illustration des Prater Garten (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 8. Tür: Berlins Ur-Ort der Lustbarkeiten

Erstes Rathaus, erster Fernsehturm, erstes Messegelände - das rauszustellen ist leicht. Schwieriger ist, den Platz zu identifizieren, wo Heu geerntet wurde, heute aber die Hipster kreisen. Beide allerdings verbindet: Bierseeligkeit auf Holzstühlen im Garten.  

Erste Ampel Berlin (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
rbb/Marcus Behrendt

Adventskalender - 9. Tür: Ein eiserner Turm für Rot-Gelb-Grün

Es gab Zeiten, da war eine Ampel noch ein Ereignis. Allerdings ist das nun bereits rund 100 Jahre her. Am Potsdamer Platz entstand 1924 Berlins erste Ampel mit den drei Farben Rot, Gelb und Grün - montiert auf einem sogenannten Verkehrsturm.

Wasserturm (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
rbb/Marcus Behrendt

Adventskalender - 11. Tür: Am Wasser, und dann auch noch ganz oben

In Sachen Hochhäuser rangiert Berlin eher im gemütlichen Mittelfeld. Allerdings fing die Stadt schon in den 1870ern an, hoch zu bauen. Damals entstand auch der Wasserturm auf dem Prenzlauer Berg: 44 Meter hoch und damit ältestes Hochhaus der Stadt.

Adventskalendergrafik zum 14. Dezember mit einem Ziehbrunnen aus dem 14. Jahrhundert (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 14. Tür: Hoch das Wasser

Nur der Experte erkennt, wenn ein Brunnen richtig alt ist. Alle anderen sehen nur: Hier gabs wohl mal Wasser. In Spandau steht Berlins ältester Ziehbrunnen. Berechtigt ist hier allerdings die Frage: aha, und nun?

Grafik: Adventskalender 18. Dezember 2018 <<Klosterbäckerei Lehnin>>. (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
rbb/Marcus Behrendt

Adventskalender - 18. Tür: Knackig frisch und richtisch alt

Verreisen macht hungrig. Und beten wahrscheinlich auch. Seit 250 Jahren prosperiert am Kloster Lehnin die Klosterbäckerei. Geistliche Geschichte trifft hier auf weltlichen Appetit. So viele Jahre? - Da wird’s einem ganz blümerant.

Grafik: Adventskalender 21. Dezember 2018 <<Flughafen in Stölln>>. (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 21. Tür: Wo dem Otto Flügel wuchsen

Die rund 840 Meter lange Graspiste in Stölln ist ein Stück Verkehrsgeschichte. Hier übte Flugpionier Lilienthal das Abheben und hier landete in den letzten Wochen der DDR eine russische IL 62, die eigentlich mehr braucht als nur einen Rasen.

Die Adventskalendergrafik zum 23. Dezember zeigt das Gartenlokal "Zur Linde" in Baumschulenweg (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 23. Tür: Ein Hochbeet noch vor Dr. Schreber

Im April wird das Wasser angestellt und im November abgestellt - das sind die Regeln. Berlins Kleingärtner sind in Vereinen organisiert, tauschen untereinander Saatgut und Kombizange und schwören auf die Gemeinschaft. Ein Türchen zu Ehren der ältesten Berliner Parzelle.

Grafik: Adventskalender 24. Dezember 2018 <<Ältestes Wasserfahrzeug>>. (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
rbb/Marcus Behrendt

Hohohoho - 24. Tür: Mitbringsel gibt es auf dem kleinsten Kutter

Im letzten Türchen geht um die Beschwerlichkeiten des Winters in den wasserreichen Ecken Brandenburgs. Es geht um den Rumpodich und natürlich um die heutige Hauptperson: das Bescherkind. Beide nutzen ganz eigene Verkehrsmittel. Und zwar schon lange.

Beitrag von Stefan Ruwoldt

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