Adventskalendergrafik zum 14. Dezember mit einem Ziehbrunnen aus dem 14. Jahrhundert (Bild: Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 14. Tür: Hoch das Wasser

Nur der Experte erkennt, wenn ein Brunnen richtig alt ist. Alle anderen sehen nur: Hier gabs wohl mal Wasser. In Spandau steht Berlins ältester Ziehbrunnen. Berechtigt ist hier allerdings die Frage: aha, und nun?

24 spannende Geschichten über das Älteste, was Berlin und Brandenburg zu bieten hat. Alle Türchen auf einen Blick finden Sie hier.

"Hier sehen sie den ältesten Ziehbrunnen Berlins", sagt der Stadtführer beim Gang durch Spandau und spätestens bei "sehen", sind alle eingeschlafen. Was soll man an einem Brunnen sehen, aus dem man noch nicht einmal Wasser holen kann, weil er wohl sonst das Historische verlieren würde, das ihm innewohnt?

Ein Brunnen hat keine Etagen, stammt nur selten aus der Spätgotik und wenn, lässt er es sich nicht ansehen, auch haben sich wohl, sagen wir, die Bauhaus-Gestalter nur sehr wenig um Brunnenbau gekümmert. Brunnen können einfach keine Epoche widerspiegeln. Oder sagen wir es vorsichtiger, Brunnen widerspiegeln die Epochen ziemlich eingeschränkt.

Berlin hat, was wenige Städte haben: Brunnenskandale

Ist ein Stadtführer also auch nur ein bisschen pfiffig, erzählt er irgendwas von Symbolik und lässt ein paar Korken knallen, indem er von Brunnenskandalen in der Stadt berichtet. Also zum Beispiel von einem Betrunkenen, der vor der Spielbank am Potsdamer Platz ins Brunnenbecken fährt (2006), vom jahrelangen Dahinbröckeln des Pamukkale-Brunnens in Kreuzberg (2000er Jahre), von dem erschossenen Mann im Neptunbrunnen (2013), vom abgerissenen Eternit-Brunnen am Rathaus Neukölln, von den geklauten Schieferplatten aus dem Brunnen vor dem Zoo-Aquarium (2013) oder vom sehr aktuellen Ärger um die Reparatur des Brunnens am FEZ in der Wuhlheide.

Insgesamt gibt es auf dem Territorium des heutigen Berlins rund 500 Brunnen, die Straßen und Plätze zieren oder einfach nur da sind. Die ganz ursprünglichen sind die Hofbrunnen, wo aus einem tiefen Loch, das bis runter zum Grundwasserspiegel reicht, Wasser hochbefördert wird - gezogen mit einer Seilwinde. Die meisten Brunnen heute aber sind Zierbrunnen, wo also zum Schickaussehen das Wasser mit Druck hochsprudelt und sich eine Fontäne bildet. Da sieht man verträumt hin oder macht im Sommer das Wasser mit nackten Füßen ungenießbar.
Dann sind da noch die Brunnen mit einer Figur, aus der oder um die das Wasser irgendwie rumsprudelt. Und natürlich sind da noch die Wasserfälle, wo das hochgepumpte Wasser an einer Fläche runterläuft. All das gibt es in Berlin. Und zwar reichlich.

500 Jahre alter Brunnen zugeschüttet und wieder freigelegt

Den ältesten Brunnen Berlins in der Spandauer Breiten Straße - immerhin wohl aus dem 14. Jahrhundert - muss man also jetzt nicht unbedingt sehen, aber zu wissen, dass er da ist, schadet auch nicht. Lange wurde er - wie so vieles Historische - sehr nachlässig beachtet und genutzt, und zwar bis 1930, dann wurde er zugeschüttet und erst in den 80ern wieder frei gelegt. Und was macht man, wenn man nun an diesem total historischen Brunnen steht? - Man guckt rein und sucht den Frosch. Viel Spaß beim Küssen in Spandau.

Ausgrabungsstätte an der Breiten Straße in Berlin neben Grundmauern des ehemaligen Kaufhauses Rudolph Hertzog von 1839 und einem Feldsteinbrunnen aus dem 13. Jahrhundert. (Quelle: dpa/Wolfgang Kumm)
Bild: dpa/Wolfgang Kumm

Übersichtskarten

Ein Stern ist auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Alexanderplatz am 03.12.2017 mit der Weltzeituhr im Hintergrund zu sehen. (Bild: imago/Ina Peek)
imago/Ina Peek

- Hier finden Sie die Weihnachtsmärkte in Berlin und Brandenburg

Glühwein, Zuckermandeln, Kunsthandwerk und Fahrgeschäfte: Es ist Weihnachtsmarktsaison. Doch wo hat ein Markt in Ihrer Nähe auf? rbb|24 zeigt die wichtigsten Weihnachtsmärkte in Berlin und Brandenburg auf interaktiven Karten.

Der Adventskalender

Adventskalendergrafik zum 1. Dezember mit einer Illustration zum Berliner Stadtbad in Charlottenburg (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 1. Tür: Schicke Wanne, schicke Wanne!

Baden war im 19. Jahrhundert ein Luxus. Doch im Zuge der Siedlungsverdichtung wurde klar: Hygiene ist die Grundlage für die Volksgesundheit. Um 1900 begann dann ein Bauboom öffentlicher Bäder in Berlin. Das erste Türchen führt nach Charlottenburg.

Adventskalendergrafik zum 4. Dezember mit einer Illustration zur Eiche "Dicke Marie" in Tegel (Bild: Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 4. Tür: Berlins Freund, der Baum

Er hat ziemlich viele tote Äste, sieht auch nicht mehr besonders stabil aus und würde das Casting für jede Verfilmung des Andersen-Märchens "Das Feuerzeug" gewinnen: Berlins ätester Baum, eine Stieleiche nahe dem Tegeler See.

Adventskalendergrafik zum 5. Dezember mit einer Illustration zur letzten Instanz (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 5. Tür: Ein Prost auf das Urteil

Das Restaurant "Zur letzten Instanz" muss viele Bedürfnisse erfüllen: essen und trinken natürlich. Aber noch wichtiger ist hier die Kundenansprache, denn wenige Meter weiter am Gericht fällen Richter Urteile, nach denen manch einer Trost am Tresen sucht.

Adventskalendergrafik zum 5. Dezember mit einer Illustration des Prater Garten (Bild: Marcus Behrendt)
Marcus Behrendt

Adventskalender - 8. Tür: Berlins Ur-Ort der Lustbarkeiten

Erstes Rathaus, erster Fernsehturm, erstes Messegelände - das rauszustellen ist leicht. Schwieriger ist, den Platz zu identifizieren, wo Heu geerntet wurde, heute aber die Hipster kreisen. Beide allerdings verbindet: Bierseeligkeit auf Holzstühlen im Garten.  

Erste Ampel Berlin (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 9. Tür: Ein eiserner Turm für Rot-Gelb-Grün

Es gab Zeiten, da war eine Ampel noch ein Ereignis. Allerdings ist das nun bereits rund 100 Jahre her. Am Potsdamer Platz entstand 1924 Berlins erste Ampel mit den drei Farben Rot, Gelb und Grün - montiert auf einem sogenannten Verkehrsturm.

Wasserturm (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 11. Tür: Am Wasser, und dann auch noch ganz oben

In Sachen Hochhäuser rangiert Berlin eher im gemütlichen Mittelfeld. Allerdings fing die Stadt schon in den 1870ern an, hoch zu bauen. Damals entstand auch der Wasserturm auf dem Prenzlauer Berg: 44 Meter hoch und damit ältestes Hochhaus der Stadt.

Adventskalendergrafik zum 14. Dezember mit einem Ziehbrunnen aus dem 14. Jahrhundert (Bild: Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 14. Tür: Hoch das Wasser

Nur der Experte erkennt, wenn ein Brunnen richtig alt ist. Alle anderen sehen nur: Hier gabs wohl mal Wasser. In Spandau steht Berlins ältester Ziehbrunnen. Berechtigt ist hier allerdings die Frage: aha, und nun?

Grafik: Adventskalender 18. Dezember 2018 <<Klosterbäckerei Lehnin>>. (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 18. Tür: Knackig frisch und richtisch alt

Verreisen macht hungrig. Und beten wahrscheinlich auch. Seit 250 Jahren prosperiert am Kloster Lehnin die Klosterbäckerei. Geistliche Geschichte trifft hier auf weltlichen Appetit. So viele Jahre? - Da wird’s einem ganz blümerant.

Grafik: Adventskalender 21. Dezember 2018 <<Flughafen in Stölln>>. (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 21. Tür: Wo dem Otto Flügel wuchsen

Die rund 840 Meter lange Graspiste in Stölln ist ein Stück Verkehrsgeschichte. Hier übte Flugpionier Lilienthal das Abheben und hier landete in den letzten Wochen der DDR eine russische IL 62, die eigentlich mehr braucht als nur einen Rasen.

Die Adventskalendergrafik zum 23. Dezember zeigt das Gartenlokal "Zur Linde" in Baumschulenweg (Bild: Marcus Behrendt)
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Adventskalender - 23. Tür: Ein Hochbeet noch vor Dr. Schreber

Im April wird das Wasser angestellt und im November abgestellt - das sind die Regeln. Berlins Kleingärtner sind in Vereinen organisiert, tauschen untereinander Saatgut und Kombizange und schwören auf die Gemeinschaft. Ein Türchen zu Ehren der ältesten Berliner Parzelle.

Grafik: Adventskalender 24. Dezember 2018 <<Ältestes Wasserfahrzeug>>. (Quelle: rbb/Marcus Behrendt)
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Hohohoho - 24. Tür: Mitbringsel gibt es auf dem kleinsten Kutter

Im letzten Türchen geht um die Beschwerlichkeiten des Winters in den wasserreichen Ecken Brandenburgs. Es geht um den Rumpodich und natürlich um die heutige Hauptperson: das Bescherkind. Beide nutzen ganz eigene Verkehrsmittel. Und zwar schon lange.

Beitrag von Stefan Ruwoldt

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