Die Adventskalendergrafik zum 12. Dezember zeigt die Kurstadt Bad Freienwalde (Bild: Marcus Behrendt)
Bild: Marcus Behrendt

Adventskalender - 12. Tür: Ins Märkische Hochland zur Heilung

Bad Freienwalde ist gut für alles. Gutes Wasser, gute Luft, gute Dichttradition. Dass die Stadt auch noch alt ist, und zwar älteste Kurstadt Brandenburgs, darauf ist man hier stolz.

24 spannende Geschichten über das Älteste, was Berlin und Brandenburg zu bieten hat. Alle Türchen auf einen Blick finden Sie hier.

Aus irgendeinem Grund sind Kurbäder stolz auf ihr Alter, auf Tradition und Geschichtsseeligkeit. Sie pflegen das Alte, als gäbe es kein Heute und kein Morgen. Dabei fährt man doch zur Kur, weil man Regeneration und Erneuerung sucht, die Frische und nicht das Abgestandene?

Bad Freienwalde bildet keine Ausnahme: Man ist hier stolz auf das Jahr 1683, wo man nahe der Stadt gleich mehrere Quellen als ganz besonders heilsam identifizierte und Friedrich Wilhelm I. sich angeblich gleich als erster offizieller Kurgast dort heilen ließ und Freienwalde zum Bad kürte. Ein gute alte Seilschaft also zwischen der Stadt und dem König.

Dem Rheuma an den Kragen

Zentrale Behandlungsweise in Bad Freienwalde ist die Moorbehandlung, also Bäder und Packungen mit guter alter Torferde aus einem nahen Moor, die hier nackten Menschen aufgetragen wird, um die Drüsen und Nerven in Schwung zu bringen. Mit dieser Erde geht es hier dem Rheuma und der Osteoporose an den Kragen. Alte Erde für das Frischegefühl.

"Hübsches Wort für hübschen Ort" ist der 2019er Kalender überschrieben, den die Stadt Bad Freienwalde aktuell bewirbt und der - natürlich – den guten alten Fontane zitiert und seine Verbindung zur Stadt abbildet, denn in Bad Freienwalde lebte einst Theodor Fontanes Vater viele Jahrzehnte bis zu seinem Tod. Hohe Worte vom alten Dichter.

Kein Schloss auf dem Schlossberg

Bad Freienwalde liegt – für brandenburgische Verhältnisse – in den Bergen und zu den großen und kleinen Sehenswürdigkeiten muss man ein bisschen kraxeln, etwa hoch zum Bismarckturm auf dem Schlossberg und zum Schloss auf dem Apothekerberg. Und als gebirgige Krönung hat die Stadt auch gleich mehrere Skisprungschanzen, für Weiten um die 20, 40 und 60 Meter, wo Nachwuchswettbewerbe stattfinden. "Alter, ist das hoch!"

Und dann ist da noch eine Brücke, die das Historische, Heilende, Sportliche und vieles mehr in der Stadt gefährdet: Die B158-Brücke führt mitten durch die Stadt und erhebt sich in ihrer Mitte auf die Höhe des ersten und zweiten Geschosses der angrenzenden Häuser, eine kleine Ortsautobahn. Allerdings sind ihre Tage gezählt. Das alte Ding kommt 2019 weg.

Fünf triftige Argumente für die Frische der guten alten Kurheilstadt Bad Freienwalde.

Kurort Bad Freienwalde im Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg). (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Blick auf den Kurort Bad Freienwalde im Landkreis Märkisch-Oderland, 2016. Bild: dpa/Patrick Pleul

Übersichtskarten

Ein Stern ist auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Alexanderplatz am 03.12.2017 mit der Weltzeituhr im Hintergrund zu sehen. (Bild: imago/Ina Peek)
imago/Ina Peek

- Hier finden Sie die Weihnachtsmärkte in Berlin und Brandenburg

Glühwein, Zuckermandeln, Kunsthandwerk und Fahrgeschäfte: Es ist Weihnachtsmarktsaison. Doch wo hat ein Markt in Ihrer Nähe auf? rbb|24 zeigt die wichtigsten Weihnachtsmärkte in Berlin und Brandenburg auf interaktiven Karten.

Der Adventskalender

Adventskalendergrafik zum 1. Dezember mit einer Illustration zum Berliner Stadtbad in Charlottenburg (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 1. Tür: Schicke Wanne, schicke Wanne!

Baden war im 19. Jahrhundert ein Luxus. Doch im Zuge der Siedlungsverdichtung wurde klar: Hygiene ist die Grundlage für die Volksgesundheit. Um 1900 begann dann ein Bauboom öffentlicher Bäder in Berlin. Das erste Türchen führt nach Charlottenburg.

Adventskalendergrafik zum 4. Dezember mit einer Illustration zur Eiche "Dicke Marie" in Tegel (Bild: Marcus Behrendt)
rbb/ Marcus Behrendt

Adventskalender - 4. Tür: Berlins Freund, der Baum

Er hat ziemlich viele tote Äste, sieht auch nicht mehr besonders stabil aus und würde das Casting für jede Verfilmung des Andersen-Märchens "Das Feuerzeug" gewinnen: Berlins ätester Baum, eine Stieleiche nahe dem Tegeler See.

Adventskalendergrafik zum 5. Dezember mit einer Illustration zur letzten Instanz (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 5. Tür: Ein Prost auf das Urteil

Das Restaurant "Zur letzten Instanz" muss viele Bedürfnisse erfüllen: essen und trinken natürlich. Aber noch wichtiger ist hier die Kundenansprache, denn wenige Meter weiter am Gericht fällen Richter Urteile, nach denen manch einer Trost am Tresen sucht.

Adventskalendergrafik zum 5. Dezember mit einer Illustration des Prater Garten (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 8. Tür: Berlins Ur-Ort der Lustbarkeiten

Erstes Rathaus, erster Fernsehturm, erstes Messegelände - das rauszustellen ist leicht. Schwieriger ist, den Platz zu identifizieren, wo Heu geerntet wurde, heute aber die Hipster kreisen. Beide allerdings verbindet: Bierseeligkeit auf Holzstühlen im Garten.  

Erste Ampel Berlin (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 9. Tür: Ein eiserner Turm für Rot-Gelb-Grün

Es gab Zeiten, da war eine Ampel noch ein Ereignis. Allerdings ist das nun bereits rund 100 Jahre her. Am Potsdamer Platz entstand 1924 Berlins erste Ampel mit den drei Farben Rot, Gelb und Grün - montiert auf einem sogenannten Verkehrsturm.

Wasserturm (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 11. Tür: Am Wasser, und dann auch noch ganz oben

In Sachen Hochhäuser rangiert Berlin eher im gemütlichen Mittelfeld. Allerdings fing die Stadt schon in den 1870ern an, hoch zu bauen. Damals entstand auch der Wasserturm auf dem Prenzlauer Berg: 44 Meter hoch und damit ältestes Hochhaus der Stadt.

Adventskalendergrafik zum 14. Dezember mit einem Ziehbrunnen aus dem 14. Jahrhundert (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 14. Tür: Hoch das Wasser

Nur der Experte erkennt, wenn ein Brunnen richtig alt ist. Alle anderen sehen nur: Hier gabs wohl mal Wasser. In Spandau steht Berlins ältester Ziehbrunnen. Berechtigt ist hier allerdings die Frage: aha, und nun?

Grafik: Adventskalender 18. Dezember 2018 <<Klosterbäckerei Lehnin>>. (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 18. Tür: Knackig frisch und richtisch alt

Verreisen macht hungrig. Und beten wahrscheinlich auch. Seit 250 Jahren prosperiert am Kloster Lehnin die Klosterbäckerei. Geistliche Geschichte trifft hier auf weltlichen Appetit. So viele Jahre? - Da wird’s einem ganz blümerant.

Grafik: Adventskalender 21. Dezember 2018 <<Flughafen in Stölln>>. (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 21. Tür: Wo dem Otto Flügel wuchsen

Die rund 840 Meter lange Graspiste in Stölln ist ein Stück Verkehrsgeschichte. Hier übte Flugpionier Lilienthal das Abheben und hier landete in den letzten Wochen der DDR eine russische IL 62, die eigentlich mehr braucht als nur einen Rasen.

Die Adventskalendergrafik zum 23. Dezember zeigt das Gartenlokal "Zur Linde" in Baumschulenweg (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 23. Tür: Ein Hochbeet noch vor Dr. Schreber

Im April wird das Wasser angestellt und im November abgestellt - das sind die Regeln. Berlins Kleingärtner sind in Vereinen organisiert, tauschen untereinander Saatgut und Kombizange und schwören auf die Gemeinschaft. Ein Türchen zu Ehren der ältesten Berliner Parzelle.

Grafik: Adventskalender 24. Dezember 2018 <<Ältestes Wasserfahrzeug>>. (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
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Hohohoho - 24. Tür: Mitbringsel gibt es auf dem kleinsten Kutter

Im letzten Türchen geht um die Beschwerlichkeiten des Winters in den wasserreichen Ecken Brandenburgs. Es geht um den Rumpodich und natürlich um die heutige Hauptperson: das Bescherkind. Beide nutzen ganz eigene Verkehrsmittel. Und zwar schon lange.

Beitrag von Stefan Ruwoldt

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