Ein Mann zeigt am 05.03.2016 in Rathenow (Brandenburg) dem Fotografen ein Schild mit der Aufschrift "Lügenpresse". (Quelle: dpa/Zinken)
Audio: Inforadio | 12.04.2019 | Doerthe Nath mit Jenny Barke | Bild: dpa/Zinken

Interview | Psychologe über Klimaleugner - "Die Frage nach dem Klimawandel ist hochgradig politisch"

Eine rbb|24-Datenauswertung zeigt, dass Berlin und Brandenburg durch den Klimawandel heiße Zeiten erwarten könnten. Leser warfen rbb|24 daraufhin Propaganda vor. Im Interview erklärt Psychologe Klaus Oberauer, warum es beim Thema Klimawandel oft um mehr als Fakten geht.

rbb|24: Herr Oberauer, Klimaforscher auf der ganzen Welt beschäftigen sich täglich mit Klimadaten. Ein Großteil von ihnen kommt zu dem gleichen Schluss: Der Klimawandel findet statt. Wieso leugnen so viele Menschen diese Fakten?

Klaus Oberauer: Die meisten Menschen orientieren sich in dieser Frage an ihren politischen und gesellschaftlichen Bezugsgruppen. Nicht an den Wissenschaftlern, die sich von Berufs wegen mit dem Thema beschäftigen. Sondern an Politikern und Menschen des öffentlichen Lebens, dem Freundes- und Bekanntenkreis, also denjenigen, denen sie vertrauen. Dadurch formt sich die eigene Einstellung und danach suchen sie sich heraus, welchen Experten sie glauben. Ich glaube, so ungefähr ist der Gedankengang. Und man findet zu jeder Auffassung jedes Themas irgendeinen Experten, der das bestätigt, was man gerne glauben möchte.

Sowohl unsere Datenauswertung zum Klimawandel in Berlin und Brandenburg als auch die dazugehörigen Posts in den sozialen Netzwerken werden sehr häufig und emotional diskutiert. Es entsteht der Eindruck, dass der Klimawandel keine Faktenfrage ist, sondern eine Glaubensfrage.

Das hat sicher damit zu tun, dass das Thema in politischen Kontexten diskutiert wird. Es geht eben nicht nur darum, die wissenschaftliche Frage zu erörtern. Wenn ich frage, "Was hat die Auslöschung der Dinosaurier ausgelöst?", kann ich das wunderbar distanziert diskutieren. Egal, welche Meinung ich über Dinosaurier habe, hat meine Meinung keinerlei politische Konsequenzen.

Und das ist beim Thema Klimawandel anders?

Die Frage des Klimawandels ist hochgradig politisch. Denn die Einstellung, die Auffassung, die man dazu hat, hat unweigerliche Konsequenzen für das politische Handeln. Deshalb kommen schnell organisierte Interessen- und Lobbygruppen ins Spiel. Die wollen entweder Maßnahmen gegen den Klimawandel pushen oder versuchen andererseits, diese zu blockieren. Je nachdem, welche politischen und gesellschaftlichen Interessen sie haben.  

Klimaskeptiker haben die schlimmsten Fantasien, wie ihre Freiheit beschnitten werden könnten. Dass Politiker ihnen jetzt das Autofahren oder Fliegen verbieten.

Psychologe Klaus Oberauer

Wem stehen Klimaskeptiker nahe?

Am meisten wird zu dem Thema in den USA geforscht und auch wir forschen zu Klimaskeptikern im angelsächsischen Raum. Dort haben wir die Erfahrung gemacht, dass die politische Orientierung eine Variabel ist, die uns am ehesten erlaubt, vorauszusehen, welche Einstellung eine Person zum menschengemachten Klimawandel haben wird. Für die US-Population gilt: Wer den Republikanern nahe steht, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Klimawandel skeptisch gegenüberstehen. Demokraten äußern sich dazu eher befürwortend.

Interessant dabei ist, dass die Entscheidung Pro oder Contra Klimawandel bei beiden Gruppen nichts damit zu tun hat, was die Menschen über den Klimawandel wissen, sondern es ist im Wesentlichen ein politisches Statement. Man könnte aus wissenschaftlicher Sicht sagen, dass – und das ist das tragische daran – eine an sich wissenschaftliche Frage in den Köpfen vieler Menschen zu einer Art Gesinnungsäußerung geworden ist.

Lässt sich dieses Modell auch auf Europa oder Deutschland übertragen?

Ich habe den Eindruck, dass es auch in Europa eine mehr und mehr emotional diskutierte Frage ist als eine faktenbasierte. Dennoch möchte ich die Einteilung nicht per se auf europäische Länder übertragen. In Deutschland steht auch die CDU noch fest auf dem Boden der Wissenschaft. Bisher leugnet parteipolitisch nur die AfD den Klimawandel.

Welche Menschen leugnen in Deutschland den menschgemachten Klimawandel?

Das sind auch Personen, die eher politisch rechts stehen oder eher wirtschaftsliberal denken. Denn eines haben die Klimaleugner in den USA und Deutschland gemeinsam: Sie haben Angst vor den Einschränkungen im freien Markt. Wer den Klimawandel akzeptiert, muss auch politische Konsequenzen mit tragen. Wenn man auf Grund seiner Weltanschauung dem freien Markt ganz stark verpflichtet ist, ist das ein starkes Motiv, dem Klimawandel skeptisch gegenüberzustehen.

Haben diese Menschen Angst?

Mehr als die Angst vor dem Klimawandel ist es die Angst vor der Herausforderung des Klimawandels. Die Menschen empfinden die Debatte darum und insbesondere um die am Horizont aufscheinenden möglichen Änderungen, die ja wahrscheinlich auch ihren Lebensstil betreffen werden, als furchteinflößend. Sie haben die schlimmsten Fantasien, wie ihre Freiheit eingeschränkt werden könnte. Dass irgendwelche Politiker, die an die Macht kommen, das Fliegen oder Autofahren komplett verbieten. Die meisten Menschen machen sich auch kein sehr genaues Bild davon, wie die politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen aussehen müssten. Das löst ihren Widerstand aus.

Uns wurde bei Facebook unter anderem Propaganda vorgeworfen. Warum ist für einige Leser die Möglichkeit wahrscheinlicher, dass Medien, Politiker und Forscher unter einer Decke stecken, als die Möglichkeit, dass die Daten stimmen?

Wer den menschengemachten Klimawandel leugnen und damit einigermaßen argumentationsmächtig auftreten möchte, der muss sich irgendeine Geschichte überlegen, warum ein Großteil der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit dem Thema auskennen, sich einig ist. Es wäre nicht besonders plausibel, all diese Forscher für inkonsequent und dumm zu erklären. Es ist einfacher, sie des Komplotts zu bezichtigen. In dem Zusammenhang müsste man dann konsequenterweise auch sagen, dass alle Politiker und Journalisten sowieso nur darauf aus sind, uns zu betrügen. Wenn man in diese Richtung argumentiert, hat man den Schritt hin zu einer Verschwörungstheorie eingeschlagen. Der von Ihnen genannte Kommentar ist ein Ausschnitt daraus.  

Einige Kommentatoren glauben zwar an den menschgemachten Klimawandel, argumentieren dann aber, dass sie nichts mehr dagegen tun können. Reale Ohnmacht oder Ausrede?

Es ist wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Die Situation, die sich uns heute aus wissenschaftlicher Sicht darstellt, kann schon sehr leicht den Eindruck von Ohnmacht auslösen. Es ist wirklich 30 Sekunden vor 12: Wir haben nur noch ein ganz kleines Zeitfenster, um das Ruder nochmal rumzureißen und großen Schaden von unserem Planeten abzuwenden. Also konkret ein Jahrzehnt oder anderthalb. Andererseits ist der Schluss "Mir egal, dann fahre ich einfach weiter meinen SUV" ein bisschen von der persönlichen Bequemlichkeit beeinflusst.

Welche Argumente könnten Skeptiker zum Nachdenken bringen?

Wir müssen unterscheiden. Menschen, die sich ganz stark eingemauert haben und schon komplett den Verschwörungstheorien glauben. Die wird nichts mehr überzeugen, weil Verschwörungstheorien der Natur nach so gebaut sind, dass sie argumentations- und faktenresistent sind.

Aber der Großteil der Klimaskeptiker oder Leugner ist nur unsicher und hat keine festgefahrene Meinung. Ich denke, bei diesen Menschen würde ich nicht allein auf die wissenschaftlichen Argumente des menschgemachten Klimawandels setzen, sondern viel darüber sprechen, was die Ängste auslöst. Also welche Möglichkeiten gegen den Klimawandel gibt es, die nicht die persönliche Freiheit einschränken. Wir müssen den Skeptikern außerdem zeigen, dass das nicht gleich den Umsturz der freien Marktwirtschaft nach sich zieht. Und wir sollten mehr über die wirtschaftlichen Chancen reden, zum Beispiel die ein wirtschaftlicher Umbau hin zu einer klimafreundlichen Wirtschaft bedeutet, die ganzen Arbeitsplätze die dadurch entstehen. Solche Argumente in den Vordergrund zu rücken, würde am ehesten helfen, die Menschen zu mitzunehmen.

Das Gespräch mit Klaus Oberauer führte Jenny Barke. Dieser Text ist eine gekürzte und redigierte Fassung.

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73 Kommentare

  1. 73.

    Der Herr ist also Psychologe? Akademiker? Wissenschaftler? Allein die Eingangsfrage: klar findet ein Klimawandel statt und hat auch immer stattgefunden! Erweitert darum, wie weit da menschlicher Einfluß eine Rolle spielt, verfällt auch dieser Herrn ein ein stupides schwarz/weiß. Die Möglichkeit, daß dieser Einfluß den Wandel verstärkt, möglicherweise ihm aber auch entgegenwirkt, daß keine eindeutige Aussage gibt, erkennt der Psychologe nicht (Rhetoriker ist er auch nicht, Metereologe schon gar nicht).
    @EinTSamstag, 13.04.2019 | 13:01 Uhr
    Antwort auf [Tine] vom 11.04.2019 um 22:54
    "Dann muss eben die Bevölkerung schrumpfen oder nicht mehr so stark wachsen."
    Zu dem Thema gibt es Untersuchungen (u.A., wie Co2-schädlich Kinder sind, insbes. in westli. Industrieländern). Wenn man das thematisiert, wird man üblicherweise beim Staatsfunk zensiert.

  2. 72.

    Eher so:
    Nichts gäbe es, was nicht von einschlägiger Seite infragegestellt würde, wenn es darum geht, eigene vermeintliche Nachteile abzuwehren. Und hätte sich nicht die amtliche katholische Kirche mit 500 J. Verspätung bei Kopernikus und Galilei entschuldigt, so käme doch noch glatt mindestens einer an, der unter Beiziehung wissenschaftlicher Potenz das sonnenzentrierte Weltbild als hahnebüchenen Unsinn bezeichnete.



  3. 71.

    So sehr wir uns als Menschen nicht zu wichtig nehmen sollten, so sind doch Ihre Zeilen eher eine Persönlichkeitsverleugnung um den Preis der Verleugnung des menschlichen, zusätzlichen Anteils beim Klimawandel.

  4. 70.

    Niemand wird einen Klimawandel in Abrede stellen, nur der Hype darum.......
    Das Klima wandelt sich seit Abertausenden von Jahren, es gab Eiszeiten und Hitzezeiten, irgendwann vor ein paar tausend Jahren kam der Mensch, irgendwann verschwindet er auch wieder.
    Also ist der Klimawandel der hier so vehement kämpferisch beschriehen wird nur ein egoistisches Konstrukt um das eigene Dasein

  5. 69.

    ja und nun? ist schon der Hinweis darauf, das dies vor 9 Jahren gesendet wurde, heute bereits ein Gesinnungsverbrechen?

  6. 68.

    Und wie ich woanders schon schrieb:

    Dieser ganze Kreis war vor 20 Jahren schlichtweg nicht zu sehen.
    Da ging es nämlich um das Entstehungsstadium der Ergebnisse. Erarbeitet seitens unabhängiger Wissenschaftler, die recht mühsam und in unendlicher Geduld und Kleinarbeit die verschiedensten "Akteure" von ihren Ergebnissen überzeugen mussten.

    Dass erst nach Bekanntwerden der Maßnahmen gegen den Klimawandel einige Wissenschaftler sich dazu hinreißen lassen, Kontra-Stellungnahmen zu verfassen, verlagert deren Ausgangspunkt, aus unterschiedlichen Motiven heraus recht einschlägig tätig zu werden.

  7. 66.

    Interessant was sie hier so auffahren, ich fasse mal zusammen:

    - Ein Beitrag aus 2010!

    - Ein Kanal auf YT von "BilderbergerTV", extrem rechts, antisemitisch und islamophob (nach den hochgeladenen Beiträgen geurteilt)

    - Im Beitrag kommt der erzkonservative Norbert Bolz vor, der mal wieder seine abstrusen Thesen unters Volk bringen kann https://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Bolz#Forschungsschwerpunkte_und_Positionen

    - and last but not least Christoph Spielberger, Autor u.a. bei achgut.com und Die Freie Welt. "Die Ausrichtung des Blogs ist klar rechts. Das Medium ist Teil des Vereinsnetzwerks Zivile Koalition der AfD-Politiker Beatrix und Sven von Storch."

    https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Freie_Welt

    Über die sog. "Achse des Guten" muß man wirklich kein Wort mehr verlieren https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Achse_des_Guten

    Kurzum, Klimawandelleugner vom ganz rechten Rand.

    Nice try

  8. 65.

    der Bericht ist aus 3SAT "Kulturzeit" vom 19.01.2010. https://m.youtube.com/watch?v=BavBcLhEOzE
    Der Klimawandel - Die neue Religion?

  9. 63.

    Sollten sie ein Interesse daran haben dass man sie ernst nimmt sollten sie anfangen Fakten anzuerkennen und auf Fake News verzichten.

  10. 62.

    "Wer diesbezüglich keinen Spott erträgt, lebt in einer anderen Dimension als ich."

    Spott? Was sie hier betreiben ist kein Spott und was die andere Dimension angeht muß ich ihnen recht geben. Manche sagen auch Echokammer dazu.

  11. 61.

    Wenn ich den Klimawandel leugne bin ich also politisch rechts! Eine interessante These! .

  12. 59.

    Wenn wir bei der vorgeschlagenen Bevölkerungsschrumpfung den Pro-Kopf-Verbrauch an Rohstoffen und Energie ansetzen, dann brächte eine Bevölkerungsreduzierung hierzulande auf 10 % des jetzigen Bestandes zweifellos am meisten. Hinter den USA, die auf 5 % schrumpfen müssten. ;-

  13. 58.

    Dann muss eben die Bevölkerung schrumpfen oder nicht mehr so stark wachsen. Die Natur reguliert das schon, wenn es ihr zu viel wird. Und der Mensch führt ja auch Kriege. Nun muss nur noch an der Geburtenrate etwas reguliert werden. Dann ist wieder Platz da....

  14. 57.

    Mich wundert viel mehr, dass es dort in den USA so kalt war und der DWD Kälte bis hin zu möglichen Schneefall fuer das Wochenende in Deutschland angesagt.

  15. 56.

    ... wundert mich nur, daß Ihnen als lebenslang tätige Meteorologin beim Abtippen nicht selber aufgefallen ist, daß die auffälligen Minusgrade der vergangenen Woche nicht aus Brandenburg stammen können.

  16. 55.

    Nichts für Ungut - das hat mein Physiklehrer früher auch immer gesagt, wenn man ihn dabei ertappt hat, einen Fehler gemacht zu haben...

  17. 51.

    Liebe Frau Frei,
    Ihnen ist da leider ein Fehler unterlaufen. Sie haben uns die Wetterdaten von Potsdam im Staate New York in den USA präsentiert. Da steht klar und deutlich "Potsdam, NY" als Überschrift! Ich habe das gerade durch Aufruf Ihrer URL verifiziert.
    Ich wurde stutzig, da ich mich an keine -6 oder -9 Grad im April 2019, also erst vor ein paar Tagen, erinnern kann.
    Ja, manchmal ist gesunde Skepsis angebracht...

  18. 49.

    Wir haben momentan heute am 12.04.2019 mittag in Potsdam nur sechs Grad Celsius und am 29.03.2013 lag in Potsdam Schnee. Am 01.04.2019 lag die Tiefsttemperatur in Potsdam bei minus sechs Grad Celsius, am 05.04.2019 bei minus neun Grad nachlesbar unter https://www.accuweather.com/en/us/potsdam-ny/13676/april-weather/339743 bzw. an Archivdaten des Deutschen Wetterdienst.

  19. 48.

    Als immer auch mitmenschl. Zusammenhang kann und darf die Wirtschaft nicht vorrangig oder gar ausschließl. nur auf Effizienz ausgerichtet sein. Das hieße, das Mittel zum Zweck zu erheben. Viele Unternehmer wissen das von sich aus, anderen muss es - als blanker Notbehelf - per Auflagen nahegebracht werden. Beim Agieren der Zweitgenannten finden sich "Kollateralnutzen" gleichauf mit "Kollateralschäden, beides mithin, was nicht gezielt, aber doch billigend in Kauf genommen wird. Eine persönlich überzeugende Gestaltung sieht und sähe anders aus.

    Dass Schienenfahrzeuge am besten mit Strom fahren, diese Erkenntnis hat sich seit Ende des 19. Jh. durchgesetzt. Seit den 1980er Jahren erlebt dieses Verkehrsmittel in sehr vielen Städten weltweit eine Wiedergeburt. Zwischenzeitlich war bei Gleichgültigkeit des Klimas anderes verfolgt worden und wird zu weiten Teilen immer noch verfolgt.

    Zweifelsfrei erwiesen i. S. erklärter Gegner ist nur das, was sie selber dafür halten.

  20. 47.

    Und ich betrachte das Verhältnis zwischen Gesellschaft und Wirtschaft eher als Symbiose:
    Letztgenannte mag der erstgenannten dienen, doch kann sie das nur schlecht, wenn ihr von dieser immer wieder Steine in den Weg gelegt werden. Daher muss die Wirtschaft selbstverständlich auch gepflegt und gefördert werden, um mit maximaler Effinzienz zu funktionieren.
    Was meine "Polemik" betrifft:
    Mit welcher Energie sollen Schienenfahzeuge zukünftig betrieben werden bzw. wo soll diese herkommen?
    Freilich transportiert niemand seine Möbel per pedes oder Pedal.
    1. Weil das bislang nicht erforderlich ist.
    2. Weil selbst die glühendsten Vertreter einer Ideologie oft von dieser Abstand nehmen, wenn sie sich dadurch eingeschränkt fühlen.
    Hier wird m. M. n. eine Regulierung gefordert, die nicht notwendig ist, weil
    a) ihre Notwendigkeit nicht zweifelsfrei erwiesen ist
    b) Deutschlands Handeln bez. des Weltklimas eh irrelevant ist
    c) sie auf Ängsten statt auf unwiderlegbaren Fakten beruht

  21. 46.

    Solange es noch CO2 in Dosen und diversen anderen Verpackungen in den Bau- und Gartenmärkten dieser Welt zu kaufen gibt, solange kann es nicht schlimm genug mit dem CO2 sein.

  22. 45.

    Abgesehen davon, dass Sie das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Gesellschaft umdrehen - genau wie der Verkehr hat auch die Wirtschaft "nur" eine dienende Funktíon, nicht dass die Gesellschaft eine der einschlägigen Wirtschaft dienende Funktion hätte - abgesehen davon, sind die ersten Punkte schon wert, diskutiert zu werden.

    Die letzten vier Zeilen sind allerdings nichts als Polemik. So, als hätte kein Mensch jemals die Eisenbahn und die Straßenbahn erfunden, so, als gäbe es kein hohes und niedriges Maß von jedem, so, als ginge die Entscheidung bei Verkehrssystemen nur allein um ganz oder garnicht.

    Ich kenne keinen Einzigen, der seine Möbel per Fahrrad transportieren will und dass in den hochverdichtetsten Zentren unserer Städte bis vor die Tür des Lottoladens mit dem Kfz. gefahren werden kann, dieser Kreis, der das fordert, ist mittlerweile doch auch recht "überschaubar".

    Wie stark? Wie hoch? In welcher Kombination? Das sind Fragen auf der Handlungsebene ...

  23. 44.

    "Klimaskeptiker" ist ein zu kurzer und zu kurz gegriffener Begriff (dem ich aber gern den Begriff "Klimahysteriker" entgegenhalte).
    Niemand leugnet, dass das Klima exististiert und sich ständig ändert.
    Wie die Wirtschaft florieren kann, ist in der Tat ein interessantes Thema.
    Welche konkret meinen Sie?
    Die Energiewirtschaft?
    Die Transportwirtschaft?
    Und wie wären die bei gleichzeitiger "Klimarettung" ebenfalls vor dem Ruin zu bewahren (besonders: in Deutschland)?
    Bequem und komfortabel leben zu können, ist freilich immer wünschenswert.
    Dazu braucht es u. a. Strom.
    Wo soll der in 50 Jahren herkommen, wenn Wind- und Sonnenenenergie ineffizient sind und es keine Kohle- und Atomkraftwerke mehr gibt?
    Und womit sollen sich Leute dann noch fortbewegen (von "zu Fuß" oder "per Fahrrad/Tretroller" mal abgesehen)?

  24. 43.

    Wer etwas gegen Überbevölkerung tun will, sollte zusehen, dass Frauen selbst entscheiden können wieviele Kinder sie bekommen. Also auch, mit wem und ob sie heiraten, mit wem sie Beischlaf haben wollen und wann und wie oft und ob und wie sie verhüten wollen. Der Großteil der Welt ist aber eher nicht so drauf, dass Frauen über ihren eigenen Körper bestimmen dürfen. (Und natürlich ist die Frage, warum man dann in Deutschland immer mehr Kinder haben soll für die Rentenkasse und global die Überbevölkerung zurückdrängen will für Versorgung, Klima und Frieden).

  25. 42.

    Verschwörungstheorien nehmen allgemein zu... ob es um die Freimaurerei geht, darum wer sich den Klimawandel ausgedacht hat oder um die in gewissen Bevölkerungsgruppen gepflegte Jaulerei, warum man das arme Russland nicht leiden kann. Davon abgesehen: Wer nach dem Wetter im letzten Jahr nichts vom Klimawandel bemerkt haben will, hat wohl keinen Schritt vor die Tür getan.

  26. 41.

    Tja, ihr Klimaskeptiker, die ihr trotz Klimawandel keinen Anlass seht, dagegen anzugehen und drastisch CO2 einzusparen: Dann lasst euch mal schleunigst einfallen, wie ein schrumpfendes Habitat uns bald 9 Milliarden Menschen ernähren soll und die Wirtschaft weiter florieren kann, sodaß wir auch in 50 oder mehr Jahren noch so bequem und komfortabel wie heute leben können. Der Nobelpreis wartet auf euch!

  27. 39.

    Zu unterscheiden sind Leugner von den Skeptikern. Erstere verschließen sich jeglichen Argumenten. Skeptiker setzen sich mit Argumenten auseinander und können durch Sachlichkeit überzeugt werden. Und so einige erkennen den Klimawandel an, sind sich aber unsicher, welchen Teil der Mensch dazu beiträgt. Also, nur die Leugner sind das Problem. Skepsis ist grundsätzlich normal und wird von jedem Wissenschaftler akzeptiert.

  28. 38.

    Das kann ich zweifellos auch nachvollziehen.

    Ohne einschlägige andere Meinungsäußerungen nun herabwürdigen zu wollen, fällt doch auf, dass bei der Genese des Klimaschutzgedankens die heutige erklärte "GEGENseite" zu keiner Zeit dabei war. Erst als es an die Handlungsperspektive ging, wurde es recht lautstark. Klaus Oberauer: "Die Menschen empfinden die Debatte darum und insbesondere um die am Horizont aufscheinenden möglichen Änderungen, die ja wahrscheinlich auch ihren Lebensstil betreffen werden, als furchteinflößend. Sie haben die schlimmsten Fantasien, wie ihre Freiheit eingeschränkt werden könnte"

    Lässt es sich rational lösen, wenn grundsätzlich irrational empfunden wird, was Sicherheit ist: Festzuhalten oder zumindest zu ahnen, dass Leben Veränderung bedeutet?

    Danke für das sehr aufschlussreiche Interview.

  29. 37.

    Wie bereits betont: Als unabhängige Wissenschaftler zu den Ergebnissen gelangten, mussten sie Kärrnerarbeit leisten, um endlich Gehör zu bekommen. Als sie es bekamen und endlich, endlich Schritte eingeleitet wurden, traten auf einmal andere auf den Plan, die mit den Handlungen nicht einverstanden waren, vorher aber weder zu lesen noch zu hören waren. Auftragswissenschaft will ich das Zweite mal nennen. Es ist der Auftrag, dass die erforderlichen Schritte gefälligst unterbleiben.

    Auch ein nicht gerade kleiner Kreis von Wissenschaftlern ist nicht immun dagegen, im Sinne einer einschlägigen Auftragsforschung eine sehr selektive Sicht der Verhältnisse an den Tag zu legen. - So viel zum "Umstrittenheit".

  30. 36.

    Lieber Herr Kawasaki,

    vielen Dank für Ihr Feedback. Uns ist bewusst, dass nicht die Mehrheit oder Hälfte der Bevölkerung bzw. Leser zu den Klimaskeptikern gehört. Allerdings stellen wir doch fest, dass die Wellen hochschlagen. Wir haben uns einfach gefragt, warum diese Debatte immer so emotional hochkocht. Daraus ist die Idee zu dem Interview entstanden.

    LG
    rbb|24

  31. 35.

    Lieber rbb, bitte nehmt die radikale Minderheit nicht ernst. Ihr nehmt doch auch keine Leute ernst, die an eine "Flache Erde" oder an "Reptiloiden" glauben. Die Kommentare im Internet spiegeln nicht den Durchschnitt der Bevölkerung wider. Ganz im Gegenteil: es ist eine sehr (!) lautstarke und sehr (!) kleine Minderheit, die den Klimawandel anzweifelt und an andere Verschwörungstheorien glaubt.

    Bitte macht euch klar, dass selbst wenn 90 % aller Kommentatoren und Kommentare euch als "Lügenpresse" oder "Propaganda" bezeichnen, nicht 90 % der Zuschauer das so sehen, sondern z.B. nur lächerliche 1 %. Diese 1 % melden sich aber komplett in den Kommentarspalten zu Wort, während von den 99 % sich nur sehr wenige in den Kommentaren beteiligen.

    Als Medien solltet ihr euch aber intensiv damit beschäftigen, wie man die tatsächliche Meinungsvielfalt (das heißt repräsentativ!) besser darstellen kann, damit nicht der Fehleindruck entstehen kann, als sei die Bevölkerung hier 50:50 gespalten.

  32. 34.

    Auf solchen Quatsch eine ernsthafte Antwort?
    Abgelehnt.
    Glaubt denn auch nur ein einziger, vernünftiger Mensch ernsthaft, dass das Klima von Deutschland aus gerettet wird, wenn wir auf eine unsinnige Energiepolitik umsteigen oder das Benutzen von Verbrennungsmotoren reduzieren oder einstellen?
    Der menschengemachte Klimawandel ist unter Wissenschaftlern umstritten!
    Es ist doch völliger Blödsinn, die deutsche Industrie auf nicht absehbare Zeit schwer zu schädigen, weil manche Menschen irgendetwas GLAUBEN (das von Deutschland aus doch ggfs. eh nicht geändert werden kann)!
    Wer diesbezüglich keinen Spott erträgt, lebt in einer anderen Dimension als ich.

  33. 33.

    Wollen sie auf ihre Blödeleien eine ernsthafte Antwort? Dann sollten sie sich eine andere Art der Kommunikation einfallen lassen.

    Alle großen Zusteller arbeiten schon an intelligenten Liefersystemen, auch der mit dem "A" vorneweg. Falls sie es noch nicht wußten, auch die wollen in Zukunft Essen liefern. Und was im kleinen Maßstab geht, geht auch in größeren Maßstäben. Die Technik und das KnowHow ist da, man muß es nur wollen.

  34. 32.

    Die beste Lösung gegen die "Überbevölkerung" ist nicht eine Begrenzung der Kinderzahl, sondern dafür zu sorgen, dass möglichst alle ihr erträgliches, sogar gutes Auskommen haben. Auch das ist nicht (nur) naturbedingt, bspw. durch das Klima, sondern zu weiten Teilen menschenbedingt. Bspw. durch unfaire Handelsbeziehungen mit einem De-facto-Diktat des "Westens". Die Nachwirkungen des Kolonialismus bleiben solange bestehen, wie das Beschriebene nicht gelöst ist, so werden sich die Autokraten mit Heilsversprechen immer nur ablösen.

    Soziale Absicherung ist alles. Zu Zeiten meiner Großeltern war eine Kinderzahl von 8 - 12 sehr wohl üblich. Nicht aus Jux und Dollerei, sondern wegen der Altersabsicherung. Die nächste Generation war dann die Generation der 1 und 2 Kinder.

  35. 31.

    Da kann ich Ihnen voll und ganz zustimmen. Aber auch das wäre eine Mammutaufgabe und würde für jeden von uns Verzicht bedeuten. Wahrscheinlich wird es der Fortschritt des Klimawandels aber selbst schon richten. Wenn die Temperaturen weiter so steigen, werden an den Auswirkungen schon bald sehr viele Menschen sterben. Wie sagt man so schön: Der Bestand reguliert sich von selbst...

  36. 30.

    Politisch Andersdenkende werde nicht auf die Psychiatercouch. Hier geht es um die menschliche Psychologie. Gefühle und Emotionen haben einen sehr starken Einfluss auf unsere Entscheidungen. Wenn Angst aufkommt, geht der Mensch schnell in eine Abwehrhaltung. Es geht um Bedürfnisse wie Anerkennung von anderen Menschen und in einer Gruppe. Ändert ein Mensch seine Meinung, könnte es passieren, dass ihn die Gruppe verstößt. Wer verliert schon gern sein gewohntes Umfeld? Damit ein Mensch seine Meinung ändernd, bedarf es in vielen Fällen einer emotionale Erschütterung, statt wissenschaftlicher Fakten. Ich habe das mal verallgemeintert, es kommt natürlich darauf an, wie bewusst sich der Mensch, seiner selbst ist usw.

  37. 29.

    Die Kritik, die ich an den Medien habe, ist diejenige, dass sie tendenziell genauso verschlossen waren wie seinerzeit die "poiltische Szenerie" und die Wirtschaft. Das war schlichtweg kein Thema, weil irgendwie zu kompliziert und zu wenig schlagzeilenträchtig.

    Zum jetzigen Stand dürfen sich Menschen nicht kirre machen lassen durch mediale Einkürzung, wenn durch eine Schlagzeilen-Mentalität oftmals kontraproduktive Effekte mitbefördert werden. Es ist wichtig, "sauber" zu argumentieren, was den schon immer stattfindenden natürlichen Klimawandel anbetrifft und was die Auswirkungen des zusätzlichen, vom Menschen verursachten Klimawandel angeht. Letzteren können und sollten wir als verantwortliche Menschen beeinflussen, Ersteres können wir nicht.

    Auf diese Weise durch Schlagzeilen hindurch den "Kern" herauszulesen, das ist Medienkompetenz.

  38. 28.

    Ob der jetzige Klimawandel vom Menschen gemacht wird kann ich weder verneinen noch bestätigen. Fakt ist aber das es nicht der erste Wandel in den ca. 4 Milliarden Jahren der Erdgeschichte ist. Sollte der Mensch diesmal wirklich Schuld daran tragen dann wäre es doch logisch beim Problem Mensch und der rasanten Zunahme unserer Spezies zu beginnen. Wenn sich bis 2100 die Erdbevölkerung fast verdoppelt werden die Probleme von Wasser, Nahrung und Lebensraum steigen. Wäre es da nicht sinnvoll global etwas gegen die Überbevölkerung zu tun? Sollten wir dies Problem nicht lösen können werden es die Kämpfe um Ressourcen tun!

  39. 27.

    Halten wir also fest, das die "Skeptiker" nach Ansicht des Herrn Oberauer entweder Verschwörungstheoretiker sind, die sich "ganz stark eingemauert haben", oder unsichere, ängstliche Menschen.
    Ich halte eine solche Einschätzung für höchst anmaßend, zumal nicht mitgeteilt wird, auf welcher Grundlage sie aufbaut. Hat Herr Oberauer jemals mit Skeptikern gesprochen?

  40. 26.

    "...Ich halte gleichzeitig - um nicht zu sagen genau deswegen - den Klimazirkus für reaktionären Aberglauben."

    Genau nur das sagt der Psychologe doch. Es geht hier nicht darum, was sie glauben, sondern um Daten, die Forscher berechnen, woraufhin ein Großteil von ihnen von einer Erderwärmung ausgeht.

    "Dass die Analysen des Professors etwas danebenliegen sei noch angefügt." Begründung dafür? Haben Sie seine Forschung gelesen? Können Sie diese an Fakten widerlegen?

  41. 25.

    Also wird Tiefkühlkost dann künftig per Hand und mit regelmäßigem Draufpusten transportiert?
    Toll.
    Ich wusste nicht, dass sich das Weltklima so leicht retten lässt.

  42. 24.

    " Wenn das Thema nervt, dann beschäftigen Sie sich doch nicht damit" Die Wirkung von schlechtem Journalismus und Propaganda kann der Einzelne nicht dadurch neutralisieren, dass er sie ignoriert. Sie wirken ja trotzdem auf die die Bevölkerung und die vermeintlichen "Eliten", und führen dadurch zu gesellschaftlichen Zuständen und politischen Maßnahmen die jeden EInzelnen dann direkt betreffen, einschl. derjenigen die die Medien ignorieren. Also ist es richtig und wichtig, Kritik an den Medien zu üben statt die Augen zuzumachen.

  43. 23.

    Oh, da gehen Sie aber weit in die Erdgeschichte zurück. Ja, vor ca. 5 Milliarden Jahren kühlte die Erde langsam ab und unterlag noch lange einem massiven Bombardement von interplanetaren Gesteinsbrocken. Da können wir ja nach Ihrer Logik beruhigt bleiben: In weiteren 5 Milliarden Jahren wird die Sonne als Roter Riesenstern die inneren Planeten und sicher auch die Erde in ihre Gashülle mit eingeschlossen und verbrannt haben, auch das ist wissenschaftlich erwiesen. Aus der Perspektive macht es natürlich keinen Sinn, sich für den erhalt unseres in dieser Epoche der Erdgeschichte lebenswerten Klimas einzusetzen...

  44. 22.

    Die Klima(schutz)diskussion ist vor allem dadurch politisiert worden, dass sich die "politische Szenerie" ebenso wie die Wirtschaft jahrelang taub stellte gegenüber dem, was der Stand unbestrittener Klimaforschung war, wovor also Klimaforschung eindringlich warnten. Die haben sich schlichtweg die Finger wundgeschrieben, bis dann endilch nach und nach die Erkenntnisse Allgemeingut wurden.

    Ab diesem Zeitpunkt endlicher Handlung wurden dann auch Andere auf den Plan gerufen, von denen vorher nichts zu hören und zu lesen war. Die Leugnung des zusätzlich vom Menschen gemachten Klimawandels hat also handlungsbedingte Ursachen.

  45. 21.

    "Die "Klimaskeptiker" sind ja in großen Teilen identisch mit denen, die mit der AfD sympathisieren"

    Nein. Den Fehler macht auch der Professor. Ich bin z.B. klassisch linksliberal und halte gleichzeitig - um nicht zu sagen genau deswegen - den Klimazirkus für reaktionären Aberglauben.

    "Warum aber machen sich diese Leute nun ausgerechnet keine Sorgen um die Konsequenzen des Klimawandels?"

    Machen Sie sich Sorgen wegen Meteoriteneinschlägen? Naturereignisse können wir nicht beeinflussen, und sich deswegen Sorgen zu machen was sie Schlimmes bringen könnten müsste in permanenter Panik enden. Außerdem ist "Klimawandel" eine Tautologie, das Klima ändert sich immer und das festzustellen bedeutet weder dass eine Katastrophe drohe noch dass das der Mensch es verursache.

  46. 20.

    "Leser warfen rbb|24 daraufhin Propaganda vor. " Eine gute Nachricht, denn es bedeutet dass einige Leser medienkompetent sind. Als Antwort darauf noch mehr Propaganda nachzuschieben ist allerdings schwach. Politisch Andersdenkende rhetorisch auf die Psychiatercouch zu legen ist nämlich genau das. Die richtige Reaktion des RBB wäre Selbstkritik. Dass die Analysen des Professors etwas danebenliegen sei noch angefügt.

  47. 18.

    Solange ein Flug Berlin - Palma billiger ist als eine Taxifahrt von Spandau nach Neukölln läuft etwas gewaltig schief.

  48. 17.

    Und wenn nicht die Preisen, dann der CO2-Gehalt, und damit die Temperaturen. ;-)
    Es geht sicher nicht darum, alles auf einmal heute abzuschalten, aber auch nicht erst in 50 Jahren. Oder glauben sie ernsthaft, ein schnellerer Ausstieg aus den konventionellen Energieträgern heißt automatisch alles JETZT gleich abzustellen? Meinen sie die Politik wäre so blöd? Es geht darum SCHNELLER auszusteigen mit allen Mitteln, die notwendig sind, d.h. auch mehr Investitionen in die neue Technik der Erneuerbaren Energien. Denken Sie nicht nur an Wind/Wasser/Sonne/Erdwärme etc., sondern auch an Biochemie, wie "Kraftstoff aus Algen, Wasserstoff aus Bakterien oder Osmose-Kraftwerke an Flussmündungen"*. Und wer weiß, was noch alles möglich ist. :-)

    *https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/alternative-energiequellen/

  49. 16.

    "...Sie werden auf diese sicher verzichten..." Zu einem Verzicht wird es gar nicht kommen, denn wenn, was niemals unter der aktuellen politischen Lage passieren wird' benzin-,kerosin-oder dieselbetriebene Fahrzeuge verboten werden, werden die Unternehmen die an der Lieferkette partizipieren den Druck dermaßen erhöhen, dass eine Alternative gefunden wird. Dann horcht auch die Poltik auf, denn dann geht es ja um wirtschaftliche Umsätze.

  50. 15.

    "...Sie werden auf diese sicher verzichten..." Zu einem Verzicht wird es gar nicht kommen, denn wenn, was niemals unter der aktuellen politischen Lage passieren wird' benzin-,kerosin-oder dieselbetriebene Fahrzeuge verboten werden, werden die Unternehmen die an der Lieferkette partizipieren den Druck dermaßen erhöhen, dass eine Alternative gefunden wird. Dann horcht auch die Poltik auf, denn dann geht es ja um wirtschaftliche Umsätze.

  51. 14.

    Und weil man Geld damit verdienen kann und die Preise steigen, machen wir lieber weiter so wie bisher?
    Der RBB sollte nicht über jedes Stöckchen springen meiner Meinung nach. Nur weil ein paar Kommentatoren Befindlichkeiten haben, muss man sich nicht gleich rechtfertigen. Sonst muss man demnächst noch Stellung beziehen, warum man an die Kugelform der Erde glaubt, Impfungen für sinnvoll erachtet oder keine Diesel-Abgase einatmen will.

  52. 13.

    Ich weiß gar nicht wo ich hier zuerst ansetzen soll. Wenn das Thema nervt, dann beschäftigen Sie sich doch nicht damit! Newsfeed kann man konfigurieren, Überschriften überlesen und den Fernseher leise drehen. "Ich bin der Meinung, jeder sollte seinen Beitrag leisten, aber nicht so!" Hä, da hat mal eine verünftige Organisation zu einem vernünftigen Thema etwas Budget und das ist jetzt auch wieder falsch? Gegenüber Kohle- und Autolobby ist doch ein Witz. Allein was der VDA an Mitteln hat.Also ehrlich - kompletter Schwa. "Der größte Witz ist, wenn ich im Supermarkt sogenannte Bioprodukte in Plastikfolie verpackt liegen sehe." Jungchen, das ist fast zu peinlich um es zu beantworten. Aber trotzdem: die normalen Produkte, also Bio, sind von den belasteten Produkten aus konventioneller "Land"wirschaft derart, allein schon aufgrund möglicher Berührung und Nähe bei der Lagerung, durch Verseuchung bedroht, dass hier die gesetzliche Auflage zur Folie besteht. Im Bioladen ist das nicht so

  53. 12.

    Klimawandel heißt auch vor der eigenen Tür eine Stromtrasse zu bauen. Nein brüllen da etliche, bitte woanders. Kohlekraftwerke abschalten, wenn möglich in großer Zahl. Langt der Strom plötzlich nicht, nun da haben wir ja noch unsere Nachbarn mit Kohle-und Atomkraftwerken. Ganz ehrlich, so langsam geht mit diese unsägliche Diskussion regelrecht auf den Geist. Die Medien sollten sich mal gefälligst bei unseren direkten Nachbarn umhören.

  54. 11.

    Das Klima ändert sich auf diesem Planeten seit Milliarden von Jahren. Davon die grösste Zeit ohne jegliche menschliche Existenz. Es wird dies wahrscheinlich auch weiter tuen. Wir leben nun seit einigen Jahren in einer Zeit, wo mehr und mehr Menschen, die nie nur eine Stunde Wetterkunde hörten, der Meinung sind, permanent was auch immer zu diesem Klima wo auch immer zu publizieren. Damit erstirbt jede Möglichkeit sachlicher Diskussion. Obendrein wird dieses naturwissenschaftliche Thema oft sehr unschön politisiert. Es war aber noch nie gut, Naturwissennschaften zu politisieren. Dies die Sicht einer alten Frau, die ein Leben lang als Meteorologin tätig war und von der Pike auf lernte, was Klima eigentlich wirklich ist.

  55. 10.

    Die meisten Waren, die Sie täglich konsumieren, werden mit Fahrzeugen geliefert, die benzin-,kerosin-oder dieselbetrieben sind. Sie werden auf diese sicher verzichten...

  56. 9.

    In meiner Beschwerdemail an den rbb-Rundfunkrat, habe ich dem rbb24 nicht einfach Propaganda vorgeworfen, sondern Wahlkampfhilfe für die Grünen mit Hilfe von Gebührengeldern der Bürger.

  57. 8.

    Das Thema „Klimawandel“ nervt einfach nur noch.
    Aber es ist aktuell und damit lässt sich viel Geld verdienen.
    (Schauen Sie sich z.B. mal die Bilanzen der Deutschen Umwelthilfe an!)

    Ich bin der Meinung, jeder sollte seinen Beitrag leisten, aber nicht so!

    Es ist falsch, hier relativ moderne Kraftwerke abzuschalten um im Gegenzug Energie aus schmutzigen Kraftwerken, aus dem Ausland zu kaufen.
    Energie aus Wind und Sonne reichen einfach nicht aus!

    Der größte Witz ist, wenn ich im Supermarkt sogenannte Bioprodukte in Plastikfolie verpackt liegen sehe.

    Es ist auch falsch die Luftfahrt zu verteufeln!
    Moderne Flugzeuge sind relativ effizient.
    Wenn ein Flugzeug voll besetzt ist, verbraucht es nur wenige Liter Kerosin auf 100 km.
    Noch dazu kommt, dass ja noch Fracht mit an Bord ist.

    Der einzige Effekt den das ganze hat, ist doch das die Preise steigen und man irgendwann nur noch arbeiten geht um seinen Unkosten zu tragen.

  58. 7.

    Ich stimme da mit dem Psychologen Klaus Oberauer überein: Es geht weitestgehend garnicht um rationale Argumente, vielmehr um Ängste, die in diesem Ausmaß überhaupt keine Grundlage haben. Wer sich des Eigenen gar nicht so sicher ist, weil er nur das macht, "was alle machen", der empfindet jede Änderung als Bedrohung. Das war bei den so bezeichneten "Pilzköpfen" - gemeint war die so bezeichnete "Negermusik" der Beatles - nicht anders als heute. Inzwischen trägt auch der in sich Verhärmteste Blue-Jeans.

    Viel wäre gewonnen, ein Gesellschaftsklima zu befördern, dass a) Menschen überzeugter sind von dem, was sie tun und darum auch nicht bärbeißig etwas abwehren müssen und b) dass Veränderungen immer stattfinden. Je mehr ich vom Eigenen weiß, umso angstfreier kann ich gestalten.

  59. 6.

    Die Überschrift trifft es doch voll. Es ist eben ein politisches Thema. Wissenschaftler Liedern nur Daten und Auswertungen. Entscheidungen über ein Vorgehen treffen Politiker. Und zwar nicht immer nur nach Fakten, sondern ideologisch. Ein richtig oder falsch gibt es nicht. Und auch die Diskussionen in der Öffentlichkeit basiert nur auf Ideologie. Klimawandel ist Fakt. Der Mensch ist daran beteiligt. Und ab jetzt wird es eben politisch. Die einen reden die Auswirkungen klein, die anderen groß. Das verunsichert Menschen. Und international sind eben sehr verschiedene Ansichten vertreten. Atomstrom ist als Beispiel geeignet, um dies zu verdeutlichen. Und weil Menschen unterschiedlich ticken und handeln muss alles immer auf einem Kompromiss beruhen. Radikale Forderungen werden von der breiten Masse nie akzeptiert.

  60. 4.

    Dem kann ich nur von ganzem Herzen zustimmen. Aber hier geht es nicht um Logik, sondern um den kurzfristigen individuellen Vorteil, den ich durch mein Handeln erzielen kann.

  61. 3.

    " das Fliegen oder Autofahren komplett verbieten" als ob das schlimm wäre! Das ist überfällig und alle wissen es. Zumindest wenn benzin-, diesel-, kerosinbetrieben.

  62. 2.

    Mich beschäftigt in diesem Zusammenhang vor allem folgende Frage: Die "Klimaskeptiker" sind ja in großen Teilen identisch mit denen, die mit der AfD sympathisieren, und mit der Gruppe der "besorgten Bürger", die Angst vor zu viel Flüchtlingen, vor zu viel Moslems und vor zu viel "Einwanderung in unsere Sozialsysteme haben". Warum aber machen sich diese Leute nun ausgerechnet keine Sorgen um die Konsequenzen des Klimawandels? Darüber müsste man sich doch eigentlich viel mehr Sorgen machen als um alles andere, weil die Konsequenzen für alle Menschen sehr negativ sein werden. Es reicht ja nicht mal mehr der Hinweis, dass durch die Folgen des Klimawandels noch ganz neue Fluchtbewegungen auf der Welt entstehen werden. Ich verstehe diese Leute nicht...

  63. 1.

    Immer komisch, wenn dann vor der eigenen Haustür eine Stromtrasse oder ein Windkraftpark gebaut werden soll, sind auf einmal die Menschen dagegen! Obwohl viele von Ihnen eine Energiewende wollen! Nach dem Motto: Überall, aber bitte nicht vor meiner eigenen Haustür!

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