Der letzte Kreuzberger (Quelle: EJS)
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Video: Ann-Kathrin Jeske und Birte Mensing | Bild: EJS

Video | Alteingesessene im Wrangelkiez - Der letzte Kreuzberger

Immer mehr Touristen, steigende Mieten und an jeder Ecke neue Restaurants. Im jüngsten Kiez Berlins, dem Wrangelkiez in Kreuzberg, ist Rentner Klaus Lewandowski ein Urgestein. Warum will er bleiben? Von Ann-Kathrin Jeske und Birte Mensing

Der Wrangelkiez ist der jüngste und mittlerweile einer der teuersten Kieze in Berlin. Junge Zugezogene und Touristen zieht es in die Straßen rund um das Schlesische Tor. Statt Filterkaffee trinkt man Chai-Latte oder Chocochino. Statt kleiner Einzelhändler gibt es Restaurantketten. Von den alteingesessenen Bewohnern sind nicht mehr viele da.

Klaus Lewandowksi ist geblieben. Der Kreuzberger in dritter Generation lebt seit 1974 in seiner Wohnung in der Falckensteinstraße. Mit den neuen Restaurants und hippen Cafés kann der Rentner nicht viel anfangen, er braucht und nutzt sie nicht. Sein Leben spielt sich im Seniorenzentrum, in der Kirche, im Schwimmbad und in seiner Wohnung ab. Was kann er mit seinem Kiez noch anfangen?

Ankommen in Berlin - Ein Videoprojekt der Volontär:innen des 12. Jahrgangs der Evangelischen Journalistenschule

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12 Kommentare

  1. 11.

    Sie schrieben: " Ich weiß ja nicht Ihr Alter oder aus welcher Berliner Ecke Sie herstammen, geht mich auch nichts an. " Und nun werfen Sie mir vor, Fragen nicht zu beantworten? Sehr merkwürdig........ Ob Sie mir Glauben schenken oder nicht, ist ohne Belang. Sie müssen ja auch nicht auf meinen Kommentar eingehen. Ich habe nur meine persönliche Meinung geäußert.

  2. 10.

    Wo schrieb ich davon, dass ich alles blöd finde was sich verändert in dieser Stadt oder wie beschrieben im Wrangelkiez? Ganz im Gegenteil. Sie gehen ja nicht einmal auf meine Frage ein zu beschreiben woher Sie eigentlich stammen in Berlin und ob Sie tatsächlich zu den „alteingesessenen Berlinern“ zählen. Ihnen ist schon klar, dass ich Ihnen so langsam kein Wort glauben schenke. Ich für mein Dafürhalten war wenigstens ehrlich genug zuzugeben ein Rucksackberliner zu sein. Aber gut, lassen wir’s dabei bewenden.

  3. 9.

    Ihre sehr enge Auslegung eines Berliners teile ich nicht. Aber bitte, wenn Sie alles blöd finden wollen, was sich verändert, geht mich nichts an. Ich finde Veränderungen spannend.

  4. 8.

    Mit Scheuklappen meinte ich die Spießigkeiten in so manch anderen Bezrken Berlins.Gerade heute besonders sichtbar. Deshalb schrieb ich ja auch absichtlich von“Arbeitervierteln“, wie Kreuzberg,Neukölln, Wedding. Im übrigen müßte auch Ihnen aufgefallen sein, das es leider nur noch ca. 30% waschechte Berliner*innen gibt in der Stadt. Deshalb finde ich ja gerade den Artikel über diesen älteren Herrn so interessant. Da ich den Wrangelkiez noch aus den 70 er Jahren kenne, finde ich so wie er sich jetzt verändert hat einerseits gut, andererseits wegen der sehr hohen Mieten erschreckend. So etwas zieht nur eine ganz bestimmte Klientel an und vertreibt besonders alteingesessene Menschen aus ihrem KIEZ. Ich weiß ja nicht Ihr Alter oder aus welcher Berliner Ecke Sie herstammen, geht mich auch nichts an. Aber soviel sei Ihnen versichert, wenn ich von den „ursprünglichen Berlinern „ hier schreibe, kann ich ja nur ersteinmal die „Westberliner“ damit meinen, da ich eben der klassische Wessi bin. MFG

  5. 6.

    Ich schrieb schon an anderer Stelle im Forum, dass ich ein Rucksackberliner bin. Somit kein waschechter Berliner. Was mich aber damals an diese Klientel Mensch besonders in den „Arbeitervierteln“ auffiel, war die Offenheit, Nichtspießigkeit und der direkte Kontakt mit den Nachbarn. Kiezleben war angesagt und jeder Bezirk hatte hier seinen ganz besonderen Charme. Wenn Sie das anders sehen als „ waschechter Berliner“ tragen Sie Scheuklappen, immernoch. Ich bin schon weit gereist und eines kann ich Ihnen hier versichern, wenn die Sprache über „ Die Deutschen“ fiel, ich mich dann äußerte, ich wohne in Berlin, dann kamen auf einmal reihenweise Komplimente über „ Die Berliner mit ihren speziellen Humor“. Sogar im tiefsten Outback von Australien. Ich wäre recht stolz darauf, wenn ich mich als einen waschechten Berliner bezeichnen könnte. Europäer zu sein ist doch wohl jeder mit Verstand im Kopf.

  6. 5.

    Das ist gerade das Schöne. Berlin lebt. Ich bin "waschechter" Berliner. Und finde es gut, dass hier nicht immer alles so spießig ist. Das Kiezleben war nie meines. Ich fühle mich eher als Europäer. Dieses KleinKlein ist nicht mein Ding.

  7. 4.

    warum soll er wegziehen? Muss man denn wegziehen, weil sich etwas verändert? Was ist das denn für eine Denke? Alte Menschen können auch mit der Zeit gehen.

  8. 3.

    Ja so ist das eben. Sehr viele waschechte Berliner sind schon vor langer Zeit weggezogen, haben wohl geahnt was da auf die Stadt und den jeweiligen Kiezen zukommt. Mittlerweile gibt es nur noch sehr wenige von ihnen, was ich persönlich sehr bedauerlich finde.

  9. 2.

    Guten Abend, die zuständigen EJS-Volontäre haben sich bei diesem Projekt für diese einheitliche Schreibweise entscheiden. Das respektieren wir. Wir geben Ihre Kritik aber gerne weiter. Viele Grüße, rbb|24

  10. 1.

    Furchtbar, diese Schreibweise mit den vielen :innen-Anhängen. Liest sich unflüssig und seltsam, so spricht doch auch niemand.

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