Symbolbild: 27.05.2020, Frankreich, Paris: Ein Mann und eine Frau demonstrieren in einem Pariser Restaurant das Speisen unter Plastikhauben (Quelle: dpa/Thibault Camus)
Bild: dpa/Thibault Camus

Der Absacker - Mit gebührendem Abstand bitte!

Seit das neue Corona-Virus da ist, haben wir einen sechsten Sinn für eine Sache bekommen: Nähe. Wie schwierig es ist, sie zu umgehen und wie sehr wir sie brauchen, haben wir in den letzten Monaten gemerkt. Hoffentlich vergessen wir das nicht, findet Haluka Maier-Borst

Wie hältst du es mit der Umarmung? Nach wie vor ist bei mir jedes Treffen mit Freunden von diesem einen fragenden Blick gekennzeichnet. Ellebogen-Bump? Schuhe aneinander streifen? Oder doch kurz drücken mit weggedrehtem Kopf, weil man mal wieder wen im Arm haben möchte? Der Eiertanz um die richtige Begrüßung ist nichts vollkommen Unbekanntes. Man kennt das, wenn man als Deutscher im Ausland unterwegs ist. Regelmäßig will man sich verkrampft locker geben und wirkt dabei entweder zu steif, weil man sich nicht französisch abbusselt. Oder unpassend jovial, weil man gerade den Japaner mit einem High Five begrüßt. Aber dass man selbst im eigenen Land in derartige Bredouille kommt, das ist neu.

Das Virus hat bei mir und anderen erreicht, dass man zumindest unterbewusst Nähe mit Risiko gleichsetzt. Das geht so weit, dass ich, wenn ich Filme oder Serien schaue mit Leuten, die sich umarmen oder zu eng beieinander stehen, jedes Mal in kurze Schockstarre verfalle. Und gleichzeitig neidisch bin auf diese sorglosen Zeiten.

1. Was vom Tag bleibt

Genau um diese körperliche Nähe im Kontext von Berufen dreht sich eine Recherche von meiner Kollegin Veronika Fritz und mir. Wir haben versucht herauszufinden, wie Arbeitende in Berufen bezahlt werden, in denen sie ihren Kollegen, Kunden oder Patienten sehr nahe kommen. Fazit: Tatsächlich ist es so, dass in Gesundheitsberufen und im Einzelhandel, oft die am wenigsten verdienen, die am häufigsten anderen nahe kommen.

Kleine Besonderheit dieser Geschichte war übrigens, dass Veronika und ich das erste Mal miteinander zusammengearbeitet haben und uns aber bis heute kein einziges Mal im echten Leben getroffen haben. Angesichts dieser Umstände hat das alles erstaunlich gut geklappt. Trotzdem hoffe ich, dass ich in Zukunft weiter Geschichten mit dieser tollen Kollegin machen darf. Und man sich dabei auch mal live und in Farbe sieht.

2. Abschalten.

Ich weiß, ich weiß. Weder ist der Name Markus Söder ein Name, den man normalerweise mit menschlicher Nähe assoziert, noch einer den man unter einer Rubrik namens "Abschalten" vermutet. Aber dieser Text zum bayrischen Ministerpräsident hat mich begeistert [sueddeutsche.de]. Zum einen weil er den ein oder anderen Lacher bot. Beispiel:

"Heute ist es jedenfalls die nobelste Pflicht des Söder-Korrespondenten, das wachsende Auskunftsbedürfnis zu befriedigen. Manche Leute fragen einen nach Söder, wie sie einen Tierpfleger im Zoo Hellabrunn nach einem Panda fragen würden: Wie weich ist das Fell? Braucht er viel Schlaf? Isst er auch gut? Ja, er isst gut, da kann man den Bundesbürgern alle Sorge nehmen."

Zum anderen verhandelt der Text das spannende Verhältnis von Nähe und Distanz von Journalisten zu Politikern. Ich persönlich fand, dass es dem Autor Roman Deininger besonders gut gelungen ist, das ironisch und lakonisch für den Fall Markus Söder, den quasi Bayernkönig, aufzuschreiben.

3. Und, wie geht's?

Physisch nahe kommen können sich ja unsere Nutzer im Web sowieso nicht. Aber emotionale Nähe zeigt sich mitunter in den Kommentarspalten, wo es sonst doch recht stürmisch zugeht. So schrieb Lothar unter einem unserer Artikel zum Gewitter:

Zuerst sah ich den dunklen Himmel, der dann vorbei zog. Doch dann wie auf Knopfdruck fing es an von oben zu Schütten und wie. Dabei tauchte dann urplötzlich ein Sturm auf, der innerhalb von nur wenigen Minuten all meine Wildblumen in den Balkonkästen herunterdrückte. Wovon diese sich jetzt nicht erholt haben. Eine Blumentopf auf den Tisch konnte ich gerade noch rechtzeitig festhalten, damit er nicht heruntergeweht wurde.

Woraufhin eine Userin schrieb:

Das mit Deinen Blumen ist ja ärgerlich! Meinst Du, sie haben eine Chance, wieder "auf die Beine" zu kommen? Also auf den Stängel?

Dieser mitfühlende Moment für die Blumen eines Fremden, der war schon sehr knuffig. Schreiben Sie uns weiterhin, was Sie beschäftigt, denn inzwischen haben wir nicht nur Sommerloch an manchen Tagen auf der Seite, sondern auch im Maileingang. Schreiben Sie uns an absacker@rbb-online.de.

4. Ein weites Feld...

Zwei weitere Male werde ich heute noch mich mit dem Thema Nähe beschäftigen. Unserer WG stehen nämlich nachher noch zwei Besichtigungen ins Haus. Und wieder wird die Frage sein, wie jemanden begrüßen, den man bisher noch kennt, aber bald vielleicht aus den gleichen Tellern isst.

Genießen Sie den Sommer mit der richtigen Dosis Nähe sagt:

Haluka Maier-Borst

Alle Absacker

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  • Collage: Vor einem Berliner Spätkauf sind ein Spritzkuchen und eine Fassbrause positioniert (Bild: dpa/Seidel/Rothermel; imago images/Steinach)
    dpa/Seidel/Rothermel; imago images/Steinach

    Der Absacker 

    Fassbrause und Spritzkuchen vorm Späti

    Spritzkuchen, Muffins, Eierschecke: Heute wird es ein bisschen kulinarisch, denn Tim Schwiesau liebt Backwaren aus aller Welt. Natürlich dürfen Getränke nicht fehlen, aber Sie müssen uns dringend helfen. Nur beim Alkohol wird's derzeit kritisch.

  • Lisa Schwesig (Quelle: rbb)
    rbb|24

    Der Absacker 

    Fühlen wir uns zu sicher?

    Menschen sitzen dicht an dicht im Café oder stehen gedrängt an der Supermarkt-Kasse: Man könnte beinahe meinen, wir hätten die Coronavirus-Pandemie überstanden. Lisa Schwesig fragt sich, ob wir nicht doch zu unvorsichtig geworden sind.

  • Nur die Beine eines Läufers sind im Regierungsviertel zu sehen, als er im Gegenlicht der Sonne entlang der Spree läuft. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
    dpa/Paul Zinken

    Der Absacker 

    SPD, Dürrejahre einer Partei

    Ist die älteste Partei Deutschlands auch die drögste Partei Deutschlands? Wäre die SPD ein Film, würde Haluka Maier-Borst sich das Ganze jedenfalls nicht im Kino und auch nicht auf der heimischen Couch anschauen.

  • Bei Füchsen dient der Streit dem Revierkampf. Und bei Menschen? (Quelle: dpa/Jegen)
    dpa/Jegen

    Der Absacker 

    Freundlichkeit ist eine rare Tugend

    Die Gemüter sind erhitzt und das liegt wohl nicht allein an den Temperaturen. Doch wodurch wird die derzeitige Feindseligkeit verursacht, fragt sich Lisa Schwesig. Sie behilft sich mit japanischer Einigkeit.

  • Pop-up-Fahrradstraße, leeres Freibad, leeres Klopapierregal im Supermarkt (Quelle: dpa/Hannibal Hanschke)
    dpa/Hannibal Hanschke

    Der Absacker 

    Bleibt dit so oder kommt dit wieder weg?

    Im heutigen Absacker gibt es mehr Fragen als Antworten. Wir haben eine lange Das-Ist-Gut-Das-Ist-Schlecht-Liste erstellt (danke Buzzfeed für die Idee), die Sie unbedingt noch erweitern müssen. Wir zeigen essende Vögel in Ohio. Doch es wird auch sehr traurig. Von Tim Schwiesau

  • Schulanfänger in einer Schule (Quelle: dpa/Mascha Brichta)
    dpa/Mascha Brichta

    Der Absacker 

    Spätsommer-Melancholie, Corona-Edition

    In der letzten Ferienwoche redet man dieses Jahr vor allem über eins: Schule. Schließlich muss über die Corona-Auflagen im neuen Schuljahr diskutiert werden. Das löst eine seltsame Wehmut bei Laura Kingston aus - obwohl sie selbst schon lange keine Schülerin mehr ist.

  • Eine stark überfüllte Papiertonne in einem Berliner Hinterhof (Bild: rbb/Mühlberger)
    rbb/Mühlberger

    Der Absacker 

    Das Schlechteste erwarten, das Beste hoffen

    Politik und Fußball, Sex, Crime und dann auch noch Wetter: Der Nachrichtentag hatte einiges zu bieten. Sarah Mühlberger macht sich derweil Gedanken über eine Zeit, die niedrige Erwartungen lehrt. Und kämpft mit Papierbergen.

  • Ein Teilnehmer der Demonstration am 01.08.2020 gegen die Corona-Schutzmaßnahmen in Berlin (Bild: imago images/Frederic Kern)
    imago images/Frederic Kern

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    Der Triumph über "den Maulkorb" (und die Wahrheit)

    Die Demo vom Samstag, die unter dem Motto "Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit" lief, hinterlässt einen Nachgeschmack: Für die einen ist es der von Triumph, für Laura Kingston ist es eine beängstigende Erkenntnis.

  • Von einer heftigen Windböe überrascht wird eine Frau mit Schirm (Quelle: dpa/Boris Roessler)
    dpa/Boris Roessler

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    Macht euch sturmfest gegen den Unsinn!

    Es gibt besonders stressige Tage im Journalismus, das gehört zum Beruf. Dass aber einer ausgerechnet mitten ins Sommerloch fällt, ist schon eher ungewöhnlich. Aber es passt zur Zeit. Von Haluka Maier-Borst

  • Buchillustration, Lehrer Lämpel mit einer Atemschutzmaske (Quelle: dpa/imageBROKER)
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    Denn wer ohne Maske lacht, gibt nicht auf die Lehrer acht

    In den Berliner Schulen wird sich im neuen Schuljahr maskiert, Attila Hildmann hat am Samstag frei und George R.R. Martin wird mit internationalen Nerd-Haftbefehl gesucht. Der Absacker denkt derweil über Nazis im Polizeiverhör nach. Von Sebastian Schöbel

  • Abstrich für Übungszwecke im neuen Corona-Testmobil in Berlin. (Quelle: dpa/Sven Braun)
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    "Zur Tür hinaus, linke Reihe, jeder nur ein Wattestäbchen"

    In Tegel und Schönefeld werden ab dieser Woche Reiserückkehrer auf Corona getestet, was das Abenteuer Fliegen um eine weitere Erfahrung reicher macht. Derweil wird man am BER angeblafft, wenn man nichts zu meckern hat. Von Sebastian Schöbel

  • Symbolbild: Menschen sitzen auf einer Wiese in aufgemalten Kreisen. Die Kreise sollen die Einhaltung des Mindestabstandes während der Corona-Pandemie gewährleisten. (Quelle: dpa/Marius Becker)
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    Es könnt' alles so einfach sein...

    Erst waren es Clubs, dann Schlachthöfe und jetzt sind es Flughäfen. Zweifellos ist es wichtig, gewisse Orte besonders im Blick zu behalten. Aber am Ende gibt es wohl eben nicht die eine Anti-Corona-Lösung – leider. Von Haluka Maier-Borst

  • Eine Person hält ein Smartphone in der Hand. (Quelle: dpa/Edith Geuppert)
    dpa/Edith Geuppert

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    Erst surrt es, dann zuckt man

    Ein Auto, das in eine Gruppe von Menschen fährt. Wenn solche Nachrichten aufs Handy kommen, rasen die Assoziationsketten durch den Kopf. Gut, wenn sich dann herausstellt, dass nicht die schlimmsten Befürchtungen wahr werden. Von Haluka Maier-Borst

  • ARCHIV - 29.05.2018, Brandenburg, Beeskow: Eine mit Blut vollgesaugte Mücke. (Quelle: dpa/Pleul)
    dap/Pleul

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    Bergketten auf dem Fuß - made in Berlin

    Seine Eltern schicken Johannes Mohren bei Whatsapp Bilder von Südtiroler Gipfeln. Ihm selbst reicht - ganz ohne zu verreisen - der Blick auf seinen Fuß, um Bergketten zu bestaunen. Was die gemeine Mücke damit zu tun hat und warum Liebe Geld schlägt.

     

  • Symbolbild: Kellner mit Maske (Quelle: dpa/Mairo Cinquetti)
    dpa/Mairo Cinquetti

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    Einmal frische Vorsicht nach Art des Hauses bitte

    Die Corona-Krise hat die Gastronomie hart getroffen. Umso mehr verwundert es da, dass einzelne Locations und manche Besucher und Besucherinnen das Wohl der ganzen Branche riskieren. Von Haluka Maier-Borst

  • Symbolbild: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kommt mit Mundschutz zum Besuch des Unternehmens Rolls-Royce im brandenburgischen Blankenfelde-Mahlow und wird vom Vorsitzenden der Geschäftsführung von Rolls-Royce Deutschland, Dirk Geisinger (r) mit Ellbogengruß begrüßt. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
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    Hand drauf? Besser nicht!

    Vor Corona kam man nicht umhin, ständig Hände zu drücken. Manche fühlten sich an wie ein toter Fisch, andere waren feucht oder die eigene Hand fühlte sich nach dem Begrüßungsritual an wie Krankenhaus-reif. Schön, dass das jetzt vorbei ist, freut sich Kira Pieper.

  • Archivbild: Blick auf die City Ost mit Nikolaiviertel, dem Roten Rathaus und dem Fernsehturm während des Gewitters. (Quelle: dpa/D. Heerde)
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    Bewölkt und recht explosiv, mit schlecht terminierten Fluten

    Alle reden über das Wetter – auch wir. Aber die Frage nach Sonne und Wolken ist noch das kleinste Problem, wenn man sich anschaut, wie sich die (politische) Großwetterlage entwickelt. Von Haluka Maier-Borst

  • Eine Wespe auf Nahrungssuche. (Quelle: dpa/Klaus Nowottnick)
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    Wenn nur noch auf Wespen Verlass ist

    Zum Wochenausklang nochmal Raser, Betrüger, Proteste: In diesem Sommer ist alles ein bisschen anders als sonst. Nicht nur, weil es ständig regnet. Zum Glück gibt es auch in diesen Zeiten noch Konstanten. Von Sarah Mühlberger

  • Menschen unterhalten sich auf dem Balkon. (Quelle: dpa/Felix Kästle)
    dpa/Felix Kästle

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    Ich kann Sie so schlecht verstehen!

    Was? Wie bitte? Die Maske soll uns im Corona-Alltag helfen, aber sie macht unserer Leben auch komplizierter. Kira Pieper hat sich auf die Suche nach Experten begeben, die gute Kommunikation mit Gesichts-Accessoire lehren.

  • Eine Mitarbeiterin der Firma Rabe Spreewälder Konserven GmbH & Co. KG hält am 07.07.2017 eine Einlegegurke über bereits befüllte Gläser in ihrer Hand. (Quelle: dpa/Pleul)
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    Sehnsucht nach der Saure-Gurken-Zeit

    Eigentlich wäre gerade allerbeste Saure-Gurken-Zeit. Doch die redensartliche Ruhe will sich einfach nicht einstellen. Und auch bei den wahren Gurken im Spreewald läuft es nicht. Dabei wäre es so schön, sich nur mit Söder und Co. vergnügen zu können, findet Johannes Mohren.

  • Symbolbild: Eine Frau mit Atemschutzmaske steht vor dem Schloss Charlottenburg und macht ein Selfie. (Quelle: dpa/C. Klose)
    dpa/C. Klose

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    Für einen Tag kein C.

    Heute sah es lange danach aus, als ob Corona kein Thema wäre. Ein ruhiger Tag? Wohl kaum. Was folgte, war die schmerzhafte Erkenntnis, dass wir vor, während und nach der Pandemie mit einem ganz anderen Virus zu kämpfen haben, glaubt Efthymis Angeloudis.

  • Archivbild: Gretsche beim Spiel Hertha BSC Berlin gegen Fortuna Düsseldorf. (Quelle: dpa/S. Simon)
    dpa/S. Simon

    Der Absacker 

    Endlich wieder auf die Schnauze

    Nun, da Kontaktsport in Berlin wieder erlaubt wird, können alle künftig mehr machen als nur durch die Gegend joggen. Entsprechend sollten wir beim ersten schmerzhaften Rumms nicht gleich all zu laut aufheulen, sagen Haluka Maier-Borst und sein Gewissen.

  • Neben den üblichen Dingen, kommen während der Coronapandemie noch viele weitere Dinge in den Koffer (Quelle: imago images/Sven Hagolani).
    imago images/Sven Hagolani

    Der Absacker 

    Ich packe meinen Koffer voller Sorgen

    Die Urlaubszeit löst normalerweise Freude und Entspannung aus. In Corona-Zeiten ist aber alles anders. Da beschleunigt Sie zumindest bei Lisa Schwesig die Faltenbildung. Denn neben den üblichen Sorgen, wie das Wetter wird, gesellen sich viel unangenehmere.

  • Paris Haute Couture Fashion Week 2020 (Quelle: dpa)
    dpa

    Der Absacker 

    Love and Peace, please

    Gewalt hat viele fiese Gesichter und an manchen Tagen begegnen sie einem besonders oft. Wie kann da überhaupt noch irgendeine positive Stimmung aufkommen? Kira Pieper versucht es mit schönen Künsten, die dank Corona teilweise völlig neue Dimensionen annehmen.

  • Symbolbild: Eine Frau singt zu hause (Quelle: imago images)
    imago images

    Der Absacker 

    Auf Fliesen und Dielen, die die Welt bedeuten

    Zwar ist viel Normalität wieder eingekehrt, das kulturelle Leben leidet aber unter Corona nach wie vor. Haluka Maier-Borst macht sich Gedanken um sein eigenes Kulturkonzept – für zu Hause und die Szene, die es gerade nicht leicht hat.

  • Touristen besuchen die Stadt Pompeji (Quelle: dpa/Alvise Armellini)
    dpa/Alvise Armellini

    Der Absacker 

    Ein Ende ohne Schrecken

    Die Forschung des Untergangs vergangener Zivilisationen könnte uns helfen die aktuelle Gefahr durch das Coronavirus oder die akute Gefahr durch den Klimawandel besser einzuschätzen, findet Efthymis Angeloudis. Oder wir können Augen und Ohren verschließen und lalalala.

  • Verkehrsschilder - Abbiegen rechts (Quelle: imago/Kai Bienert)
    imago images/Kai Bienert

    Der Absacker 

    Hart rechts abbiegen in die Sackgasse

    Rechtsextreme Umtriebe in Brandenburg und Berliner Straßennamen, die noch an Kolonialherren erinnern: die aktuellen Themen sind leider wenig heiter, aber müssen im Diskurs bleiben, findet Haluka Maier-Borst

  • Eine Gesichtsmaske liegt auf der Strasse. (Quelle: dpa/Oliver Hurst)
    dpa/Oliver Hurst

    Der Absacker 

    Ist Corona jetzt vorbei oder was?

    So nachrichtenreich war der Abschluss einer Woche lange nicht mehr. Und was noch bemerkenswerter ist: Mit Corona hatte das wenig zu tun. Coro-was? Ja, das fiese Virus, das alles verändert hat, scheint mmer mehr in Vergessenheit zu geraten. Von Kira Pieper

  • Mehr Berlin geht kaum: Schauspieler Harald Juhnke isst bei Konnopke eine Currywurst (Quelle: imago images/Gueffroy).
    imago images/Gueffroy

    Der Absacker 

    Entschuldijen Se, dit heißt Schrippe!

    Inne Pandemie kann man uff de blödesten Ideen kommen. Da juckt dit hinten im Kopp und dann muss dit raus. So jeht es Lisa Schwesig, die Se mit uffe Reise inne Verjangenheit nimmt und mit Ihnen durchn Tierpark flaniert.

  • Schäferhundwelpe (Quelle: imago images)
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    Der Absacker 

    Tierisches Transfer-Theater

    Sommerzeit ist im Sport Transferzeit. Doch wegen Corona gilt es, bei Neuverpflichtungen kreativ zu werden. Johannes Mohren hat deshalb Ball-Virtuosen mit Schnauze und Geweih gescoutet - und er freut sich über einen Paketboten, der ihn eigentlich geärgert hat.

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10 Kommentare

  1. 9.

    Danke für diese Mitteilung. Aber ich kehre immernoch sehr gerne in meine Lieblingslokale ein. Zudem ist Sommer und da läßt es sich schön bequem draußen sitzen. Abgezockt wurde ich noch nie. Ganz im Gegenteil. Bei meinen Lieblingsvietnamesen kann ich auch mal sagen, pack mehr drauf, ich habe heute richtigen Appetit und er berechnet mir nicht mehr als sonst auch. Das zeichnet einen guten Gastronom aus. In einem anderen Lokal bekomme ich als Stammgast 10 Prozent Preisnachlass auf die Gesamtrechnung. Alleine kochen tue ich im übrigen für mich alleine nicht sehr gerne. Aber ein Omlett oder einen guten Gemüseeintopf kriege ich noch hin. Bin ein großer Fan von gutem Brot.

  2. 7.

    Nee wir sind eher selber dran schuld, dass wir nicht lernen mit dem Virus, wie mit allen anderen Gefahren und Grippen, umzugehen und damit zu leben.
    Sich für immer einzusperren und nie wieder richtig zu leben, da kann man eigentlich gleich aufhören zu existieren.

  3. 6.

    Wie immer ein super Absacker, danke dafür!
    Und JA zur Schockstarre, wenn sich Leute im Fernsehen umarmen!
    Da möchte man gleich rufen: „Seid ihr des Wahnsinns, denkt an die Keime!“ oder eher wehmütig: „Ihr seid noch unbeschwert, ihr habt ja keine Ahnung, was auf euch zukommt!“

  4. 5.

    Neben den Bienenweide-Blumen, da fühle ich immer noch mit Lothar, der sich so nett um seine Balkongenossen gekümmert hat und nun das..., also neben den Blumen geht's mir wie Lothar: diese oft zitierte Nähe fehlt mir gar nicht so. Zu den Personen außerhalb meines Hausstandes habe ich ein freundliches, aufgeschlossenes aber dennoch distanzgewährendes Verhältnis. Mir fehlt kein Gruppenkuscheln mit Bussi Bussi. Auch vor Corinna schon. (Ost-)westfalen hat mich wohl doch mehr geprägt als gedacht...

    Auch Grüßen geht wie ehedem: rechte Hand kurz heben Richtung imaginären Hut, dazu ein knappes Tach oder Hi oder Moin. Dann ist alles gut und alles gesagt, was muss :-)

    Bis denne!

  5. 4.

    Neben den Bienenweide-Blumen, da fühle ich immer noch mit Lothar, der sich so nett um seine Balkongenossen gekümmert hat und nun das..., also neben den Blumen geht's mir wie Lothar: diese oft zitierte Nähe fehlt mir gar nicht so. Zu den Personen außerhalb meines Hausstandes habe ich ein freundliches, aufgeschlossenes aber dennoch distanzgewährendes Verhältnis. Mir fehlt kein Gruppenkuscheln mit Bussi Bussi. Auch vor Corinna schon. (Ost-)westfalen hat mich wohl doch mehr geprägt als gedacht...

    Auch Grüßen geht wie ehedem: rechte Hand kurz heben Richtung imaginären Hut, dazu ein knappes Tach oder Hi oder Moin. Dann ist alles gut und alles gesagt, was muss :-)

    Bis denne!

  6. 3.

    Neben den Bienenweide-Blumen, da fühle ich immer noch mit Lothar, der sich so nett um seine Balkongenossen gekümmert hat und nun das..., also neben den Blumen geht's mir wie Lothar: diese oft zitierte Nähe fehlt mir gar nicht so. Zu den Personen außerhalb meines Hausstandes habe ich ein freundliches, aufgeschlossenes aber dennoch distanzgewährendes Verhältnis. Mir fehlt kein Gruppenkuscheln mit Bussi Bussi. Auch vor Corinna schon. (Ost-)westfalen hat mich wohl doch mehr geprägt als gedacht...

    Auch Grüßen geht wie ehedem: rechte Hand kurz heben Richtung imaginären Hut, dazu ein knappes Tach oder Hi oder Moin. Dann ist alles gut und alles gesagt, was muss :-)

    Bis denne!

  7. 2.

    Vielen Dank Herr Borst. Ein schön gelungener Absacker. Weiter so. Das schöne Wildblumenbeet sieht nun nicht mehr so schön aus. Aber ich tue es ja auch nicht für mich. Hauptsache all die kleinen Insekten kommen weiterhin um nach Nahrung zu suchen. Dafür lege ich diese Beete ja an. Zudem haben andere Blumen, die vorher kein Licht bekommen haben eine Chance voll aufzugehen.
    Mal ehrlich, wer setzt sich schon im Restaurant unter solch eine Plastikhaube? Da suche ich mir morgen lieber ein sonniges Plätzchen im Lokal“Dicke Wirtin“. Vorteil, endlich mal viel Platz ohne vorherige Anmeldung;-) Anbei bemerkt, körperliche Nähe zu anderen Personen vermisse ich als Alleinstehender Mensch nicht wirklich. Deutsche stehen sowieso nicht besonders auf innige Umarmung.

  8. 1.

    Speisen unter Plastik Hauben? Man muss schon zweimal und ganz genau hinschauen.
    Würde es dies in Berlin geben, könnte man mir noch was dazugeben und und ich würde unter dieser Erstickungshaube nichts essen.
    Morgen wieder beim Yugo auf der Terrasse. Der Mensch braucht Luft zum atmen.

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