Die Adventskalendergrafik zum 11. Dezember zeigt die Freiwillige Feuerwehr in Wriezen (Bild: Marcus Behrendt)
Bild: Marcus Behrendt

Adventskalender - 13. Tür: Wenn ich groß bin, werd' ich Wriezener

In Wriezen tragen die Feuerwehrleute die Krone der Brandenburger Freiwilligen Wehren. Die Wache hier ist die älteste im Land. Und weil sie das ganze Jahr über fleißig retten, feiern die Feuerwehrmänner im Sommer dann immer ordentlich ihre Jubiläen.

24 spannende Geschichten über das Älteste, was Berlin und Brandenburg zu bieten hat. Alle Türchen auf einen Blick finden Sie hier.

Alle fünf bis zehn Jahre kommt ein Minister oder ein hoher Beamter vorbei, es werden Reden gehalten und es gibt ordentlich was zu Essen. Gefeiert wird dann eine runde Zahl. Wriezens Feuerwehr wurde am 15. September 1855 gegründet, begeht in diesem Jahr ihren 163. und ist damit so alt wie keine Feuerwehr in Brandenburg.

Zum 150. kam der Innenminister und fand lobende Worte

Der Ort selbst ist mittlerweile solche Feuerwehrjubiläen gewohnt. Sicher gab es auch vor der Wende schon Feste und Würdigungen, besonders notiert allerdings sind vor allem die runden Jubiläen nach dem Jahr 1990. So sorgte etwa der 150ste Geburtstag im September 2005 ordentlich für Tamtam. Jörg Schönbohm, damals Landesinnenminister, kam und verkündete den Feuerwehrleuten: "Die Freiwillige Feuerwehr ist fester Bestandteil Wriezens." Es gab weitere große Worte und natürlich Vorführungen, einen Umzug und ein Dorffest und die Jugend zeigte, dass sie voll dabei ist, wenn es um die Feuerwehr geht. Allerdings müssen die jungen Leute dafür erst groß werden.

Erst die großen Brandkatastrophen und später dann die Feuerwehr

Und damit auch künftig die Löschaktionen und Feierlichkeiten genau nacherzählt werden können, hat die Feuerwehr des Kreises vor zwei Jahren eine Chronik verfasst. 196 Seiten Leid, Zerstörung und Unglücke. So verbrannten in Wriezen am 9. Mai 1603 etwa 120 Wohnhäuser im Ort. Im Jahr 1639 gingen ganze Straßenzüge in Flammen auf und noch ein paar Jahre später, 1664, brannte die gesamte Stadt. Gemessen wurde der Schaden anhand der Anzahl der zerstörten Häuser; mit den Zahlen über die Toten und Verletzten sind die Chroniken sparsamer.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden dann die ersten Brandenburger Feuerwehren gegründet, ganz vorne mit dabei: Wriezen. Von da an wurde geübt, vorbereitet und kontrolliert und Brandschutzmaßnahmen vorgeschrieben.

Im aktuellen Jahr hat die Feuerwehr etwa fünf bis zehn Einsätze im Monat, muss Tiere retten, Bäume von der Straße räumen, aber auch Menschen aus verunglückten Autos sägen und natürlich kleine und große Brände löschen. Alle fünf Jahre ertragen die Männer dann die Reden der Würdenträger und freuen sich, wenn sie von der neuen und alten Technik schwärmen können. Und natürlich hatte der Minister damals Recht, als er davon sprach, dass die "Feuerwehr fester Bestandteil Wriezens" ist. - Wen sein Bestandteil denn sonst?

Freiwillige Feuerwehr in Wriezen (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Feuerwehrmänner löschen einen Brand auf einem Getreidefeld unweit des brandenburgischen Wriezen, 2008. Bild: dpa/Patrick Pleul

Übersichtskarten

Ein Stern ist auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Alexanderplatz am 03.12.2017 mit der Weltzeituhr im Hintergrund zu sehen. (Bild: imago/Ina Peek)
imago/Ina Peek

- Hier finden Sie die Weihnachtsmärkte in Berlin und Brandenburg

Glühwein, Zuckermandeln, Kunsthandwerk und Fahrgeschäfte: Es ist Weihnachtsmarktsaison. Doch wo hat ein Markt in Ihrer Nähe auf? rbb|24 zeigt die wichtigsten Weihnachtsmärkte in Berlin und Brandenburg auf interaktiven Karten.

Der Adventskalender

Adventskalendergrafik zum 1. Dezember mit einer Illustration zum Berliner Stadtbad in Charlottenburg (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 1. Tür: Schicke Wanne, schicke Wanne!

Baden war im 19. Jahrhundert ein Luxus. Doch im Zuge der Siedlungsverdichtung wurde klar: Hygiene ist die Grundlage für die Volksgesundheit. Um 1900 begann dann ein Bauboom öffentlicher Bäder in Berlin. Das erste Türchen führt nach Charlottenburg.

Adventskalendergrafik zum 4. Dezember mit einer Illustration zur Eiche "Dicke Marie" in Tegel (Bild: Marcus Behrendt)
rbb/ Marcus Behrendt

Adventskalender - 4. Tür: Berlins Freund, der Baum

Er hat ziemlich viele tote Äste, sieht auch nicht mehr besonders stabil aus und würde das Casting für jede Verfilmung des Andersen-Märchens "Das Feuerzeug" gewinnen: Berlins ätester Baum, eine Stieleiche nahe dem Tegeler See.

Adventskalendergrafik zum 5. Dezember mit einer Illustration zur letzten Instanz (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 5. Tür: Ein Prost auf das Urteil

Das Restaurant "Zur letzten Instanz" muss viele Bedürfnisse erfüllen: essen und trinken natürlich. Aber noch wichtiger ist hier die Kundenansprache, denn wenige Meter weiter am Gericht fällen Richter Urteile, nach denen manch einer Trost am Tresen sucht.

Adventskalendergrafik zum 5. Dezember mit einer Illustration des Prater Garten (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 8. Tür: Berlins Ur-Ort der Lustbarkeiten

Erstes Rathaus, erster Fernsehturm, erstes Messegelände - das rauszustellen ist leicht. Schwieriger ist, den Platz zu identifizieren, wo Heu geerntet wurde, heute aber die Hipster kreisen. Beide allerdings verbindet: Bierseeligkeit auf Holzstühlen im Garten.  

Erste Ampel Berlin (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 9. Tür: Ein eiserner Turm für Rot-Gelb-Grün

Es gab Zeiten, da war eine Ampel noch ein Ereignis. Allerdings ist das nun bereits rund 100 Jahre her. Am Potsdamer Platz entstand 1924 Berlins erste Ampel mit den drei Farben Rot, Gelb und Grün - montiert auf einem sogenannten Verkehrsturm.

Wasserturm (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 11. Tür: Am Wasser, und dann auch noch ganz oben

In Sachen Hochhäuser rangiert Berlin eher im gemütlichen Mittelfeld. Allerdings fing die Stadt schon in den 1870ern an, hoch zu bauen. Damals entstand auch der Wasserturm auf dem Prenzlauer Berg: 44 Meter hoch und damit ältestes Hochhaus der Stadt.

Adventskalendergrafik zum 14. Dezember mit einem Ziehbrunnen aus dem 14. Jahrhundert (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 14. Tür: Hoch das Wasser

Nur der Experte erkennt, wenn ein Brunnen richtig alt ist. Alle anderen sehen nur: Hier gabs wohl mal Wasser. In Spandau steht Berlins ältester Ziehbrunnen. Berechtigt ist hier allerdings die Frage: aha, und nun?

Grafik: Adventskalender 18. Dezember 2018 <<Klosterbäckerei Lehnin>>. (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 18. Tür: Knackig frisch und richtisch alt

Verreisen macht hungrig. Und beten wahrscheinlich auch. Seit 250 Jahren prosperiert am Kloster Lehnin die Klosterbäckerei. Geistliche Geschichte trifft hier auf weltlichen Appetit. So viele Jahre? - Da wird’s einem ganz blümerant.

Grafik: Adventskalender 21. Dezember 2018 <<Flughafen in Stölln>>. (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 21. Tür: Wo dem Otto Flügel wuchsen

Die rund 840 Meter lange Graspiste in Stölln ist ein Stück Verkehrsgeschichte. Hier übte Flugpionier Lilienthal das Abheben und hier landete in den letzten Wochen der DDR eine russische IL 62, die eigentlich mehr braucht als nur einen Rasen.

Die Adventskalendergrafik zum 23. Dezember zeigt das Gartenlokal "Zur Linde" in Baumschulenweg (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 23. Tür: Ein Hochbeet noch vor Dr. Schreber

Im April wird das Wasser angestellt und im November abgestellt - das sind die Regeln. Berlins Kleingärtner sind in Vereinen organisiert, tauschen untereinander Saatgut und Kombizange und schwören auf die Gemeinschaft. Ein Türchen zu Ehren der ältesten Berliner Parzelle.

Grafik: Adventskalender 24. Dezember 2018 <<Ältestes Wasserfahrzeug>>. (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
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Hohohoho - 24. Tür: Mitbringsel gibt es auf dem kleinsten Kutter

Im letzten Türchen geht um die Beschwerlichkeiten des Winters in den wasserreichen Ecken Brandenburgs. Es geht um den Rumpodich und natürlich um die heutige Hauptperson: das Bescherkind. Beide nutzen ganz eigene Verkehrsmittel. Und zwar schon lange.

Beitrag von Stefan Ruwoldt

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