Archivbild: Brandenburg, Potsdam: Teilnehmer an der Demonstration des Bündnisses "Potsdam For Future" ziehen durch Potsdam. (Quelle: dpa/Zinken)
Video: Brandenburg Aktuell | 14.08.2019 | Jana Wochnik | Bild: dpa/Zinken

Einigung im Rathaus - Potsdam ruft den Klimanotstand aus

Mehr Radverkehr, besserer Grünschutz und eine klimaneutrale Energieversorgung: In Brandenburgs Landeshauptstadt soll sich demnächst einiges ändern. Als erste Stadt in der Region hat Potsdam am Mittwoch den Klimanotstand ausgerufen.

Mit Potsdam hat eine weitere Stadt in Deutschland den Klimanotstand für mehr Umweltschutz ausgerufen - sie ist die erste in Brandenburg. Die Stadtverordnetenversammlung stimmte am
Mittwoch mehrheitlich für die Ausrufung. Damit votierte sie auch dafür, dass Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) unter anderem Möglichkeiten für mehr Radverkehr, mehr Personal für einen stärkeren Baum- und Grünschutz sowie eine klimaneutrale Energieversorgung für Neubauten prüfen soll. Einen entsprechenden Antrag hatten die Fraktionen von SPD, Grünen, Linken und Die Andere eingebracht.

Am 2. Mai hatte Konstanz als erste deutsche Kommune den Klimanotstand ausgerufen. Inzwischen sind Dutzende Städte diesem Beispiel gefolgt, darunter Köln, Kiel, Saarbrücken, Bochum, Karlsruhe und Gelsenkirchen. Sie haben teils weitreichende Umweltschutzmaßnahmen angeschoben - etwa den Umbau von Autospuren zu Radwegen oder höhere Parkgebühren in Innenstädten.

Kontroverse Debatte im Potsdamer Rathaus

Die Debatte verlief im Rathaus kontrovers. Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) sagte, es sei nötig, diese Diskussion zu führen. Er sprach von einem konkreten Handlungsleitfaden für Potsdam. "Wir wollen unseren Anteil leisten, um das Klima zu schützen und dem vom Menschen gemachten Klimawandel keinen Vorschub zu leisten", erklärte Schubert laut Mitteilung. Die Linke-Politikerin Isabelle Vandre sagte: "Der Klimawandel wird vor keiner Grenze haltmachen." Potsdam habe die Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen.

CDU-Fraktionschef Clemens Viehrig warnte, dass die geplanten Prüfungen die Verwaltung lahmlegen könnten. "Es bleibt ein symbolischer Akt", sagte er. Die AfD wandte sich gegen den Antrag. Der Stadtverordnete Sebastian Olbrich warnte, "dass es eine enorme Belastung für unsere Bürger in der Stadt wird". Er sagte außerdem: "Ich merke nichts von Notstand, das ist nicht übermäßig heiß."

Potsdams FDP-Fraktionsmitglied Linda Teuteberg, die auch FDP-Generalsekretärin ist, lehnt den Begriff Klimanotstand ab. "Das ist Aktionismus." Der Begriff stehe unter anderem dafür, Bürgerrechte einzuschränken. Andreas Walter von den Grünen betonte vor der Abstimmung, es handle sich nicht um Notstand im rechtlichen Sinn. "Durch die Ausrufung würde die Stadtverordnetenversammlung den Klimawandel aber als akute Bedrohung anerkennen."

Potsdamer Stadtpolitik braucht neue Verfahren

"Wir wollen unseren Anteil leisten, um das Klima zu schützen und dem vom Menschen gemachten Klimawandel keinen Vorschub zu leisten", erklärte Schubert am Mittwoch in einer Mitteilung. Allerdings gelte dieses Bekenntnis nicht erst seit diesem Tag, "wir handeln seit Langem danach – nicht zuletzt als Masterplan-Klimaschutz-Kommune", so der Oberbürgermeister. Eine allgemeine Vorab-Prüfung von Klimaauswirkungen werde sich auf die Arbeitsweise im Rathaus auswirken, wie Schubert bei der Sitzung der Stadtverordneten betonte. Die Stadtpolitik müsse ein nachvollziehbares und geordnetes Verfahren etablieren.

Ricarda Budke, Sprecherin der Grünen Jugend Brandenburg und Landtagskandidatin bekräftigte am Mittwoch die Forderung der Grünen-Fraktion im Landtag, den Klimanotstand auf Landesebene, sowie in allen anderen Brandenburger Kommunen auszurufen. "Die Klimakrise wartet nicht. Auch für das gesamte Land Brandenburg muss gelten, dass die größtmögliche Reduzierung von Klimaschäden oberste Priorität hat", so Budke.

Volksinitiative fordert Klimanotstand in Brandenburg

Der Landtag in Brandenburg hatte bereits im Juni über einen Klimanotstand beraten. Nach langen Diskussionen und einem knappen Ergebnis bei der Abstimmung einigten sich die Abgeordneten schließlich auf andere umweltpolitische Maßnahmen, die dem Schutz des Klimas dienen sollen.

Seit vergangener Woche wird in Brandenburg aber ein neuer Anlauf für den Notstand unternommen: Derzeit sammelt eine Volksinitiative Unterschriften, um den Klimanotstand doch noch auf Landesebene durchzusetzen. Einer der Initiatoren ist der Theologe Hennig Schluß, dem es nach eigenen Angaben vor allem darum geht, dass Brandenburg sich auf die Pariser Klimaschutzziele verpflichtet. Sammelt die Initiative mindestens 20.000 gültige Unterschriften, kann sie den Landtag damit beauftragen, das Thema noch einmal auf die Agenda zu nehmen.

Auch in Berlin verfolgt eine Volksinitiative das Ziel, dass der Klimanotstand ausgerufen wird. Wie in Brandenburg müssen auch in der Hauptsdtadt dafür zunächst 20.000 Unterschriften bei der Verwaltung eingereicht werden, um eine Debatte im Senat anzustoßen.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 14.08.2019, 19.30 Uhr

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48 Kommentare

  1. 48.

    ...die machen sich die Zahlen, damit sie demnächst wieder Forschungsprojekte bekommen...ABM auf höherem Niveau

  2. 47.

    Unwissend, unsensibel und unverantwortlich!
    Was Frau Linda Teuteberg, Generalsekretärin der FDP zur Klimapolitik bzw. zum Klimawandel im Interview (Wir brauchen keine Notstandsrhetorik“) in der MAZ vom 26. August Seite 8 äußerte, zeugt von absoluter Unwissenheit zum Thema Klimawandel und ist äußerst unsensibel und unverantwortlich! Frau Linda Teuteberg sollte sich einmal die Satellitenbilder von Südamerika (Brasilien, Peru und Bolivien,…) anschauen und zu Gemüte führen – „halb“ Südamerika steht in Flammen. Momentan sollen 9500 km² Regenwald in Brand stehen (dies entspricht einer Fläche von 97,5 km*97,5 km) und dies ist erst der Anfang, weil die Trockenzeit noch bis Oktober/November währt! Der französische Präsident Emmanuel Macron hat schon sinnbildlich Recht, wenn er meint, „unser Haus steht in Flammen“! Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen

  3. 46.

    Wie wenig die Protagonisten vom Klimaschutz selber verstehen zeigt doch der Fall der Greta Thunberg.

    " Die Klimaaktivistin Greta Thunberg verursacht durch ihre Reise von Großbritannien zum UN-Klimagipfel in die USA offenbar mehr Treibhausgase, als wenn sie geflogen wäre "

    https://www.zeit.de/gesellschaft/2019-08/un-klimagipfel-greta-thunberg-seeweg-klimaschutz-teammitglieder-flugweg

  4. 45.

    Diese Ausrufung ist doch eine geniale Idee! Besteht doch nun die Möglichkeit nun jedes Argument gegen etwas mit der Klimathematik( ob richtig oder falsch) totzuschlagen,
    Weil geprüft.

  5. 44.

    Ist halt Wahlkampf, ich werde sich er keine dieser Parteien wählen, die so die Wähler ........ Blöd nur das Potsdam durch die Bebauung von Freiflächen gegen das Pariser Klimaschutzabkommen selber verstößt.

  6. 42.

    " Die Ausrufung des Klimanotstands hat per se keine Gesetzeskraft. Kritiker sehen ihn deshalb als Symbolpolitik - "

    so der heutige Artikel im rbb

  7. 41.

    Ich bin zwar auch Potsdamer, dort geboren und wohne dort , aber ihrem Kommentar stimme ich voll und ganz zu.

  8. 40.

    Seit Jahren bereits wäge ich ab, ob der Weg mit dem Auto oder dem Zug sinnvoller ist und je nach Zweck der Fahrt entscheide ich mich. Zumeist zugunsten des Zuges, hier im Umland sowieso und es spart mir Zeit, Nerven und Geld. Denn der Weg ist hin und zurück meist mit dem Zug günstiger als im Verhältnis zum Verbrauch des Autos. Da spare ich dann gerne Benzin ein und habe mehr im Tank für Fernfahrten, die aufgrund meiner Nutzungsbedingung dann weit günstiger als mit der Bahn sind.
    Ich finde die Causa Klimanotstand ein nützliche Mittel, dem Umdenken und vor allem Mitdenken Anschub zu geben.

  9. 39.

    Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

  10. 38.

    Nun sollten wirklich Taten folgen. Was nützt es darauf zu dringen, nicht mit dem Auto nach Potsdam zu fahren, wenn gleichzeitig die Fahrt mit dem RE1 so teuer ist, dass man den Parkplatz fürs Auto locker bezahlen kann und vor allem hält der RE1 in Götz und Groß Kreutz nur einmal in der Stunde. Mit dem Auto ist man da viel flexibler. Wäre schön, wenn die durchfahrenden Züge auch halten würden, sie fahren ja sowieso dort lang. Schulkinder sitzen fast täglich eine Stunde z.B. am Bahnhof Werder um nach Hause zu kommen, nur weil der Zug gerade weg ist. Seit Jahren wird für mind. einen Halbstundentakt gekämpft, doch alles stößt auf taube Ohren. Soviel dazu, was die Politik fürs Klima macht. In diesem Fall: bisher nichts.

  11. 34.

    mmmmhhh

    https://www.mdr.de/zeitreise/katastrophenwinter-von-neuzehnhundertachtundziebzig-in-der-ddr100.html

  12. 33.

    "Die AfD wandte sich gegen den Antrag. Der Stadtverordnete Sebastian Olbrich warnte, "dass es eine enorme Belastung für unsere Bürger in der Stadt wird". Er sagte außerdem: "Ich merke nichts von Notstand, das ist nicht übermäßig heiß.""

    Ganz genau! Es ist nicht heiß Leute, schaut raus! Warum verstehen es die Klimareligösen nicht? Es gibt keinen Klimawandel, Wetter ist immer!!

  13. 32.

    Eine deratige Dekadenz und Arroganz der Postdamer passt zu deren städtischen Verhältnissen. Loft an Loft, eine MARINA neben der anderen aber von Klimanotstand fabulieren. Diese Aktion ist so widerlich wie überflüssig. Guckt euch mal Mombasa an oder Teile Ägyptens, da seht ihr KLIMANOTSTAND in Ausprägung. Wenn diese Menschen erfahren sollten, was wir hier in Deutschland fabrizieren, verstehen diese die Welt nicht mehr. Die teuerste Stadt im Land Brandenburg in der es zu keiner Zeit nur an einem Tropfen Wasser fehlt, wo die Parkanlagen grünen, da ruft man den KLIMANOTSTAND aus. Schämt euch und hebt eure Hintern auf den afrikanischen Kontinent und praktiziert gegen den dortigen real existierenden KLIMANOTSTAND. Es fehlen einem die Worte, absolute hochnäsige, verwöhnte Potsdamer, die mit dem Safarihut ins "echte" Brandenburg reisen.

  14. 31.

    Das zeigen ganz offizielle Zahlen ! Der deutsche Anteil am weltweitem Gesamtausstoß an co2 macht 2 % aus. Das liegt Deutschland hat pro Kopf einen nicht so schlechten Wert. Australien z.B. steht da viel schlechter da. Da macht man es aber mit Bedacht und nicht so hysterisch und von grünen Weltuntergangspopulismus angefachten Panikmache.
    Den klimanotstand auszurufen ist nichts weiter als ein Teil dieser Hysterie zumal darauf keine gesetzliche Maßnahmen folgen. Aber man klopft sich in Potsdam auf die Schultern und findet es ja so toll . Konkretes , ausser einem vervielfachtem Verwaltungsaufwand für Umweltverträglichkeitsprüfungen kommt dabei nicht raus.
    Das zeigen auch Zahlen aus Berlin. Millionen liegen für neue Radwege bereit. Gerade mal 73000 € werden aber für den Bau verbraucht. Der rest geht für Verwaltung und Machbarkeitsstudien drauf. Was für eine Steuerverschwendung !

  15. 30.

    All das was jetzt nach dem Beschluss des Klimanotstands angedacht wird, hätte man auch VORHER und ohne diesen Beschluss umsetzen können.
    Das fängt beim Aufforsten und Umbau der Wälder an und geht bis zum Ausbau des ÖPNV.
    Beides wurde trotz bekannter Probleme nicht angegangen. Im ÖPNV fühlt man sich oftmals eher wie in einem Viehtransport (wo bleibt da der Tierschutz ;-)), wenn er denn mal fährt.
    Beim Wald hat man gewartet bis Walbrände die Flächen freigemacht haben und fängt jetzt mit Testflächen für Unis an.
    Kurzum, es ist und bleibt purer Aktionismus, denn man hätte viel früher anfangen können. Wo bleibt zB. ein 100 Dächerprogramm für Solaranlagen in Potsdam? Hätte man schon längst umsetzen können, war bis jetzt politisch nicht gewollt und zwar von den Parteien, die jetzt den Notstand ausrufen.
    Ohne eine gesellschaftlichen Umbau geht es aber nicht.
    Die Welt ist stark vernetzt. Drehe ich an einer Schraube hat dies weitreichende Folgen.
    Die Menschen brauchen neue Arbeitszeitmodelle, es wird eine Entschleunigung der Gesellschaft von Nöten sein. Und auch der Arbeitsplatz kann in vielen Bereichen zu Hause sein, was Fahrten einspart.
    All dies ist aber nicht von heute auf morgen umsetzbar. Ohne Arbeit und Mobilität geht in unserer heutigen Gesellschaft nicht.

    Ich für meinen Teil habe für die Umwelt schon eine Menge getan.
    Es ist an der Zeit, dass die, die den Notstand verabschiedet und gefordert haben, es auch 1:1 vorleben, denn nur wer ohne Sünde ist, werfe den 1. Stein.

  16. 29.

    "In keinem Land dieser Welt wird Umweltschutz so übertrieben wie in Deutschland. "

    Woher weiß man denn so etwas? Also ich meine woher weiß man wie die Situation in allen anderen Ländern der Welt ist?

  17. 28.

    Ganz doll nicht richtig^^ Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Zumal viele Radfahrer auch Autos haben. Und übrigens finanzieren kinderlose auch Schulen. Und ich finanziere auch Politiker, die ich am liebsten auf den Mond schießen würde. Mal angesehen davon braucht's ja dann bald nicht mehr soviel Steuern für Straßen, wenn die ollen Stinkis kaum noch fahren dürfen.^^ Also bitte recherchieren, wie das mit den Steuern so läuft. Alles gut;-)

  18. 27.

    Die Lachnummer zur Sommerpause ! Jetzt will man den westdeutschen Rot-grün-Städten mit "Klimanotstand" natürlich in nichts nachstehen. Ausgerechnet im Land Brandenburg ohne nennenswerte Industrie den Klimanotstand auszurufen ist Hofschauspiel vom Feinsten.

  19. 26.

    "Zudem darf man auch nicht aus den Augen verlieren, dass sich mittlerweile die meisten Radfahrer per e Bike fortbewegen."
    Kann ich so nicht unterschreiben. Ich sehe E-Bikes sehr sehr sehr selten. Die klassischen Fahrräder überwiegen auf jeden Fall!

  20. 25.

    Bei dieser ganzen Hysterie und Hass aufs Auto möchte man das doch bitte nicht vergessen, wer die Steuern zahlt und damit Straßen mitfinanziert. Autofahrer, nicht Radfahrer. Aber das lässt sich ja auch ändern. Ist ja grad modern neue Steuern mit Öko Aspekt auf den Weg zu bringen. Zudem darf man auch nicht aus den Augen verlieren, dass sich mittlerweile die meisten Radfahrer per e Bike fortbewegen. Dessen Klimaneutralität ist im Gesamten, inklusive Herstellung und Kurzlebigkeit des Akkus, mehr als kritisch zu bewerten. Zudem sind Distanzen von 40 km zur Arbeit einfach per Fahrrad nicht konsequent zu überwinden. Wer auf dem Land wohnt und in der Stadt arbeitet, das zudem zu ungünstigen Tageszeiten ohne guten ÖPNV Takt, ist dann richtig in die Nase gekniffen liebe Stadt bewohnenden Egoisten. Interessant ist auch, wie schnell sich solche Ansichten bei den Menschen ändern, sobald sie auch ihr Häuschen im grünen haben, weiter ab vom s Bahn und Straßenbahn Ring.

  21. 24.

    Wenn jetzt noch der OB Schubert die Kosten für die laufend verlorengegangen Prozesse gegen die AfD einsparen würde, könnten die maroden Grünflächen der Stadt Potsdam hergerichtet und gepflegt werden. Das wäre gelebter Klimaschutz.
    Nun Herr @Kawasaki, ist stimme Ihnen zu, wenn Sie ein Systemwandel haben wollen - warten wir die Wahlen am 1. September ab. Dann wird hoffendlich der RR-Spuk beendet und hoffendlich R2G verhindert.

  22. 23.

    Wenn jetzt noch der OB Schubert die Kosten für die laufend verlorengegangen Prozesse gegen die AfD einsparen würde, könnten die maroden Grünflächen der Stadt Potsdam hergerichtet und gepflegt werden. Das wäre gelebter Klimaschutz.
    Nun Herr @Kawasaki, ist stimme Ihnen zu, wenn Sie ein Systemwandel haben wollen - warten wir die Wahlen am 1. September ab. Dann wird hoffendlich der RR-Spuk beendet und hoffendlich R2G verhindert.

  23. 22.

    Vor dreißig Jahren konnte man in Berlin im Winter noch Schlitten fahren. In weiteren dreißig Jahren gibt’s im Sommer vielleicht kein Trinkwasser mehr.

  24. 21.

    Luftkurohrt? Besser als vor 30 Jahren? Bei der Erderhitzung geht es um den CO2-Gehalt der Atmosphäre. Je mehr CO2, desto krasser die Folgen beim Klima (Meeresspiegel, Korallensterben, Wetterextreme). Und der CO2-Gehalt der Atmosphäre hat sich nicht verbessert (wie Sie suggerieren), sondern dramatisch verschlechtert. Exakt das ist das Megaproblem der Menschheit, das wir jetzt in den Griff bekommen müssen. Dazu müssen wir logischerweise drastisch schnell aufhören, das Zeug im Milliarden-Tonnenmaßstab in die Atmosphäre zu blasen!

  25. 20.

    Klimanotstand?

    Mit dem Quatsch wollen sich nur einige profilieren, ander wollen damit Geld machen.

    Das Klima würde sich auch ohne Menschen verändern, dass ist einfach so in der Natur.

    Sicher hat die Menschheit ihren Beitrag dazu getan, aber ändern lässt sich daran nicht‘s.

    Wenn ihr was für die Umwelt tuen wollt, dann pflanzt Bäume!!!

  26. 19.

    Die Kommentarspalte hier ist, wie so häufig bei diesem Thema, erschütternd. Das Bildungssystem in Deutschland muss sich offensichtlich Fragen wie es passieren kann, dass viele Menschen ohne jedwegen Bezug zu Naturwissenschaften, besonders der Physik einen Schulabschluss machen können. Wer dem jetzigen, klaren Stand der Wissenschaft so irrational und emotional, man muss schon von trotzig reden, leugnet, kann nur noch als Wissenschaftsleugner bezeichnet werden und hat sich leider von jedweger Diskussion selbst ausgeschlossen. Ich rede ja auch nicht ernsthaft mit Menschen darüber ob die Erde nun eine Scheibe ist oder nicht. Wir haben eine Klimakatastrophe, das sind die Fakten. Danke an die Stadtverordnetenversammlung in Potsdam für diesen Schritt.

  27. 18.

    Mit Realität und Fakten meine ich, dass Klimaschutz eine Weltaufgabe ist und es nicht ausreicht, wenn Potsdam den Klimanotstand ausruft. Klingt zwar ganz toll, bringt aber nichts. Viel wichtiger wären doch Maßnahmen. Wo ist denn der massive Ausbau des ÖPNV auf dem Lande oder zwischen Brandenburg und Berlin oder in Berlin selbst? Ein Elektroauto kann ich mir auch nicht kaufen, da es keine Ladeinfrastruktur gibt, die Reichweite der E-Autos nicht alltagstauglich ist und preislich aktuell für den Normalbürger auch nicht zu stemmen ist. Ein paar Inlandsflüge zu streichen bringt fürs Klima auch nichts, wenn in China gleichzeitig über 100 neue Flughäfen gebaut werden. Auch bringt es nichts die paar Kreuzfahrtschiffe einzustellen bei weltweit 40.000 Handelsschiffen gegenüber 300 Kreuzfahrtschiffen.

  28. 17.

    Ui, jetzt also nicht mehr nur Masterplan-Klimaschutz-Kommune, sondern Klima-Notstandsgebiet!

    Wann wird dann der Sieg des Sozialismus beschlossen oder dass die Sonne künftig im Westen aufgeht? Wichtig jedenfalls: Der nach wie vor unerschüttliche Glaube der Deutschen, an ihrem Wesen möge noch einmal die Welt genesen.

  29. 16.

    Sehr gut! Hoffentlich zieht Berlin nach.

  30. 15.

    Vielleicht sollten wir mal nachdenken wie es vor 30 Jahren alles war, dann würde jeder sagen, wir leben heute in einem Luftkurort.
    Leider haben das viele vergessen bzw. wollen das nicht sehen.
    Ganz vorne beim Leugnen sind hier die Grünen!
    Klar alles geht immer besser aber man sollte auch die Kirche in Dorf lassen!

  31. 14.

    Ohgottohgott. Niemand kommt hier lebend raus.

  32. 13.

    Ich teile nicht viel von dem, was Sie schreiben. Aber "Realität" und "Fakten" find ich gut. Ich unterstelle mal, Sie verschlössen vor diesen nicht die Augen...: was ist dann IHR Lösungsvorschlag?

  33. 12.

    Sehr gut !
    Und bitte als Konsequenz aus dem Klimanotstand sofort alle S-Bahnstrecken ins Umland verlängern, z. B. Hennigsdorf - Velten, spätestens in 2020 Baubeginn, der Klimanotstand erlaubt keine Verzögerungen mehr !

  34. 11.

    Richtig. Wer jetzt noch von Hysterie und Panikmache spricht, hat Informationsdefizite. Es muss umgehend sehr viel mehr passieren.

  35. 10.

    Es ist blanker Aktionismus vor den Wahlen. In keinem Land dieser Welt wird Umweltschutz so übertrieben wie in Deutschland. Wir wollen die ganze Welt retten und werden unser schönes Land wirtschaftlich ruinieren. Möge bald wieder die Vernunft die Oberhand gewinnen.

  36. 9.

    Stimmt wir brauchen einen Systemwandel. Möglich ist der und zwar sehr viel schneller. Nur fehlt den Entscheidern noch der Mut zur Tat. Bisher höre ich nur Versprechen, die sich absehbar nach 2050 realisieren. Dann lebe ich vielleicht noch.

  37. 8.

    Mit vielen Dingen die Sie schreiben, haben Sie vielleicht auch irgendwo recht, aber immer in der gleichen Form und immer die gleiche Leier.....das nervt.

  38. 7.

    Mich nervt diese Klimadiskussion nur noch. Ich steige aus und ignoriere ab sofort alles zu diesem Thema. Es gibt nur noch ideologische Streitereien und das verdirbt mir die gute Laune. Macht was Ihr wollt.

  39. 6.

    Langsam wird's albern. Klimanotstand? Den Menschen ist schon klar, dass andere Länder auch mitziehen müssten? Tun sie aber nicht. In kaum einem Land wird ums Klima so ein Trara gemacht wie in Deutschland. Angst schüren hat schon immer geholfen, die Massen zu kontrollieren. Geld machen kann man mit Klimaschutz auch prima. Wirklich gemacht wird aber nichts, denn dann müsste auch mal die Industrie tätig werden, die immer noch fleißig jeden Pups in Plastik verpackt und in die Regale stellt.

  40. 5.

    Laut Koorperationsvertrag soll auch der ÖPNV massiv gestärkt werden. Warum ist jetzt davon nicht mehr die Rede?

  41. 4.

    Der derzeit übliche mainstream-Populismus. Erinnert mich an die Achtziger mit
    dem Joghurtbecherauswaschen. Seit 19:30 Uhr ist meine Wohnung
    klimakiki-freie Zone.

  42. 3.

    Der Mensch ist von allen Tieren das Listigste.. schafft die Menschen ab!

  43. 2.

    Man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen. Jeder Tag überbieten sich alle mit irgendwelchen Schreckenszenarien, die es hier nun wirklich nicht gibt. Klimanotstand kann man eher in Teilen Afrikas und Asien ausrufen, aber doch bitte nicht in Deutschland. Man muss auch mal bei bei der Realität und Fakten bleiben und nicht jeden Tag in Hysterie ausbrechen.

  44. 1.

    Ein erster wichtiger Schritt, um tatsächlich Maßnahmen in die Wege zu leiten. Denn von diesen Maßnahme gibts bisher keine einzige. Dabei brauchen wir einen völligen Systemwandel!

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