ILLUSTRATION - Eine junge Frau macht Yoga (Quelle: dpa)
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Der Absacker - Einfach nur gedankenlos Sport machen

Sich zu Hause verrammeln und dabei pauken zu müssen, fast ohne Sport - das ist hart. Dass Influencer sich aber dann noch in besten Posen beim Workout ablichten, macht es für Schülerinnen und Schüler nicht besser. Auch Haluka Maier-Borst leidet mit.

Nach einer langen Nacht kann man, wenn es nicht allzu arg war, mit Sport eine Menge retten. Den Alkohol aus dem Körper schwitzen, den Kopf frei kriegen und sich besser fühlen. Und nach einem langen Tag mit viel Pauken für Prüfungen ist das ähnlich. Ich weiß noch genau, wie ich manchmal regelrechten Lern-Kater hatte. Und dann: Ich, ein Basketball und ein Korb.

So einfach war die Gleichung, um wieder ein bisschen den Kopf frei zu kriegen. Und wenn ich Glück hatte, ging es Freunden genauso und wir spielten eine kurze Runde zwei gegen zwei. Ohne das, glaube ich, wäre ich halb durchgedreht. Insofern habe ich Mitleid für die Schülerinnen und Schüler, die sich jetzt gerade auf ihren Abschluss vorbereiten müssen.

1. Was vom Tag bleibt

Nachdem Schleswig-Holstein zuvor erwogen hatte, seine Abiturprüfungen zu schieben, ist man hoch im Norden zurückgerudert. Die Folge ist, dass sich alle Bundesländer geeinigt haben. Man will weiterhin die Abiturprüfungen durchziehen. Und auch alle anderen Abschlussprüfungen, wie Kollegin Marina Schweizer vom Deutschlandfunk zurecht anmerkt.

Was genau das heißt, können Sie hier nachlesen. Wobei immer noch ein Haufen Fragen offen ist: Sei es, wie die Hygienemaßnahmen aussehen sollen und natürlich auch, an irgendeinem Punkt, ob und wie am Ende der Abschluss gefeiert werden darf.

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2. Abschalten.

Diese Kolumne ist ein bisschen wie Sport, weil ich sie am Ende des Tages schnell weghacke. Wobei, sorry, ich gebe es zu: Gestern und vorgestern hat das mit dem Ziel 20 Uhr nicht wirklich geklappt. Und heute reiße ich auch die Deadline. Ich gelobe Besserung.

Und ansonsten improvisiere ich mit Heimsport, wobei die Tipps, die man im Netz findet, nicht immer hilfreich sind. Entweder weil der Hund fehlt:

Oder weil es schwer für mich ist einem Fitnessprogramm zu folgen, das einem durchtrainierte Jungs und Mädels zeigen. Wenn ich auf Fotos und Videos diese Leute sehe, die jede Anstrengung weglächeln, fühle ich mich schon vor der ersten Runde schlecht. Entsprechend kann ich diesen Artikel von "tipBerlin" nur eingeschränkt empfehlen. Eben nur für die, die schon gut aussehen und das so halten wollen. Ich dagegen in meiner Schlaffheit halte mich entweder mehr oder minder an das Zirkeltraining, das hier zu sehen ist. Und zwar ganz einfach weil ich weniger Komplexe bekomme, wenn ich nur ein fittes Zeichenmännchen sehe:

Oder ich habe das große Glück, dass ich mit Freunden aus dem gleichen Verein per Videoschalte Sport machen kann.

3. Und wie geht's?

Heute sind Sie dran zu sagen, wie es Ihnen geht. Entsprechend kommt hier ein Leser von uns zu Wort, der schon vergangene Woche schrieb:

"Ich arbeite als Apotheker und es ist momentan nicht schön. Einige Kunden machen sich über uns lustig, andere tun so, als ob wir infiziert wären und benehmen sich total daneben. (...) "

Einziger Lichtblick sei gewesen, dass einige andere Kunden Kuchen vorbeigebracht hätten. Ich habe dann nochmal diese Woche nachgehakt, wie es denn inzwischen zugehe und die Antwort war leider nicht viel besser:

"Die Situation hat sich von Tag zu Tag etwas mehr zugespitzt. (...) Da wir Mundschutz tragen und dieser bekanntlich knapp ist, können wir seit Freitag keinen mehr verkaufen, was auch Ärger gibt. Wieso habt ihr und wir sollen keinen bekommen?! Das gibt immer Diskussionen. Auch das viele Medikamente nur, wenn überhaupt, von wenigen Herstellern lieferbar sind, macht Ärger. Wieso sieht die Packung anders aus? Warum habt ihr das nicht?"

Ebenfalls schreibt er uns, dass andere ihn meiden, weil sie Angst davor haben, er könnte sich angesteckt haben. Mir fehlten nach dem Lesen der Mail und auch jetzt noch die Worte.

4. Ein weites Feld...

Einige Freunde haben mich gefragt, wie ich das aushalte in der Quarantäne. Und ja es ist merkwürdig. Ein bisschen ist es, als sei man auf einem Raumschiff. Nur dass es halt Schwerkraft gibt, was das Kochen zwar leichter macht. Aber alles andere weniger aufregend.

Ein bisschen hilft mir vielleicht, dass ich vor Jahren als Reporter in Fukushima berichtet habe. Aber am Ende blieb damals und bleibt heute es ein mulmiges Gefühl. Wenn man nicht raus kann, weil da draußen was ist. Ich versuche dagegen zu halten. Mit Routinen, mit Sport, mit Kochen. Und hin und wieder die Augen zu schließen und nur auf meinen Atem zu hören. Das hilft.

Aber: Es gibt sicherlich Leute, die sich da noch besser auskennen. Ich weiß noch nicht in welchen Abständen und wie oft, doch ich würde genau diesen Freiraum nutzen, um solche Leute zu Wort kommen zu lassen. Die wissen, wie man in Extremsituationen ruhig bleibt. Falls Sie also ewig auf einem U-Boot rumgefahren sind oder lange im Krankenhaus lagen wegen einer Krankheit. Wenn Sie lange in einem Kloster waren oder wenn Sie sich auf irgendeiner anderen Weise mit dem Festsitzen auskennen, dann schreiben Sie uns/mir bitte an haluka.maier-borst@rbb-online.de. Und natürlich auch weiterhin, wenn Sie uns einfach sagen wollen, wie es Ihnen geht.

Bis morgen, bleiben Sie drinnen und Prost, sagt

Haluka Maier-Borst

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    Mit gebührendem Abstand bitte!

    Seit das neue Corona-Virus da ist, haben wir einen sechsten Sinn für eine Sache bekommen: Nähe. Wie schwierig es ist, sie zu umgehen und wie sehr wir sie brauchen, haben wir in den letzten Monaten gemerkt. Hoffentlich vergessen wir das nicht, findet Haluka Maier-Borst

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    Zum Wochenausklang nochmal Raser, Betrüger, Proteste: In diesem Sommer ist alles ein bisschen anders als sonst. Nicht nur, weil es ständig regnet. Zum Glück gibt es auch in diesen Zeiten noch Konstanten. Von Sarah Mühlberger

  • Menschen unterhalten sich auf dem Balkon. (Quelle: dpa/Felix Kästle)
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    Ich kann Sie so schlecht verstehen!

    Was? Wie bitte? Die Maske soll uns im Corona-Alltag helfen, aber sie macht unserer Leben auch komplizierter. Kira Pieper hat sich auf die Suche nach Experten begeben, die gute Kommunikation mit Gesichts-Accessoire lehren.

  • Eine Mitarbeiterin der Firma Rabe Spreewälder Konserven GmbH & Co. KG hält am 07.07.2017 eine Einlegegurke über bereits befüllte Gläser in ihrer Hand. (Quelle: dpa/Pleul)
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    Sehnsucht nach der Saure-Gurken-Zeit

    Eigentlich wäre gerade allerbeste Saure-Gurken-Zeit. Doch die redensartliche Ruhe will sich einfach nicht einstellen. Und auch bei den wahren Gurken im Spreewald läuft es nicht. Dabei wäre es so schön, sich nur mit Söder und Co. vergnügen zu können, findet Johannes Mohren.

  • Symbolbild: Eine Frau mit Atemschutzmaske steht vor dem Schloss Charlottenburg und macht ein Selfie. (Quelle: dpa/C. Klose)
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    Für einen Tag kein C.

    Heute sah es lange danach aus, als ob Corona kein Thema wäre. Ein ruhiger Tag? Wohl kaum. Was folgte, war die schmerzhafte Erkenntnis, dass wir vor, während und nach der Pandemie mit einem ganz anderen Virus zu kämpfen haben, glaubt Efthymis Angeloudis.

  • Archivbild: Gretsche beim Spiel Hertha BSC Berlin gegen Fortuna Düsseldorf. (Quelle: dpa/S. Simon)
    dpa/S. Simon

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    Endlich wieder auf die Schnauze

    Nun, da Kontaktsport in Berlin wieder erlaubt wird, können alle künftig mehr machen als nur durch die Gegend joggen. Entsprechend sollten wir beim ersten schmerzhaften Rumms nicht gleich all zu laut aufheulen, sagen Haluka Maier-Borst und sein Gewissen.

  • Neben den üblichen Dingen, kommen während der Coronapandemie noch viele weitere Dinge in den Koffer (Quelle: imago images/Sven Hagolani).
    imago images/Sven Hagolani

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    Ich packe meinen Koffer voller Sorgen

    Die Urlaubszeit löst normalerweise Freude und Entspannung aus. In Corona-Zeiten ist aber alles anders. Da beschleunigt Sie zumindest bei Lisa Schwesig die Faltenbildung. Denn neben den üblichen Sorgen, wie das Wetter wird, gesellen sich viel unangenehmere.

  • Paris Haute Couture Fashion Week 2020 (Quelle: dpa)
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    Love and Peace, please

    Gewalt hat viele fiese Gesichter und an manchen Tagen begegnen sie einem besonders oft. Wie kann da überhaupt noch irgendeine positive Stimmung aufkommen? Kira Pieper versucht es mit schönen Künsten, die dank Corona teilweise völlig neue Dimensionen annehmen.

  • Symbolbild: Eine Frau singt zu hause (Quelle: imago images)
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    Auf Fliesen und Dielen, die die Welt bedeuten

    Zwar ist viel Normalität wieder eingekehrt, das kulturelle Leben leidet aber unter Corona nach wie vor. Haluka Maier-Borst macht sich Gedanken um sein eigenes Kulturkonzept – für zu Hause und die Szene, die es gerade nicht leicht hat.

  • Touristen besuchen die Stadt Pompeji (Quelle: dpa/Alvise Armellini)
    dpa/Alvise Armellini

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    Ein Ende ohne Schrecken

    Die Forschung des Untergangs vergangener Zivilisationen könnte uns helfen die aktuelle Gefahr durch das Coronavirus oder die akute Gefahr durch den Klimawandel besser einzuschätzen, findet Efthymis Angeloudis. Oder wir können Augen und Ohren verschließen und lalalala.

  • Verkehrsschilder - Abbiegen rechts (Quelle: imago/Kai Bienert)
    imago images/Kai Bienert

    Der Absacker 

    Hart rechts abbiegen in die Sackgasse

    Rechtsextreme Umtriebe in Brandenburg und Berliner Straßennamen, die noch an Kolonialherren erinnern: die aktuellen Themen sind leider wenig heiter, aber müssen im Diskurs bleiben, findet Haluka Maier-Borst

  • Eine Gesichtsmaske liegt auf der Strasse. (Quelle: dpa/Oliver Hurst)
    dpa/Oliver Hurst

    Der Absacker 

    Ist Corona jetzt vorbei oder was?

    So nachrichtenreich war der Abschluss einer Woche lange nicht mehr. Und was noch bemerkenswerter ist: Mit Corona hatte das wenig zu tun. Coro-was? Ja, das fiese Virus, das alles verändert hat, scheint mmer mehr in Vergessenheit zu geraten. Von Kira Pieper

  • Mehr Berlin geht kaum: Schauspieler Harald Juhnke isst bei Konnopke eine Currywurst (Quelle: imago images/Gueffroy).
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    Der Absacker 

    Entschuldijen Se, dit heißt Schrippe!

    Inne Pandemie kann man uff de blödesten Ideen kommen. Da juckt dit hinten im Kopp und dann muss dit raus. So jeht es Lisa Schwesig, die Se mit uffe Reise inne Verjangenheit nimmt und mit Ihnen durchn Tierpark flaniert.

  • Schäferhundwelpe (Quelle: imago images)
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    Der Absacker 

    Tierisches Transfer-Theater

    Sommerzeit ist im Sport Transferzeit. Doch wegen Corona gilt es, bei Neuverpflichtungen kreativ zu werden. Johannes Mohren hat deshalb Ball-Virtuosen mit Schnauze und Geweih gescoutet - und er freut sich über einen Paketboten, der ihn eigentlich geärgert hat.

  • THEMENBILD - Mitarbeiter des Roten Kreuzes nimmt mit einem Staebchen einen Abstrich bei Personen mit Erkrankungsverdacht (Quelle: imago-images)
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    Freiwillig ins Hirn pieksen wie die Bayern?

    Der Wettstreit der Bundesländer bekommt nun eine neue Disziplin. Erst ging es darum, wessen Lockdown am rigidesten ist, nun geht es um Tests für alle. Aber ist es sinnvoll, immer den Bayern nachzueifern? Von Haluka Maier-Borst

  • Larry, the 10 Downing Street Cat (Quelle: imago-images)
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    Jetzt wird jeder Einkauf zur Schnäppchenjagd. Denn am 1. Juli sinkt die Mehrwertsteuer. Oder ist das alles etwa eine große Lüge? Oh nee, nicht schon wieder eine schlechte Nachricht. Da muss schnell Abhilfe her. Und die kommt aus Großbritannien. Von Kira Pieper

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Beitrag von Haluka Maier-Borst

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